Unter schrägen Vögeln von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2008
bei Grafit.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Halle, 1990 - 2009.
- Dortmund: Grafit, 2008.
'Unter schrägen Vögeln' ist erschienen als
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In Kürze:
Privatdetektiv Markus Waldo hat genug – von Ostdeutschland, von Halle, von seinem nicht vorhandenen Privatleben und von seinem Beruf. Sein jüngster Auftrag ist nicht von der Art, an diesem Zustand etwas zu ändern: Waldo soll den Entführer von Kaninchen stellen. Henri, Sascha und vier weitere Tiere sind Züchter Schönlein in den letzten drei Wochen abhandengekommen. Dahinter kann eigentlich nur ein Konkurrent stecken, meint Schönlein. Doch als sich Waldo auf die Lauer legt, kommt er jemand anderem auf die Spur. Dann verschwindet auf dem benachbarten Hühnerzuchthof ein Australorps – der Fall bekommt eine neue Dimension und Waldo vielerlei Grund, sein Schicksal weiter zu bedauern …
Markus Wald hat schon Unter Schweinen ermittelt, Unter freiem Himmel war er ebenso erfolgreich, warum nun nicht also auch Unter schrägen Vögeln? Still und heimlich hat der Zeitungsredakteur Peter Godazgar einen Serienhelden geschaffen, der auch im dritten Anlauf mit seiner umwerfend sympathischen Looser-Mentalität begeistern kann. Als Detektiv ohne besondere Fähigkeiten, die ihm bei der Ausübung seines selbst gewählten Berufes hilfreich wären, ist Markus Waldo die Idealbesetzung für einen Ermittler mit komödiantischen Zügen. Godazgars trockener Humor ist dabei Garant für Schenkelklopfer und Lachtränen.
Die schrägen Vögel, mit denen es Markus Waldo diesmal zu tun hat, haben zunächst mal keine Flügel, sondern Löffel. Im Auftrag eines Kaninchenzüchters soll er einen schändlichen Zuchtviehkidnapper finden. Bei der nächtlichen Beschattung der alarmgesicherten Stallungen ertappt er tatsächlich den Kidnapper und folgt ihm auf den Halleschen Hauptfriedhof, wo sich zur Geisterstunde eine Gruppe von Satanisten zu ihrem unheimlichen Kult trifft. Nahmen hier die Leben der preisgekrönten Zuchtkarnickel ein blutiges Ende im Namen des Teufels? Ehe Waldo es erfährt, kippt der alte Grabstein, auf den er sich lehnt, und die Satanisten verstreuen sich in alle Winde. Am nächsten Morgen ist einer von denen tot – und Waldo zunächst mal der Hauptverdächtige der Polizei.
Zwischen Kaninchenzüchterverein und Blechschaden beim Ausparken, zwischen Kommissarin Samtlebe und New Annette, zwischen Halle an der Saale und Kölle am Rhein. Markus Waldo zeigt sich in der dritten Folge der Reihe hin und her gerissen. In der mitteldeutschen Wahlheimat fühlt er sich nicht verwurzelt, vom Beruf nicht mehr ausgelastet und in Herzensangelegenheiten scheint endlich die Zeit gekommen, sich auf eine neue Beziehung einzulassen – bloß mit wem? Genug Situationen, die für locker-leichte Chaosunterhaltung sorgen.
Doch wem anhand der alles andere als atemberaubenden Story von der Jagd auf den Karnickelentführer angst und bange wird, der sei beruhigt. Niemand anders als Peter Godazgar könnte den Beweis antreten, dass es vom Kleintierkidnapper zum psychopatischen Serienmörder nur ein Katzen- bzw. Kaninchensprung ist. Und so gerät sein Held Waldo in wahrhaft gefährlichen Nervenkitzel, der ihn an den Rand des Grabes bringt – im wahrsten Sinne des Wortes. Heraus kommt eine Kombination von Komik und Krimi, die vor allem eines en masse bietet: Unterhaltung.
Thomas Kürten, Juli 2008
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| Bertram7 zu »Peter Godazgar: Unter schrägen Vögeln« | 08.10.2009 |
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| K.-G. Beck-Ewerhardy zu »Peter Godazgar: Unter schrägen Vögeln« | 16.07.2008 |
