Mein bis in den Tod von Peter James

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Faith, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Knaur.

  • London: Orion, 2000 unter dem Titel Faith. 465 Seiten.
  • München: Knaur, 2006. Übersetzt von Michael Benthack. ISBN: 978-3-426-62652-8. 569 Seiten.
  • München: Knaur, 2008. Übersetzt von Michael Benthack. ISBN: 978-3-426-63918-4. 568 Seiten.
  • München: Knaur, 2009. Übersetzt von Michael Benthack. ISBN: 978-3-426-50460-4. 568 Seiten.
  • München: Knaur, 2011. Übersetzt von Michael Benthack. ISBN: 978-3-426-50901-2. 568 Seiten.

'Mein bis in den Tod' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Eigentlich hat Faith alles, was das Herz begehrt: Geld im Überfluss, ein riesiges Haus, einen wundervollen siebenjährigen Sohn. Ihr Mann Ross, der zu Londons Top-Schönheitschirurgen zählt, liest ihr jeden Wunsch von den Lippen ab – solange sie ihm das Gefühl gibt, perfekt zu sein. Und in seinem Streben nach Vollkommenheit ist Ross unerbittlich: Er will Faith nach seinen Vorstellungen umoperieren. Als sie den Arzt Oliver Cabot kennen lernt, scheint sich ein Ausweg zu bieten. Immer stärker wird Faiths Verlangen, mit Oliver ein neues Leben zu beginnen. Doch seit einiger Zeit plagt sie eine Übelkeit, die nicht aufhören will, und sie fühlt sich seltsam kraftlos …

Das meint Krimi-Couch.de: »Treibender Mainstream« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Nachdem Peter James in 2005 mit seinem Roman Stirb ewig in Deutschland ein überaus beachtlicher Erfolg gelang (»Krimi-Blitz des Jahres« auf der Krimi-Couch) war es nur eine Frage der Zeit, bis weitere seiner gut ein Dutzend in England bereits erfolgreich laufenden Romane auch hierzulande aufgelegt würden. Ein erster Nachzügler, der bereits 2000 entstand, liegt nun vor und es überrascht schon sehr, dass »Mein bis in den Tod« erst jetzt erscheint …

Seit einem gemeinsamen Thailandurlaub mit ihrem Mann Ross und Sohn Alec plagen Faith Ransome immer wieder plötzliche Anfälle von Übelkeit. Diese könnten aber auch mit dem zur (krankhaften) Perfektion neigenden Ehemann zu tun haben, der nur ein Ziel kennt, nämlich als einer der Top-Schönheitschirurgen Englands mit Faith nicht nur seine, sondern die schönste Frau zu schaffen. Bereits sechs Mal wurde Faith operiert und in ihrer künstlichen Haut fühlt sie sich zunehmend unwohl. Auch sonst bietet die Ehe mit Ross nicht viel, folgt sie doch seit langer Zeit einem monotonen Ablauf. Geprägt von absoluter Ordnung im Haushalt und totaler Kontrolle durch Ross, der unter anderem täglich den Benzinverbrauch nach hält und Faiths Leben genauestens beobachtet.

Bei einem Geschäftsessen von Ross fällt Faith ein attraktiver Mann auf, der ebenfalls an ihr Gefallen gefunden zu haben scheint. Zufällig begegnen sich die beiden einen Tag später beim Einkauf wieder und der Fremde stellt sich ihr als Dr. Oliver Cabot vor, Leiter des nach ihm benannten Zentrums für komplementäre Medizin also für alle erdenkbaren alternativen Heilungsmethoden. Kurzum lädt Dr. Cabot Faith in sein Zentrum ein.

