Ediths Tagebuch von Patricia Highsmith

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1977 unter dem Titel Ediths Diary, deutsche Ausgabe erstmals 1978 bei Diogenes. ISBN-10: 3-257-20485-X, ISBN-13: 978-3-257-20485-8.

'Ediths Tagebuch' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Die Journalistin Edith führt ein Tagebuch, in dem sie sich ihr Leben erzählt, so wie es sein sollte. In Ediths Tagebuch ist Sohn Cliffie Princeton-Absolvent und arbeitet als Ingenieur in Kuwait. Den alten George, um den sich Edith kümmern muß, und ihren Mann Brett, der sie wegen einer jüngeren Frau verlassen hat, läßt Edith gleich ganz weg. Ein Roman von privaten und öffentlichen Katastrophen.

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pescheg zu »Patricia Highsmith: Ediths Tagebuch« 02.09.2008
«Ediths Tagebuch» zeigt auf feine Weise, wie im Leben Realität und Wunschtraum allmählich auseinanderdriften können. Wird die Kluft Schritt für Schritt größer, ist plötzlich ein Tagebuch der letzte Ort, der Halt bietet und die Welt noch in Ordnung zeigt.

Patricia Highsmith hat bekanntermaßen riesiges Talent für Beschreibungen von Menschen, die dem Alltag nicht standhalten, die sich nicht einordnen können ins «Comme il faut» und deshalb ein Ventil für ihre versteckten Bedürfnisse suchen. In unaufgeregter, kristallklarer Sprache beschreibt dieses Buch den Wahnsinn, der Einzug ins Leben einer Frau hält. Eine psychologische Studie der Sonderklasse mit erstaunlich großem Unterhaltungwert.
Thomas Schweikert zu »Patricia Highsmith: Ediths Tagebuch« 05.12.2004
Was ist wirklich? Die Phantasie oder die sogenannte Realität? Highsmith beweist, dass diese Grenzen fragwürdig sind. Ein glänzend geschriebener Roman. Vorzügliche Unterhaltung, psychologisch ausgefeilte Portraits. Reich-Ranicki würde lärmen: "Diese Frau kann erzählen". Außerdem entdeckt der ehrliche Leser, dass der eigene Wahnsinn grüßen lässt.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Elmar zu »Patricia Highsmith: Ediths Tagebuch« 04.07.2004
Brillant geschrieben - es gibt wohl keinen Kriminalroman, indem das Grauen so langsam aus scheinbaren Alltäglichkeiten herauswächst und die bloße Beschreibung von Alltagsverrichtungen (Haushalt, Garten, Kinder) so spannend ist. Edith Howland ist eine Art 'Madame Bovary' des 20. Jahrhunderts.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Torsten Janssen zu »Patricia Highsmith: Ediths Tagebuch« 05.08.2003
Realitätsverlust einer überforderten Frau. Gut verfilmt 1983 von Hans-Werner Geißendörffer mit Angela Winkler als Edith, Sona Mac donald als Geliebte und Vadim Glowna als Schwein von einem Ehemann.
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