Die Hornisse von Patricia Cornwell

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel Hornet´s Nest, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Hoffmann & Campe.
Ort & Zeit der Handlung: USA / South Carolina, 1990 - 2009.

  • New York: Putnam, 1996 unter dem Titel Hornet´s Nest. 377 Seiten.
  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2000. Übersetzt von Monika Blaich. ISBN: 3-455-01028-8. 428 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2001. Übersetzt von Monika Blaich. ISBN: 3828969348. 428 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Monika Blaich. ISBN: 3-442-43901-9. 443 Seiten.
  • München: Goldmann, 2006. Übersetzt von Monika Blaich. ISBN: 978-3-442-05533-3. 443 Seiten.
  • München: Goldmann, 2009. Übersetzt von Monika Blaich. ISBN: 978-3-442-47195-9. 448 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hoffmann & Campe, 2000. Gesprochen von Ulrike Folkerts. gekürzt. ISBN: 3-455-30156-8. 4 CDs.

'Die Hornisse' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

In Charlotte, einer Provinzstadt in North Carolina, hat man es mit dem Gesetz noch nie so genau genommen. Nur zwei ebenso unbestechliche wie attraktive Frauen sorgen für Recht und Ordnung: Deputy Chief Virginia West und Chief Judy Hammer. Als eine Serie brutaler Morde die Stadt erschüttert, gerät der schwelende Konflikt zwischen Polizei und Stadt zu einer lebensgefährlichen Zerreissprobe.

Das meint Krimi-Couch.de: »Verzicht auf eine ´richtige´ Kriminalgeschichte, auf liebevoll ausgemalte Bluttaten und aufregende Verfolgungsjagden« 75°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Charlotte im US-Staat North Carolina: Als sich Ende des 18. Jahrhunderts die Bewohner gegen die britische Kolonialmacht erhoben, erhielt die Stadt den Beinamen »Hornissennest Amerikas«. Dieser Name blieb Ehrentitel; noch heute trägt Charlotte die Hornisse im Stadtwappen.

Auch die Polizeibehörde schmückt sich mit dem Bild des wehrhaften Insekts. Dies entbehrt nicht einer gewissen Ironie, denn das wahre Hornissennest ist kurz vor der Jahrtausendwende die Stadt Charlotte selbst. Hoch gerüstet und personalstark, kämpft die Polizei doch wie gegen Windmühlenflügel. Die Verbrechensrate bleibt konstant hoch, und während die Beamten mit der Rechten den nie endenden Feldzug gegen Mord, Diebstahl, Prostitution, Drogen- und Alkoholsucht führen, müssen sie sich mit der Linken der Attacken seitens des Stadtrats, der Justiz, der Presse, der Banken, der Geschäftsleute und anderer Gruppen erwehren, die stets bemüht sind, Schwierigkeiten innerhalb des Polizeiapparates für ihre eigenen Interessen auszunutzen. Eine dritte Hand wäre schliesslich nötig, um sich gegen die hauseigenen Intrigen zu schützen.

In diesen Mahlstrom gerät Andy Brazil. Gerade 22 Jahre alt, hat er schon schwere Jahre hinter sich. Der Vater, ein Polizist, wurde erschossen, die Mutter ist eine Trinkerin, die ihren Sohn an sich zu fesseln versucht. Sein Leben lang hat Andy Trost und Ablenkung in pausenloser Aktivität gesucht. In Rekordzeit hat er das College hinter sich gebracht und dann seinen Traumberuf als Reporter bei einer grossen örtlichen Tageszeitung ergriffen. Gleichzeitig lässt er sich als freiwilliger Polizist ausbilden. Pausenlos auf den Beinen, kann Andy doch die Leere in seinem Inneren nicht ausfüllen.

Deputy Chief Virginia West von der Stadtpolizei trifft das Los, den jungen Reporter- Polizisten unter ihre Fittiche zu nehmen. Er soll sie während ihrer Einsätze begleiten und darüber schreiben, um auf diese Weise das Ansehen der Behörde zu heben. In den vergangenen Wochen treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Charlotte, und die Unfähigkeit, ihn zu ergreifen, setzt die Polizeibehörde und ihre Präsidentin Judy Hammer unter zusätzlichen Druck.

West ist wenig erbaut von ihrem Auftrag. In den folgenden Wochen versuchen sie und Andy sich miteinander zu arrangieren, aber beider Charaktere sind äusserst unterschiedlich. Ausserdem kommen sexuelle Spannungen zwischen dem jungen Mann und der beinahe doppelt so alten Frau auf, die den aufmerksamen und missgünstigen Kolleginnen und Kollegen nicht verborgen bleiben.