Da sich Faith Zustand weiterhin nicht bessert schickt Ross sie zu Dr. Ritterman, der ihm wenige Tage später mitteilt, dass Faith an der sog. Lendtschen Krankheit leidet, die bislang als unheilbar gilt. Lediglich ein Pharmakonzern befindet sich mit einem Medikament bereits in der Testphase. Auch Dr. Cabot kommt zu demselben Ergebnis und Faith, die sich immer mehr zu ihm hingezogen fühlt, hofft nicht nur auf seine Behandlungsmethoden, sondern inzwischen an ein gemeinsames Leben an seiner Seite. Ross, der mitbekommen hat, dass Faith sich heimlich mit Dr. Cabot trifft, vermutet, dass die beiden ein sexuelles Verhältnis haben und beginnt nun mit allen Mitteln um Faith zu kämpfen. Dabei zeigt sich schnell, dass der beliebte Doktor ein vor nichts zurück schreckender Soziopath ist...

Als Ross noch ein Teenager war, verließ seine Mutter die dreiköpfige Familie angeblich, weil ihr seine Unordnung unerträglich war. Womöglich wollte sie aber auch nur ihre Freiheit zurück, um sich anderen Männerbekanntschaften öffnen zu können. Seitdem herrschte im Hause Randsome die harte Hand des Vaters, der den Verlust seiner Frau Ross zuschob. Oftmals setzte es Prügel wegen Belanglosigkeiten. Schon damals wollte Ross »Gerechtigkeit« und so wiederholen sich nun die Ereignisse.

Peter James zeigt ein gelungenes und eindringliches Psychogramm eines Soziopathen von dessen Jugend bis hin zum selbstmörderischen Finale. Die Charaktere sind gut, aber nicht überzeichnet und obwohl die Story recht voraussehbar erscheint, so gelingt es James ein ums andere Mal noch einen drauf zu setzen. Bliebe einzig die Frage, warum Faith ihren tyrannischen Mann nicht längst verlassen hat? Vielleicht, weil der Name »Faith« nicht willkürlich gewählt wurde? Nomen est Omen.

In immer wechselnden Perspektiven der verschiedenen Figuren (Faith, Ross, Dr. Cabot, ein Privatdetektiv) treibt James mit ebenso vielen Kapiteln (108 an der Zahl) wie Cliffhangern seine Leser voran. Mit Leichtigkeit und großem Erfolg, wenngleich nach dem eigentlichen Showdown noch ein 15-seitiger Abspann folgt. Einer von zwei Kritikpunkten dieses insgesamt zu umfangreichen, ein bisschen arg nach Thriller-Baukasten erstellten Plots.

Die eingebaute medizinische Diskussion über die Konkurrenz zwischen klassischer Schulmedizin und alternativen Heilmethoden, ist lesenswert und auch für medizinische Laien verständlich dargestellt. Der Autor scheint sorgfältig recherchiert zu haben und so stimmt einen die Anklage Dr. Cabots gegen die Pharmaindustrie nachdenklich. Warum sollte diese ein Interesse an der schnellen Heilung von Menschen haben, lässt sich mit Dauerpatienten doch leicht viel mehr Geld verdienen, um die Millionen schweren Entwicklungskosten für neue Medikamente auszugleichen.

Der Vergleich mag hinken, aber wem Die Höhle (Anne McLean Matthews), »Toyer« (Gardner McKay) oder "Misery (Stephen King) gefallen hat bzw. wer einen modernen Rosenkrieg lesen möchte, der darf, nein, der muss hier zugreifen.

