Der Leopard von Jo Nesbø

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel Panserhjerte, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: Hongkong, Oslo, Ruanda, 1990 - 2009.
Folge 8 der Harry-Hole-Serie.

  • Århus: Modtryk, 2009 unter dem Titel Panserhjerte. 634 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2010. Übersetzt von Günther Frauenlob u. Maile Dörries . ISBN: 978-3-550-08774-5. 704 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2011. Übersetzt von Günther Frauenlob u. Maile Dörries . 698 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2010. Gesprochen von Burghard Klaußner. 6 CDs.

'Der Leopard' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Hongkong: Im Dunst der Garküchen und Drogenhöhlen dämmert einsam ein Mann vor sich hin. Kommissar Harry Hole ist am Ende, er hat alle Brücken hinter sich abgebrochen, die chinesische Mafia ist ihm auf den Fersen. Gleichzeitig erschüttert Oslo eine Serie grotesk-grausamer Morde.

Die junge Kommissarin Kaja schafft es schließlich, Harry zurückzuholen. Schon bald wird er immer tiefer in den Fall hineingezogen. Der Täter erweist sich als äußerst unberechenbar und intelligent. Er arbeitet mit einem perfiden Mordwerkzeug, das lautlos und quälend langsam tötet. Die Spuren führen Harry von einer einsamen Hütte im norwegischen Hochgebirge bis nach Ruanda. Als er dem Killer gegenübersteht, muss er eine übermenschliche Entscheidung treffen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Genuss für Fans und Neueinsteiger« 90°Treffer

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Kommissar Harry Hole hat seinen letzten Fall nicht verkraftet. Zu nahe ist ihm und seiner Familie der »Schneemann« gekommen  ein Serienkiller, den Hole am Ende doch zur Strecke gebracht hat. Seine Frau ist mit ihrem Sohn außer Landes gegangen, Harry hat sich beurlauben lassen. Seit sechs Monaten ist er in Hongkong, hat alle Brücken hinter sich abgebrochen, die chinesische Mafia ist ihm auf den Fersen, um Wettschulden einzutreiben. Gleichzeitig erschüttert Oslo eine Serie grotesk-grausamer Morde. Die junge Kommissarin Kaja Soulness wird nach China geschickt, um ihn ausfindig zu machen. Sie schafft es, Harry zurückzuholen  mit dem Hinweis auf seinen todkranken Vater, dem nur noch wenig Zeit bleibt.

Schon bald wird er immer tiefer in den Fall hineingezogen  und muss als Prellbock in einem Streit zwischen der Mordkommission und dem Kriminalamt herhalten. Hole ist oft zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, aber er folgt seiner legendären Spürnase. Der Serienmörder erweist sich als unberechenbar und intelligent. Er arbeitet unter anderem mit einem perfiden Mordwerkzeug, das lautlos und quälend langsam tötet. Die Spuren führen Harry und seine Mitstreiter an einen See östlich von Oslo und zu einer einsamen Hütte im norwegischen Hochgebirge. Dort muss es einen Vorfall gegeben haben, der die Mordserie ausgelöst hat. Aus dem Gästebuch der Gebirgshütte ist die entscheidende Seite herausgerissen  die Todesliste für den Mörder. Die Schlinge um den Hals des Killers beginnt sich langsam zuzuziehen. Er spielt jedoch weiter seine Spielchen mit der Polizei. Nach zwei Dritteln des Buches scheint der Fall gelöst  aber nun geht es erst richtig los, und die Handlung gewinnt an Dynamik und Dramatik.

Jo Nesbo bietet seinen Lesern nicht nur einen Einblick in die norwegische Seele, sondern vor allem in die Tiefen der menschlichen Psyche. Es geht um Macht, Geld und Einfluss. Und um Demütigungen in der Jugend. Denn die eigentlichen Ursachen für die Morde liegen viel tiefer und weit in der Vergangenheit. Neben der Jagd nach dem brutalen Killer gibt es einige Nebengeschichten in der Handlung, die die Lektüre noch reizvoller machen.

Da sind die Kompetenzstreitereien zwischen dem Morddezernat und dem Kriminalamt. Das Amt  eine Art norwegisches Bundeskriminalamt – will den Fall an sich ziehen. Mikael Bellmann ist nach einem Auslandsaufenthalt im Kriminalamt aufgestiegen, und will – von Ehrgeiz zerfressen  die Lorbeeren im Fall des neuen Serienkillers für seine Truppe einheimsen. Deshalb ist ihm Harry Hole mehr als ein Dorn im Auge. Hole nimmt man jederzeit ab, dass es ihm um die Lösung des Falles geht, nicht um Ruhm und Ehre. Bellmann dagegen ist ebenso Macht-besessen wie eiskalt. Er setzt sogar einen Maulwurf in Holes kleines Team. Der Ermittler braucht lange, um dahinter zu kommen, schließlich hat er wichtigeres zu tun. Diese Reibereien ziehen sich als Nebenhandlung durch das gesamte Buch  mit einem überraschenden Ausgang.

Der Leser schlägt sich innerlich schnell auf die Seite des eigenwilligen Ermittlers, der sein vermeintliches Loser-Image mit coolen Sprüchen und einem messerscharfen Verstand kompensiert. Und der seine ganz menschliche Seite im Umgang mit seinem sterbenden Vater zeigt  eine weitere Nebenhandlung. Hole wird hier als nachdenklicher Mensch gezeigt, der angesichts des nahenden Todes seines Vaters über das eigene Leben und den Umgang mit seinem Erzeuger nachdenkt. Der Vater will ständig mit Harry über dessen Mutter reden  und gerade das geht Hole offenbar auf einen empfindlichen Nerv.

Es mag überraschende Wendungen, neue Fakten oder Verdächtige geben – Harry macht während der Ermittlungen immer wieder Abstecher in das Krankenhaus, und nutzt die Stille am Bett seines schlafenden Vaters zum Nachdenken. Eine ungewohnte und überraschende Ader des coolen Gangster-Jägers, die ihn noch sympathischer macht.

Und dann ist da noch Katrine Bratt, mittlerweile freiwillige Patientin in einer psychatrischen Klinik. Gleichzeitig die beste Internet-Rechercheurin, die Harry Hole kennt  und der er vertrauen kann. Der Ermittler besucht die Kollegin, die im Schneemann-Fall eine besondere Rolle spielte, und überredet sie zur Mithilfe. Mehrfach hilft sie ihm entscheidend weiter. Auch diese Kooperation ist so eine Spezialität von Hole, die man bei anderen Ermittlern nicht erwarten würde.

Wer sich beim Lesen (oder hören) zu lange Zeit lässt, kann schon mal Probleme mit den Personen und der verwirrenden Handlung bekommen. Provinz-Polizisten, neue Verdächtige, es geht recht rasant zu, und dann gibt es wieder ruhigere Phasen. Dieser stets überraschende Wechsel macht unter anderem den Reiz des Buches aus.

Verwirrend für den Leser bleibt während der gesamten Story die Suche nach dem Motiv des Mörders. Auch routinierte Krimi-Leser dürfte ihre Probleme  und damit wohl auch ihren spaß  beim Nachdenken über dieses Thema haben. Als Harry endlich alle losen Enden richtig verknüpft hat, kommt es in Ruanda zu überraschenden Showdown. Harry muss innerhalb von Sekunden eine folgenschwere Entscheidung treffen. Das dramatische Finale ist nichts für schwache Nerven, sorgt aber für Gänsehaut an einem lange Lese-Abend.

Ein packendes Buch, mit einem Autor in Höchstform. Charaktere, Schauplätze und Dialoge sorgen dafür, dass beim Lesen keine Langeweile aufkommt. Dabei geht es nicht nur um einen brutalen Serien-Mörder, sondern auch um die Spätfolgen einer psychischen Demütigung, um Macht und Ehrgeiz, um menschliche Abgründe. Ein Genuss für Fans des skandinavischen Krimis, aber auch ein Schmankerl für Neueinsteiger.

Andreas Kurth, April 2010

Ihre Meinung zu »Jo Nesbø: Der Leopard«

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trafik zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 24.01.2017
Ich bin ein großer Fan von Jo Nesbö. Der Leopard ist nur mittelmässig gelungen. Kann mit den letzten vier Büchern davor nicht mithalten.
Viele Leerläufe in der Mitte des Krimis. Der Schluß ist wieder sehr spannend, wie man dies von Jo Nesbö gewohnt ist. Bin schon sehr gespannt wie diese Reihe weiter geht.
iryna zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 11.08.2015
Das war mein erstes und wohl das letzte Buch von Jo Nesbø! Ich fand das absolut langweilig und unlogisch! Es kommt keine Spannung auf... einfach nur eine Zeitverschwendung. Wer was wirklich spannendes lesen will soll das Buch "Erbarmen" von Jussi Adler-Olsen oder die Bücher von Jean-Christophe Grangé lesen
TochterAlice zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 21.07.2015
Anfang und Ende in Hongkong - Doch was liegt dazwischen? Eine spannungsreiche, mit vielen Nuancen durchsetzte Jagd nach einem Serienkiller, die keinen Freund härterer skandinavischer Kriminalliteratur kalt lässt.

Harry Hole, der sich nach dem aufwühlenden Schneemann-Fall aus dem Ermittler-Geschäft zurückgezogen hat und in Hongkong mehr oder weniger dahinvegetiert und von den dortigen Triaden gejagt wird, wird zurück nach Norwegen katapultiert, um einen brutalen Serienmörder zu fassen, der scheinbar sinnlos und ohne Zusammenhang Menschen umbringt.

Daheim erwartet ihn auch nichts Angenehmes: sein sterbender Vater, Kollegen, die überhaupt nicht auf ihn gewartet haben und die Lösung des Falls für sich verbuchen wollen, vielfältige emotionale Verwicklungen und Verwirrungen der komplizierten Art und natürlich die Erinnerungen, vor denen er fliehen wollte.

Nesbo kredenzt uns reihenweise verkrachte Existenzen, die - jeder auf seine Art - in die brutalen Serienmorde verwickelt sind. Diese werden meist mit Hilfe eines Leopoldsapfels, der das Opfer an seinem eigenen Blut ersticken lässt, durchgeführt und sind nichts für zartbesaitete Leser. Die Spur führt zu einer Skihütte in einsamer Landschaft, doch wie sind die Zusammenhänge?

