Der Sommermörder von Nicci French

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Beneath The Skin, deutsche Ausgabe erstmals 2001 bei Bertelsmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.

  • London: Michael Joseph, 2000 unter dem Titel Beneath The Skin. 359 Seiten.
  • München: Bertelsmann, 2001. Übersetzt von Birgit Moosmüller. 411 Seiten.
  • München: Goldmann, 2003. Übersetzt von Birgit Moosmüller. 411 Seiten.
  • München: Goldmann, 2004. Übersetzt von Birgit Moosmüller. 411 Seiten.
  • München: Goldmann, 2005. Übersetzt von Birgit Moosmüller. 411 Seiten.

'Der Sommermörder' ist erschienen als

In Kürze:

Ein Mann, der einen heißen Sommer lang in London Frauen terrorisiert und schließlich ermordet, versetzt die Polizei in hektische Aufregung. Doch der Sommermörder ist immer eine Spur schneller bis er an sein drittes Opfer gerät. Dieses eine Mal hat er seine Macht überschätzt.

Das meint Krimi-Couch.de: »Die zunehmende Wehrlosigkeit und Entblößung der Auserkorenen«

Krimi-Rezension von Michael Matzer

Drei Frauen, zwei Opfer – wird die dritte überleben? Ein einfacher Plot, jedoch kunstvoll erzählt und mit Überraschungen gespickt. »Der Sommermörder« ist nicht nur ein feiner britischer Psychothriller, sondern auch das einfühlsame Porträt dreier völlig unterschiedlicher Frauen.

Es ist ein ungewöhnlicher heißer Sommer in der schmutzigen Großstadt London. Während alle unter der Hitze und der Abgasglocke stöhnen, genießt nur eine die gute Seite der Situation: Er beobachtet die zunehmend entblößten Frauen und sucht sich seine Opfer. Jedem schickt er seine Liebesbriefe, die zugleich Todesdrohungen sind.

Das erste Opfer ist Zoe, die junge, etwas naive Grundschullehrerin. Ihre Schwäche ist nicht nur, dass sie aus der Provinz in die City gezogen ist und sich erst eingewöhnen muss. Folglich hat sie auch keine festen Bindungen, sondern vielmehr häufig wechselnde Männerbekanntschaften.

Warum Zoe? Sie ist nicht nur relativ wehrlos, sondern zudem auch bekannt. Denn sie hat mit einer Wassermelone einen Handtaschendieb außer Gefecht gesetzt. Das stand in allen Gazetten. Für die Polizei ist sie eine Heldin. Doch unter allen merkwürdigen Fanzuschriften erhält Zoe auch die Briefe des Sommermörders. In ihrer Furcht vor dem Unsichtbaren verfällt ihr Leben zusehends. Ihr Ende scheint beinahe unausweichlich.

Da ist das zweite Opfer schon ein ganz anderes Kaliber. Jennifer ist die langjährige Gattin eines erfolgreichen Anwalts und versucht gerade, den Komplettumbau des gerade gekauften viktorianischen Altbaus zu managen. Auch ihre drei Söhne hat sie im Griff. Sie hat keine Zeit, über ihr Leben oder gar ihre hohle Ehe nachzudenken, doch die Brief des Sommermörders, besonders die mit den Rasierklingen darin, zwingen sie, ein Fazit zu ziehen, und das fällt nicht besonders gut aus.

Jennifers Fassade aus teurem Make-up – sie war früher Model – verfällt zusehends und zum Vorschein kommt die wahre, die schwache, die betrogene Jenny, die ihrer Lebenslüge (ihre sinnleere Ehe ohen Liebe) ins Gesicht sehen muss. Hier erhält der Originaltitel »Beneath the skin« augenfällige Bedeutung. Mit seiner Strategie der unsichtbaren Bedrohung und Beobachtung hat der Mörder Erfolg. Es ist wie mit einer tödlichen Krankheit: Erst der Schock und die Demütigung, dann die Wut, dann das Entsetzen und die Angst, schließlich folgen Akzeptanz und Resignation. Dann ist es bereits zu spät für das Opfer. Nachdem ihre Seele bereits zerstört ist, muss nur noch der Tod des Körpers folgen …

Bei den ersten beiden Opfern hatte der Mörder relativ leichtes Spiel, trotz der Polizeibewachung. Doch an Nummer drei, Nadia, wird er sich die Zähne ausbeißen. Trotz des üblichen Psychoterrors erstarrt die etwas chaotische und sehr liebenswerte Kinder-Entertainerin nicht wie das Kaninchen vor der Schlange, sondern ergreift die Initiative.

Sie macht nämlich keineswegs den Fehler, die Lügen, die ihr die Polizei auftischt, zu glauben. Oder auch nur zu glauben, dass die Bewachung etwas nützen könnte. Vielmehr setzt sie die Inspektoren für ihre Zwecke ein, auch mit Hilfe von Sex. Mit äußerster Energie gelingt es ihr herauszufinden, wer ihre beiden Vorgängerinnen waren und was sie mit ihnen gemeinsam hat. Schon bald betrachtet sie Zoe und Jenny als ihre Schwestern.

