Der Hypnotiseur von Lars Kepler

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 unter dem Titel Hypnotisören, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden / Stockholm, 1990 - 2009.
Folge 1 der Joona-Linna-Serie.

  • Stockholm: Bonnier, 2010 unter dem Titel Hypnotisören. 571 Seiten.
  • Köln: Lübbe, 2010. Übersetzt von Paul Berf. ISBN: 978-3-7857-2426-2. 638 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Lübbe Audio, 2010. Gesprochen von Wolfram Koch. ISBN: 3-7857-4373-4. 6 CDs.

'Der Hypnotiseur' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

An einem Sportplatz vor den Toren Stockholms wird die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso martialisch abgeschlachtet im Haus der Familie aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er die Frau vor dem Mörder finden muss. Joona Linna setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er hofft, dass unter Hypnose der kaum ansprechbare Junge den Täter beschreiben kann. Bark hatte sich jedoch geschworen, nie mehr zu hypnotisieren, aber hier geht es um ein Menschenleben. Und es gelingt ihm tatsächlich, den Jungen unter Hypnose den Tathergang beschreiben zu lassen. Damit nimmt eine fatale Kette von Ereignissen ihren Lauf.

Das meint Krimi-Couch.de: »Hör’ auf mich, glaube mir. Augen zu, vertraue mir!« 86°Treffer

Krimi-Rezension von Jochen König

Eine bestialisch niedergemetzelte Familie und ein schwerverletzter Überlebender machen Kommissar Joona Linna schwer zu schaffen. Zudem gibt es noch eine Tochter, die nicht auffindbar ist. Um zu verhindern, dass der Täter ein weiteres Mal zuschlägt, muss der fünfzehnjährige Sohn Josef im Krankenhaus vernommen werden. Bedauerlicherweise schließen seine Verletzungen eigentlich eine zeitnahe Befragung aus. Doch wie wäre es mit einer Hypnose? Der Idee folgt die Tat und der Psychologe und Hypnotiseur des Titels Erik Maria Bark wird von Linna solange unter Druck gesetzt, bis er das Verhör unter Hypnose vornimmt. Etwas, dass er zehn Jahre zuvor als Resultat dramatischer Ereignisse kategorisch ausgeschlossen hatte.

Die Befragung ist ein Erfolg, aber der Bruch seines Versprechens wird für Bark und alle Beteiligten ein schwerwiegendes Nachspiel haben.

Lars Kepler ist ein Pseudonym, hinter dem sich das schwedische Ehepaar Alexandra Coelho und Alexander Ahndoril ohne große Geheimniskrämerei verbirgt. Der Hypnotiseur ist ihr Debüt. Ein höchst gelungenes und wagemutiges noch dazu.

In Leserbefragungen kommt oft zur Sprache, dass viele (Krimi)-Leser eins noch weniger schätzen als die personale Ich-Perspektive: Romane, die im Präsens geschrieben sind. Und genau dies ist beim 638 Seiten starken Der Hypnotiseur der Fall. Wenn man von einer 140-seitigen Rückblende in Vergangenheitsform absieht. Was noch ein Handicap für ein erfolgreiches Debüt sein könnte. Der Hypnotiseur ist ein wahrhaft verschachtelter Roman. Die Ausgangstat wird ziemlich schnell aufgeklärt. Nicht mal hundert Seiten braucht es, bis der Täter feststeht, der das Ehepaar Ek und die jüngste Tochter brutal ermordet und zerstückelt hat. Daraus entwickelt sich ein gänzlich anderer Fall, der weit in die Vergangenheit reicht, jetzt in die Gegenwart hineinwirkt und noch einige Nebenschauplätze mit sich bringt.

Es ist faszinierend zu lesen wie Kepler all diese Fäden aufnimmt, ver- und entwirrt, mit einer Vielzahl von Protagonisten aufwartet, ohne in Chaos und Abstrusität zu versinken. Selbst die Darstellung der verschiedensten Psychosen gerät den Autoren nicht zur selbstbefriedigenden Freakshow. Die Figuren handeln in Wahnsinn wie Vernunft glaubhaft. Dabei wirken die eher positiv konnotierten Protagonisten mitunter befremdlicher als ihre psychotischen Pendants, die wenigstens konsequent und berechenbar agieren.

Ausnahme ist der freundliche Polizist Joona Linna, der allerdings in einer seltsam distanzierten Liebes(?)-Beziehung lebt und einmal zu oft um Selbstbestätigung bittet. Aber für einen skandinavischen Kriminalbeamten ist er erfreulich gefestigt und problemfrei.