Die unerwarteten Wendungen und (Ver)Wirrungen erinnern gelegentlich an die Lincoln-Rhyme-Serie von Jeffery Deaver, doch ein maßgeblicher Unterschied liegt in der tiefen inneren Zerissenheit der Hauptperson, des Ermittlers Harry Hole. Man könnte es fast als das Skandinavische an diesem Thriller bezeichnen - Hole wird immer wieder als Loser präsentiert: So zu Beginn des Romans in Hongkong, wo er finanziell und seelisch am Ende ist, doch auch im Rahmen der Mörderjagd: bei Fehlverhaftungen, falschen Verdächtigungen etc. und nicht zuletzt in der emotionalen Auseinandersetzung mit seinen Nächsten: als Partner und Sohn. Doch er verliert nie die Sympathie des Lesers.

"Leopard" ist ein packender, spannend und anspruchsvoll geschriebener Thriller auf höchstem Niveau, der sehr zu empfehlen ist. Ein wenig gestört hat mich der machohafte Ansatz: stets sind es Frauen, die Männern hörig sind, immer sind es Männer, die mit Liebe und Zuneigung spielen. Doch das ist eine Kleinigkeit, die das Lesevergnügen, wenn überhaupt, dann nur kurzfristig schmälert.
Anfangsverdacht zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 13.05.2015
Allerdings kann man an dem Gebrauch bestimmter Wörter vermuten, wo jemand herkommt. Ob im Klang sei dahingestellt.
Leopard und Schneemann sind in ihrer Art Gesellschaftsromane und in dieser Ausgestaltung als Kriminalroman die Auslese.
Alle Kritik an ihnen ist marginal.
Eines möchte ich unbedingt noch erwähnen: Nesbos Fähigkeit Frauen zu entwerfen.
Helmut Gotschy zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 09.02.2015
Ich bin seit einiger Zeit Fan von Nesbo/s Krimis, aber beim Leoparden ist ihm ein Fehler unterlaufen, der mich an seinen Recherchefähigkeiten zweifeln lässt. Obwohl Harry Hole hört, ob jemand von links oder rechts irgend eines abgelegenen Fjordes stammt, will er uns sie Geschichte auftischen, dass sich in den 40 Jahren DDR die Sprache dort etwas verändert hat, dass ein empfindliches Ohr den Unterschied zu "Westdeutsch" heraushören kann. Was für ein Schmarrn und was für eine Beleidigung für jeden Sachsen, Brandenburger, Friesen, Bayern, Schwaben, Hessen ... etc.
kianan zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 30.06.2014
Fall 8 für Harry Hole ist kurz gesagt einfach ein Top-Treffer. Ob alles so realitätsnah ist oder eher unwahrscheinlich, wohl in Teilen beides. Aber das hat mich in diesem Buch überhaupt nicht gestört! Denn der Krimi ist super spannend geschrieben, ein echter Pageturner, den ich nur zur Seite legen konnte, wenn es nicht anders ging.

Hut ab! Alle Krimis der Serie fand ich bisher super und dieses gehört definitiv mit zu den Besten und wird in meine Lieblingsbücher aufgenommen.

Für Krimifans ein absolutes MUSS!
Sagota zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 07.07.2013
Puh - ein Thriller der Superklasse, meiner Meinung nach jedenfalls. Dennoch kann ich mich dem Eindruck nicht erwehren (ich habe nun in kurzer Zeit 3 der bereits erschienen Harry Hole-Fälle gelesen), dass der Autor versucht, im neuen Fall den letzten immer noch zu toppen. Dies funktioniert jedoch nicht immer - mir persönlich hat "Die Fährte" von allen am besten bisher gefallen; auch der "Schneemann" war genial. "Leopard" ist auch überzeugend und sehr spannend geschrieben, auch fehlte die gesellschaftliche Relevanz nicht (an jedem Handy könnte Blut kleben - ob ich daher diese Dinger nicht besonders mag??) - an Spannung also kaum zu überbieten, jedoch ist die Handlung insgesamt sehr verworren und verlangt dem Leser einiges an Durchhaltevermögen ab. Mir fehlten etwas die Dialog mit "Aune" - den ich sehr tiefsinnig finde und sehr symphatisch ;-) Hoffe, dass dieser in "Der Larve" mehr zu finden ist - auf diesen noch ungelesenen Fall vor "Koma" bin ich jetzt schon gespannt, brauche jedoch eine Krimipause, da es eben doch recht "harte Kost" ist. Aber Hut ab vor der Schreibe, dem Stil von Jo Nesbo - und auch einen Dank an die Übersetzer, besonders Hr. Frauenlob ;-)) "gute Arbeit" !
Oliver zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 12.04.2013
Also das war definitiv mein erster und auch letzter Nesbo. Absolut verwirrend und teileweise einfach unlogisch. Harry Hole ist nur irgend ein looser der probleme mit Alkohol hat und dabei keine wirklich aussergewöhnliche fähigkeiten hat. Der ist einfach zu weich und unglaubwürdig. Hat keine persönlichkeit und tut einem einfach nur leid. Ich lese lieber weiter Jeffrey Deaver und seine Lincoln Rhyme und Amelia Sachs Reihe und auch Jack Reacher, die haben wenigstens Persönlchkeit und diese Bücher zu lesen macht tausend mal mehr Spaß. Ich halte Nesbo für absolut überbewertet.
asphyxia zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 27.03.2013
Ich fand dieses buch einfach genial :)
Es war das erste buch dass ich von Nesbo gelesen habe und ich muss sagen ich war von der ersten Seite an gefesselt wie noch nie zu vor von einem Buch.Wer Krimi mag -> absolutes muss!!
Auch Schneemann von nesbo ist der Wahnsinn. Ich hab die Bücher schon so vielen geliehen und alle waren - genauso wie ich - vollkommen begeistert von den Bücher.Fazit: Wer Krimis mag sollte auf jeden fall einmal in dieses buch oder in schneemann reinschnuppern :)
TheMamba zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 18.07.2012
Da ich für 'Leopard' noch keine Kritik abgegeben habe, tue ich das heute, nachdem ich gestern mit dem Nachfolger 'Die Larve' fertig geworden bin.

'Leopard' war das erste Buch von Nesbo, das ich gelesen habe und ich war von der ersten Seite an gefesselt. Definitiv ist dieses Buch eines der besten, die ich je gelesen habe und ich finde es doch einen Ticken besser als seinen Nachfolger.

Deshalb mache ich es ganz kurz: Genau so sollte ein Krimi sein.
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Brigitte Frenzel zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 11.06.2012
Ich hatte bishe noch keinen Nesbo gelesen und bin völlig geflashed. Irgendwie läßt mich die Story nicht los. Ich werde seit gestern, wo ich mit dem Buch fertig war, immer wieder von der Geschichte eingeholt - spooky! Richtig tolles Buch mit vielen Stories in sich - manchmal etwas anstrengend, doch auch Gänsehaut pur. Klasse!
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Carmen Salazar zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 23.05.2012
Ich finde das Buch super. Ich mag Autoren das schreiben die Wahrheit, wir leben in einen jungle, und die Menschen sind "BAD", Manner sind das schlimmste, wir brauchen nur die Zeitung oder Nachrichten lesen.
Corruption, Kindermisshandlung, Frauen toten Pederasten, u s.w.Dies ist ein Buch vom einen Man geschrieben und er kennt seine mitmenschen ganz genau.
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Reena zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 05.05.2012
Das Buch "Leopard" ist das erste Buch, das ich von Jo Nesbö lese. Mit Mühe und Konsequenz, da ich schon zwei Drittel hinter mir habe. Und ich kann nur sagen: ein Fan werde ich ganz sicher nicht!
Was packt dieser Nesbö doch alles in diesen Krimi : Mord, Brutalität, Mobbing, sterbender Vater, Liebe und etwas Sex, inklusive einen Ermittler, der kaputter nicht sein kann und natürlich alles, alles locker löst... Für mich scheint Jo Nesbö der Mario Simmel für Krimileser zu sein.
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Trina zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 22.03.2012
Also ich bin totaler Fan und habe alle Bücher bisher gelesen. Die Vorgänger-Bücher zu kennen, macht es für Nicht-Kenner leichter, aber man kann auch ohne Vorkenntnisse lesen. Klar, Brutalität steht nicht im Hintergrund. Aber wenn die nicht rein soll, dann sollte man zum einen keine Krimis lesen und auch keine Abend-Nachrichten im TV schauen, da ist Brutalität an der Tagesordnung. Jo schafft es, durchgehend Spannung aufzubauen und schafft einen bildlich vor Augen nach Oslo, wenn man schon einmal da war und es kennt. Für mich negativ, daß Harry Hole immer wieder Alkohol und Drogen verfällt, aber auch das ist Realität in vielen Fällen. Er kämpft sich immer wieder aus seiner mißlichen Lage heraus!
Alls Harry-Hole-Bücher sind klasse, nur Headhunter von Jo ist langatmig!
Esad zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 06.03.2012
"Der Leopard" ist bisher der einzige Roman von Jo Nesbo, den ich gelesen habe. Da ich ein eingefleischter Thrillerfan bin, greife ich selten zu Büchern, die oben "Kriminalroman" stehen haben. Die Story werde ich an dieser Stelle nicht wiedergeben. Für das Buch spricht auf jeden Fall der Schreibstil des Autors. Er versteht es den Inhalt spannend zu gestalten und den Spannungsbogen bis zum Äußersten auszureizen. Das hat den Effekt, dass man immer weiter lesen will. Die Storyinhalte und die Verhaltensmuster der Charaktere sind absolut schlüssig und logisch nachzuvollziehen und bilden eine harmonische Einheit. Die Fabel ist dynamisch aufgebaut und die Charakterbeschreibungen sind darin so verpackt, dass sie den Erzählfluss vorantreiben und man auch gleichzeitig die Motive der handelnden Figuren verstehen kann, sowie ihre pesönlichen Eigenschaften kennenlernt. Insgesamt ist das Buch für anspruchsvolle Krimifans, die schlüssige Charaktere und eine dynamische Schreibweise mögen, zu empfehlen.
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Frank Buschmann zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 04.03.2012
Manche der Grausamkeiten hier sind ja wirklich ziemlich krank, und die Story insgesamt ist recht wild konstruiert, aber man muss Nesbö lassen, dass er einfach sauspannende Romane schreiben kann. Selten sind so viele Seiten so schnell vergangen wie diesmal, sofort ist man an der Seite des gebrochenen Machos Harry Hole mitten drin im finsteren Geschehen, das Nesbö mit perfektem Sinn für Dramaturgie arrangiert hat. Auf einige Übertreibungen und extreme Brutalitäten hätte ich auch gern verzichtet, insgesamt aber ist dies für mich ein rasantes, sehr unterhaltsames Buch.
Sara zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 16.02.2012
Mir wurde dieses Buch empfohlen und somit habe ich es auch gelesen. Leider muss ich sagen, das mich dieses Buch in keinster Weise beindruckt hat. Im Nachhinein kommt es mir so vor, als ob Nesbo selber unter Drogen stand und sein Gehirn von Ideensträngen überschwemmt wurde. Das Buch fängt nicht schlecht an, aber dann tauchen ganz einfach zuviele Personen auf, jeder hat eine schreckliche Vergangenheit die mit reinspielt. Dazu kommen noch die ganzen Länder Norwegen, Deutschland, Kongo, Ruanda ect. Mein Fazit ist: Jo Nesob hat versucht alle seine Ideen in dieses Buch zu verflechten und hat damit Verwirrung und einen Überfluss an Informationen kreiert. Zweimal schnell nach Goma, auf dem Weg noch ein paar Leute umbringen, sich den Kiefer selber brechen, eine Polizistin retten und schnell wieder zurück, ist einfach nur unglaubwürdig. Die ganze Geschichte mit dem Journalisten und Bellmanns Vergangenheit hätte sich Nesbo sparen können. Die einfachste Lösung wäre gewesen Bellmanns Ehefrau zu kontaktieren. Manchmal ist weniger mehr und ein Bulle der Balast mit sich rumschleppt und säuft kennen wir ja zu genüge. Kaja, der Vater, die ganze Story am Lyseren, Taxifahrer, Afrika, Krankenhaus, Lawinen, Galtung, Politikerinen die bestalisch ermordet werden…..ich glaube Mankell hätte genug Stoff um daraus 5 ordentliche Bücher zu schreiben.
Eine bittere Entäuschung und auf keinen Fall würde ich dieses Buch jemals weiterempfehlen.
nicole zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 27.12.2011
Ich fand den "Leopard" eher solide bis durchschnittlich. Positiv zu bewerten ist der Erhalt der Spannung über die vielen Seiten. Übertrieben ist es allerdings in einigen Bereichen, angefangen bei Holes beinahe schon übermenschlichen Fähigkeiten, bis hin zu denkbar brutalen Folter- und Mordinstrumenten, die mich an die Horrorfilme "Saw" erinnerten. Ansonsten aber gute Unterhaltung und schließlich basiert ja alles auf Fiktion, da darf man auch ein bißchen dicker auftragen.
kurt zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 25.12.2011
Die Beschreibung (Erfindung?) des Anfangsmordes reicht schon aus um bei Nasbo weiterreichende psychische Auffälligkeiten zu vermuten. Unbegreiflich wie ein deartig aus Abründen schreibender Autor ein derart positives Echo in der Kritik bekommen kann. Das Buch sollte gemieden werden, dem Autor eine Psychotherapie empfohlen. Glücklicherweise muss man nicht jeder Brutalität nachspüren. Weder im Fernsehen (da kann man ausschalten oder gar nicht erst einschalten), noch am Computer (Gewalt verherrlichende Spiele werden indiziert) noch in Romanen. Auch für das Lesen gilt, dass es der Bildung nicht immer förderlich ist. Ich habe das Buch nach dem ersten Kapitel weggeworfen.
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eva zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 19.10.2011
Es ist schon eine Kunst auf 700 Seiten durchweg Spannung oder Hochspannung zu erzeugen.
Ein Minus wären die wirklich erschreckend brutalen Morde.
Ein weiteres Minus ist dass der Autor seine
Schneemann Schluß Idee etwas abgeändert wiederholt. Zum Glück muß Harry diemal keinen Finger opfern, dafür wird er wohl eine unschöne Narbe behalten...
€nigma zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 13.10.2011
Nachdem sich Harry Hole im Vorgängerband "Schneemann" von seinem Mittelfinger und von Rakel, seiner großen Liebe, trennen musste, hat er sich nach Hongkong abgesetzt, wo er seinen Kummer wieder einmal mit Alkohol hinunterspült und außerdem noch Opium und Pferdewetten für sich entdeckt. Dort spürt ihn die junge Ermittlerin des Osloer Morddezernats Kaja Solness auf: in Oslo ist wieder ein Serienkiller unterwegs und der Leiter des Morddezernats glaubt ohne Harry nicht weiterzukommen. Harry ist zunächst unwillig, aber die Tatsache, dass sein krebskranker Vater im Sterben liegt, führt ihn dann doch nach Oslo zurück.

