Stirb schön von Peter James

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Looking Good Dead, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Scherz.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 2 der Roy-Grace-Serie.

  • London: Macmillan, 2006 unter dem Titel Looking Good Dead. 380 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Scherz, 2006. Übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg. 380 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 2008. Übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg. 380 Seiten.
  • Berlin: Springer, 2011. Übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg. 356 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2006. Gesprochen von Hans Jürgen Stockerl. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2008. Gesprochen von Hans Jürgen Stockerl. ISBN: 3866104464. 6 CDs.

'Stirb schön' ist erschienen als Hörbuch

In Kürze:

Eine junge Frau wartet auf ihren Geliebten. Ruhelos geht sie im Zimmer umher. In diesem Moment öffnet sich die Tür und ein Mann tritt ein. Er umarmt sie von hinten, dann plötzlich zieht er ein Messer und sticht zu. Wieder und wieder. Als Tom Bryce diese gespenstische Szene auf seinem Computer sieht, glaubt er noch an einen besonders harten Erotik-Thriller. Doch als er am nächsten Morgen in der Zeitung das Foto der jungen Frau erkennt, weiß er plötzlich, warum die CD, die er durch Zufall im Pendlerzug von London nach Brighton einsteckte, so brisant ist. So brisant, dass er jetzt auch um sein Leben und das seiner Familie fürchten muss. Denn die Killer haben sich schon bei ihm gemeldet – per Mail, natürlich.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Thriller für die `Generation Golf`« 84°

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Krimi-Couch-Volltreffer Oktober 2006

Keine niedrige Hürde, die sich der Brite und eigentlich Krimi-Neuling Peter James selbst aufgestellt hat: Stirb ewig, James´ Krimi-Debüt und erster Fall für Inspektor Roy Grace, schlug ein in Deutschland und wurde ein Bestseller, der den entsprechenden Aufkleber im Gegensatz zu vielen anderen Thrillern nicht nötig hatte. Und: Stirb ewig ist ein Krimi-Couch-Dauerbrenner, der von Ihnen mit dem Krimi-Blitz 2005 ausgezeichnet worden ist. Eintagsfliege oder Auftakt?

Tom Bryce ist junger Familienvater, recht erfolgreich selbständig im Vertrieb von Marketing-Produkten tätig und froh, im Zug nach Hause zu seiner Frau und seinen Kindern zu sein. Ein Fahrgast lässt jedoch eine CD-Rom liegen und Tom nimmt sie mit. Zuhause siegt die Neugierde und Tom führt sie in seinen PC ein. Was er da jedoch zu sehen bekommt, eine Grusel-Vorstellung zu bizarr um real zu sein, soll nur der Anfang einer Kette von alptraumhaften Geschehnissen sein. Denn die junge Frau, die in seinem PC abgeschlachtet worden ist, wird tatsächlich einige Tage später gefunden. Besser gesagt: ihr Kopf Torso. Detective Inspector Roy Grace, ein Mann mit Hang zum Übersinnlichen wie der peniblen Polizeiarbeit, führt die Sonderkommission an, um auch den Rest der jungen Schönheit zu finden.

Grace selbst ahnt jedoch nichts von den Netz-Machenschaften, die Tom beobachten musste. Ganz im Gegensatz zu denen, die die Szene online gestellt hatten. Denn die haben sich schon lange auf Toms Versen gemacht und dass sie nicht gut zu  Scherzen aufgelegt sind, wird Tom mit jedem Login ins Internet deutlich …

Was hat sich zu Stirb ewig geändert?

Zwei Aspekte fallen im Gegensatz zu Stirb ewig auf: Zum einen ist die Idee für den eigentlichen Plot, ein bisschen Cyberspace-Crime mit Splatter-Beigabe, nicht mehr so zwingend zündend wie das Lebendig-begraben-werden am eigenen Junggesellenabschied. Was aber nicht heißen will, dass dem Leser der Plot bekannt vorkommt. Dafür beherrscht Peter James sein Handwerk einfach zu gut – der Roman ist von Anfang bis Ende hochspannend und fesselt trotz gelegentlicher Stereotypen Kapitel für Kapitel. 

Auf der anderen Seite hat sich James dem einzigen Manko des Erstlings angenommen und vor allem an den Charakteren gefeilt: Roy Grace als Protagonist ist weitaus fassbarer geworden, er entwickelt sich – glaubhaft – weiter und bekommt von seinem Schöpfer die ein oder andere liebenswerte Macke verpasst. Ein Date mit Preisschild am frisch gekauften Jackett in Kombination mit gelben (!) Socken ist nicht unbedingt das, was einem zu einem Kommissar auf der Suche nach der fehlenden Leiche zum passenden Kopf einfällt – aber das und die vielen Kleinigkeiten um die wichtigsten Figuren machen Stirb schön erst richtig rund.