Was man von Erik Maria Bark nicht behaupten kann. Erst gefeiert, dann gefeuert; statt der Hypnose zu neuer Bedeutung bei der Heilung psychischer Defekte zu verhelfen, wird Bark unfreiwillig zum Totengräber seiner eigenen Forschung. Gleichzeitig gerät seine Ehe wegen eines eher verzweifelten denn lustbetonten Seitensprungs in eine Krise, die die nächsten zehn Jahre nachwirkt. Was zum großen Schwachpunkt des Romans führt: Simone Bark. Leidende Mutter (Sohn Benjamin ist Bluter), eifersüchtige Gattin, die die Nachtigall schon trapsen hört, wenn die Eier noch nicht einmal ausgebrütet sind. Ihre Hysterie und Verzweiflung ist zwar nachvollziehbar, aber nichtsdestotrotz nervend. Das Bark diese Mixtur aus stillem Vorwurf und aufgeregter Anklage zehn Jahre stoisch ausgehalten hat, ohne seine Frau zu verlassen oder aus dem Fenster zu schmeißen, zeugt von einer fast pathologischen Loyalität oder wahrer Liebe. Dass man den Autoren diese Anhänglichkeit abnimmt, zeugt von ihrem erzählerischen Können. Selbst als Simone eine Grenze überschreitet, der ihr Mann nur kurz nahe gekommen ist, steht Erik ihr bei. Geschickt lässt Kepler offen, ob dies aus Bestrafung oder Liebe geschieht. Wie auch am Ende eher ein vager Hoffnungsschimmer am Heiligen Abend, als ein ausgewachsen pathetisches Happy End steht.

So ergibt sich Summa Summarum ein hervorragendes Debüt mit kleinen Schwächen. Neben der Schnepfe Simone, ist das vor allem die Frage wie ein Wissenschaftler derart unbedarft an eine große Forschungsarbeit herangehen kann wie Erik Maria Bark. Gruppenhypnose mit mehreren psychisch äußerst labilen Probanden ohne Absicherung durch kontrollierende Assistenten und Kollegen scheint kaum denkbar – besonders nicht für das finanzierende Institut. Zu groß ist die Gefahr, dass aus einem Höhenflug ein freier Fall wird. Hier wird die Realität der Dramaturgie geopfert. Aber wir drücken beide Augen zu, weil es funktioniert. Denn der Hypnotiseur verliert den Boden unter den Füßen und bekommt ihn kaum je wieder zu spüren. Davon erzählt Lars Kepler gleichzeitig vertrackt und hochgradig spannend; hat zudem einige tiefsinnige wie hinterhältige Pointen auf Lager, flirtet geschickt mit Populärkultur und gibt auch wahnwitziger Gewalt ihren Raum, ohne auf den bloßen vordergründigen, grafischen Effekt bedacht zu sein. Dass sich dazu die Vermeidung allzu bekannter Klischees skandinavischer (Kriminal)-Romane gesellt sowie der Mut auf einen eindeutigen und die Geschichte allein tragenden Sympathieträger zu verzichten nötigt Respekt ab.

Und macht Lust auf das, was noch folgen mag. Obwohl Erik Maria Bark logischerweise im Zentrum der Erzählung steht, dürfte mit Joona Linna ein überzeugender Seriencharakter geboren sein. Warten wir es gespannt aber gelassen ab.

Jochen König, Januar 2011

Ihre Meinung zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur«

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Kasia zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 13.01.2017
Ich habe dieses Buch vor ein paar Jahren schon mal bewertet und auch dieses Mal wird meine Bewertung, nach dem zweiten Lesen, sehr positiv ausfallen.
Endlich habe ich alle Lars-Kepler-Romane zusammen, so dass ich mit "Der Hypnotiseur" eine wahnsinnig spannende und intelligente Krimi-Reihe starte.
"Der Hypnostiseur" ist beides: Spannend und intelligent. Ich habe Einiges über Hypnose gelernt (ich weiß, dass es Fachliteratur zu diesem Thema gibt!!) und Jonna Linna kennengelernt. Den sanftmütigen, aber doch "gefährlichen" Kommissar, der mich nun durch die weiteren Krimis begleiten wird.
Zum Buch möchte ich sagen (ohne Inhaltsangabe!), dass es äußerst spannend für mich war. Wer den Film gesehen hat, wird sehr viele Unterschiede erkennen, denn das Buch ist eindeutig ausführlicher und anders von der Geschichte her.
Die Charaktere sind für mich greifbar und sehr realistisch. Ihre Geschichten interessieren mich.
Die beschriebenen Morde sind grausig und die Atmosphäre düster.
Nichts für schwache Nerven aber für Liebhaber guter Unterhaltung.
99°
DaniP zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 01.08.2016
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe den Sandmann, Flammenkinder, Ich jage dich in dieser Reihenfolge gelesen und war wieder begeistert. Spannend bis zum Schluss und ich konnte es nicht aus den Händen legen. Ich kann das Buch nur empfehlen und ich freue mich schon auf das nächste Buch im Oktober!
James_Blond zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 23.03.2016
Ich bin überrascht über die vielen negativen Kommentare hier. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Interessante Protagonisten, ein Kommissar (Joona Linna) der großes Potenzial hat, ein Thema - nämlich Hypnose - das hier nähergebracht wird sowie viel Spannung und Aha-Erlebnisse.