Während der Serienmörder immer wieder zuschlägt, wächst die Spannung in der Stadt. Immer wieder erschweren Missverständnisse, Irrtümer und Kompetenzengerangel die Ermittlungen, während Andy seine Heimatstadt immer besser kennen lernt. Er ist es auch, der dem Mörder eher zufällig ausfindig macht und ausschalten kann.

Nachdem sie ihre überaus erfolgreiche Heldin, die Pathologin Kay Scarpetta, bereits sieben Mal scheinbar unmögliche Kriminalfälle hatte lösen lassen, begann die Schriftstellerin Patricia Cornwell (geb. 1956 in Miami, Florida) 1996 eine neue Serie, die sie in der tatsächlich existierenden Stadt Charlotte ansiedelte, in der sie einige Jahre gelebt hatte.

Erneut liess die Autorin zahlreiche Erfahrungen des eigenen Lebens in ihren neuen Roman einfliessen. In den siebziger Jahren arbeitete sie wie Andy Brazil als Journalistin für den (ebenfalls nicht fiktiven) »Charlotte Observer«, wo sie sich (sehr erfolgreich) auf Polizei-Reportagen spezialisierte. 1980 heiratete sie und zog nach Richmond um. Dort fand sie Beschäftigung beim gerichtsmedizinischen Institut (allerdings nicht als Pathologin, sondern als Informatikerin), was ihr den Stoff für die Kay Scarpetta-Serie lieferte. Wie Andy Brazil dachte Cornwell übrigens in ihrer Jugend ernsthaft an eine Karriere als Tennisprofi.

»Die Hornisse« unterscheidet sich stark von den Scarpetta-Romanen, die ihre Autorin bekannt und wohlhabend gemacht haben. Die letzten Fälle der rührigen Pathologin hatten Fans und Kritiker nicht mehr so recht überzeugen können. Allzu routiniert erzählte die überaus fleissige Cornwell ihre Geschichten, die jenseits der sauberen Kriminal-Handlung durch wachsende Melodramatik im Privatleben der Figuren zu langweilen begannen. Die »Hammer/West/Brazil-Serie« (die 1999 mit dem noch nicht in Deutschland erschienenen »Southern Cross« eine erste Fortsetzung erfahren hat) ist anders angelegt. Die Geschichte der drei Hauptfiguren ist gleichzeitig die Geschichte der Stadt Charlotte. Mit spitzer Feder beschreibt Cornwell den Alltag einer modernen Metropole, in der die Polizei auf ihr Image mindestens so bedacht zu sein hat wie auf den Kampf gegen das Verbrechen. Anders als in den Scarpetta-Romanen beweist Cornwell, dass sie durchaus über Humor verfügt. Trockener Witz und Sarkasmus ziehen sich angenehm durch das gesamte Buch, wobei die Autorin sogar vor echten Slapstick-Szenen nicht zurück schreckt. Der alltägliche Wahnsinn wirkt wesentlich eindringlicher, weil er nicht mit jenem Bierernst beschworen wird, der das Vergnügen an der Lektüre der Scarpetta-Geschichten zuletzt zunehmend zäher werdend liess. Mit sichtlichem Vergnügen hat Cornwell die Chance genutzt, ausgetretene Pfade zu verlassen und etwas Neues zu versuchen. Sie wildert dabei in einem Revier, dass bisher solchen Meistern des Polizei-Romans wie Ed McBain oder Joseph Wambaugh vorbehalten blieb. Das tut sie so gekonnt, als habe sie niemals etwas Anderes getan. (Aber keine Sorge: Seit 1996 »Die Hornisse« veröffentlicht wurde, hat Patricia Cornwell bereits vier weitere Romane um Kay Scarpetta geschrieben, von denen drei noch ihrer deutschen Übersetzung harren. Dazu kommt noch ein Kochbuch [!], in dem die Pathologin ihre Lieblingsrezepte preisgibt.)

»Die Hornisse« ist weniger eine weitere Geschichte von der Jagd nach einem Serienmörder. Mit den Untaten des »Punkin Head« beschäftigt sich Cornwell nur am Rande. Wesentlich breiteren Raum nimmt die Schilderung des Polizei-Alltags ein, der in der Regel wenig glanzvoll ist und sich in einer endlosen Abfolge banaler, hässlicher und trauriger Vorfälle erschöpft. Die Menschen, die diesen Beruf gewählt haben, werden von dem, was sie tagtäglich erleben, geprägt. Alle Polizisten, die Cornwell beschreibt, leiden unter einem gestörten Privatleben. Anders als bei McBain oder Wambaugh stellt Cornwell aber nicht den »normalen« Cop in den Mittelpunkt, sondern Polizeibeamte in hohen Rängen. Wie sich heraus stellt, geht es an der Spitze auch nicht harmonischer zu als an der Basis.