Es folgt eine rasante Jagd auf den Killer, die Harry sowohl psychisch wie auch physisch alles abverlangt. Seine Ermittlungen führen ihn von den "Eiswüsten" Norwegens bis nach Schwarzafrika. Gleichzeitig ist er noch so oft wie möglich am Krankenbett seines Vaters. Zu allem Überfluss ist jedoch nicht nur der Serienmörder sein Gegner, sondern auch Mikael Bellman, der Leiter des Kriminalamts. Offenbar besteht schon seit langem (Vorgängerbände?) eine erbitterte Rivalität zwischen dem Morddezernat und dem Kriminalamt. Statt zusammenzuarbeiten rivalisieren und behindern sich diese beiden Institutionen, was den Ermittlungen nicht gerade förderlich ist.

Die Konflikte zwischen den rivalisierenden Ermittlungsteams beleben allerdings die Handlung sehr, besonders die Figur des Mikael Bellman, eines typischen Alpha-Männchens, ist gut ausgearbeitet, ebenso wie die seines treuen Anhängers "Beavis", eines typischen Losers, der im Windschatten eines erfolgreichen Machtmenschen segelt.

Des Weiteren thematisiert Nesbö in seinem Roman auch die Vater-Sohn Beziehung und ihre Auswirkung auf die Entwicklung des Söhne.

"Leopard" - der Originaltitel "Panzerherz" erscheint mir wesentlich passender - ist ein unglaublich spannender, intelligenter und rasanter Thriller, der keinen Augenblick langweilt. Der einzige Kritikpunkt ist die - nicht mehr glaubwürdige - Übermenschlichkeit Harry Holes, der Belastungen erträgt und Kräfte mobilisiert, die kein normaler Sterblicher zustandebringt, ganz besonders kein Alkoholiker. Wie er sich immer wieder dem unmittelbar drohenden Tod entzieht, ist hochspannend zu lesen, aber zu dick aufgetragen.

Wer sich daran nicht stört, kann sich auf ein Buch freuen, das er bis zum fulminanten Showdown wohl kaum mehr aus der Hand legen wird. Von mir erhält "Leopard" 4,5 Sterne.
schredder66 zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 25.08.2011
Man muss wahrscheinlich Kenner der Materie Jo Nesbo bzw. Harry Hole sein, um diesen Roman als "schlecht" bezeichnen zu können.

Für mich war "Der Leopard" Nesbo´s erster Roman - und ich war schwer beeindruckt: Endlich einmal kein typischer Skandinavien-Roman, in dem die Psyche / Persönlichkeit des Hauptprotagonisten mehr zählt als die Geschichte an sich. Zwar ist auch Harry Hole kein "leichter" Charakter, aber seine Figur dominiert nicht die Geschichte.

Ein dickes (Taschen)Buch, aber dennoch flott zu lesen - ein wahrer Pageturner. Das ist nicht nur der anständigen deutschen Übersetzung geschuldet, sondern auch der packenden Geschichte. Von der ersten Seite an zieht Nesbo seinen Leser ins Geschehen - mal löst sich nur schwer.

Jo Nesbo hat es durch diesen Roman auf meine Liste der Top-Autoren geschafft - seine anderen Romane der Harry-Hole-Reihe werde ich mir auch noch zu Gemüte führen. Wahrscheinlich ist es nicht ganz schlau, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Aber abgeschreckt hat mich "Der Leopard" nicht.

90° sind eine durchaus berechtigte Bewertung. Treffer!
mg11 zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 26.07.2011
Ich bin ein großer Fan von Nesboe und ich habe geahnt, dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem etwas Neues kommen muss.
So gern ich die Figur Harry Hole auch mag, aber nun hat sie nicht nur Tendenzen zur Unglaubwürdigkeit, sondern wird regelrecht ins lächerliche gezogen: Alkohol- und Opiumabhängig, Spielschulden, Finger ab, Gesicht zerrissen, aber dennoch der vermutlich weltbeste Ermittler, bei dem es sich lohnt diesen aus den Händen der chinesischen Mafia in den Osloer Polizeiapparat zurückzuholen, da nur er, mit Hilfe anderer psychisch Kranken den Fall zu lösen vermag.
Das hat Nesboe wirklich nicht nötig und Harry Hole nicht verdient. Ein würdevoller Abgang wäre für alle das Beste gewesen. Ebenfalls die übertrieben dargestellte Gewalt und die unnötigen Längen machen das Lesen zu einem zähen Brocken. Bis einschließlich "Der Schneemann" ist die gesamte Reihe sehr zu empfehlen, diesen letzten Teil kann man bzw. sollte man sich sparen. Schade!
Norbert zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 16.07.2011
Der Krimi unterhält schon, nur weitere Harry Hole Romane werde ich -bewußt- (habe diesen Roman geschenkt bekommen) nicht lesen.Folgende Gründe hierfür:Katrine Bratt -> wenn man nicht mehr weiter weiß einfach mal eine Frage an die Superhackerin. Find ich ziemlich einfallslos gelöst.Harry Hole -> ja meine Güte, dieser Herr ist wohl unsterblich?Mikael Bellmann-> Kriminaloberkommissar der auf keine Idee, keinen eigenen Hinweis, keine eigene Lösung kommt. Wie soll so bitte in diese Stellung gelangt sein?Das sind jetzt nur die schwerwiegendsten Gründe (zu der unglaubwürdigen Geschichte über Holes Rückkehr nach Oslo könnte ich mich auch auslassen, oder Kaja als Person.)
Scorpionsting1964 zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 06.07.2011
Also ich bin wirklich ein großer Fan von Jo Nesbo, aber der Leopard überzeugt mich nicht so wie alle die anderen Harry Hole Fälle. Die Story ist teilweise einfach überzogen und nicht nachvollziehbar. Außerdem könnte Nesbo dem guten alten
harry Hole auch mal ein wenig Glück können, er muß es ja nicht gleich übertreiben.
Knopfauge zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 06.07.2011
Kann die Begeisterung für die Story nicht nachvollziehen. Da ist Nesbo wohl nichts eingefallen, also muss mal wieder ein Serienkiller herhalten und seit Hannbibal Lecter auch immer gerne bemüht, der Serienkiller im Knast, der mit Rat und Tat zur Seite steht (gähn!). Bisher das schwächste Buch der Reihe. Und die Auflösung ist sowas von unwahrscheinlich.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
antje zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 07.06.2011
Wow, kann ich da nur sagen!! Ich habe fast alles von Nesbo gelesen, aber das Buch toppt die vorherigen nochmal - wie macht der Mann das bloß??
Super spannend, fesselnd geschrieben, aber auch starker Tobak - also nichts für schwache Nerven (was hat der Typ für eine kranke Fantasie, um solche Bücher zu schreiben...irre!!).
Also: Lesen, lesen, lesen!
Wenn man Nesbo-Neuling ist, sollte man aber zuerst die vorherigen Bücher lesen, sonst versteht man viele Hinweise nicht. Übrigens: Meine erster Nesbo is schon ziemlich her, aber ich meine, da war Harry schon ziemlich kaputt. Wer hilft mir auf die Sprünge: Was war der Auslöser dafür - "nur" der Job oder war da noch was Konkreteres?
bookorpc zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 25.05.2011
Achter Fall für Harry Hole. Das Buch Leopard spielt sich wie bereits einige andere Fälle vorwiegend im Geburtsland des Autors Jo Nesbø Norwegen ab.