Als ein erster furchtbarer Verdacht sich verdichtet, kann der potenzielle Mörder, der sich ganz in ihrer Nähe befindet, zwar ein Alibi vorweisen, doch Nadia lässt sich nur kurz täuschen. Es kommt zu einem Showdown zwischen Opfer und Killer.

Man liest in Thrillern nicht oft solche genau gezeichneten Frauenporträts. Schon gar nicht von Frauen, die derartig voneinander verschieden sind wie Zoe, Jenny und Nadia.

Mir ist aufgefallen, wie subtil und durchgängig Nicci French die Rolle von Erotik und Sex in den drei Leben einflicht: Zoe ist stets nur ausgebeutete Sexempfängerin, Jenny hat überhaupt keinen, und nur die quicklebendige Nadia ergreift sexuell die Initiative (mit durchschlagendem Erfolg).

Sie ist auch die einzige, die kein Gewicht verliert. Sehr deutlich lässt sich das Leid der Opfer an ihrer körperlichen Verfassung ablesen – beneath the skin. Zoe kann kurz vor ihrem Ende ein T-Shirt für elfjährige Kinder tragen …Die körperliche Verfassung spiegelt die psychische exakt wider. Das erspart der Autorin ellenlange, tiefsinnige Seelenschilderungen, die uns nur langweilen würden.

Jedes Opfer ist in ein komplexes und stimmig gezeichnetes soziales Umfeld eingebunden. Zoes kleine Großstadtwohnung; Jennys herrschaftliches, aber unfertiges Haus, schließlich Nadias Chaotenbude. Hier treffen sich die Lebenslinien der einzelnen Frauen mit ihren Bekannten, Freunden, Kindern – ihrem Mörder. Denn alle Opfer kennen ihren Mörder schon lange vor ihrem Ende, empfangen ihn, necken ihn, vertrauem ihm sogar. Das ist das eigentlich Erschütternde an diesen drei Erzählungen: Der Killer ist immer dein Nächster, und er sieht sehr sympathisch aus.

Und die Polizei? Obwohl sie nicht im Vordergrund steht, ist doch die Polizei natürlich ein zentraler Faktor im Fortgang der Handlung, das verbindende Element zwischen den drei Episoden. Die Bewacherinnen haben nichts zu sagen und wissen nichts. Die beratende Psychologin darf oder will nicht sagen, was los ist. Und die leitenden Inspektoren Stadler und Links führen die Untersuchung, wie es ihnen passt.

Alle lassen die Opfer im Dunkeln über das, was vorgeht, und vermitteln ihnen umso mehr das Gefühl, der Bedrohung hilflos ausgesetzt zu sein – ein gravierender Fehler, wie Nadia findet. Sie setzt dem Spuk ein Ende und erzwingt mit einem Trick die Einsicht in die Untersuchungsakten – der heilige Gral! Nur so kann sie die Initiative an sich reißen und dem Mörder auf die Spur kommen. Da sehen die Bullen ganz schön alt aus.

»Der Sommermörder« ist in erster Linie ein psychologischer Thriller, der seine Spannung aus dem umfangreichen Vorwissen über die Opfer, den Mörder und die Polizei bezieht, aber die Frage offenlässt, wann und wie der Killer zuschlägt sowie was sein wahres Motiv ist. Der Täter genießt die zunehmende Wehrlosigkeit und Entblößung seiner Auserkorenen, was ihm ein Machtgefühl verschafft.

Sehnt sich nicht so mancher Mann nach der Entblößung der Frauen, die leicht bekleidet im sommerlichen Park flanieren (gerade jetzt, an diesen heißen Tagen)? Vielleicht kann mann sich nach der Lektüre des »Sommermörders« vorstellen, wie sich so manche Frau dabei fühlen muss.

Daraus folgt auch, dass Actionfreunde bei diesem langsamen dreifachen Tanz um das jeweilige Opfer nicht auf ihre Kosten kommen.

Anmerkung zur Übersetzung:

Anfängerfehler: Auf Seite 277 und nochmal auf Seite 346 überträgt Moosmüller englisch-amerikanische »billions« eins zu eins ins Deutsche und macht daraus »Billionen«, also 1000 Milliarden. Dass aber selbst in Indien nicht »Billionen« Menschen, sondern etwas über eine »Milliarde« leben, sollte sich inzwischen auch am Wohnort der Übersetzerin herumgesprochen haben. Diese Gleichsetzung ist ein typischer Anfängerfehler, den Englischlernende machen. Umso mehr verblüfft er in einer ansonsten professionellen und fehlerfreien Arbeit. (Ich stelle mir vor, wie die Übersetzerin eine Mars-Mission leiten würde: Der Aufschlag der Sonde aufgrund verwechselter Maße und Maßeinheiten dürfte bis zum Mond zu hören sein...)