Der Verzicht auf eine »richtige« Kriminalgeschichte, auf liebevoll ausgemalte Bluttaten und aufregende Verfolgungsjagden (allerdings nicht auf ein »großes Finale« und die gerechte Strafe für den Bösewicht) haben viele Cornwell-Fans ihrer Lieblings-Autorin sehr übel genommen. Sie warfen ihr ausserdem vor, die Charaktere cartoonesk überzeichnet zu haben, ohne indes zu registrieren, dass dies mit voller Absicht geschah. Sicherlich sprengt es den Rahmen eines »normalen« Krimis, wenn die Katze der Heldin denkt und handelt wie ein Mensch. Aber das Konzept von »Die Hornisse« gestattet auch solche ironischen Anspielungen auf die unerträglichen »Katzen-Krimis« à la Lilian Jackson Brown.

Sorgfältig hat Cornwell darauf geachtet, ihre Figuren mit Ecken und Kanten auszustatten. Die »Guten« haben wie im Leben zahlreiche Macken, und die »Bösen« sind nicht unbedingt Opfer des Systems, sondern manchmal durchaus zufrieden damit, ihre Mitmenschen zu piesacken. Gut und Böse existieren nicht in voneinander isolierten Räumen, sondern bedingen einander. Auf ihre halb ernste, halb komödiantische Weise gelingt es Cornwell gut, dies deutlich zu machen.

Vielleicht sind es auch die Erfahrungen ihrer jüngsten Vergangenheit, die Patricia Cornwell dazu veranlassten, die Grenzen der recht geordneten Welt Kay Scarpettas zu durchbrechen. Im Jahre 1997 erregte die Schriftstellerin durch eine bizarre Affäre die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Sie, die in den achtziger Jahren einen angehenden Priester geheiratet und ein sehr unauffälliges Leben geführt hatte, begann eine lesbische Affäre mit einer ehemaligen FBI-Agentin. Als deren Ehemann dies heraus fand, verschaffte er sich mit Waffengewalt Zutritt zum neuen Heim des Paares, wo er seine Ex-Frau als Geisel nahm – ein spektakuläres »Outing« und eine Geschichte, wie sie Hollywood nicht besser hätte erfinden können. (Als Cornwell »Die Hornisse« 1996 schrieb, war ihre sexuelle Ausrichtung noch ihr gut behütetes Geheimnis. Die inneren Kämpfe, die sie in dieser Phase ihres Lebens ausfocht, fanden an vielen Stellen Eingang in den Roman.)

Wie so oft ist der deutsche Titel irreführend und wenig sinnvoll. »Hornissennest« lautet er ebenso lakonisch wie treffsicher im Original. Allerdings ist vor nicht allzu langer Zeit ein Roman von Chuck Hogan unter diesem Titel erschienen – dies mag der Grund für die »Neutaufe« gewesen sein.