Harry hat sich nach dem Schneemann - Fall in Hongkong abgesetzt. Dort wird er von Kaja, einer neuen Kollegin aufgespurt. Sie versucht ihn zum Wiederkommen zu überreden, da einiges auf einen neuen Serienmörder hindeutet und das Team ohne Harrys Hilfe nicht vorankommt, besonders da es Kompetenzprobleme mit dem Kriminalamt gibt. Erst lehnt Harry das Angebot ab, als sie aber erwähnt, dass es seinem Vater sehr schlecht gehe, fliegt er doch zurück. Daheim angekommen, kann er sich nur schwer auf den Ermittlungen raushalten, da die makaberen Details bezüglich einer speziellen Folterwerkzeuges seine Erinnerungen an Hongkong auffrischen. Unterstützung erhält er auch wieder von Katrine Bratt, wenn auch von einem ungewöhnlichen Ort….

Mit jedem Fall wird es spannender, obwohl ich jedes Mal der Meinung bin, besser geht es gar nicht mehr. Die gut 700 Seiten haben es in sich, ständig meinte ich, ich wüsste den nächsten Schritt und hätte den Täter enttarnt, aber dann schaute ich mir die dicke der verbleibenden Seiten an und würde beim weiterlesen eines besseren belehrt. Wie in den vorherigen Büchern folgten noch viele ereignisreiche und fesselnde Irrfahrten bis sich die Puzzelstücke zusammensetzten. Harry Hole ist mit seinem Alkoholproblem, typischen Charakter und speziellen Arbeitsmethoden nicht der vorzeige Kommissar, aber gerade diese Details machen ihn so sympathisch.

Fazit: Für alle Fans von Harry Hole eine Pflichtlektüre und fesselndes Lesevergnügen.
Für alle Krimifans ein Serie, die viele Fragen über die vorhanden Personen aufwirft, dass man vielleicht zum besseren Verstehen beim Ersten anfangen sollte.
Jens Dickel zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 03.05.2011
Im Vergleich zu anderen Harry Hole-Bänden, finde ich den 'Leopard' für deshalb schawach, weil er de de facto 300 Seiten _Durchhänger hat- so langweilig ist der Mittelteil; die literrarisch intessantesseressanteste Passage ist Ihm gelungen, als den Rückfall des Alkhoholikers schildert, da ich selber einer bin.
sv25 zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 02.05.2011
Nach dem hervorragenden "Schneemann" mein zweiter Roman von Nesbo. Dieses Buch zählt mit Abstand zum Besten was ich in der letzten Zeit in Sachen Thriller gelesen habe. Die Geschichte ist äusserst spannend und ohne grössere Längen trotz 700 Seiten. Wie schon beim Schneemann, sind die Morde auch hier ziemlich starker Tobak. Harry Hole mal wieder ziemlich am Abgrund, läuft zur Bestform auf. Warte schon auf den nächsten Hole-Roman. Klasse Buch, bitte weiter so!!!
Max zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 31.03.2011
Ich lese seit 3 Wochen das Buch und kann mich nicht davon lösen.
Die Mordfälle sind ziemlich ,,Brutal,, und muten dem Leser was zu.
Meine Lieblingsfigur im Buch (die inzwischen ,,leider,, ermordet worden ist) ist Marit Olsen ,denn ihre Willensstärke ist beeindruckend ,das sie trotz ihrer Probleme und schwächen es trotzdem versucht ihre Ziele zu erreichen.
Ich kann das Buch nur empfehlen muss aber dazusagen das es in manchen Kapiteln nichts für Leute mit schwachen Nerven ist.
felinette zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 29.03.2011
Ganz schön heftig, was der Autor seinen Lesern da zumutet, und gelegentlich hatte ich schon den Wunsch, das Buch einfach zuzuklappen um mich nicht länger mit den Früchten mörderischer Ingenieurskunst und den Leiden kaputter Seelen herumschlagen zu müssen. Ich hab's dann trotzdem in einem Rutsch durchgelesen und muss mal wieder sagen: Hut ab! Es ist schon eine mörderisch spannende Geschichte, die da erzählt wird. Noch fesselnder allerdings finde ich den Einblick in Denken und Fühlen des Ermittlers – mit Harry Hole ist Jo Nesbo ein Charakter gelungen, der niemanden, der ihm begegnet, unberührt lässt. Und wie tröstlich, dass er letztlich doch kein „Panzerherz“ hat…
Rainer aus Bremen zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 29.03.2011
Ich ahnte, dass es eine Seelenverwandtschaft zwischen den Harrys gibt und nun ist es raus. Harry Hole taucht an zwei Orten auf, an denen Harry Bosch auch ermittelte.Der Norwegische Autor kennt Michael Connellys "Neun Drachen" und wohl nicht nur dieses Buch des Amerikaners.
Habe beide Bücher gerade gelesen und freue mich auf weitere von diesen Autoren.Lesetip für die Nesbo-Freunde, die Michael Connelly noch nicht kennen, "Neun Drachen"; sowie alle Bücher mit Harry Bosch.95 Grad.
Dieter Meyer zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 15.03.2011
Meine primären Beweggründe für das Lesen eines Kriminalromanes sind eine spannende Handlung mit einer klaren Linie in derselben, die es mir ermöglichen soll, auch noch nach zwei Tagen Abstinenz den Handlungsstrang zu erinnern und zu erkennen. Das Eröffnen von Nebenhandlungen sollte nur dann erfolgen, wenn diese letztendlich in die spätere Aufklärung einmünden und diese in ihrer Gesamtheit bereichern. All dies habe ich in dem Buch "Leopard" nicht vorgefunden. Langatmige Beschreibungen
von Personen oder unnötige durch den Text nicht nachvollziehbare Beziehungsprobleme erweitern nur den Papierverbrauch aber nicht die Spannung. Eine Empfehlung kann ich somit nicht aussprechen. Empfehlen kann ich hingegen die Kriminalromane "Ehrenhüter" und "Brandfährte" von Rose Gerdts-Schiffler . Sie entsprechen den oben genannten Kriterien in vollem Umfang und garantieren für eine noch größere Spannung. Diese Kriterien erfüllt auch absolut das Buch "Auf der Spur des Bösen" von Axel Petermann, einem Fallanalytiker der Krimininalpolizei in Bremen. Dieses Buch war für mich so spannend, dass ich es in zwei Tagen gelesen hatte.
John67 zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 25.02.2011
Tut mir leid, aber ich habe das Lesen des Buches auf Seite 198 abgebrochen, weil es mir zu langweilig war. Wer nach 1/3 seines Buches noch nicht mehr entwickelt hat als Beziehungskisten anzudeuten, der kann mich nicht zum Weiterlesen aktivieren.
Allerdings gebe ich auch zu, dass ich immer wieder Schwierigkeiten mit skandinavischen Krimis hatte und habe. Wallander ist auch nicht mein Fall, mehr als die gelesenen 3 Stück werde ich auch nicht mehr verkonsumieren.
Keine Bewertung, da ich nicht den Rest des Buches kenne.
Glasengeg zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 14.01.2011
Habe das Machwerk auszugsweise gelesen. Es entspringt einem perversen Hirn. So etwas braucht die Gesellschaft nicht. Es ist einfach nicht unterhaltsam, nur widerlich. Warum werden immer wieder Abnorme zur Norm oder in den Himmel gehoben. Ich will solche Schundliteratur nicht verbieten, aber ich wünsche mir eine klare Indizierung zum Inhalt. Dann kann ich von vorne herein den Kontakt mit diesem Schund vermeiden.
stefanz zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 14.12.2010
Der "Leopard" hat meine Erwartungen wieder voll getroffen. Spannende Unterhaltung mit überraschenden Wendungen, einen Schuss trockenen Humor und ein wie immer sehr guter Schreibstil runden diesen Krimi ab. Harry Hole ist mir als Protagonist dieser Serie sehr ans Herz gewachsen. Der "Leopard" ist von der Qualität etwa gleichzusetzen mit dem "Schneemann", wo es vorteilhaft wäre, ihn als erstes zu lesen, um besser reinzukommen. Überhaupt sind alle Bücher sehr gut ineinander aufgebaut, so das es Sinn machen würde, mit dem ersten Fall anzufangen.
Hoffentlich taucht Harry Hole bald wieder auf!
sapkowski zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 28.11.2010
In seinem achten Fall ist Harry Hole sowohl körperlich als auch seelisch am Ende.
Er hat sich im Drogensumpf von Hongkong verschanzt, während es in seiner Heimat Oslo zu einer Serie aufsehenerregender Morde kommt.
Die junge Kommissarin Kaja wird daraufhin nach Hongkong geschickt um Harry zurückzuholen, damit dieser den Fall löst.
Jo Nesbø schafft es mit „Leopard“ ein weiteres Mal den Leser zu faszinieren und ihn ganz in seiner Harry Hole – Welt gefangen zu nehmen.
Gewohnt spannend und nüchtern schildert er Harrys Probleme, die brutalen und sehr blutigen Morde und schafft es durch Irreführungen den Leser immer wieder zu überraschen und atemlos zurückzulassen.
Harry Hole ist für mich mittlerweile wie ein alter Bekannter und ich leide selbst mit ihm mit. Trotz seines oft sehr schwierigen Wesens und seinen ganzen Eskapaden hege ich eine sehr große Sympathie für ihn und bin mental immer direkt im Geschehen dabei.
Die Atmosphäre ist gewohnt düster und nervenaufreibend und zieht den Leser so in den tiefen Handlungssog, der stellenweise durch Zynismus und Sarkasmus von Seiten Holes aufgelockert wird.
Jo Nesbø hat mit „Leopard“ wieder einmal ein hochspannendes, thematisch sehr interessantes und authentisch packendes Buch geschaffen mit einem grandiosen, „abgefuckten“ und liebenswerten Hauptprotagonisten, der einen wirklich berührt.
Ich würde aber empfehlen den Vorgänger „Der Schneemann“ vorher zu lesen, damit man einen besseren Einblick in Harry Holes Seelenleben bekommt und einige Andeutungen besser verstehen kann.
Ein wirklich wunderbares Buch und sehr empfehlenswert!
Ich freue mich schon sehr auf weitere Fälle von Harry Hole und hoffe inständig, dass es noch viele davon geben wird!