Ihre Meinung zu »Nicci French: Der Sommermörder«

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sabina zu »Nicci French: Der Sommermörder« 23.12.2012
Endlich mal wieder ein Buch was man nicht aus der Hand legen kann. Nicht aus der Sichtweise der Polizei, wie üblich, sondern aus der der Opfer geschrieben.Nachdem ich schon "Der Glaspavillon" gelesen habe, war ich sofort auf der Suche nach dem nächsten Buch von Nicci French und fand "Der Sommermörder". Man möchte mehr von Nicci French lesen.
OmaInge zu »Nicci French: Der Sommermörder« 17.04.2012
Donnerwetter! Nach "Höhenangst" war auch mein zweites Buch vom Autorenpaar Nicci French sehr gut zu lesen.

So manche Überraschung wartet auf den Leser,dem ich hier empfehlen möchte,gar nicht erst den Klappentetxt oder andere,allzu ausführliche Rezensionen zu lesen. Um so grösser wird dann dessen "Ooh"-Effekt werden.

Schön herausgearbeitete Personenbeschreibungen, wobei mir Zoe und Jenny ein wenig unsympathisch rüberkamen.
Während die erstgenannte Ketten raucht, hat die andere pfundweise Make-up im Gesicht zu kleben.
Aber auch in den Dialogen, kam mir Nadia wesentlich natürlicher vor.

Meine Bewertung: 88 Grad
Chrisu zu »Nicci French: Der Sommermörder« 10.02.2011
Ein Mann beobachtet im Sommer gerne Frauen und wenn er die richtige gefunden hat - klein und zart - schreibt er ihnen Briefe, eine Art Liebesbriefe, und teilt ihnen gleichzeitig mit, dass er sie töten wird. Zoe, eine alleinstehende Lehrerin, ist die Erste, die solche Briefe bekommt und wendet sich an die Polizei. Trotz aller Maßnahmen konnte nicht verhindert werden, dass sie ermordet wird. Die zweite Frau ist Jenny, verheiratet, 3 Kinder, Hausfrau. Auch sie kann nicht gerettet werden. Und dann hat er Nadia im Visier. Diese Frau aber wehrt sich, sie erreicht, dass sie die Akten über die beiden anderen Frauen erhält und stellt selber Nachforschungen an. Kann sie aber rechtzeitig gerettet werden? Findet die Polizei den richtigen Mörder, bevor er wieder zuschlägt?