Einzig der - wie so oft in Krimis - völlig unrealistische und hanebüchene Showdown trübt das Gesamtbild.
Matthias zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 16.01.2016
Dieses Buch ist ein klassisches Erstlingswerk, gut gedacht, zu lange und - für das heutige Krimiauge - langatmig und deswegen unspannend. Der Plot ist prinzipiel smart, aber die Nebenstränge lassen eine Fadesse entstehen, die spätestens nach der Hälfte das Buch in Geschenkpapier verschwinden lassen und bei der nächsten Möglichkeit wird es übergeben.
Lisa zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 06.01.2016
Entgegen vieler anderer Leser hier fand ich "Der Hypnotiseur" sehr empfehlenswert und spannend. Die Handlung ist logisch aufgebaut, enthält einige unerwartete Plot-Twists und hat mich von vorne bis hinten gefesselt. Die Figuren werden einem gut nahegebracht und man begreift ihre Motive und Hintergründe.
Auch finde ich die Schilderung der Beziehung zwischen den Hauptcharakteren in all ihrer Zerrissenheit gut und lebensecht dargestellt. Was die vulgäre Sprache anbelangt, bin ich zwar prinzipiell auch kein Freund von Ausdrücken wie "F***e", finde sie hier aber sinnvoll eingesetzt, um die absolute Verrohtheit der Kinder-Gang deutlich zu machen. Alles in allem satte 90°
Patrick zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 24.08.2015
Schön, wie sich die Meinungen unterscheiden. Ich habe das Hörbuch gerade zu Ende gehört und fande es gut. Die Personen werden gut entwickelt und die Story erfordert Konzentration. Muss ein Buch denn immer realistisch sein? Die meinsten Geschichten sind frei erfunden, alleine die Anzahl der Toten und wie sehen bitte realistische Actionszenen aus? Vulgäre Dialoge und detaiierte Sexszenen gehören auch zum Leben, der Schmalz in Liebesgeschichten ist hier mein Gegenpol.
Wie schon erwähnt, ist der Rückblick auf Eriks Gruppenthearapie sehr zäh, die Geschichte bringt aber schöne Wendungen und ich habe mit Erik gelitten.