5 von 5 Sternen!
Dr. Dieter Rohnfelder zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 25.10.2010
Ich habe dann doch nicht auf die Taschenbuch-Ausgabe gewartet, sondern mir das Hardcover zum Geburtstag schenken lassen. Deshalb verzichte ich hier gerne auf Wiedergaben der Handlung. Ich kann mich weitgehend sapkowski anschließen. Spannend und toll geschrieben. Unbedingt vorher den "Scheemann" lesen!! Und man darf beim Lesen nicht allzuviele Pausen einlegen, da man sonst den Überblick über die Handlung mit ihren Nesbö-typischen "falschen Fährten" verliert. Ich hoffe auch, dass es mit Harry Hole (ausgesprochen wohl Huule) weitergeht. Von mir 96°.
Ulrich Leive zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 12.10.2010
Im Gegensatz zu vielen eher ruhigen, will sagen : langweiligen Krimis, ist sowohl "Leopard" wie auch "Schneemann" ganz das Gegenteil. Man ist gepackt und muß das ganze komplexe Zeug mit den vielen Abzweigungen innerhalb weniger Tage verschlingen. Nesbo will offensichtlich die Goldmedaille für den"thrilligsten" und abgründigsten Krimi erringen, und herrje, soll er sie bekommen!
Diese beiden Bücher sind der babylonische Turmbau in dem Krimi/Thriller-Genre.
Allerdings eng gefolgt von Jussi Adler-Olssons "Erbarmen".
theili-muc zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 01.09.2010
Mein erster Nesbø an den ich mich gewagt habe. Nun, vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, den Schneemann vorher zu lesen. Vermutlich wäre mir mir dies zum Verständnis entgegengekommen. Auf alle Fälle eine spannende Lektüre, zum Ende hin jedoch etwas dick aufgetragen. Oftmals auch ein interessanter Satzbau, Sätze die aus ein bis zwei Worten bestehen, dies empfinde ich ein wenig störend. Aber zweifelsfrei spannend, wenn auch nicht unbedingt ein Muß.
Walter Stach zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 31.08.2010
Für mich ist "Leopard" eine Enttäuschung. Paul Watzlawik hat in seiner "Anleitung zum Unglücklichsein" einen garantiert funktionierenden Hinweis gegeben, wie man aus einer einmal gefundenen, funktionierenden und deshalb weiter betriebenen Verhaltensweise nicht mehr herauskommt: "Mehr desselben!" - Diese (psychopatholgisch definiert neurotische) Haltung erlebe ich beim Lesen von Nesbøs "Leopard": Mehr und noch mehr aufgebaute Rasanz; pausenloser Spurwechsel; überdrehte (und aber auch banale) Dialoge; offene Zwischen-Enden; extrem zusgespitzte Situationen, natürlich immer lebensgefährlich für den Helden eingefädelt (auch wenn's nur um seine Job-Existenz geht); waghalsig hochgeschraubt konstruiert. Einfach unglaubwürdig - auch wenn selbstverständlich zu akzetieren ist, dass es dabei um Literatur, also um narrative Erfindung, und nicht um der kriminalistischen (und medizinischen) Realität verpflichtete Dokumentation geht. Nesbø hat hier einfach seinen Stil überzüchtet.
(In einem in der lösterreichischen Tageszeitung DER STANDARD abgedruckten Interview gibt er das auch indirekt zu, indem er feststellt bzw. ankündigt: "Ich habe bei diesem Buch alles auf eine Karte gesetzt. Und natürlich ist mir klar, dass das Buch von seiner Anlage her nicht mehr zu toppen ist. Deshalb wird der nächste Roman die Stille eines Kammerspiels haben, alles wird leiser, kleiner erzählt." Das durchzuführen wird klug sein.
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Johanna zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 19.07.2010
Genial- einfach unglaublich gut - unbedingt lesen. Der Autor hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern.Man mag des Buch gar nicht aus den Händen legen, möchte dran bleiben. Ich denke, als Einsteiger fragt man sich schon, warum ist Harry Hole, so wie er ist, was war mit dem Schneemann, der immer wieder erwähnt wird. Also, vielleicht doch zuerst den "Schneemann" lesen ... ,dann "Leopard" um sich dann auf den nächsten Harry-hole zur freuen.
Feldzeugmeister Benedek zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 10.06.2010
Stimme Ihrer geschätzten Kritik in allen Punkten zu - nur nicht beim Titel. Das Buch heisst nämlich immer noch "Leopard", und nicht "Der Leopard" (das ist nämlich ein Film von Visconti).
Ich weiß, das ist kein Beinbruch, aber bei Titeln sollte man doch genau sein. Vielleicht kann man es ja korrigieren...

LG FZMB
Rinquinquin zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 10.06.2010
Waohh,
ich bin noch ganz atemlos. Schon lange habe ich mich nicht mehr so beeilt, zum Lesen zu kommen, um zu wissen, wie es weitergeht. Jetzt muss ich mich aber auch mal um die vorhergehenden Bücher bemühen, nach den vorhergehenden Beschreibungen scheinen die auch schön spannend zu sein. Der Sommer und die Fussballübertragungen sind lesetechnisch gerettet.
simsa zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 22.05.2010
„Leopard“ ist der 8. Fall rund um den Ermittler Harry Hole. Ich muss sagen, dass dieses Buch wirklich grausam beginnt. Der Leser befindet sich mit einer Person in einer ausweglosen Situation, die einem beim Lesen regelrecht die Gänsehaut über die Arme jagt.
Aber damit nicht genug mit seinen beinahe 700 Seiten hat „Leopard“ kaum ruhige Momente. Die ganze Zeit überlegt der Leser, was als nächstes passieren könnte. Das fesselt selbstverständlich und lässt immer neue (vermeintliche) Täter hervorkommen.
Ich selber sah mich schon auf dem richtigen Pfad, dann kamen allerdings die letzten 100 Seiten, die mich regelrecht fesselten und meine Theorien zugrunde richteten.
Einen kleinen Punkt der mit etwas aufgestoßen ist, sollte ich aber dennoch erwähnen. In diesem Buch werden sehr viele Anspielungen auf den Vorgänger „Schneemann“ gemacht. Ich selber habe das Buch noch nicht gelesen und fand es teilweise etwas verwirrend.
Bellexr zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 30.04.2010
Ein Serienmörder erschüttert mit grausamen Morden Oslo. Kaja Solness, Kommissarin beim Osloer Polizeipräsidium, wird beauftragt Harry Hole aus Hongkong zurück nach Norwegen zu holen. Dies gestaltet sich anfangs schwieriger als gedacht und nur das Wissen um seinen todkranken Vater lockt ihn in die Heimat zurück. Nach einiger Überredungsarbeit durch seinen Chef ist Harry bereit, zusammen mit Björn Holm und Kaja Solness anfangs verdeckt an dem Fall zu arbeiten. Verdeckt aus dem Grund, da das Kriminalamt den Fall an sich gerissen hat und dem Ministerium durch dessen Auflösung die Unfähigkeit der Mordkommission beweisen will. So gerät Harry mitten hinein in interne Intrigen, die sich auch gegen ihn richten, während seine Ermittlungen ihn bis nach Ruanda führen.

Die Jagd nach dem Schneemann haben bei Harry Hole tiefe Spuren hinterlassen. Er ist alkohol- und drogenabhängig, im Inneren zutiefst verletzt und nur mit Opium und der gelegentlichen Flucht in den Alkohol gelingt es ihm noch, seine Dämonen zu bezwingen und wenigsten ab und an noch Schlaf zu finden. Allerdings behindert dies nicht seine geniale Kombinationsgabe und so entdeckt er schnell eine erste Spur, die die Ermittlungen voranbringen.

Die Anschuldigen und Intrigen durch das Kriminalamt, hier in Person von Mikael Bellheim, begegnet Harry meist mit stoischer Ruhe und bissigen Kommentaren. Allerdings hat er aber auch keine Probleme damit, seine Ergebnisse Bellheim mitzuteilen, denn im Gegensatz zu Bellheim, der nur seine Karriere im Sinn hat, geht es Harry einzig und allein darum, den Serienmörder zu fassen, der mittlerweile immer weiter und grausamer mordet.

Neben der Figur Harry Hole überzeugen auch die weiteren Charaktere durchweg durch ihre vielschichtige, lebendige Beschreibung und einige Figuren sind so undurchsichtig gezeichnet, dass ihre Handlungen einen immer wieder überraschen und sie somit nicht vorhersehbar sind. Auch hierdurch befindet sich die Spannung durchweg auf sehr hohem Niveau.

Düster, beklemmend, grausam, melancholisch, nachdenklich, erschütternd ... so hat Jo Nesbo seinen neuesten Thriller angelegt und dies in einem Schreibstil, der dermaßen fesselnd und atmosphärisch dicht ist, dass man fast augenblicklich von der Story eingenommen ist.

Diese überrascht immer wieder und ist sehr komplex angelegt. Es sind so viele unvorhersehbare Wendungen eingebaut und Kleinigkeiten, die plötzlich an Wichtigkeit gewinnen, dass man seine Meinung in Bezug auf Täter und Motiv mehrmals im Lauf des Thrillers revidieren muss.

Jo Nesbo gelingt es durchweg, eine sehr intensive Spannung aufzubauen und seine Beschreibungen der Morde und Tatorte sind genau in dem Maß beschrieben, dass die eigene Fantasie Regie führt und einem mehr als einmal ein Schauer den Rücken herunter läuft.
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kuerten zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 06.04.2010
Aus Sicht eines Rezensenten ist Nesbö langweilig: immer muss man ihn loben.

