Der Mörder von Greenwood von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1993
unter dem Titel The assassin in the greenwood,
deutsche Ausgabe erstmals 1998
bei Droemer Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England / London, 700 - 1500 (Mittelalter).
- London: Headline, 1993 unter dem Titel The assassin in the greenwood. 217 Seiten.
-
München: Droemer Knaur, 1998.
Übersetzt von Holger Wolandt.
ISBN:
3-426-65123-8. 251 Seiten.
'Der Mörder von Greenwood' ist erschienen als
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In Kürze:
Es ist der Sommer des Jahres 1302: König Edward I. von England und König Philip IV. von Frankreich tauschen diplomatische Nettigkeiten aus, während ihre Agenten in den Straßen von Paris einen geheimen blutigen Krieg austragen. Im Auftrag König Edwards versucht Hugh Corbett, Philips Geheimpläne auszukundschaften, die darauf zielen, Flandern zu besetzen.
Das meint Krimi-Couch.de: »Zurück zu Robin Hood und dem Sheriff von Nottingham«
Krimi-Rezension von Jörg Kijanski überspringen
1302: König Edward I. von England erhält von seinen Spionen Hinweise auf einen bevorstehenden Angriff König Philips IV. von Frankreich gegen Flandern. Würde dieser gelingen, wäre für England ein wichtiger Schifffahrtsweg versperrt. Edwards bester Spion, Hugh Corbett, soll die Pläne Philips auskundschaften, und schickt seinen Mitarbeiter Ranulf-atte-Newgate nach Paris. Dieser gelangt dort an ein wichtiges Pergament, welches die Pläne Philips enthält. Doch das Schriftstück wurde vom französischen König persönlich codiert …
Währenddessen wird der oberste Steuereintreiber Edwards, Matthew Willoughby, mit seinem Geleittrupp im Sherwood Forrest von einer Bande Räuber angegriffen, deren maskierter Anführer sich als Robin Hood zu erkennen gibt. Willoughby kann zwar entkommen, doch die Steuereinnahmen sind weg und sämtliche seiner Begleiter ermordet. Edward, der einen Angriff auf den schottischen Rebellen William Wallace vorbereitet, befielt zunächst die Nachschubwege nach Norden zu sichern, und daher Robin Hood zu töten oder dingfest zu machen. Doch dieser hat längst wieder zugeschlagen und den Sheriff von Nottingham vergiften lassen. Hugh Corbett und seine Mitarbeiter Ranulf und Maltote reisen nach Nottingham, um in dem Mordfall zu ermitteln. Schnell steht fest, dass sich der Mörder in der Burg befinden muss …
Robin Hoods alter Widersacher Guy of Gisbert bietet Corbett seine Hilfe an und reitet mit seinem Trupp, ohne die Zustimmung Corbetts abzuwarten, direkt in den Sherwood Forrest. Und gerät prompt in einen Hinterhalt …
Doch nicht genug damit: Vor seiner Abreise nach Nottingham hat Corbett vom König erfahren, dass die Franzosen, um ihren Geheimcode zu schützen, einen Meuchelmörder nach England entsandt haben mit dem Ziel, Corbett und alle, die ihn unterstützen, zu ermorden …
Paul Harding liefert mit »Der Mörder von Greenwood« einen zwar kurzen, aber sehr gelungen historischen Roman vor dem Hintergrund der Robin-Hood-Legende. Doch der Leser reibt sich verwundert die Augen: Ist es tatsächlich Robin Hood, der maskiert im Sherwood Forrest sein Unwesen treibt, in dem er nicht nur den Reichen ihr Geld abnimmt, sondern auch rücksichtslos beispielsweise die Gefolgsleute des Steuereintreibers umbringen lässt?
Harding gelingt eine interessante Mixtur aus Kriminalroman, Geschichtsstunde und Robin-Hood-Story, deren atmosphärisch sehr dichte Erzählweise den Leser direkt ins Mittelalter zurückführt. Äußerst plastisch werden die Lebensverhältnisse geschildert und auch der eigentliche Krimiplot als solcher vermag zu überzeugen. So erfährt der Leser am Ende wie der Kampf zwischen Edward und Philip ausging; wer den Sheriff von Nottingham ermordet hat; was (und warum) aus Robin Hood wurde und – natürlich – was sich hinter dem geheimnisvollen Code verbirgt.
Die Ränkespiele zwischen England und Frankreich hätten freilich mehr Raum ausfüllen dürfen. So dienen sie in erster Linie als historische Hintergrundinformation. Für alle Fans von Robin Hood und Leser mit Interesse am Mittelalter oder Geschichte im Allgemeinen ist dieses Buch sehr empfehlenswert.
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| Stefan83 zu »Paul Harding: Der Mörder von Greenwood« | 26.05.2010 |
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