Ich freue mich schon den nächten Teil anzuhören und werde dann wieder berichten.
Franzi zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 10.06.2015
Nachdem ich "Der Sandmann " gelesen habe,hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch. "Der Hypnotiseur " hat auch mich nicht überzeugt. Ich fand es wenig spannend und irgendwann ging es mir so auf die Nerven das dauernd irgendwer "gestresst " antwortete oder sich "gestresst " durch die Haare fuhr... Es wiederholte sich immer und immer wieder und da hätte das Autorenpaar vielleicht nochmal nachlesen und etwas ändern sollen. Auch die Schießszenen ähnelten sich immer sehr stark. Gerade lese ich "Paganinis Fluch " und ich bin mir sicher,dass ich die Szene mit dem erhängten Mann,genauso in einem anderen Buch gelesen habe. Ich habe jetzt wirklich mehrfach nachgesehen ob ich mich nicht vertan und den selben Band noch einmal gekauft habe.
Birgit zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 06.04.2015
Als Krimi-Fan bin ich von diesem Buch echt enttäuscht. Ich kann mich kaum erinnern, dass ich jemals ein Buch nicht bis zum Ende gelesen habe - dieses gehört leider zu den wenigen dazu. Es soll spannend sein - ist aber nur einfach fade und langweilig. Ein brutaler Mord ist hier noch nicht einmal die halbe Miete.Nach knapp der Hälfte bringe ich es jetzt in die Bibliothek zurück.
KKN zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 04.04.2015
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte finde ich sehr inetressant. Die Autoren schaffen es immer wieder, einen hohen Spannungsbogen aufzubauen. Auch die Nebengeschichten sind klug gewählt, wie z.B. die Beziehungsprobleme von Erik und Simone. Das ist nahe am Leben. Die Erotikszemen finde ich ebenfalls toll und finde, man merkt, dass ein Autorenpaar schreibt. Negativ finde ich die vulgäre Sprache. Das hätte nicht sein müssen. Völlig daneben ist Joona´s Schuß auf dem Friedhof. 300 Meter (!!!) mit einer Pistole auf ein fahrendes Auto. Jeder der schießt weiß, das ist vöillig unmöglich! Das Buch ist zu empfehlen.
Daniel1707 zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 20.03.2015
Ich höre gerade das Hörbuch und kämpfe mich durch den grauenhaft langen Rückblick auf die Gruppenhypnose-Sitzung (im Buch spielt das 10 Jahre zurück). Mir erschließt sich bei diesem, ohne jegliche Spannung vorgetragenen Geblabber nicht, warum ich noch weiterhören soll...stark angefangen, stark nachgelassen - unterm Strich verschenkte Lebenszeit!
JasonDon zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 29.12.2014
Und warum müssen in neueren Thrillern / Krimis ständig ausgiebige Sexszenen und eine derart vulgäre Sprache eingebaut werden? Meines Erachtens steigert ein solches Vokabular weder die Spannung noch trägt es zur Handlung überhaupt bei. Was soll das? Glauben die Autoren, dass der "moderne" Leser das wünscht? Ich halte mich nicht für prüde, aber es interessiert mich schlechterdings auf der Suche nach der Aufklärung des Mordes nicht, was die beteiligten Charaktere im wahrsten Sinne so treiben und wenn, dann doch bitte halbwegs realistisch. Aber bei Begriffen wie Votze, Schwanz und ähnlichem, die sich so häufen wie hier, vergeht mir einfach die Lust - am Lesen und auch sonst.
Lacrima211 zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 29.12.2014
Als eingefleischter Thriller-Fan mit einem nicht allzu latenten Hang zum Morbiden war ich doch ein wenig verwundert, dass es ein Buch gibt, dass ich nach knapp 120 Seiten ohne großes Zögern weggelegt habe. Hätte ich es in Papierform besessen, ich hätte es wohl weggeschmissen. So werde ich es einfach löschen. Ein für dieses Werk erfreulicher technischer Fortschritt. Die Erzählweise evoziert eine derart depressiv-irreale Stimmung, dass sie jeden Wallander um Längen schlägtund das Buch eigentlich nur mit der entsprechenden Dosis Psychopharmaka über die Ladentheke gehen dürfte. Doch damit nicht genug, eine unrealistische Situation reiht sich an die andere, so dass man sich eher in einem albtraumhaften Stephen King Szenario, denn in Schweden wähnt, da wird die Protagonistin in der Galerie und anschließend gleich in der U-Bahn und im Einkaufszentrum belästigt, Jugendliche geben Formulierungen von sich, die jeden Sozialarbeiter hierzulande selbst in Berlin-Neukölln erblassen lassen würden - kurzum: es ist unangenehm, übertrieben, vulgär und noch nicht mal spannend geschrieben. Oder um es mit Reich-Ranicki zu sagen: Ein schlechtes Buch. Sogar für Trivialliteratur.
Kasia zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 25.11.2014
Ich habe vor ein paar Jahren, als großer Mikael Persbrandt-Fan, "Der Hypnotiseur" als Film gesehen und dann Anfang dieses Jahres das Buch gekauft.
Die Geschichte des Films hatte ich noch relativ gut in Erinnerung, deswegen habe ich mir ein wenig Zeit gelassen, das Buch zu lesen. Dann irgendwann war ich soweit und konnte nicht mehr aufhören zu lesen! Ziemlich schwierig, wenn man auf einmal ein kleines Baby zu Hause hat, welches einen so sehr braucht :-)
Also nutzte ich jede Nickerchen- und Schlafenspause meines Kindes oder wenn der Papa da war, um tiefer und tiefer in die Geschichte einzusteigen.
Das Buch zu lesen, auch wenn man den Film kennt, lohnt sich. Denn die Geschichten sind nicht identisch.
Lars Kepler haben meinen Geschmack voll getroffen: Gute Charaktere, eine interessanter Plot, keine Längen.
Leider werden die brutalen Morde sehr detailliert beschrieben, so dass nichts der Phantasie überlassen wird (nicht, dass mein Kopf es liebt, schlimme Bilder und Vorstellungen zu erstellen, aber weniger ist bei mir häufig auch mehr ...).
Ich denke, dass ich noch weitere Bücher des Autoren-Duos lesen werde und empfehle dieses Buch gerne weiter.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Urs Roth zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 18.09.2014
Es mag ja reizvoll sein, wenn der Autor in verschiedenen Zeiten hin- und herswitcht. Was Lars Kepler in diesem Buch macht, ist jedoch absolut verwirrend. Sehr schwierig, sich jeweils wieder zurecht zu finden. So kann keine Spannung entstehen. Eine unglaubwürdige Geschichte, bzw. zwei Geschichten, die nichts miteinander zu tun haben. Ein enttäuschendes Buch.
Ela zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 25.11.2013
also ich muss sagen, das buch ist sein geld nicht wert^^ ich lese gern und gut.. aber dieses buch macht mir keine freude, da es sich immer wieder in die länge zieht und einfach so die spannung versaut. *schade eigentlich, da es am Anfang richtig super geklungen hat das ganze*
daher bleibe ich bei meinen geliebten sebastian fitzek büchern ;) da weiß man was man hat.
Otto Quaing zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 03.08.2013
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn es war spannend und nachvollziehbar. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Das macht die Geschichte noch interessanter. die Eifersucht von Barks Ehefrau ist allerdings völlig übertrieben dargestellt. Aber vielleicht kennt das Autorenehepaar das ja aus eigener Anschauung. Insgesamt aber ein empfehlenswerter Roman.
TorstenEffenbach zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 06.06.2013
Ich finde den Nachfolger, Paganinis Fluch noch runder, als den Hypnotiseur, aber wer spannenden und rasante Unterhaltung sucht, ist bei Lars Keppler richtig. Besonders schön fand ich, wie die Autoren den Leser auf falsche Fährten führen, was aber nicht konstruiert wirkt, sondern gut in den Charakteren der Geschichte begründet ist. Ich kann die Bücher uneingeschränkt empfehlen.
Hans Siemens zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 23.11.2012
Nun, wer sich gerne langweilt und keinen Wert auf eine spannende Handliung legt, ist mit diesen Elaborat bestens bedient.
Die Handlung ist in zwei Stränge geteilt und diese haben kaum Berührungspunkte.
Zudem werden häufig noch so unwichtige Details bis zum Erbrechen ausgewalzt. Warum die Familie eines tablettensüchtigem Psychaters bedroht und auch mit körperlicher Gewalt konfrontiert wird, erschliesst sich erst nach zwei Dritteln des Buches dem Leser, wenn er nicht schon vorher in Mopheus Armen gelandet ist. Nach Paganinis Fluch ist dieses Buch nur ein schwacher Abklatsch. Das Buch Flammenkinder werde ich mir nicht antun und dieses Autorenduo sollte zukünftig erst einmal überlegen wie sie Dramatik, Handlung und Spannung zusammenbringen bevor sie uns Leser mit neuen Werken beglücken.
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Linda K. zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 16.11.2012
Also ich muss mich den vielen schlechten Meinungen hier anschließen.