Zwar war es kaum möglich, den grandiosen Schneemann noch einmal zu übertrumpfen, doch Nesbö hat sich mit "Der Leopard" mächtigst ins Zeug gelegt und beweist, das er nachhaltig auf diesem Ausnahmeniveau schreiben kann. Acht Romane umfasst die Harry-Hole-Reihe nun. Nur einer (Der Erlöser) fällt aus meiner Sicht bislang ein wenig ab, ist aber immer noch Klassen besser als das meiste, was derzeit auf dem Markt kreucht und fleucht. Die anderen sieben Romane sind Spitzenklasse, Schneemann und Leopard dabei auf Augenhöhe die besten.
Susanne Stelter-Walter zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 06.04.2010
Wie immer: Harry Hole wie er eben ist.
Symphatisch ist er, denn er hat ein Eigenleben und das macht u.a. die Krimis von Nesbo aus.
Der Spannungsfaden ist leidlich, aber die Geschichte ist wie stets dicht gewebt.
Hat mir sehr gut gefallen.
Nun warte ich gespannt auf den nächsten Teil der "Harry Hole" Geschichte.
Und wenn mich nicht alles täuscht, wird er sich wieder nach Norwegen bewegen, denn hier hat er noch einiges zu verareiten.
Und eine Herzdame muss er ja noch bekommen, der Gute.
SSW
sapkowski zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 04.04.2010
In seinem achten Fall ist Harry Hole sowohl körperlich als auch seelisch am Ende.
Er hat sich im Drogensumpf von Hongkong verschanzt, während es in seiner Heimat Oslo zu einer Serie aufsehenerregender Morde kommt.
Die junge Kommissarin Kaja wird daraufhin nach Hongkong geschickt um Harry zurückzuholen, damit dieser den Fall löst.
Jo Nesbø schafft es mit „Leopard“ ein weiteres Mal den Leser zu faszinieren und ihn ganz in seiner Harry Hole – Welt gefangen zu nehmen.
Gewohnt spannend und nüchtern schildert er Harrys Probleme, die brutalen und sehr blutigen Morde und schafft es durch Irreführungen den Leser immer wieder zu überraschen und atemlos zurückzulassen.
Harry Hole ist für mich mittlerweile wie ein alter Bekannter und ich leide selbst mit ihm mit. Trotz seines oft sehr schwierigen Wesens und seinen ganzen Eskapaden hege ich eine sehr große Sympathie für ihn und bin mental immer direkt im Geschehen dabei.
Die Atmosphäre ist gewohnt düster und nervenaufreibend und zieht den Leser so in den tiefen Handlungssog, der stellenweise durch Zynismus und Sarkasmus von Seiten Holes aufgelockert wird.
Jo Nesbø hat mit „Leopard“ wieder einmal ein hochspannendes, thematisch sehr interessantes und authentisch packendes Buch geschaffen mit einem grandiosen, „abgefuckten“ und liebenswerten Hauptprotagonisten, der einen wirklich berührt.
Ich würde aber empfehlen den Vorgänger „Der Schneemann“ vorher zu lesen, damit man einen besseren Einblick in Harry Holes Seelenleben bekommt und einige Andeutungen besser verstehen kann.
Ein wirklich wunderbares Buch und sehr empfehlenswert!
Ich freue mich schon sehr auf weitere Fälle von Harry Hole und hoffe inständig, dass es noch viele davon geben wird!

5 von 5 Sternen!
Michael Sterzik zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 23.03.2010
In Oslo tötet ein Killer scheinbar wahllos Opfer für Opfer. Seine Grausamkeit und seine Methoden sind bestialisch, und keine Spuren oder Indizien, oder gar ein Motiv können die Ermittler vom Morddezernat erkennen. Nach dem letzten Fall hat sich der Osloer Kommissar Harry Hole in die Drogenhöhlen Hongkongs zurückgezogen. Seelisch verkrüppelt und von der chinesischen Mafia bedroht, soll er zurück nach Oslo, um das zu tun, was er am besten kann – wieder zum Jäger werden und den „Leopard“, den Serienkiller zur Strecke bringen. Doch das Profil des „Leoparden“ ist widersprüchlich und die Spuren führen nach Leipzig und Afrika. Im Laufe der Ermittlungen scheint der „Leopard“ immer auf den Sprung zu sein und es geschehen noch grausamere Morde. Ein Wettlauf mit dem Tod beginnt.

„Abgrundtief grausam und mit den Ängsten spielend – Ein must-read Thriller von einem eiskalten Meister.

Michael Sterzik
tedesca zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 23.03.2010
Nesbø gehört wirklich zu den wenigen, die es schaffen, dass eine Serie auch nach mehr als fünf Bänden noch zulegt anstatt abzubauen. Sprachlich hebt er sich sowieso mehr als deutlich von dem ab, was wir so - großteils aus den USA - auf den Tisch bekommen. Feine Formulierungen, tiefgreifende Beschreibungen der oft sehr komplexen Emotionen seiner Protagonisten und ein Handlungsverlauf, der bis zum Schluss sehr spannend bleibt, zeichnen auch dieses Buch aus. Ein Muss für alle Fans der Harry-Hole-Reihe, die hoffentlich noch lang kein Ende nimmt!
jürgen zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 21.03.2010
Nomadenseele scheint der einzige zu sein, der sich noch einen kühlen Kopf bewahrt hat. - Harry Hole ist jetzt nur noch Masche, keine Entwicklung der Figuren, die 'überraschenden Wendungen' sind willkürlich usw.

Will jemand mein Exemplar haben? Meine Sammlung Jo-Nesbo-Krimis endet mit dem Schneemann...
anyways zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 19.02.2010
Kaja Solness, neuestes Mitglied der Abteilung für Gewaltverbrechen unter der Leitung von Gunnar Hagen, wird die zweifelhafte Ehre zu teil, den äußerst brillanten aber alkoholabhängigen Harry Hole aus dem Großstadtdschungel Hongkongs in die heimatlichen Gefilde zu überführen. Sie hat einen Auftrag für Harry und setzt als Druckmittel seinen schwerkranken Vater ein. Aber so einfach ist das nicht, Harry ist schwer zu überzeugen und ihm sitzen die chinesischen Triaden im Nacken. Der ein oder andere todsichere Tipp auf der Pferderennbahn ging daneben. Kaja lässt sich nicht abschrecken, boxt bei Hagen die Schuldsumme durch und fliegt zusammen mit Harry nach Hause.

Nur ein wirkliches Zuhause gibt es für Harry in Norwegen nicht mehr. Seit dem letzten großen Fall hat sich sein Leben dramatisch verändert, seine Ex-Freundin Rakel, die er immer noch liebt, und ihr Sohn Oleg haben Norwegen ebenfalls verlassen, nachdem der „Schneemann“ Rakel fast getötet hätte.Da während seiner eigenen Abwesenheit die Stromrechnung für seine Wohnung nicht mehr gezahlt wurde, zieht Harry kurz entschlossen in das leer stehende Haus seines Vaters. Überall ist er inkognito unterwegs, denn auch der Auftrag, den Gunnar Hagen ihm unterbreitet darf er nur im Verborgenen durchführen.



Zwei Frauen sind auf bestialische Weise ums Leben gekommen. Ertrunken in ihrem eigenen Blut, ausgelöst durch 24 seltsame Einstiche, ausgehend von der Mundhöhle. Da Hagen einen Serientäter vermutet und Harry der Beste auf diesem Gebiet ist, setzt er ihn darauf an. Zum Team gehören neben ihm auch Kaja und der Kriminaltechniker Holm.
Die drei nehmen das Leben der beiden Ermordeten unter die Lupe und finden keine Gemeinsamkeiten. Als eine dritte Frau geköpft im Schwimmbad aufgefunden wird, vermutet Hole als Erster einen Zusammenhang und kommt damit dem neuen Chef der Mordermittlung Bellmann in die Quere.

Nazistisch, brutal ehrgeizig und durchtrieben fängt dieser an Hole zu bekämpfen, mit allen legalen und illegalen Mitteln. Der Verdacht eines Verräters im Team macht sich breit und lässt Harry wieder öfter zur Flasche greifen, und weit und breit keine Spur die Licht ins Dunkel bringt, bis ein Hinweis über eine vermisste Frau eingeht. Die Verschwundene befand sich vor nicht allzu langer Zeit im norwegischen Hochgebirge, in einer Übernachtshütte zusammen mit mehreren Leuten u. a. der Ermordeten. Die Hinweise über deren Verbleib lässt Harry nach Ruanda fliegen, findet die Frau zwar nicht, aber dafür entdeckt er die perfide Mordwaffe. Zurück in Norwegen nimmt er die Ermittlungen wieder auf und arbeitet sogar zeitweise mit seinem Widersacher Bellmann zusammen.



Jo Nesbo , diesmal lässt er Harry Hole zerrütteter, alkoholabhängiger und zeitweise völlig desorientiert erscheinen.Neben Whiskey hat er noch eine weitere „Leidenschaft“ – das Schnüffeln von Heroin, vielleicht erklärt das die vielen Wendungen und Irrwege die der so Gebeutelte im Laufe dieses Buches durchschreitet. Neben dem schwerkranken Vater, der Sehnsucht nach Rakel und Oleg, der großen und kleinen Kriege zwischen den Dezernaten hat er es mit einem brillanten und brutalen Täter zu tun. Keine leichte Aufgabe.

Der Autor schafft das Kunststück, den „Schneemann“ noch zu Toppen. Er stürzt uns Leser in das Gefühlschaos des Hauptakteurs, zeigt uns die schwärzesten Seiten der Menschen das abgrundtief Böse und lässt bei uns ein flaues Gefühl im Magen zurück. Das Buch ist brillant, genial und durchweg fesselnd geschrieben.
RakelHole zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 16.02.2010
Wieder ein Volltreffer von Nesbö.
Fesselnde Sprache, ein spannender Plot und ein nicht vorhersehbares Ende.
Interessant auch wieder die sozialkritischen Aspekte, die Nesbö immer wieder anklingen lässt.
Das Einzige, was mich ein wenig genervt hat: Harry ist, glaub ich, mindestens 4 mal knapp dem Tode entronnen - etwas übertrieben bzw. unglaubwürdig- so was hält kein Mensch aus, auch nicht Harry.
Dennoch freue ich mich schon jetzt aufs nächste Buch ;-)).
98 % von mir.
Niklaus Markus zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 15.02.2010
Habre das Buch auch soeben gelesen und muss sagen, dass es neben dem Schneemann eines seiner besten Bücher war. Auch die Figur, Harry kommt bei mir gut an. Freue mich jetzt schon auf seinen nächsten Roman mit Harry. Ich hoffe nur, dass uns diese Figur noch lange erhalten bleibt und Jo Nesbo nicht so bald die Lust am schreiben vergeht. 98 grad von mir.
Rudolf zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 12.02.2010
Hab soeben den leopard beendet u bin immer noch gefesselt. Nach dem schneemann dachte ich mir besser geht es nicht, aber der leopard steht bei mir auf einer stufe mit dem schneemann, finde harry einfach klasse weil er richtige ecken u kanten hat. BitteJo Nesbø mach weiter mit harry hole, spitze,grandios einfach klasse u nie langweilig. 95 grad von mir.
d.xilef zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 03.02.2010
Ich kann mich allen POSITIVEN Kommentaren nur anschließen!
Und anders als bei dem Schnemann war mir der Killer / die Killerin nicht nach gut 150 Seiten klar!!!
Einziger Kritikpunkt:
Zwar erzeugt Jo Nesbo durch die vielen Kapitel und die damit oft wechselnden "Kriegschauplätze" natürlich eine waaahnsinns Spannung; habe mir aber mal den Spaß gemacht und die häufigen (fast) leeren Seiten zusammengezählt: statt der 699 Seiten, hätte er es auch um knapp 100 Seiten kürzen können! NICHT, was den Inhalt betrifft. Bitte nicht missverstehen ;-)
Ansonsten: WEITER SO..., kanns kaum erwarten.
subechto zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 02.02.2010
Harry Hole, ein harter Hund!

