Zwei Fremde im Zug von Patricia Highsmith

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1950 unter dem Titel Strangers on a Train, deutsche Ausgabe erstmals 1967 bei Rowohlt.

  • New York: Harper & Brothers, 1950 unter dem Titel Strangers on a Train. 299 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1967 Alibi für zwei. Übersetzt von Anne-Marie Uhde. 153 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1970 Alibi für zwei. Übersetzt von Anne-Marie Uhde. ISBN: 3-499-42126-7. 153 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1974. Übersetzt von Anne-Marie Uhde. ISBN: 3-257-20173-7. 187 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2002. Übersetzt von Melanie Walz. ISBN: 3-257-06401-2. 447 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2003. Übersetzt von Melanie Walz. ISBN: 3-257-23401-5. 447 Seiten.
  • [Hörbuch] Beltershausen: Verlag und Studio für Hörbuchproduktionen, 2000. Gesprochen von Hans Eckardt. ISBN: 3896141910. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Marburg/Lahn: Verlag und Studio für Hörbuchproduktionen, 2003. Gesprochen von Hans Eckardt. ISBN: 3896142933. 9 CDs.

'Zwei Fremde im Zug' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Zwei Fremde im Zug New York-Texas entdecken und planen das perfekte Alibi für zwei. Aus einem Moment der Unachtsamkeit heraus wird Haines zum Komplizen Brunos, der ihn auf eine schiefe Bahn mitnimmt, auf der es kein Festhalten und keine Moral mehr gibt und auch kein Entrinnen. Ein Roman über gefährlich verschwimmende Identitäten und die Unausweichlichkeit der Schuld.

Patricia Highsmiths erster Roman und ihr erster großer Erfolg. Alfred Hitchcock drehte danach einen seiner besten Filme, zu dem kein Geringerer als Raymond Chandler das Drehbuch schrieb.

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Hugo zu »Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug« 05.06.2013
Ich finde das Buch sehr gut!Erzähler: „Vor einem großen Wald wohnte ein armer Holzhacker mit seiner 2. Frau und seiner Tochter; das Mädchen hieß Gretelchen. Er hatte wenig zu beißen und zu brechen, und einmal, als die Inflation ins Land kam, konnte er das tägliche Brot nicht mehr schaffen. Er machte sich nun abends in der Küche Gedanken und große Sorgen um sein Kind.“
Vater: „Hey Frau, was soll ich nur machen? Keinen Pfennig verdiene ich mehr und es wird uns bald schon kein Krümel mehr zum Essen bleiben.“
Frau: „Du musst dein Kind irgendwie wegschaffen.“
Vater: „Das kann ich nicht und werde ich nicht.“
Frau: „Doch. Wir haben einen großen Wald. Du musst Gretelchen dort aussetzen.“
Vater: „Spinnst du jetzt komplett? Das kann ich nicht. Sie wird dort nur verhungern. Das ist Kinderquälerei. Das wäre wie, wenn ich dich in einen Käfig stecken würde und dich verhungern lassen würde.“
Frau: „Du musst ja nicht mich wegsperren oder aussetzen, sondern deine Tochter. Sie ist eine Last für dich und für mich.“
Vater: „Und wie sollen wir das anstellen?“
Frau: „Wir gehen alle zusammen ganz früh in den Wald und sagen ihr, dass wir Holzsammeln gehen und sie auf uns warten soll und dann machen wir uns aus dem Staub.“
Vater: „Hm….Ich gehe schlafen.“ (zu Bett gehen)
Erzähler: „Am nächsten Tag weckte der Vater seine Tochter auf, um Holzhacken zu gehen. In der Zwischenzeit machte die Stiefmutter das Picknickkörbchen bereit.“ (so tun als ob man in den Wald ginge)
Im Wald angekommen:
Frau: „Mein liebes Kind, wir gehen nur Holzhacken und du musst hier warten, bis wir zurückkommen. Hier ist ein Picknickkorb und ich mache dir noch ein Feuerchen.“
Erzähler: „Nachdem die Eltern nach drei Stunden nicht zurück gekommen waren, schlief Gretelchen ein. Als sie aufwachte, stand ein Büblein vor ihr.“
Hänschen: „Na? Hast du Hunger?“
Gretelchen: „Ja, verdammt großen Hunger. Wie heißt du überhaupt und wer bist du?“
Hänschen: „Ich bin Hänschen klein und ging allein…Nein Scherz. Ich heiße Hänschen und bin der Sohn der Hexe. Willst du jetzt Pommes Frittchen und ein Hänchen vom Hänschen haben oder nicht?“
Gretelchen: „Hast du Cola?“
Hänschen: “Nein, aber einen Jägermeister nur vom Feinsten.“
Gretelchen: “Mann…warum setzt du immer das –chen am Ende der Wörter?“
Hänschen: „Keine Ahnung…Ich esse jetzt. Guten Appetitchen.“
Gretelchen: „Guten Appetit:“
Erzähler: „Sie aßen sie das Hühnchen und die Pommes und schliefen Arm in Arm ein.
Als sie aufwachten, nahm Hänschen sie auf seinem Moped mit zu ihr nach Hause.“
Hänschen: “So…Jetzt bist du daheim. Vielen Dank für die schöne Zeit.“
Gretelchen: „Vielen Dank für alles.“
Erzähler: „Sie gab ihm einen Kuss und sie verliebten sich. Ihr Vater hatte seine 2. Frau verlassen und umarmte Gretelchen ganz feste und Hänschen lies er wilkommen heißen.
Hänschen kam regelmäßig sie besuchen und sie sausten mit seinem Moped durch die Straßen und den Wald.“