In diesem Buch treffen meiner Meinung nach zwei unterschiedliche Geschichten zusammen, die absolut nicht zusammen passen... Die anfangs sehr spannende Geschichte von dem brutalen Familienmord ergibt im Nachhinein absolut kein passenden Sinn zu der restlichen Story. Die Hypnosesitzungen sind teilweise sehr langartmig geschrieben und für mich ganz klar zu langweilig. Parallel interessiere ich mich auch überhaupt nicht für Pokemon , welche in diesem Buch eine für mich sehr verwirrende "Rolle" spielen.
Klar, es gibt auch zum Schluss hin nochmal die ein oder andere spannende "Szene" aber alles in allem fand ich das Buch und die Ausarbeitung der Charaktere der Hauptdarsteller sehr schwach.
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Amica65 zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 15.11.2012
Ich habe das Hörbuch grade durch und war am Anfang aufgrund der vielen vernichtenden Kritiken angenehm überrascht. Simon Jäger liest wirklich sehr gut und ich fand die Geschichte anfangs sehr spannend und vor allen Dingen überraschend aufgrund der vielen unerwarteten Wendungen. Das ist aber auch das einzig Positive, das ich im Nachhinein sagen kann und ich werde mir so schnell keinen Kepler mehr zulegen. Hölzerne Sprache, unglaubwürdige, unlogische Handlungen der Protagonisten, ein hanebüchendes unrealistisches Ende und total sinnlose Aneinanderreihungen von Sexszenen, die zur Handlung nichts beitrugen, nahmen mir doch den Spaß. Das Ärgerlichste war für mich, dass 2 komplett unterschiedliche Handlungsstränge zum Ende nicht richtig zusammengeführt wurden, eventuell aufgrund der gemeinsamen Arbeit eines Autorenduos.
Vielleicht habe ich es auch überhört, aber ich habe nicht mitgekriegt, was mit dem Täter von der eigentlich im Klappentext beschriebenen Geschichte passierte. Irgendwie war mir zum Schluss alles ein wenig zu viel. Zu viele Morde, zu viele Irre, während der Kommissar irgendwie blass blieb und die Ehefrau des Hypnotiseurs teilweise schwer nachvollziehbar agierte. Nur die wirklich hervorragende Lesung ließ mich bis zum Schluss durchhalten.
Kaprizia v. Birkenfeldt zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 27.10.2012
Selten hatte ich ein so schlechtes Buch in der Hand wie dieses. Von der Werbung her und den vielen positiven Rezensionen hatte ich mir eigentlich viel versprochen und mich schon auf einen Super-Schmöker gefreut, aber dieses Buch hat weder Tiefgang noch Stil und ist mehr als unglaubwürdig. Diesen Krimi würde ich noch nicht mal auf dem Flohmarkt verkaufen. Ab in die Tonne damit und nie wieder Lars Kepler!
Sunniva1 zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 21.10.2012
Habe die Hörbuchfassung, gelesen von Simon Jäger gehört und bin beeindruckt. Die Handlung ist ungewöhnlich und sehr spannend. Simon Jäger liest außergewöhnlich gut; seine Stimme ist abwechslungsreich, nicht gekünstelt und immer der Handlung angepasst. Die Handlung ist für mich nicht ausschweifend, sondern die Kapitel zur Hypnose sind sehr interessant. Das ungekürzte Hörbuch ist sehr zu empfehlen.
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wutzi zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 05.10.2012
Für mich war das für dieses Jahr der bisher spannendste Krimi ( und wir haben schon Oktober). Es ist ehr gut geschrieben, abwechlsungsreich und verschachtelt, so dass es bis zum Ende spannend bleibt. Schön fand ich die Zeitsprünge, bzw. Wiederkehrung einer Sequenz aus der Sicht eines anderen Protagonisten.
danniplus zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 04.09.2012
Die Geschichte fängt super spannend an, wird dann aber sehr langatmig und verwirrend, sodaß ich mehrmals einige CD doppelt und dreifach hören mußte, um überhaupt noch folgen zu können. Viele Sachen hätte man sich sparen können, denn dadurch wurde die Geschichte immer wieder tot langweilig. Nur weil ich wissen wollte wer der Täter war, habe ich durchgehalten und bis zum Schluß gehört
Tanja zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 17.06.2012
Also ich fand das Buch ausgezeichnet!!!
In einigen Punkten kann ich zwar mit den "Gegnern" - wie ich sie jetzt einfach mal nenne - übereinstimmen, aber die halten sich auch in Grenzen...
Es stimmt wirklich, dass die Hypnosesitzungen teilweise sehr langatmig waren und das es öfters ein wenig schwierig war dem Inhalt zu folgen, aber dennoch ist es ein grandioses Buch.