Nach dem 1. Kapitel hätte ich das Buch beinahe abgebrochen. So einen brutalen
Aufreißer hat Nesbø doch eigentlich gar nicht nötig! Kommissar Harry Hole ist -
wieder mal - am Ende. Diesmal ist es nicht der Alkohol, sondern Drogen und
Pferdewetten.

Jo Nesbø scheint eine Vorliebe für Fernost zu haben: Nach Kakerlaken in
Thailand, ist Leopard der 2. Harry Hole-Roman der in Südostasien spielt bzw. dort beginnt und auch endet. Diesmal ist es Hongkong, statt Bangkok.

Wie schon in Schneemann wird wieder eine neue Kollegin vorgestellt. Diesmal ist es Kommissarin Kaja Solness, die nichts unversucht lässt, Harry nach Oslo
zurückzuholen. Aber auch Katrine hat in Leopard ihren Auftritt, ebenso der
Schneemann!

Ich bin an sich kein fanatischer Reihenleser, aber in dem Fall schadet es
nichts, wenn man zumindest Schneemann vorher gelesen hat. Es gibt viele Bezüge, auch versteht man sonst nicht, warum Katrine in der Psychatrie ist und der Schneemann im Krankenhaus liegt...

Mit seiner genialen Beobachtungsgabe schildert der Autor die Atmosphäre - wie
immer - bis ins letzte Detail. Auch seine Figuren sind stets meisterhaft
beschrieben. Die nicht unkomplizierte Beziehung zwischen Harry und seinem im Sterben liegenden Vater Olav, Harrys Kampf um Kompetenzen mit dem Leiter des Kriminalamtes Bellmann und last but not least Harrys schwierige Beziehung zu Frauen.

Ein bisschen Afrikapolitik bzw. Gesellschaftskritik à la Mankell ist auch
dabei. Der Showdown im Kongo ist einer der Härtesten, die mir bisher
untergekommen sind. Ich gestehe, da ein wenig quer gelesen zu haben. So genau wollte ich es gar nicht mehr wissen. Hauptsache, Harry hat überlebt, so dass eine Fortsetzung der Reihe möglich wäre...

Nur, warum das Buch auf deutsch den Titel "Leopard" trägt, hat sich mir nicht
erschlossen. Wegen der sprachlichen Affinität zu jenem afrikanischen
Mordwerkzeug, dem "Leopoldsapfel"? Wörtlich übersetzt heißt der Titel
"Panzerherz", das ist eigentlich eine (Herz-)Krankheit. Vielleicht aber hat das
Wort im Norwegischen eine andere Bedeutung? Denn auch Harry wünscht sich zum Schluss ein Panzerherz!?

Ein sehr spannender, komplexer Thriller. Und auf jeden Fall die passende
Lektüre für diese Jahreszeit. Mein erstes Krimi-Highlight des neuen Jahres:
Mindestens 5* und eine unbedingte Leseempfehlung!
lilo zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 01.02.2010
Spannung pur!

Wenngleich der neue Nesbö etwas schwächelt. Z.B. störten mich unnötige Anglizismen, medizinische Ungereimtheiten (ein Mensch mit aufgeschlitzter Wange und gebrochenem Kiefer kann nicht schreien). Bei den einleitenden Kapiteln ließ mich das Gefühl nicht los, hier sei ein anderer am Werk gewesen, das Ganze wirkt etwas zu sehr bemüht, konstruiert. Eine nagelneue, natürlich bildhübsche Kollegin taucht auf, um einen drogenkranken, abgestürzten Kommissar ausgerechnet zu Ermittlungen nach Oslo lotsen. Nee, oder??
Ab Kapitel 14 startet dann der altgewohnte Nesbö durch. erzählerisch geschickt, facettenreich, nie langatmig, mit tollen Landschaftssskizzen, vielen persönlichen Details und erschafft mal wieder einen komplexen und spannenden Kriminalroman, der trotz einiger Schwächen bis zum Schluss klasse ist. Manche Fehler und Unstimmigkeiten verzeiht man da gerne, wenngleich ich mir wieder was vom Niveau von "Rotkehlchen" oder "5. Zeichen" wünsche, für die Zukunft.
Nomadenseele zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 01.02.2010
Ich mag keine kaputten Detektive.
War Harry Hole im Schneemann noch glaubwürdig neben der Spur, so ist dies im Leoparden nicht mehr der Fall. Der Mann ist opiumsüchtig und ob man dies wirklich so unter Kontrolle haben kann, dass man Ermittlungsarbeit leisten kann?
Zweiter Punkt, der mich an allen Figuren störte, waren die unnötigen Anglizismen, ich erinnere mich an einen Dialog, in dem ein Taxifahrer als *Driver* angesprochen worden ist. Würde ich einen Landsmann so ansprechen? – Wohl kaum. Wenn Leute ihre Weltläufigkeit durch die Einflechtung englischer Floskeln zeigen wollen, finde ich sie meistens ziemlich affig; kommt sicherlich auf den Kontext an, aber bei Telefongesprächen wie hier im Buch mag ich es gar nicht. Zudem wurde für meinen Geschmack viel zu sehr auf das Vorgängerbuch Bezug genommen, dessen Figuren und Handlung ich nach einem Jahr nur noch in Fetzen kannte (eigentlich gar nicht).
Der Fall selbst war mir zu abstrus und verwickelt. Er hatte viele Wendungen, aber ich bin beinahe geneigt zu sagen: Zu viele. Sie ließen mich ab und zu ins Schleudern geraten, weil man überlegen musste, wer die Person ist und wo sie aufgetaucht ist. Ist natürlich auch eine Möglichkeit, den Leser so zu verwirren, dass er Logiklöcher – auch wenn mir keines einfällt – nicht bemerkt.
Witzig fand ich bereits beim ersten Buch, dass ich mir Harry Hole genauso vorstelle, wie sein Autor aussieht.

Fazit:
Das war diesmal nicht der große Wurf.
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Kitkatkati zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 31.01.2010
Dieses Buch ist das 8.te aus einer ganzen Serie über Harry Hole und wie ich gehoft hatte, ist es absolut kein Problem dieses Buch zu lesen ohne eines der anderen zu kennen. Sicher hätte man einiges mehr über Harry gewusst oder über seinen letzten Fall (Schneemann), der ziemlich häufig erwähnt wird, aber auch so hat man sich suüer in die Geschichte hineingefunden.
Das Buch beginnt schon mit dem ersten Kapitel Atemberaubend, indem in grausamer genauigkeit der Mord an einer jungen Frau beschrieben wird, man liest aus ihrer Sicht der dinge und wird genauso unwissend wie sie selbst ins Geschehen geworfen. Nach diesem gänsehaut bringendem einstieg, wechselt die Geschichte zu dem Hauptermittler Harry Hole, der nicht so ist wie man ihn sich vorstellen würde, Drogen- und Alkoholabhängig, kein anstand gegenüber Vorgesetzten und scheinbar kein Interesse an dem Fall. Erst nach längerer Beobachtung des Falls entschließt er sich doch mitzuwirken. Dieses tut er wiedermal ausgezeichnet, indem er illegale hilfen benutzt kommt er dem Mörder und seinen eventuellen Motiven schnell näher und jedesmal wenn man denk -Jetzt weiß ich wers war- wird einem ein Strich durch die Rechnung gemacht und weitere Ermittlungen führen wieder in eine ganz andere Richtung. Diese abwechslung zieht sich bis ganz zum Schluß, erst auf den letzten paar Seiten wird klar wie verstrickt die ganze Geschichte doch ist.
Die ganze Zeit ist das Buch aus mehreren Sichten geschrieben, wobei es bei Mörder und Opfer teilweise schwer zu sagen ist aus welcher Sicht man jetzt eigentlich Liest. Der Schreibstil hat mich sofort in seinen Bann gezogen, er ist weder förmlich noch höfflich, er ist frei Schnauze und ohne Blatt vor den Mund, sehr detalliert, was einem grade bei den Morden im warsten sinne des Wortes den Atem anhalten lässt. Damit macht es die vielen Norwegischen Namen und Orte, die ich einfach überlesen habe, wieder weg. Auch interessant an diesem Schreibstil ist die Zweisprachigkeit, hin und wieder werden Englische gesprächsfetzen mit eingebaut, nur bin ich nicht hintergestiegen ob das andeuten soll das diese Personen halt eine andere Sprache sprechen (den nach wenigen Sätzen wird wieder ins deutsche Übersetzt) oder ob es einfach nur der Stil des Autors ist, seine Charaktere zweisprachig Sprechen zu lassen. Mir hat es auf alle fälle sehr gut gefallen und auch für diejenigen die kein Englisch oder nicht gut sprechen werden die wenigen Sätze keine herausforderung sein, meistens ist der Inhalt sowieso zu erahnen und wie gesagt wechselt es ja auch schnell wieder zum deutschen.
Das unheimliche an diesem Buch, es kommt einem nichts übertrieben vor, die Morde sind zwar extrem Gewaltätig, aber es kommt einem alles real vor, als könnte es so wirklich passieren. Das lässt einem den Atem stocken und das Herz schneller schlagen, wenn wieder ein Mord beschrieben wird, dieses Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven und für niemanden, der all zu viel Gewalt verabscheut. Lediglich am ende wird es etwas unrealistisch, Harry gerät in eine missliche Lage und wie er sich aus dieser wieder befreit ist nur etwas für ganz hartgesottene, ein gefühl beim lesen als würde einem jemand Zahnstocher unter die Fingernägel stecken, brutal und man scheint den schmerz scheinbar am eigenen Leib zu spüren.
Nati zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 20.01.2010
Purer Nervenkitzel
Von Beginn an versteht es Jo Nesbo einen Spannungsbogen aufzubauen, der permanent anhält. Bei einem Thriller ist dies eine große Kunst und zeichnet das Buch als lesenswert aus.