ENDE GUT ALLES GUT!
SukRam zu »Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug« 14.09.2008
Ein wunderbarer Roman, in dem Patricia Highsmith Gefühle und Bilder zu beschreiben weiß, die für andere nicht greifbar sind. Bewusst theoretisch gehalten erlangt die Idee des Opfertausches absurde Züge, die Wahn und Wirklichkeit verbinden.

Ganz langsam entwickelt sich auch eine merkwürdige Beziehung zwischen Guy und Bruno, mit der beide den Trick oder besser die Schwäche des Plans anscheinend bewusst an die Oberfläche ziehen, um ihre Schuldgefühle zu verarbeiten und gleichzeitig bewusst-unbewusst ihre Genialität zu zeigen. Dabei entwickeln sich beide jedoch ganz unterschiedlich, was wohl an den vollkommen anderen Lebenssituationen liegt.

Guy wird für den Leser fast eine Art Sympathieträger, sodass mancher Leser auch auf ein glückliches Ende hofft.

Das für Highsmith typische Verwirrspiel steckt hier noch in den Kinderschuhen und wird erst richtig bei Ripley ein Genuss.

Lustig, zugleich philosophisch und gesellschaftsanalytisch wird zum Schluss ein Geständnis gegenüber einem Betrunkenen und ein columboeskes Ende, dessen offene Fragen den Leser zum Grübeln anregen!

Meine Wertung: 89°
laura zu »Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug« 10.03.2008
ich muss ein referat über dieses buch halten aber verstehe es nicht so recht, hatt vielleicht von euch jemand ein referat hierüber was er mir an meine e-mail adresse schicken könnte??
ich wäre sehr dankbar dafür.
lg laura

e-mail:lauralaura@hotmail.de
Marion zu »Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug« 10.04.2007
es ist mein erstes buch von p. highsmith und ich bin leider nicht so begeistert, wie viele vor mir. psychologisch toll beleuchtet und sicherlich grossartig umgesetzt, aber:

1. habe ich das pech, dass mir rechtschreib- und übersetzungsfehler (zumindest bei anderen) auffallen und mich das doch sehr stört.