James´ Gefühl für das tägliche Leben 

Weshalb aber Stirb schön aus dem dickpampigen Thriller-Einheitsbrei heraussticht, ist James´ Gefühl für das tägliche Leben, das genau dort spielt, wo seine Leser seine Bücher verschlingen. Roy Grace ist weder der beinharte Cop amerikanischen Vorbilds, noch der melancholisch-depressive Grübler skandinavischer Brauart. Klar, hätte er nicht auch vom Schicksal einiges aufgebürdet bekommen, wäre es langweilig. Aber er verliert nicht den Blick auf Bekannt- und Liebschaften und vor allem nicht auf den Fall.

Und auch Tom Bryce als fast-gescheiterter Geschäftsmann und Familienmensch mit hohen Zielen, viel Einsatz aber auch enormen Zweifeln ist wie aus dem Leben der Generation Golf gegriffen. Herrlich: Bryces Frau, eine ebay-Powershopperin, die selbstverständlich »nur Schnäppchen macht«, damit allerdings die Haushaltskasse nahe Ebbe zurecht bestellt. Wer kann sich das bei Wallanders Tochter oder Brunettis Frau vorstellen? Nein, Mankell oder Leon sind Walkmen, wohingegen James ein iPod ist. 

Ein Thriller mit Pepp 

Stirb schön ist damit ein in allen Bereichen hochaktueller Thriller, der die Rasanz US-amerikanischer Page-Turner mit dem British Way of Life und einer gehörigen Portion Humor zu dem macht, was auch Stirb ewig bereits auszeichnete: Es gibt nicht viel im europäischen Krimi-Genre, was mehr Pepp mitbringt, als James´ Grace-Reihe.

Ihre Meinung zu »Peter James: Stirb schön«

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Bettina748 zu »Peter James: Stirb schön« 21.09.2014
Wunderbarer Polizeikrimi - hier ist alles vorhanden was sich das Leserherz wünscht: ein alternder und einsamer Detective, sadistische Verbrecher, unschuldige Opfer, Traumfrauen... Jedes Klischee wird bedient und dabei in eine äußerst spannende und sehr lesenswerte Geschichte verpackt. Das war sicher nicht mein letztes Buch von diesem Autor!
Leselöwin zu »Peter James: Stirb schön« 14.09.2014
Abgesehen davon, dass die Handlung sich recht zähflüssig dahinschleppte, habe ich selten in einem Buch derart abstoßend brutale Szenen gelesen. Bei der Vorstellung, dass ein Mensch bei lebendigem Leib in Salzsäure aufgelöst wird (nur ein Beispiel), dreht sich sicher nicht nur mir der Magen um. Offenbar will Mr. James die amerikanischen Folter-und Splatterautoren noch übertreffen. Vielen Dank, da gibt es wirklich Besseres.
Toyota zu »Peter James: Stirb schön« 17.03.2013
Das Buch war ganz interessant, hatte aber - nach meinem Geschmack - zu viel belangloses Geplänkel als Lesestoff. Hin und wieder wurde es mal spannend, ebbte dann aber wieder ab. Nur am Schluß konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Da war dann die Spannung, die ich das Buch über eher vermisst hatte. Aber alles in allem lesenswert, wenn ich mich auch nicht wirklich mit dem Buch anfreunden konnte.
OmaInge zu »Peter James: Stirb schön« 20.05.2012
"Stirb schön" ist der zweite Thriller von Peter James.

Man merkt dem Buch deutlich den Autonarren im Autor an.Diverse Marken sind in der Handlung vertreten.

In Punkto Spannung kann das Buch nicht ganz mit dem Debüt "Stirb ewig" mithalten.

Etwas zu langatmig das Ganze, 50 Seiten weniger, hätten gut getan.Daher ziehe ich 10 Punkte gegenüber dem 1. Fall von Roy Grace ab.

Meine Bewertung: 85 Grad
Schnagg zu »Peter James: Stirb schön« 02.04.2012
DSI-Roy-Grace-Reihe; 2. Fall