Es ist mein erstes Buch von Nicci French und ich muss sagen, es hat mir sehr gefallen. Die Einteilung und Beschreibung der einzelnen Frauen war einmalig. Auch wurde im jeweiligen Kapitel in der Ich-Form geschrieben. Am Anfang hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten in das Geschehen einzutauchen, aber dann hat sich die Spannung aufgebaut und war bis zum Ende aufrecht geblieben. Wirklich empfehlenswert dieses Buch.
Christine zu »Nicci French: Der Sommermörder« 04.07.2010
Meiner Meinung nach können die beiden Authoren die Leser mit ihrem Erzählstil dermaßen gut fesseln, sodass man gezwungen ist sich einfach in die Hauptakteure reinzuversetzten. Das macht jedes ihrere Bücher unglaublich einzigartig und lesenswert! Ich hatte den Sommermörder ebenfalls im Sommer am Strand gelesen und musste mich dann nur noch schaudern, als ich zum wiederholten Male den Titel "Der SOMMERmörder" gelesen hatte, teilweise überkamen mich Schauder, weil ich Angst hatte selbst betroffen zu sein, wenn ich nach Hause komme...
happypets zu »Nicci French: Der Sommermörder« 15.09.2009
Ein super Buch das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Hatte es im Sommer bei 30 Grad im Garten angefangen und bemerkte den aufkommenden Sonnenbrand nicht. Besonders interessant die erzählweise jeweils in der Ich-Form der drei Frauen. Mal was anderes. Das Ende mal leider wieder French Niveau. Zu plötzlich und nicht ganz schlüssig. Aber wieder mal ein Krimi Häppchen, schnell zu lesen und nicht zu kompliziert. Daher empfehlenswert auch für den Urlaub und die Bahn.
Tanja3582 zu »Nicci French: Der Sommermörder« 03.10.2008
Ich fand das Buch sehr klasse und konnte es am Ende garnicht mehr aus der Hand legen! Ein gutes Buch von Nicci French. Hatte auch schon welche, die mir nicht so gut gefallen haben.
Das Ende wurde etwas kurz gehalten, ansonsten sehr gut geschrieben! Wird nicht mein letztes Nicci French Buch gewesen sein!
Zimti zu »Nicci French: Der Sommermörder« 11.07.2008
Ein unglaublich spannendes Buch, das man nicht mehr so schnell aus der Hand legt. Nicci French schaffen es, Ergebenheit, Gewalt, Spekulation, Liebe und Angst fesselnd zu kombinieren. So, dass man bis spät in die Nacht noch in das Buch vertieft ist.
Auch die Verbindung der verschiedenen Sichtweisen der drei Frauen und die des Mörders sind ihnen gut gelungen und sind somit für den Leser sehr einleuchtend aufgezeigt. Man ist wie in der Geschichte gefangen und fühlt mit den Frauen mit, nimmt an deren Leben teil.
Das Ende kommt meiner Meinung nach etwas abrupt, aber alles in allem ist das Buch sehr empfehlenswert.
almas zu »Nicci French: Der Sommermörder« 08.07.2008
Also ich war wirklich jede nacht vertieft in das Buch und wollte gar nicht erst damit aufhören. Die Geschichte ist so spannend und gut erzählt, ich bin wirklich begeistert.Ich fidne sogar, der anfang hätte noch spannender geschrieben werden können, aber demnach ein klasse Buch.auch die ich-perspektive ist super gelungen.auch wenn ich am ende nicht kapiert habe, warum nadia alles wusste^^..ich empfehle es auf jeden Fall weiter..lg
lilalu zu »Nicci French: Der Sommermörder« 28.04.2008
Ich bin ja Nicci-French-Storys gegenüber immer etwas skeptisch: Die Autoren lassen ihre Geschichten immer gut beginnen, bauen Spannung auf und am Ende bleibt man als Leser immer etwas ratlos zurück, weil irgendwie der Schluss nie so recht stimmt. - So auch beim "Sommermörder" - der Schluss ist schlecht. Dass Nadia plötzlich weiß, wer der Mörder ist, zu dem sie eben noch so vertrauensvoll zum Kaffee ging, das ist holperig und stümperhaft erzählt. Überhaupt sind die beiden Frauen, Zoe und Nadia, weniger gut gezeichnet - vielleicht ähneln sie sich auch zu sehr. Gut gelingt den Autoren jedoch das Portrait der Jenny - das ist psychologisch sehr bemüht und facettenreich erzählt und richtig gut gemacht. Allein wegen dieses Frauenportraits lohnt sich das Buch!
Heaven23 zu »Nicci French: Der Sommermörder« 03.03.2008
Der Sommermörder war das erste Buch, welches ich mir von Nicci French zugelegt habe. Und es hat mich absolut überzeugt. Die Autroin schildert die Story aus der Sicht von drei unterschiedlichen Frauen. Gerade die Ich-Form macht das Ganze so spannend. Man fühlt mit den Frauen, bewegt sich mit ihnen durch die Geschichte ! Klasse gelungen, wirklich !
Elvira zu »Nicci French: Der Sommermörder« 31.10.2007
Trotz der einfachen und schon 1000x gelesenen Idee - Serienmörder verfolgt Frauen, ach was? - fand ich dieses Buch total spannend und psychologisch absolut nachvollziehbar. Meiner Meinung nach eins der besten Bücher von Nicci French! Man kann sich als Leserin in jede der 3 Frauen hineinversetzen, obwohl sie ja so gegensätzlich sind.
Im Gegensatz zu anderen finde ich die immer wieder kehrende Ich-Form irritierend, es erscheint etwas unlogisch, denn eine Tote kann ihre Geschichte schließlich nicht mehr selbst erzählen. Dies hätte sich durch die Verwendung der 3. Person leicht vermeiden lassen (ist sicher Absicht, damit man sich besser hineinversetzen kann, doch das hätte nicht sein müssen - die Frauen sind so gut charakterisiert, daß es eines solchen Tricks eigentlich nicht bedarf).
Etwas merkwürdig finde ich, daß in der obigen Kritik so dermaßen viel verraten wird ... da muß man das Buch ja gar nicht mehr lesen?
Ein weiterer Pluspunkt, das Ende hat es geschafft mich zu überraschen, was nur selten passiert. Und trotzdem erscheint die Auflösung logisch. Nachdem mich "das rote Zimmer" enttäuscht hat, weiß ich nun wieder warum ich Nicci French zu meinen Lieblingsautoren zähle!
tina zu »Nicci French: Der Sommermörder« 15.10.2007
ich finde das buch sehr spannend, auch die idee, daß das dritte Opfer selbst Initiative zeigen soll, sehr gut .Ich finde aber, daß die Idee nicht genügend umgesetzt wird.Auch stört mich , daß die Polizei immer sehr negativ dargestellt wird, in der Hinsicht, daß sie eigentlich nie hilft und immer sehr begriffstutzig ist.was ja mal so sein kann, aber nicht in jedem buch.
Chris. zu »Nicci French: Der Sommermörder« 26.09.2007
Also ich muss hier leider mal den Bösewicht spielen und mich der vorherschenden Meinung wiedersetzten. Ich finde zwar die Idee selbst gut und originell, die Umsetzung allerdings zur drittklassig. Meiner Meinung nach ist das Buch langweilig, nicht überraschen (soll es wahrscheinlich auch nicht sein) und auch die Charaktere der verschiedenen Personen sind nur oberflächlich gesehen unterschiedlich. Fazit: langweilig, schlecht umgesetzt.
Micha zu »Nicci French: Der Sommermörder« 06.06.2007
Ich finde nicht, dass das Buch eintönig beginnt. Jede der Frauen hat ihre eigene Geschichte zu erzählen und alle sind recht fesselnd. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und kann es als eines der Besten aus der French Reihe weiterempfehlen.
HelgaR zu »Nicci French: Der Sommermörder« 04.05.2007
Es beginnt sehr langsam und eintönig, man könnte fast die ersten 100 Seiten überspringen, ohne dass einem was fehlt, weil einfach nicht wirklich was passiert. Aber dann baut sich die ganze Geschichte sehr rasch auf und wird interessant und spannend, und zwar so, dass ich dann gar nicht mehr zum Lesen aufhören wollte.