Ihre Meinung zu »Peter James: Mein bis in den Tod«

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Elisa Würsch zu »Peter James: Mein bis in den Tod« 26.04.2011
Dieses Buch ist einfach genial. Ich lese Krimis eigentlich nie mehr als einmal, aber dieses Buch habe ich jetzt schon dreimal gelesen. Es ist diese besondere Mischung von hochdramatischer Spannung gemischt mit verdammt-wieso-merkt-er/sie-das-nicht und einer Liebesgeschichte. Dieses Buch ist sehr zu empfehlen.
Kasia zu »Peter James: Mein bis in den Tod« 18.02.2011
Was mir an "Mein bis in den Tod" gefallen hat, war die einfache und fließende Sprache und die interessante Geschichte einer Frau, die alles hat und trotzdem gefangen in ihrem Leben und ihrer Ehe ist.
Wer mal eine Lektüre für 2 Abende braucht, kann sich hier bedienen.
Als ich dann endlich ins Bücherregal griff, um dieses Buch, welches da schon ein paar Jährchen steht rauszuziehen, war ich der Meinung "Schauen wir mal. (Klappentext) Hört sich an, wie 1000 mal gelesen. Weshalb hast Du das Buch überhaupt damals gekauft?".
Aber ich bin immer wieder überrascht worden. Und das richtig. Ich lag mit meinen Vermutungen über den weiteren Verlauf der Geschichte immer total daneben. Und das ist das, was ein gutes Buch für mich ausmacht.
Es war nicht das beste Buch, welches ich gelesen habe aber es war okay. Ich habe dort auch keine Längen oder Übertreibungen finden können. Ich bewerte mit 78°.
Henriette zu »Peter James: Mein bis in den Tod« 16.08.2010
Faith sollte eigentlich glücklich sein. Sie hat einen gutaussehenden, erfolgreichen Ehemann, einen gesunden Sohn, ein schönes Haus. Doch sie ist immer unglücklicher, depressiver. Ihr Mann, der Top-Schönheitschirurg, „gestaltet“ Faith nach seinen Vorstellungen. Und sie bemerkt, dass sie sich nicht mehr wohlfühlt, auch gesundheitlich. Sie muss zu dem Hausarzt, den ihr Mann vorschreibt. Dieser teilt ihr aber nicht mit, was mit ihr nicht stimmt. Dann lernt Faith Dr. Oliver Cabot kennen. Dieser Mann ist faszinierend. Vor allem stellen beide fest, dass sie einander lieben. Und er kann ihr helfen, in jeder Beziehung.

Peter James verbindet in diesem Buch Krimi und auch Liebesgeschichte. Durch einen fesselnden Schreibstil hatte ich Spannung pur. Medizinische Komponenten fehlten hier nicht, doch sie waren verständlich geschrieben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es nicht brutal und blutig war. Ich kann somit diese Lektüre ruhigen Gewissens empfehlen und vergebe hierfür fünf von fünf Sternen.
Natalie Kaserer zu »Peter James: Mein bis in den Tod« 25.05.2010
Sehr geehrter Herr James,
dieses Buch ist der ABSOLUTE WAHNSINN!Ich habe schon sehr viele Bücher gelesen und bin eine richtige Leseratte, doch dieser Thriller übertrifft einfach alles.Spannend von der ersten bis zur letzten Minute!!Man muss einfach immer weiterlesen, weil es immer wieder neue Situationen und Ereignisse rund um Faith und Ross Ransome und Dr. Oliver Cabot gibt.Bitte schreiben Sie weiter so spannende Krimis, sie sind für mich einer der besten Schriftsteller und das gehört unbedingt erwähnt, finde ich!!
Liebe Grüße ein treuer Fan!
Andreas zu »Peter James: Mein bis in den Tod« 16.10.2009
Ja, auch auf dieses Buch habe ich mich nach den anderen drei gefreut. Die Geschichte ist zwar spannend, aber die ersten Bücher waren doch bedeutend besser zu lesen. Mir hat einfach der tolle Roy gefehlt. Inzwischen bin ich mit dem letzen Teil angefangen und fühle mich schon wieder besser.
Dieses Buch war für mich nur lauwarme Kost.
Jessi zu »Peter James: Mein bis in den Tod« 08.07.2009
hey leutz ich hab mir das buch heute gekauft und noch nit angefangen aber ich freu mich schon drauf
ich bin ein totaler bücherwurm und computerfreak das sagen alle die ich kenne ich glaub von allen leuten die eine meinung abgegeben haben bin ich die jüngste schließlich bin ich erst 12 jahre alt oder lieg ich da falsch? naja is auch egal ich bin voll aufgeregt und so was alles und ich hoffe Faith nimmt den richtigen weg
naja das wars dann bb
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Dana zu »Peter James: Mein bis in den Tod« 27.05.2009
also, das buch..."mein bis in den tod" ist ein muss in sachen krimibüchern. spannend von anfang bis ende... nach dem buchg habe ich mir gleich "stirb ewig" und "nicht tot genug bestellt".bin begeistert, obwohl ich sonst nur meine bekannten schriftsteller lese, aber ich kann nur sagen, lest es und ihr werdet bis zum ende mitfiebern...
mase zu »Peter James: Mein bis in den Tod« 16.11.2008
Gleich vorweg: Mehr als 130 Seiten habe ich nicht geschafft. Selten habe ich mich mehr über die Couch-Rezi und die Kommentare der anderen Leser gewundert, denn ich stiess mehrmals auf das Wort „Spannung“?!

