Stirb schön von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2006
unter dem Titel Looking Good Dead,
deutsche Ausgabe erstmals 2006
bei Scherz.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England / Sussex / Brighton, 1990 - 2009.
Folge 2 der Roy-Grace-Serie.
- London: Macmillan, 2006 unter dem Titel Looking Good Dead. 380 Seiten.
-
Frankfurt am Main: Scherz, 2006.
Übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg.
ISBN:
978-3-502-10045-4. 380 Seiten. -
Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 2008.
Übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg.
ISBN:
978-3-596-16873-6. 380 Seiten. -
Berlin: Springer, 2011.
Übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg.
ISBN:
978-3942656047. 356 Seiten.
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[Hörbuch] Berlin: Argon, 2006.
Gesprochen von Hans Jürgen Stockerl.
ISBN:
386610152X. 6 CDs. -
[Hörbuch] Berlin: Argon, 2008.
Gesprochen von Hans Jürgen Stockerl.
ISBN:
3866104464. 6 CDs.
'Stirb schön' ist erschienen als
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In Kürze:
Eine junge Frau wartet auf ihren Geliebten. Ruhelos geht sie im Zimmer umher. In diesem Moment öffnet sich die Tür und ein Mann tritt ein. Er umarmt sie von hinten, dann plötzlich zieht er ein Messer und sticht zu. Wieder und wieder. Als Tom Bryce diese gespenstische Szene auf seinem Computer sieht, glaubt er noch an einen besonders harten Erotik-Thriller. Doch als er am nächsten Morgen in der Zeitung das Foto der jungen Frau erkennt, weiß er plötzlich, warum die CD, die er durch Zufall im Pendlerzug von London nach Brighton einsteckte, so brisant ist. So brisant, dass er jetzt auch um sein Leben und das seiner Familie fürchten muss. Denn die Killer haben sich schon bei ihm gemeldet – per Mail, natürlich.
Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Thriller für die `Generation Golf`«
Krimi-Rezension von Lars Schafft überspringen
Keine niedrige Hürde, die sich der Brite und eigentlich Krimi-Neuling Peter James selbst aufgestellt hat: Stirb ewig, James´ Krimi-Debüt und erster Fall für Inspektor Roy Grace, schlug ein in Deutschland und wurde ein Bestseller, der den entsprechenden Aufkleber im Gegensatz zu vielen anderen Thrillern nicht nötig hatte. Und: Stirb ewig ist ein Krimi-Couch-Dauerbrenner, der von Ihnen mit dem Krimi-Blitz 2005 ausgezeichnet worden ist. Eintagsfliege oder Auftakt?
Tom Bryce ist junger Familienvater, recht erfolgreich selbständig im Vertrieb von Marketing-Produkten tätig und froh, im Zug nach Hause zu seiner Frau und seinen Kindern zu sein. Ein Fahrgast lässt jedoch eine CD-Rom liegen und Tom nimmt sie mit. Zuhause siegt die Neugierde und Tom führt sie in seinen PC ein. Was er da jedoch zu sehen bekommt, eine Grusel-Vorstellung zu bizarr um real zu sein, soll nur der Anfang einer Kette von alptraumhaften Geschehnissen sein. Denn die junge Frau, die in seinem PC abgeschlachtet worden ist, wird tatsächlich einige Tage später gefunden. Besser gesagt: ihr Kopf Torso. Detective Inspector Roy Grace, ein Mann mit Hang zum Übersinnlichen wie der peniblen Polizeiarbeit, führt die Sonderkommission an, um auch den Rest der jungen Schönheit zu finden.
Grace selbst ahnt jedoch nichts von den Netz-Machenschaften, die Tom beobachten musste. Ganz im Gegensatz zu denen, die die Szene online gestellt hatten. Denn die haben sich schon lange auf Toms Versen gemacht und dass sie nicht gut zu Scherzen aufgelegt sind, wird Tom mit jedem Login ins Internet deutlich …
Was hat sich zu Stirb ewig geändert?