Es ist abwechslungsreich geschrieben und vor allem auch so, dass man sich in die Charaktere wirklich hineinversetzen kann.
Wie schon gesagt, mein Buchgeschmack wurde genau getroffen!!
Bianca Palupsky zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 06.06.2012
au weia,jetzt bin ich völlig verunsichert...habe das hörbuch angefgangen ...jetzt cd 2 bin bereits durcheinander und habe gehofft hier antworten zu finden.höre die 2.cd zum zweiten mal um alle zusammenhänge zu begreifen...dabei sollte so ein hörbuch einen doch entspannen...schwierige kost jedenfalls zum nebenbei hören...
Pe zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 12.04.2012
Hab LK als Hörbuch gehört und war angenehm überrascht. Glaubhafte Charaktere, stilistisch einwandfrei. Gerade die Hypnosesitzungen kamen mir gut beobachtet vor und hatten eine eigene Spannung. Mit SL würde ich den Roman keinesfalls vergleichen. Obwohl ich Stieg Larsson auch gut finde. Eher fällt mir als Referenz, wenn man nach einer denn überhaupt sucheln sollte, Karin Fossum, Kerstin Ekman ein. Vielleicht auch etwas Ake Edwardson.
Ich würde zumindest das Hörbuch (den Roman habe ich ja nicht gelesen) ohne weiteres empfehlen!
peter zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 13.12.2011
Gott sei Dank.
ich habe schon an mir gezweifelt,so einhochgejubeltes Debü,dabei habe ich mich
permanent gelangweilt und gefragt,warum
tust Du Dir das an.Dank an ca. 80%der Leser-ich bin nicht allein,ein kleiner Trostbleibt mir-die netten Kollegen von Bastei
haben mir den Titel auf der Buchmesse/Fr.
als Leseex.geschenkt!
frodo11111 zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 19.10.2011
Eine sehr verworrene Geschichte. Nicht wirklich spannend. Lediglich zum Ende hin nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf.
Der Schreibstil ist nicht in meinem Sinne, oder anders ausgedrückt, er fesselt mich nicht. Ich habe das Buch nur ausgelesen, weil es so hochgepriesen wurde. Die Beschreibung der Hypnosesitzungen hätte man kürzen können.
baiba zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 05.10.2011
Dieses Buch war mir wärmsten empfohlen worden als Top-Neuheit.aber schon nach gut 15o Seiten war ich derart gelangweilt...und hatte eine genaue Vorstellung davon wer´s war...ich blätterte vor und siehe da: ich behielt recht..
Ganz ehrlich: ich mag Krimis, bei denen ich bis zuletzt im Dunkeln tappe, viel lieber. Überraschende Wendungen und cliffhanger gehören ebenso zu einem guten Thriller, wie einfallsreiche Fuguren. Hier blieben alle fade und das familienleben des Hypnotiseurs war mir viel zu klischeehaft.
Auch merkt man, dass sich hinter dem Pseudonym zwei Leute verbergen. Das ist ja z. Zt. en vogue. Bei manchen gelingt das aber. Hier leider weniger. Man merkt genau, dass zwei unterschiedliche Leute schreiben. Sollte nicht sein. Alles in allem: gut, dass ich das Buch gratis bekam, sonst würd´s mich ärgern, so viel gezahlt zu haben und so wenig dafür bekommen zu haben.
Insa zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 07.09.2011
Auch ich kann die 86° nicht nachvollziehen. Die gesamte Story wirkt eher unrealistisch und das Drama der ermordeten Familie, welches sich über die ersten ca. 200 Seiten erstreckt, dient doch mehr oder weniger nur, um der danach erzählten Geschichte eine Daseinsberechtigung zu geben.
Alles in allem sehr unrealistisch, langatmig und gar nicht spannend. Wortwahl auch eher kurios (dies allerdings auf eher weniger gute Übersetzung zurückzuführen).
Ich habe es meinen Bekannten nur zum Lesen gegeben, damit ich mit jemandem über das Buch herziehen kann! ;)
tedesca zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 02.09.2011
Lars Kepler, eigentlich ein Deutscher, hat einen erstklassigen Skandinavienkrimi geschrieben. Es stimmt die Atmosphäre, die Figuren haben Hand und Fuß, der Stil ist sachlich und die Themen sind durachaus auch als aktuell zu betrachten. Vor allem die Art und Weise, wie manche Jugendliche ihre Zeit vor dem PC verbringen und in Fantasiewelten leben, die bald einmal zur Realität werden können.