Das vorliegende Buch mag ja ein netter Roman sein, aber bis zur Seite 130 war es weder Krimi noch Thriller. Ich würde vermuten, dass einer dieser Frauen-Schicksalsromane so klingt. Die Tragödie einer Ehe, eine plötzlich auftretende Krankheit und der Beginn einer neuen Romanze bescherten mir eine Gänsehaut – leider nicht vor Spannung.

Respekt vor Frank, der es zu Ende gelesen hat, aber nachhaltig so verwirrt war, dass er den Namen des Autors nicht mehr auf die Reihe bekam. Oder war es Verdrängung? ;-)
Frank zu »Peter James: Mein bis in den Tod« 28.10.2008
Na ja."Stirb ewig" gefiel mir sehr gut, mit diesem Roman konnte mich James Herbert nun nicht gerade begeistern.
Konventionelle, nicht überraschende Geschichte - und das, obwohl die Grundidee (wir schaffen uns einen "Idealpartner") weitaus mehr hergibt
Nicht wirklich schlecht, aber eben auch nichts, das man gelesen haben müsste,
65%.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Ana zu »Peter James: Mein bis in den Tod« 21.06.2008
Ich mochte dieses Buch wegen seiner interessanten Charaktere. Die sympathische Faith, die Angst hat ihren Mann zu verlassen, was für mich durchaus realistisch ist, da sie fürchtet, der einflussreiche Ross würde ihr dann den Sohn wegnehmen. Der Soziopath Ross, der wahrscheinlich tatsächlich glaubt, seine Frau zu lieben. Und der liebenswerte Dr. Cabot.

Ich finde es toll, dass Peter James immer Dinge einbaut, die so ein bisschen vom Herkömmlichen abgehen. In „Stirb ewig“ baut er Übersinnliches ein, in diesem Buch alternative Heilmedizin. Er spricht damit genau das an, was mich interessiert.

Genau wie in „Stirb ewig“ ist „Mein bis in den Tod“ sehr spannend zu lesen, teilweise schafft er es sogar, dass man wirklich atemlos ist, wie beispielsweise in den Kapiteln, in denen er aus Sicht des kleinen Ross erzählt, die super gelungen sind.

Jedoch schafft er es meiner Meinung nach nicht, diese Spannung und Genialität über das ganze Buch hinweg durchzuhalten. Außerdem ist der Roman an einigen Stellen vorausschaubar. Eine weitere Parallele zu „Stirb ewig“ ist, dass gegen Ende noch mal richtig Action angesagt ist, was mich eher langweilt zu lesen. Ein Schauer läuft einem jedoch über den Rücken als er auf den letzten Seiten noch einmal eine Sache, die am Anfang aus der Sicht des Kindes Ross erzählt wurde, aufgreift. Diese beiden Stellen sind so die besten des Buches (möchte ja nicht zu viel verraten) und hiermit widerspreche ich Jörg Kijanski, der dieses Ende nach dem Ende zu viel findet. Denn sie zeigen einfach das Menschliche, das einen am meisten berührt und schockiert. Davon hätte es mehr geben müssen, und weniger von dem Actionkram.

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