Zwei Aspekte fallen im Gegensatz zu Stirb ewig auf: Zum einen ist die Idee für den eigentlichen Plot, ein bisschen Cyberspace-Crime mit Splatter-Beigabe, nicht mehr so zwingend zündend wie das Lebendig-begraben-werden am eigenen Junggesellenabschied. Was aber nicht heißen will, dass dem Leser der Plot bekannt vorkommt. Dafür beherrscht Peter James sein Handwerk einfach zu gut – der Roman ist von Anfang bis Ende hochspannend und fesselt trotz gelegentlicher Stereotypen Kapitel für Kapitel.
Auf der anderen Seite hat sich James dem einzigen Manko des Erstlings angenommen und vor allem an den Charakteren gefeilt: Roy Grace als Protagonist ist weitaus fassbarer geworden, er entwickelt sich – glaubhaft – weiter und bekommt von seinem Schöpfer die ein oder andere liebenswerte Macke verpasst. Ein Date mit Preisschild am frisch gekauften Jackett in Kombination mit gelben (!) Socken ist nicht unbedingt das, was einem zu einem Kommissar auf der Suche nach der fehlenden Leiche zum passenden Kopf einfällt – aber das und die vielen Kleinigkeiten um die wichtigsten Figuren machen Stirb schön erst richtig rund.
James´ Gefühl für das tägliche Leben
Weshalb aber Stirb schön aus dem dickpampigen Thriller-Einheitsbrei heraussticht, ist James´ Gefühl für das tägliche Leben, das genau dort spielt, wo seine Leser seine Bücher verschlingen. Roy Grace ist weder der beinharte Cop amerikanischen Vorbilds, noch der melancholisch-depressive Grübler skandinavischer Brauart. Klar, hätte er nicht auch vom Schicksal einiges aufgebürdet bekommen, wäre es langweilig. Aber er verliert nicht den Blick auf Bekannt- und Liebschaften und vor allem nicht auf den Fall.
Und auch Tom Bryce als fast-gescheiterter Geschäftsmann und Familienmensch mit hohen Zielen, viel Einsatz aber auch enormen Zweifeln ist wie aus dem Leben der Generation Golf gegriffen. Herrlich: Bryces Frau, eine ebay-Powershopperin, die selbstverständlich »nur Schnäppchen macht«, damit allerdings die Haushaltskasse nahe Ebbe zurecht bestellt. Wer kann sich das bei Wallanders Tochter oder Brunettis Frau vorstellen? Nein, Mankell oder Leon sind Walkmen, wohingegen James ein iPod ist.
Ein Thriller mit Pepp
Stirb schön ist damit ein in allen Bereichen hochaktueller Thriller, der die Rasanz US-amerikanischer Page-Turner mit dem British Way of Life und einer gehörigen Portion Humor zu dem macht, was auch Stirb ewig bereits auszeichnete: Es gibt nicht viel im europäischen Krimi-Genre, was mehr Pepp mitbringt, als James´ Grace-Reihe.
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| Rebecca zu »Peter James: Stirb schön« | 26.03.2011 |
|---|---|
| Marlon K. zu »Peter James: Stirb schön« | 14.07.2010 |
| Dyke zu »Peter James: Stirb schön« | 17.05.2010 |
| tedesca zu »Peter James: Stirb schön« | 17.11.2009 |
| Torsten Heymann zu »Peter James: Stirb schön« | 11.08.2009 |
| dimiri zu »Peter James: Stirb schön« | 10.08.2009 |
| Ticva zu »Peter James: Stirb schön« | 10.07.2009 |
| snoozer zu »Peter James: Stirb schön« | 01.06.2009 |
| Leselady zu »Peter James: Stirb schön« | 03.05.2009 |
| M@I zu »Peter James: Stirb schön« | 24.04.2009 |
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