Ein zentrales Thema ist natürlich die Hypnose, deren Methoden und Wirksamkeit in der Psychotherapie von mehreren Seiten beleuchtet und hinterfragt wird. Im Zentrum der Geschichte steht Erik Maria Bark, der mittels der Hypnose einem Menschen das Leben retten soll, was letztendlich zum Desaster führt.

Alles in allem ein solider Thriller mit viel Spannung und grundsätzlich stimmiger Handlung, sehr gut gelesen von Simon Jäger. Eine Empfehung für Thrillerfans ist dieses Buch auf jeden Fall. Das Hörbuch gibt es gekürzt auf CD und ungekürzt exklusiv bei audible.de
sofie zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 23.08.2011
Moin,
Treffer? 86 Grad? Also diese Wertung kann ich leider nicht nachvollziehen. Der Plot ist doch sehr unglaubwürdig; das Beziehungsgedönse nicht minder. Allein duch den symphatischen Joona Linna (LeserINNEN-Bonus ;-) ) heizt mein Kessel gerade mal auf lauwarme 50 Grad.
Keine Leseempfehlung!
Sofie
Armin zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 20.03.2011
Aufgrund der medialen Kaufempfehlungen habe auch ich mir dieses Buch von den "beiden Autoren Lars Kepler" gekauft. Als ich nun die Meinungen zu diesem Buch hier auf Krimi-Couch gelesen habe, so kann ich "beiden Lagern" etwas abgewinnen: das Buch fängt mit einer starken Ausgangslage an, verliert sich aber dann meiner Meinung nach mit den weiteren Handlungssträngen. Die einzelnen Handlungsstränge habe ich wiederum sehr spannend gefunden, was mich auch immer am Ball bleiben liess, jedoch hatte ich das Gefühl, dass keiner der Handlungsstränge, und meiner Meinung nach auch der Schluss nicht, richtig zu Ende erzählt wurde. Schade, trotzdem werde ich "Lars Kepler" im Auge behalten, denn gerade die Entstehung des Buches mit den beiden Autoren, die sich gegenseitig immer ihre Kapitel weitergeschrieben haben, finde ich extrem spannend.
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Rinquinquin zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 27.02.2011
Nein, mit diesem Buch kam ich nicht klar. Die Handlung ist mir zu verschachtelt. Noch dazu kommen einige Akteure, deren Handlung mir unbegreiflich ist. Bark nagelt sich ständig mit Schlaftabletten zu, als er einen klaren Kopf nötiger hätte. Simone ("Schnepfe", toll!!) reagiert übertrieben, die beiden sprechen nicht viel miteinander und schon muss wieder einer weg. Das ist zwar angesichts der Verzweiflung ein wenig nachvollziehbar, aber doch nur ein wenig. Simones Papa taucht auf, um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden. Die Verwirrung war bei mir grösser als dass ich Freude an der Entwirrung gehabt hätte.