Das Buch ist in drei Abschnitte eingeteilt, in Zoe, Jenny und Nadia und jede erzählt ihre Geschichte in Ich-Form. Das heißt, die Geschichte wird aus der Sicht der Opfer erzählt und nicht wie üblich aus der der Polizei. Zusätzlich beschreibt auch immer wieder der Täter seine Gedanken und Gefühle.

Nach anfänglicher Langatmigkeit hat mir das Buch dann doch sehr gut gefallen. Die einzelnen Personen sind vielleicht nicht ganz so tiefgründig dargestellt, aber das tut der Geschichte keinen Abbruch. Ein guter spannender Aufbau und jeder einzelne Abschnitt fließt wunderbar in den nächsten. Mir hat diese etwas andere und auch sehr lockere Erzählweise, mit einigen Wendungen versehen, recht gut gefallen.
Christina zu »Nicci French: Der Sommermörder« 20.10.2006
HEY ALLE NICCI FRENCH-LESER!!!!!

Ich habe das Buch vor kurzem zu Ende gelesen und fand es einfach genial. Es ist unglaublich spannend und sehr realistisch aufgebaut und verfasst. Ein Muss für alle Krimi- und Thriller-Fans. Die Ich-Erzählung hilft einem sich in díe Rolle der drei Frauen zu versetzen. Das Buch ist wirklich phänomenal, einfach hinreißebd. Ein großes Lob an die Autoren. Das ist wirklich ein Meisterwerk seiner Klasse.

Ich werde noch ganz bestimmt viele Bücher von Nicci French lesen, die sind einfach SUPER!!!

TSCHAU..............!!!!!!!!!!!!
Monika zu »Nicci French: Der Sommermörder« 20.09.2006
Das Außergewöhnliche ist bestimmt, dass man sich nichts ahnend fröhlich wie immer in den Ich-Erzähler hineinversetzt - und dann plötzlich ermordet wird. So ist man dann im nächsten Kapitel etwas vorsichtiger und geht lieber ein bisschen auf Distanz, um nicht wieder ins Gras beißen zu müssen. Find ich genial.
Trinä zu »Nicci French: Der Sommermörder« 19.09.2006
Hallo!
Habe gerade den Sommermörder fertig gelesen. Es war mein erstes Buch dieser beiden Autoren - aber sicher nicht das letzte! Besonders beeindruckt haben mich von Anfang an diese unbeschreiblich detailgetreuen und hervorrangend beobachteten Schilderungen der unterschiedlichen Frauentypen und wie sie mit der Hitze umgehen. Zeigt ein großes Einfühlungsvermögen und macht das Buch sehr realistisch. Gut gefallen hat mir auch der Dreh, aus Sicher der Opfer zu schreiben und sie so genau dem geneigten Leser vorzustellen.

Den Zusammenhang der Morde mit dem Sommer habe ich allerdings nicht so recht verstanden... das tut dem Buch jedoch keinen Abbruch, es ist hervorrangend und sehr zu empfehlen!
evachen89 zu »Nicci French: Der Sommermörder« 08.07.2006
ein durchaus gutes buch, dennoch wird es erst ca. ab der hälfte richtig packend. für mich ein buch zum weiterempfehlen, da es gut zu lesen geht. ebenfalls interessant ist die schilderung aus der sicht der opfer.. was die geschichte noch einmal ungewöhnlicher macht. 78 °
mizimausi zu »Nicci French: Der Sommermörder« 23.06.2006
Ein unbestreitbar gutes Buch. Sehr spannend und gut geschrieben, wie fast alles von NF. allerdings muss ich gestehen, dass ich den Zusammenhang von Sommer und den Morden nicht kapiert habe. Ich habe keine "Hitze" gespürt und ich denke mal, Männer die Frauen auflauern und sie bedrohen gibt es nicht nur in der Jahrszeit in der alle mit luftiger Kleidung umher spazieren. Lesenswert ist es auf jeden Fall.
Anna zu »Nicci French: Der Sommermörder« 09.05.2006
@ Schlosskind:
Nicci French ist ein Pseudonym von Nicci Gerrard und Sean French. Sie entwickeln erst die Personen und Handlungen des zukünftigen Buches, bevor der eine anfängt und später den anderen weiterschreiben lässt....
Schlosskind zu »Nicci French: Der Sommermörder« 05.05.2006
Nachdem man die eher langweiligen ersten 100 Seiten überwunden hat, kommen die Autoren in Fahrt und die Spannung steigt rapide. Es ist interessant zu sehen, wie die verschiedenen Personen reagieren.

Ich habe übrigens nicht nur von einer Autorin, sondern auch schonmal von einem Eherpaar gelesen. Verrückt.
oemchenli zu »Nicci French: Der Sommermörder« 21.04.2006
Ich habe auch schon einiges von Nicci French gelesen.
Die Bücher von den Beiden sind einfach ein Leckerbissen mal mehr und mal Weniger.