2. finde ich zu beiden (bruno und haines) keinen persönlichen zugang, was es mir schwer macht, anteil an der geschichte zu nehmen.

das umgehen mit der schuld bzw was diese auslöst, beschreibt frau highsmith eindringlich. bruno ist meiner meinung nach definitiv homosexuell geprägt und umgarnt guy, der zwar unempfänglich scheint, aber ein zu schwacher charakter ist, um der verführung des "bruders" zu entgehen. die frauen der geschichte bleiben in der charakterisierung ziemlich auf der strecke bzw. sind auch nicht wirklich wichtig für den verlauf der handlung.

was mir negativ auffällt: frau bruno (also charles`mutter) spricht stellenweise sätze, die für mich keinen sinn ergeben ... trotz mehrmaligen lesens entschlüsseln sich diese für mich nicht. (übersetzung?)

möglicherweise liegt es wirklich an der übersetzung, aber diverse szenen erscheinen mir völlig aus dem zusammenhang gerissen; vergleichsweise einfache gedankengänge/handlungen werden ungemein umständlich beschrieben und mir wichtig und für den zusammenhang entscheidende passagen dann wieder in nur einem nebensatz abgehandelt. dass guy brunos vater erschiesst, habe ich zb völlig überlesen. manche absätze ergeben keinen rechten sinn und eigentlich halte ich mich nicht für unintelligent.

ich bin von der dt fassung erecht enttäuscht und weiss eben nicht, ob das an frau highsmith liegt (was ich nicht recht glauben mag). sollte mir das buch im angebot in englisch unterkommen, werde ich da mal zuschlagen, um vergleichen zu können.
Tom Ripley zu »Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug« 08.10.2006
"Strangers on a train" ist ein geniales Buch und es passt vor allem in die heutige Zeit, in der doch wohl jeder eine gewisse Paranoia verspürrt. Genial auch ,um zu kapieren, dass man nicht zu viel von sich erzählen sollte.
Euer Tom Ripley
Torsten Janssen zu »Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug« 17.01.2006
Habe mir das Buch Mitte Januar gekauft, und bin jetzt ungefähr auf Seite 300. Bin natürlich stark beeinflußt von dem Film Hitchcocks, so daß mir die homerotischen Momente bisjetzt wohl eher entgangen sind. Bei dem talentierten Mr. Ripley verhält es sich da doch etwas anders, dort konnte man die knisternde Spannung zwischen Tom und Richard geradezu mit den Händen greifen. Gelungen an dem Buch finde ich z.B. die Mordszene an Miriam, bei der Hitchcock sich anscheinend eng an die Vorlage gehalten hat. Der Mittelteil ist etwas langatmig. Im Unterschied zum Film mordet Guy Haines wirklich den Vater von Bruno. Ich bin nun auf das Ende gespannt, ob die finalen Auseinandersetzung auch auf einem Karussell stattfinden wird. Gruß
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Stefanie zu »Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug« 26.04.2005
Dieses Buch gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und es gefällt sogar meiner Schwester so gut,dass sie es weiter empfiehlt,obwohl sie keine Krimis mag.
Es ist ganz eindeutig,dass in der Geschichte homoerotische Nuancen existieren,Bruno könnte man fast als Freier Guys bezeichnen.
Er liebt ihn,macht ihm Geschenke,nennt ihn immer wieder Bruder.
Jeder,der dieses Buch liest,wird sich wundern,dass er auf einmal Charaktere liebt,die Mörder sind.
Das ist allerdings immer so bei Patricia Highsmith.
Alle ihre Bücher sind unglaublich spannend,aber ihr erstes ist meiner Meinung nach das allerbeste.
stefanie zu »Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug« 05.03.2005
muss ne hausarbeit darüber schreiben, und es sind definitif homoerotische nuancen drin! auch interessant zu beobachten ist die entwicklung des schuldgefühls bei guy haines. und ich habe bemerkt, dass ich beide personen sympatisch finde, obwohl sie mörder sind... denke das bekommt nicht jeder schriftsteller hin...
kucher florian zu »Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug« 22.11.2004
ein meisterwerk keine frage.als leser fiebert man total mit.das buch zieht jemandem sozusagen in denn bann sehr viel spannung und die handlung wird zur richtigen zeit auf den punkt gebracht auch ihre anderen werke sind spitze
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Eva zu »Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug« 06.04.2004
Wirklich sehr schön, dieses Buch. Man hat den Eindruck, dass Highsmith ihre Figuren tun läßt und sie sie bei diesem Tun beobachtet. Wahrscheinlich meine eigene Lesart, aber ich hatte den Eindruck, homoerotische Nuancen herauszulesen.

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