Mein 3. Thriller den ich von P.J. lese u. erneut bin ich begeistert. Das Buch war spannend geschrieben u. die Thematik interessant. Mir kam nichts übertrieben vor. Zwischendrin gab es immer wieder Überraschungen u. das Ende war rasant. Das Thema Computer u. seine daraus resultierenden Kriminalitätsformen sind erschütternd. Die Story entführt in eine Welt die m.E. nicht unrealistisch ist u. in die man wahrlich sehr schnell unbedarft hineinschlittern kann. Langeweile kam bei dieser Lektüre nie auf. Computer - Internet: Diese Thematik sollte nicht unterschätzt werden. In DSI Grace 2. Fall werden zudem ein paar mehr Einblicke in sein Leben aufgezeigt. Es war also ganz nett etwas mehr über den symphatischen Detective zu erfahren; die Dosis war sehr angenehm.
Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von DSI Grace.
Rebecca zu »Peter James: Stirb schön« 26.03.2011
Die kurze Inhaltsbeschreibung des Buches war vielversprechend, entpuppte sich meiner Hinsicht nach jedoch als total enttäuschend. Das Buch ist meines Erachtens sehr langweilig (bis auf wenige Stellen gegen Ende) geschrieben und hält sich entschieden zu lange mit der Beschreibung von Personen/Orten/Gegenständen etc. auf. Beispielsweise wird sehr lange über die Gefühlslage des Polizisten Roy bezgl. seiner vor langer Zeit verschwundenen Verlobten namens Sandy philosophiert, so dass der Leser den Eindruck gewinnt, dies sei elementar für die weitere Geschichte wichtig. Das Gegenteil ist hingegen der Fall. Außerdem ist das Buch insbesondere gegen Ende mit sehr irrealen "Zufällen" gespickt.Den eigentlichen (wenigen!) Inhalt der Kapitel 1-37 hätte man auch verkürzt darstellen können.
Fazit: Unter einem Thriller verstehe ich etwas anderes und würde es daher nicht als solchen empfehlen!
Marlon K. zu »Peter James: Stirb schön« 14.07.2010
Ich bin grade erst 15 und habe jetzt auch nicht gerade die wirkliche Ahnung von solchen Büchern.

Jedoch kann ich trotzdem feststellen, dass selbst ich dieses Buch verstehen konnte und es mich an mein Bett quasi fesselte.

Das ist einfach ein Hammer.
Wirklich brilliant gemacht.
Man sollte wirklich einen Film drehen über diese Geschichte.
Das wäre Gänsehaut pur.
Könnte aber noch dauern also kauft euch das Buch und lest ein bisschen
Dyke zu »Peter James: Stirb schön« 17.05.2010
Auf dem Cover steht zwar Thriller, aber der Roman ist ein recht ordentlicher Police-Krimi, der sich problemlos auch ohne Kenntnis des ersten Bandes lesen lässt.Es gibt zwei 3 Hauptzählstränge:die polizeiliche Ermittlungsarbeit unter Leitung von Roy Grace, die detaillierte und überwie-gend realistisch dargestellt wird.
das Leben von Tom Bryce und seiner Frau Nellie
das Privatleben von Roy GraceDie Story ist recht vorhersehbar und es wurden sehr viele Stereotypen eingebaut. Auch der aktuell übliche Hauch Mystery, eine Sexszene und ein bisschen Ekel fehlen nicht.
Aber die Charaktere haben doch etwas sehr sympathisches an sich.
Ein insgesamt unaufgeregtes angenehmes Leseerlebnis, das mich aber nicht sofort nach weiteren Bänden der Reihe gieren lässt.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
tedesca zu »Peter James: Stirb schön« 17.11.2009
"Stirb ewig" war ein Ausnahmethriller - keine Serienmörder, keine grausigen Details, keine endlose Mörderjagd. Dafür, dass man so ein Buch kein zweites Mal hinkriegt, ist "Stirb schön" nicht schlecht gelungen, auch wenn es bei weitem nicht so viel Gänsehaut verursacht wie sein Vorgänger. Was daran liegen mag, dass wir Thrillerleser schon so abgebrüht sind, dass uns eine verstümmelte Frauenleiche nicht mehr wirkilch schlaflose Nächte bereitet (wie z.B. die Idee lebendig begraben zu werden...). Natürlich ist das Thema Snuff, also Mord vor laufender Kamera, äußerst brisant, da es dafür scheinbar einen sehr lukrativen Markt gibt. Dazu kommen grimmige Verbrecher, eine rasante Handlung und ein furioses Finale, das man sicher schön im Kino zeigen könnte - KAWUMM!

Sehr positiv sehe ich die Entwicklung der Hauptfigure Roy Grace, der mit seinen Schwächen nicht in die Kategorie "Superbulle mit Alkoholproblem" fällt, aber auch nicht zu perfekt und unangreifbar wirkt.

Hans Jürgen Stockerl liest ausgesprochen angenehm, bringt das Britische gut rüber und verleiht Roy Grace eine sympathische (akustische) Erscheinung. Alles in allem ein uneingeschränkter Hörbuchtipp für Thrillerfans mit Interesse an Forensik und Autopsien.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Torsten Heymann zu »Peter James: Stirb schön« 11.08.2009
Spannend, unterhaltsam und - vor allem zum Ende hin - dazu angetan die Nacht durchzulesen. Wer allerdings auf der Suche nach wirklich guter literarischer Krimikost ist, der wird hier nicht fündig. dafür fehlt Peter James die sprachliche Klasse. Dies Buch ist mehr was für zwischendurch - Krimi Fast Food mit großer Klasse.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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