>> Und bei "Glaspavillon" hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass sie bei Minette Walters "Das Eishaus" geklaut hat.> Und bei "Der Glaspavillon" hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass sie bei Minette Walters "Das Eishaus" geklaut haben.
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Anna zu »Nicci French: Der Sommermörder« 20.04.2006
Es ist einmal etwas neues, eine Geschichte aus der Sicht der Opfer zu lesen. Ich fand es besonders interessant zu sehen, wie sie reagieren und ja, eigentlich langsam wahnsinnig werden!

Einfach mal einen neue Idee, alles von vorne aufzurollen...
ivonne zu »Nicci French: Der Sommermörder« 13.04.2006
hallo
habe mir gestern das buch aus der bücherrei ausgeliehen und hab es gelesen es fiel mir grad sehr schwer aufzuhören zu lesen weil es von anfang spannend und intressant ist!werde auch noch weitere bücher von ihr lesen!
Tanja zu »Nicci French: Der Sommermörder« 11.04.2006
Ich haben den Sommermörder vor einiger Zeit gelesen und ich war begeistert. Sehr spannend geschrieben - auch wenn man eventuell "schnell" erfährt wer es ist, will man unbedingt weiterlesen. Dadurch das es sehr Realitätsnah geschrieben ist (Stalking) wird es nur interessanter.
Katharina22 zu »Nicci French: Der Sommermörder« 11.04.2006
Lustig, dass die meisten in ihrem Kommentar von "Ihrer Lieblingsautorin" sprechen. Der arme Sean French... Naja, das passiert wahrscheinlich recht oft. Auch ich fand DER SOMMERMÖRDER wirklich sehr gut. Eigentlich hatte ich gar keine Lust das Buch zu lesen. Ich habe es nämlich schon vor zwei Jahren angefangen und dann noch im Kapitel Zoe aufgehört. Erst jetzt habe ich es erneut versucht und war doch recht begeistert. Drei Personen aus dieser Perspektive; wirklich mal was Neues. Aber auch die Charaktere finde ich sehr gelungen. Die gleiche Situation drei mal anders. Merkwürdig war es für mich vor allem, da ich vor einer Woche selbst einen Brief von einem etwas merkwürdigen Mann bekommen habe. Unter anderem kamen in dem Brief Aussagen wie: "Ich beobachte dich schon lange!" usw vor. Das hat mich schon etwas beunruhigt. Ich hoffe, es nimmt bei mir nicht das gleiche Ende wie in DER SOMMER MÖRDER! Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ein wirklich spannendes Buch obwohl man leider wirklich recht früh erfährt, wer der Mörder ist. Trotzdem wird's noch mal spannend!
Miriam zu »Nicci French: Der Sommermörder« 31.08.2005
Der Sommermörder ist mein Lieblingsbuch und ich will mir auf jeden Fall weitere Bücher von Nicci French zulegen... Sie hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, bei dem es mir sehr schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Magdalena zu »Nicci French: Der Sommermörder« 29.06.2005
Nach "Killing me softly"(oder auch Höhenangst) habe ich den "Sommermörder" geschenkt bekommen! Dieses Buch ist eines meiner Lieblingsbucher.
Was ich besonders gerne mocht, war die Idee das es aus der Perspektive von 3 Leuten erzählt wird.
Seitdem bin ivh ein Fan ihrer Bücher und lese gerade den "Glaspavillion"
Melanie zu »Nicci French: Der Sommermörder« 08.01.2005
Mein erstes Buch von Nicc French war "das rote Zimmer", anschließend habe ich den Sommermörder geschenkt bekommen.
Ich fand ihn sehr Spannend und habe ihn in einem Rutsch durchgelesen!
Nach und nach habe ich mir alle French Bücher zugelegt!
ich finde sie hat einen atemberaubenden Schreibstil, der es Dir schwer macht das Buch wieder aus der Hand zu legen.
Mona zu »Nicci French: Der Sommermörder« 01.12.2004
Ich fand den Krimi echt gut gelungen, aber es hätten ein paar mehr einselheiten verraten werden können. Ausserdem fand ich es ziemlich schade, dass man schon in der Mitte des Buches wusste, wer der Mörder ist, daher fand ich es dann nur teilweise spannend. Trotz alle dem ist es weiter zu empfehlen!
Britta zu »Nicci French: Der Sommermörder« 22.11.2004
Hi,

Was mich an "Der Sommermörder" so fasziniert hat war die Erzählperspektive. Alles in der Ich-Form aus der Sicht der Opfer. Das war mal was ganz anderes. "Der Sommermörder" war mein drittes Buch von Nicci French. Die ersten beiden "Der Glaspavillon" und "Ein sicheres Haus" plätscherten ganz nett dahin, waren aber nicht wirklich spannend. Und bei "Glaspavillon" hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass sie bei Minette Walters "Das Eishaus" geklaut hat. Die Geschichte klang doch sehr ähnlich. Jedenfalls war ich nach "Der Sommermörder" total süchtig auf Bücher von Nicci French.
Besonder gut gefallen hat mir noch "Höhenangst" (Die Geschichte einer Frau, die auf der Strasse mit einem Mann zusammenstösst. Die beiden sehen sich in die Augen, mieten sich in ein Hotelzimmer ein und danach ist nichts mehr so wie es war... Super spannend!!!!! Und empfehlen kann ich noch "In seiner Hand" Ein Frau fällt einem Psychopaten in die Hand, kann sich befreien und als sie die Geschichte der Polizei erzählt glaubt ihr kein Mensch...
Viel Spass
Gruss Britta
Chris zu »Nicci French: Der Sommermörder« 22.11.2004
Ein spannender Roman, der erschreckend das Profil eines Psychopathen vermittelt, der uns alle, uns Frauen, treffen könnte.