Joona Linna, freundlich und bemüht, muss sich mit widerspenstigen Mitarbeitern herumschlagen. Sehe ich das unrealistisch oder dauert es wirklich Tage, bis ein Telefonanruf geortet werden kann?

Irgendwann sind mir die Fäden etwas entglitten, mein Interesse war abgeflaut. Das dramatische Ende musste wohl sein, um noch was Gutes zu bringen.
Volker zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 28.01.2011
Ich kann mich der Lobesworte meines Vorgängers leider nicht anschließen:

Im letzten Drittel des Buches habe ich mich nun dazu entschlossen, nicht mehr weiterzulesen. Nach einem spannenden Anfang wird die Geschichte mit Einführung eines zweiten Handlungsstranges immer konfuser und zunehmend langweilig. Besonders nervig finde, dass der Anspruch von Realitätsnähe vorgegaukelt wird, obwohl die Story ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist.

Und wenn man schon Stieg Larsson bemührt, die Bücher waren wenigstens spannend.
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Cuthbert zu »Lars Kepler: Der Hypnotiseur« 05.01.2011
Hier handelt es sich um ein sensationelles Debüt! Ich kann Vergleiche mit Stieg Larsson nicht verstehen. Sogar das Genre ist doch ziemlich unterschiedlich. Während es sich bei Stieg Larsson um einen Polit-Thriller handelt, ist dies hier ein ziemlich reinrassiger Kriminalroman. Auch wird man hier nicht mit Werbung, Werbung, Werbung vollgemüllt (Stieg Larsson mit seiner nervigen Ikea Werbung, Apple und Co.). Ausserdem haben die Hauptfiguren in Lars Keplers (bzw. Alexandra und Alexander Ahndorils) Roman nicht schier übermenschliche Kräfte (Lisbeth Auferstehung nach Schussverletzungen und Begräbnis, direkt danach auf Axtjagd gehen;-). Von der ständigen Notgeilheit eines Blomquists ganz zu schweigen.

Sie merken schon...der Stieg-Larsson-Hype ist an mir völlig vorbei gelaufen und ich war eigentlich masslos enttäuscht von dessen Werken (ich hab sie alle drei gelesen). Wahrscheinlich hängt der Erfolg eines Stieg Larsson damit zusammen, dass er verstorben ist (vergleichbar mit Bildern von verstorbenen Künstlern, die plötzlich hoch gelobt werden und unvorstellbare Preise erzielen..).

Aber genug zu diesem unpassenden Vergleich zu einem Autor, der mindestens einen Level unter diesem Autorenpaar anzusiedeln ist (man beachte, dass es sich hier unglaublicherweise um ein Debüt handelt.)

Die Ahndorils verstehen es einen regelrecht in der Story zu fangen (unter Hypnose zu versetzen?;-). Man kann das Buch gar nicht zur Seite legen, da man ständig wissen will, wo die Ursache für verschiedene Handlungen liegt. Was kommt als nächstes? Wer ist in die Sache verwickelt etc.

Das Buch ist gut geschrieben, der Stil ist zügig zu lesen. Der Aufbau der Story ist intelligent gewählt (Gegenwart, Suche der Ursache in der Vergangenheit, Gegenwart). Es passt einfach alles prima ineinander.

Wie oben schon erwähnt, handelt es sich bei den Hauptfiguren um Menschen, mit Stärken und Schwächen. Die Überschift zu dieser Rezension habe ich extra so gewählt, da das Buch in der Tat absolut für Erwachsene geschrieben ist (jüngere Leser können sich mit Sicherheit nicht so in die Story reindenken).

Von mir eine absolute Empfehlung für dieses spannende Erstlingswerk von "Lars Kepler". Dieses Autorenduo werde ich im Auge behalten und mir mit Sicherheit auch ihr zweites Werk zulegen. Um eine schwedische Zeitung zu zitieren: "Besser gehts nicht!"

-->Mir ist bewusst, dass viele Leser Stieg Larsson's Millenium Trilogie toll finden und sich an der in dieser Rezension aufgeührten Kritik stören werden. Aber so hab ich es nun mal empfunden und leider wird "Lars Kepler" mit diesem Autor wiederholt verglichen, was ich nun mal nicht nachvollziehen kann (selbst wenn der Name Lars als Hommage an Stieg LARSson gedacht ist...)
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