Ihre Meinung zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse«

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Alexandra zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse« 13.03.2011
Als Kay-Scarpetta-Leser, war ich neugierig, wie PC über eine weitere Reihe mit anderen Hauptfiguren schreibt. Ich muss sagen, ich war positiv überrascht! Bücher mit zuvielen Personen, überfordern mich eigentlich, ich verliere schnell den Durchblick, was mir die Freude am Lesen verdirbt und mich am flüssigen Lesen hindert. Doch hier, war dies nicht der Fall!
Spannend vom Anfang bis zum Ende. Auch für etwas Humor, den man in einem Thriller/Krimi, nicht unbedingt erwartet wird gesorgt. Lockert meiner Meinung nach alles etwas auf! Manchesmal, ist mir Virginia West, etwas zu arrogant, gefühlskalt und unnahbar gewesen.
Alles in allem 75°
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Addicted-to-read zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse« 09.01.2010
Als Kay-Scarpetta-Leser war ich doch eher skeptisch, was einen Krimi von P. Cornwell mit anderen Protagonisten betrifft.
"Die Hornisse" ist mit Sicherheit kein Meisterwerk, doch ich war positiv überrascht, mit welchem Witz Frau Cornwell an die Geschichte geht. Meiner Meinung nach ist diese Geschichte vorrangig auch kein Krimi oder Thriller, denn die Morde und die daraus folgende Ermittlungsarbeit ist doch eher zweitrangig. In erster Linie werden die drei Hauptfiguren sehr gut eingeführt und wirken auch glaubhaft.
Für mich war es eine gelungene Abwechslung zur Kay-Scarpetta-Reihe, die in den letzten Büchern doch eher schwächelte.
Dr.Dieter Rohnfelder zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse« 17.08.2009
Wer die "Andy Brazil-Reihe" an den Kay Scarpetta-Romanen misst, wrd keinen Spaß haben! Um Spaß geht es aber vorrangig. An Kay Scarpetta erinnert allenfalls die Powerfrau Judy Hammer. Sie, Virginia West und vor allem Andy Brazil sind jedenfalls großartige Protagonisten. Eine so brillante und zugleich sympatische männliche Hauptfigur wie Andy Brazil hätte man Patricia Cornwell doch kaum zugetraut. Und die in die Handlung eingreifenden, mitdenkenden Tiere sollte man wirklich mit dem gebührenden Humor nehmen - ich finde jedenfalls die Szene, in der der Kater Virginia West "erklärt", dass in einer Bank Geldwäsche betrieben wird, einfach genial...
Für LeserInnen mit Humor: unbedingt empfehlenswert.
Georgina zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse« 26.12.2008
Die Kay-Scarpetta-Reihe ist ganz in Ordnung, ohne grosse Überraschung, nicht sehr anpruchsvoll, aber immerhin spannend. Ich habe mehrere davon sehr gerne gelesen, auch wenn die Geschichte mit der Nichte und mit Benton allmählich etwas nervig wurde. Und dann die Hornisse. Selten fand ich einen Krimi so langweilig. Die Hauptfiguren entsprechen nicht dem üblichen Klischee, sagt Tedesca. Ja, das stimmt, aber sie sind dafür nicht glaubwürdig. Ich habe also etwas getan, das ich sehr selten und sehr ungern tue : aufgeben!
Krimi-Tina zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse« 15.06.2008
Patricia Cornwell hat.sich an die Fersen von Ed McBain gehängt - wenn nicht gleich an die von Balzac oder Sue, Dumas oder dos Passos. So stand es laut Buchrückseite in der Süddeutschen Zeitung.
Und ist dabei restlos gescheitert.
"Die Hornisse" ist dämlich, unlogisch, schlampig aufgebaut und geschrieben, und dabei noch unangenehm klamaukig. Cornwell wollte wohl als Kontrast zu den zunehmend verbisseneren Scarpetta Büchern etwas Humorvolles schreiben. Hätte sie besser gelassen. Humor ist eindeutig nicht ihre starke Seite
55%
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
tedesca zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse« 12.06.2008
Ich muss mich der positiven Bewertung von Herrn Drewniok anschließen, mir hat das Buch - vor allem nach den schlechten letzten Kay-Scarpetta-Romanen - sehr gut gefallen, vor allem wegen der 3 Hauptfiguren, die eben nicht dem üblichen Klischee entsprechen.
Ellen zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse« 19.05.2008
Ich kenne die Kay Scarpetta-Serie nicht und konnte diesem Buch trotzdem überhaupt nichts abgewinnen. Selten habe ich mich so gelangweilt. Die Charaktere bleiben bis zum Ende hin blass, ihr Verhalten und ihre Gedankengänge unschlüssig und ganz gewiss neigen 2 Frauen in den Positionen von Hammer und West nicht zu derart dämlichen Aktionen. Über den Polizei-Alltag wurde auch schon interessanter geschrieben. Ein äußerst ärgerlicher Fehlkauf.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
saegetucke zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse« 30.11.2007
Man, ich bin ein echter Fan von Paticia Cornwell, aber das ist ja wohl das letzte gewesen, habe es nicht mal zuende gelesen...schnell aus meinen Regalen, ich finde auch Kay muss wieder her.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Chris. zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse« 26.09.2007
Meiner Meinung war es ein großer Fehler von Patricia Cornwell ihre erfolgreiche Serienheldin Kay Scarpetta pausieren zu lassen. Ihr nächster Fehler war ihren Schreibstil zu ändern. Ihre neuesten Bücher haben an Charakter und noch vielem anderm verloren. Sie sind längst nicht so gut wie man es von dieser Autorin erwarten würde. Enttäuschend und für alle Leser, die die Reihe um Dr. Scarpetta kennen nicht empfehlenswert. Alle anderen können dem Buch vielleicht etwas abgewinnen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Alexander zu »Patricia Cornwell: Die Hornisse« 04.08.2007
"Die Hornisse" war das erste Buch von Patricia Cornwell, das ich gelesen habe. Ich muß mich vielen Vorgängermeinungen anschließen, die das Buch stellenweise schlichtweg langweilig fanden. Doch das hat mich nicht weiter gestört, da ich ich diese Stop- and gospannung schon aus den Werken ihres Kollegen Josef Wambaugh kannte. Viel seiner Werke hatten auch keinen "richtigen" Spannungsbogen wie man ihn in einem Krimi erwartet. Positiv an der "Hornisse" fand ich den Schauplatz Charlotte in North Carolina, denn die Stadt und der Staat tauchen in Kriminalromanen- und filmen nicht so häufig auf. Des Weiteren
waren auch die Machtmechanismen der Stadt und die Anfeindungen denen die Polizei ausgesetzt ist sehr gut dargestellt. Wäre Josef Wambaugh schon tot (Gott sei dank ist er es noch nicht) würde er vor Freude im Grabe rotieren.

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