Die Ausweglosigkeit so detailliert von einem Fremden, einem Mann beobachtet zu werden erzeugt Panik. Es könnte so sein.

Besonders tragisch ist die Hoffnung, die ich bei allen Frauen hegte, sie mögen dem Mörder auf eine magische Art entkommen. Erschreckend wie aus der Sympathie des Mannes für die Frauen, diese Hass entsteht, diese Gnadenlosigkeit, mit der er die Frauen behandelt. Ein Jäger, der kein Pardon kennt.

Von der Erzählweise hat mich die detaillierte und sehr genaue Beobachtungsweise fasziniert.

Ein Buch, das ich an einem Tag in englisch durchgelesen habe, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. Das ist mir bis jetzt nur bei einigen wenigen Werken passiert.
Bea zu »Nicci French: Der Sommermörder« 29.05.2004
Ich binzwar viel älter, als Ihr alle, aber meine Lieblingsbuch von French ist *Höhenangst*, alle anderen können da nicht mithalten....meiner Meinung nach. lg Bea
SilkeW zu »Nicci French: Der Sommermörder« 29.05.2004
ich weiss gar nicht, was ihr habt. Ich fand das Buch richtig gut! Sehr eingängig zu lesen, sehr detaillierte Beschreibungen der "Opfer"; man konnte in jeder der doch so unterschiedlichen Frauen irgendwas von sich selber finden.
Und die dämlichste Kritik find ich ja, dass man so wenig über die Motive des Täters erfährt sei schlecht. Hey, es ist doch wirklich so wie die Psychologin sagt, es sind immer die gleichen Gründe, als Kind misshandelt worden, oder zu viel geliebt worden, oder mal auf den Kopf gefallen...
Alles in allem empfehlenswert, und ich finde gerade die extremen Perspektivwechsel machen das Buch spannend!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Vanessa S. zu »Nicci French: Der Sommermörder« 05.05.2004
HI!
Wir mussten uns ein Buch für den Deutschunterricht aussuchen und ich habe mir irgend eins genommen was sich gut anhörte.
Ich bin absolut keine Leserin und ich hasse eigentlich Bücher über alle, aber als ich dieses Buch anfing zu Lesen konnte ich garnicht mehr aufhören zu Lesen.
Ich hoffe alle Bücher von Nicci French sind so gut wie das Buch " Der Sommermörder". Kennt ihr noch ein paar gute?

Gruß Vanessa
Coffeeman zu »Nicci French: Der Sommermörder« 01.05.2004
Etwas langatmig; erscheint anfangs nicht wie ein Krimi, sondern eher wie ein unterhaltsamer Familienroman. Ansonsten ganz ok.
Nicole zu »Nicci French: Der Sommermörder« 10.11.2003
Ich auch! Lese es gerade und bin nun bei der Beschreibung der 3. Frau, bzw. des 3. Ziels des Mörders. Die Frauen sind phänomenal gut beschrieben und von daher tröstet mich dies über einige Unzulänglichkeite hinweg. Ich will wissen, ob es die 3. schafft und bald werde ich es wissen! Weiter so, warte schon auf den nächsten neuen im TB-Format!
Marion zu »Nicci French: Der Sommermörder« 05.11.2003
interessant fand ich die perspektiven: aus der sicht der opfer und dazwischen aus der sicht des täters. wirklicher nervenkitzel baut sich nicht auf. ein bisschen traurig, dass die hüter des gesetzes ziemlich reduziert werden. nach meiner bisherigen nicci french-erfahrung fand ich das buch hier zwar ganz gut, war aber auch ein wenig enttäuscht.
snoozer zu »Nicci French: Der Sommermörder« 08.08.2003
Naja, war ganz ok.

Mir hat es ebenso gut gefallen, wie genau die 3 Frauen beschrieben werden und das man deshalb mit Ihnen mitfühlen konnte.
Umso schlechter fand ich es wiederum, dass man von der Motivation des Mörders so wenig erfährt.
Zu anfang des Buchs geht es eigentlich ganz gut los, eine längere Schilderung, wie er Frauen betrachtet und sie beobachtet, sie mit seinem Blick auszieht und bewertet, doch je länger das Buch dauert, desto weniger kommt davon rüber. Dadurch wird es leider auch langweilig.
Ebenso hat mir der viel zu kurze Höhepunkt nicht gefallen. Ich hatte mehr den Eindruck, als wollten die Autoren das schnell hinter sich bringen, damit dann noch seitenlang eine (schnarchige) Nachbetrachtung durch die dritte Frau erfolgen kann.

Kann man lesen, muss man nicht
Janine zu »Nicci French: Der Sommermörder« 30.07.2003
Ich war auch ziemlich begeistert von diesem Buch.
Das Durchlesen ging einfach rasend schnell.
Es war das zweite Buch, das ich von diesen beiden Autoren gelesen habe und ich fand beide super.
Norbert Qualmann zu »Nicci French: Der Sommermörder« 30.05.2003
Es ist bestenfalls ein 'dirty trick', eine Mordgeschichte aus der Perspektive des Opfers zu erzählen. Als Stilmittel ist es so verwerflich wie eine "lügende Rückblende" im Film. Dieses Buch wird leider so erzählt- wie schon Bill S. Ballinger's "Die letzte Sekunde" (1957).
Ein Nebeneffekt dieser Erzähltechnik ist, daß der Spannungsbogen im Roman zweimal abrupt abbricht und sich mühsam wieder aufrappeln muß. Die Vorgehensweise der Polizei wirkt wenig überzeugend- offenbar verstehen die Autoren wenig von Polizeiarbeit.
Im Prinzip ist der Mörder dem Leser bei Mord Nr. 2 bekannt- und auch wieder nicht. Die natürlich nicht von der dummen Polizei, sondern vom prospektiven Opfer Nr. 3, Nadia Blake, herbeigeführte Auflösung, ist so synthetisch und unglaubwürdig wie das ganze, mit 412 Seiten viel zu lange Buch.
Während die drei zentralen Frauengestalten durchaus Leben eingehaucht bekommen haben, bleiben alle anderen Figuren schemenhaft blaß. Dies gilt auch für den Briefeschreiber/Mörder, dessen Motivation völlig im Dunkel bleibt sowie für Zoe's Ex Fred, dessen spontane Tat quasi mit einem Nebensatz "erklärt" wiird. Dies ist für mich die allergrößte Enttäuschung durch dieses Buch. Auch wenn sich das Innenleben eines psychopathischen Mörders selten oder nie völlig erschließen läßt, verlangt der Leser eines Psychokrimis zumindest Erklärungsansätze. Hier: völlige Fehlanzeige.

Fazit:
Der flüssige Erzählstil des Buches kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Komposition des Romans mißglückt ist und die von anderen Rezensenten gelobte psychologische Komponente sich auf die drei Frauengestalten beschränkt, deren Verhaltensweisen mir aber auch nicht immer stimmig erscheinen. Ansonsten ist das Buch oberflächlich, auffallend konstruiert und geschwätzig.

Dies war mein erster "Nicci French". Ich bin nicht neugierig auf andere.

P.S. Im Klappentext der deutschen Goldmann-Ausgabe wird so getan, als sei Nicci French eine reale, in London lebende Person. Dabei ist es doch kein Geheimnis, daß "Nicci French" das Sammelpseudonym des Ehepaares Nicci Gerrad und Sean French, was man u.a. auf dieser Website nachlesen kann.
pet zu »Nicci French: Der Sommermörder« 15.05.2003
Nicci French bietet einen vom Aufbau her sehr originellen Krimi. Die Opfer fungieren selber als Erzähler bis zu ihrer Ermordung. Interessante Charakterstudien von drei völlig verschiedenen Frauen, wobei sich das Autorenpaar sehr viel Zeit nimmt, die Charaktere sehr detailliert einzuführen. Etwas zu naiv erscheinen mir die Frauen jedoch, denn ein Riesenpolizeiaufgebot und Dauerüberwachung nach dem Erhalt eines einzelnen Drohbriefes würden mir schon etwas zu denken geben. Auch die bedrückende Hitze und die Stimmung in London wird gut rübergebracht. Beklemmend wirken die eingefügten Zwischenkapitel aus der Sicht des Täters. Man weiß zwar schon aus dem Klappentext, daß die beiden ersten Protagonistinnen dem Mörder zum Opfer fallen werden, doch leidet man trotzdem mit ihnen und möchte ihnen gerne helfen.

Leider fehlt nur die für einen Kriminalroman einfach unerlässliche Spannung. Vom vielgerühmten Nervenkitzel war kaum etwas zu spüren. Dem Leser ist der Täter schon sehr frühzeitig bekannt und auch das Finale ist ruckzuck abgearbeitet. Das mag zwar ein wohltuender Gegensatz zu den oftmals übertriebenen Showdowns so mancher Thriller sein, doch ein wenig mehr Spannung hätte es auch hier sein dürfen.

Kathrin Paster zu »Nicci French: Der Sommermörder« 16.12.2002
Dieses Buch ist ein Wahnsinn.Es hat mir richtig Spaß gemacht es zu lesen. Narmalerweised zähle ich die Seiten bis zum nächsten Kapitel. Doch bei diesem Buch konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist sehr spannend und realistisch geschrieben. Ich konnte mich richtig gut in die drei verschiedenen Charaktere hineinversetzen. Nicci French hat es auch geschafft, ein geniales Spannungsdreieck zwischen Mörder, Opfer und Polizei herzustellen. Ich würde diesen Psychothriller auf jeden Fall weiter empfehlen!
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