Nach Beendigung seines letzten Falles um den Schneemann hat Harry Hole seinen Job als Hauptkommissar der Osloer Polizei gekündigt und setzt sich nach Hongkong ab. Neben Problemen mit seinem Alkohol- und Drogenkonsum hat er auch noch Schwierigkeiten mit der chinesischen Mafia. Der jungen Kommissarin Kaja Solness gelingt es, ihn in Hongkong zu finden und den sich sträubenden Harry Hole nach Oslo zurück zu holen. Denn hier sind bereits grausame Morde geschehen, die die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen. Eine Verbindung der Fälle ist zu Beginn nicht ersichtlich, doch Harry ahnt, dass ein Serienmörder am Werk ist. Ein verwickeltes Spiel beginnt. Die Spuren führen bis in den Kongo. Aber nicht nur der Täter gibt Harry Rätsel auf, sondern auch der auf seinen Vorteil bedachte Kollege Bellmann arbeitet gegen ihn.

Schon nach wenigen Seiten war ich von der Geschichte gefesselt. Die Charaktere der Hauptprotagonisten sind sehr gut beschrieben und fallen sehr unterschiedlich aus. Harry, der bärbeißige Sonderling, sein Kollege Bellmann, ein ich-bezogener selbstsüchtiger Mensch und die junge Kaja Solness, die sich hin- und hergerissen fühlt und daher sehr sympathisch wirkt.

Dies ist der achte Thriller von Jo Nesbo, in dem der Ermittler Harry Hole eine zentrale Rolle spielt. Der Autor ersinnt nicht nur eine faszinierende Mordgeschichte, sondern bringt uns auch den Menschen Harry Hole näher. Dieser äußerst sympathische Alkoholiker, der versucht gegen seinen Drang anzukämpfen, sein Verhältnis zu seinen sterbenden Vater und der seiner Liebe zu Rakel nachtrauert. Harry ist ein Einzelgänger, der mit unkonventionellen Methoden arbeitet und ein unheimliches Einfühlungsvermögen in die Denkweise eines Serienmörders hat. Er verfolgt stur seine Suche nach der Wahrheit.

Ein rasant geschriebener Thriller mit überraschenden Wendungen, der keine Langeweile aufkommen lässt.
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Isa zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 17.01.2010
In Oslo treibt ein Mörder sein Unwesen: Zwei Frauen wurden brutal ermordet aufgefunden. Die Polizei befürchtet, dass ein Serienmörder am Werk ist. Und wer ist besser geeignet, einen Serienmörder zu stellen als Kommissar Harry Hole? Schließlich ist er derjenige, der Oslos bisher einzigen Serienmörder dingfest gemacht hat. Doch Hole hat sich nach Hongkong abgesetzt, um sich eine Auszeit zu nehmen. Die neue Kommissarin Kaja Solness wird nach Hongkong geschickt und beauftragt, Harry Hole zu überreden, wieder nach Oslo zu kommen. Das gelingt ihr relativ schnell und so kehrt Hole nach Norwegen zurück und macht sich gleich an die Arbeit, den Mörder zu stellen. Doch während seiner Abwesenheit wurden die Kompetenzen neu geordnet. Offiziell ist jetzt das Kriminalamt für die Aufklärung der Morde verantwortlich. Aber Hole, der für das Dezernat für Gewaltverbrechen arbeitet, lässt sich davon nicht beeindrucken und ermittelt mit zwei Kollegen auf eigene Faust.

Schnell gelingt es dem Team, den Zusammenhang zwischen den mittlerweile drei Mordopfern herzustellen. Und sie haben auch schon erste Hinweise auf einen Täter. Seine Ermittlungen scheuchen Hole quer durch Norwegen und sogar bis in den Kongo. Dabei verfolgen Hole und sein Team zeitweise falsch gestreuten Hinweisen, und der Leser gleich mit.

Insgesamt ist Nesbo ein unglaublich spannender und rasanter Thriller gelungen. Und auch wenn man glaubt, Harry Hole hätte bis jetzt alles erlebt und es könnte für ihn nicht mehr schlimmer kommen, dann wird man mit seinem achten Fall eines Besseren belehrt. Nicht nur, dass sein Vater im Krankenhaus liegt und um sein Leben kämpft, Hole muss sich auch weiter gegen den Alkohol und andere Drogen wehren. Und zu allem Übermaß scheint es auch wieder einen Doppelspieler in den eigenen Reihen zu geben. Doch all das kann ihm nicht seine geniale Ermittlerfähigkeit nehmen.

Langeweile kommt garantiert nicht auf, trotz er immerhin gut 700 Seiten. Die vielen Wendungen und neuen Entdeckungen halten den Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite. Es gibt zwar auch ruhigere und nachdenklichere Phasen, aber auch die treiben die Geschichte unglaublich voran. Nesbo zeigt erneut, dass er zur Spitzenklasse der Krimi-Autoren gehört.
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dubh zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 12.01.2010
Harry Hole ist am Ende. Der Kommissar, der den beinahe schon legendären Schneemann (siehe gleichnamiges Buch) überführt hat, sumpft in Bangkok vor sich hin. Dort soll ihn nun die junge Kollegin Kaja aufspüren und anschließend nachhause bringen, denn im weit entfernten Oslo gibt es mehrere ungeklärte, brutale Mordfälle und Holes Chef hofft, dass sein (ehemals) bester Ermittler dem Täter auf die Spur kommt...

Kaja gelingt es schließlich, Harry Hole zur Rückkehr zu überreden, allerdings nicht mit beruflichen Mitteln – Harrys Vater liegt schwer krank in einem Krankenhaus und hat nicht mehr allzu lange zu leben. So gelangt Harry, der alkoholkranke Kriminalkommissar, wieder nach Norwegen und mischt schon bald in den Ermittlungen mit. Doch er stößt (mal wieder) auf Widerstand in den eigenen Reihen. Harry – und seine etwas unorthodoxe Art zu ermitteln – hat nicht sonderlich viele Freunde bei der Osloer Polizei und jetzt kommt auch noch das rivalisierende Kriminalamt hinzu – mit einem karriereorientierten Leiter, der Harry schon bald alles streitig machen will. Doch Harry wäre nicht HarryHo, wenn ihm dazu nichts einfallen würde...

Aber währenddessen knöpft sich der gesuchte Mörder immer weitere Opfer vor – und er geht dabei mit viel Grausamkeit zu Werke, aber auch mit Unberechenbarkeit und Intelligenz. Harry und seine engsten Kollegen kommen zwar auf die ein oder andere Spur, aber sind es auch die richtigen? Und so hat nicht nur Harry mit falschen Fährten und gut gestreuten Finten zu kämpfen, sondern auch der/ die LeserIn! Zudem führt Jo Nesbø dieses Mal gleich über drei Kontinente: Harry Hole muss aus dem thailändischen Drogen- und Mafiasumpf nach Europa zurückgeholt werden um in halb Norwegen zu ermitteln und zwischendurch noch in Afrika, genauer in Goma, einer Stadt im Kongo an der Grenze zu Ruanda, zu landen.

Mir hat der achte Fall um den Kommissar Harry Hole ausgesprochen gut gefallen! Anfangs war ich zwar entsetzt, wie tief der Ermittler gesunken ist, aber im Gegensatz zu so manchem literarischen Kollegen hat es mich lange nicht so genervt... Jo Nesbø schreibt seit einigen Fällen meiner Meinung nach auf beachtlichem Niveau – seine Thriller sind sehr gut angelegt, kaum zu durchschauen und gespickt mit reichlich Wendungen, die einen bald atemlos lesen lassen. Darüber vergesse ich auch gerne mal die etwas deftigeren Szenen, in denen das Auffinden der Mordopfer oder gar deren Tod beschrieben werden...

"Leopard" ist von Beginn an bis zum Schluß ein temporeiches Buch mit einigen ruhigen, nachdenklichen Stellen wenn Harry seinen sterbenden Vater im Krankenhaus besucht, ziemlichen Abstürzen eines durch und durch traurigen und vielleicht auch ratlosen (mit sich selbst) Harry Hole - aber vor allen Dingen mit einem genialen Ermittler, der einen quer durch 704 Seiten und reichlich falsche Vermutungen jagt...


Fazit: Bleibt zu hoffen, dass der Autor dieses Thriller-Niveau noch lange halten kann – er gehört für mich definitiv zur Crème de la Crème dieses Genres!
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Marius zu »Jo Nesbø: Der Leopard« 11.01.2010
Ein Buch der Superlative

Das neue Buch des norwegischen Starautoren Jo Nesbo lassen sich im Grund genommen nur Superlative finden: Nie war ein Harry-Hole-Roman dicker, nie war ein Fall von Harry vertrackter, nie war der Kommissar so weit unten und nie war der Grat, auf dem er wandelt, so schmal.
Nach den Geschehnissen, die der Fall des Schneemannes mit sich brachte, hat Harry mit seiner Existenz als Kriminalkommissar gebrochen und hat sich nach Hongkong geflüchtet. Dort fristet er im Schatten des Millionenmolochs ein kümmerliches Dasein, mit Geld-und Wettschulden bei den Triaden und übermäßigem Alkohol-und Drogenkonsum. Aus diesem Elend befreit ihn nun Kaja Solness, eine aufstrebende Beamtin, und holt ihn zurück in seine Heimatstadt Oslo, wo grausame Morde die Bevölkerung und Polizei aufhorchen lassen. Junge Frauen wurden mit einem mysteriösen Folterinstrument zu Tode gemartert und auf den ersten Blick scheint es keine Verbindung zu geben – doch nicht so für den mit Serienmördern geschulten Harry, der schon bald erkennt, dass hinter den Taten eine Logik und damit ein brandgefährlicher Gegenspieler lauert.
Doch bei seinem neuen Fall hat Harry nicht nur mit einem perfiden Mörder zu kämpfen, sondern auch polizeiinterne Zwiste zwischen Harrys Dezernat für Gewaltverbrechen und dem Kriminalamt unter Führung des ehrgeizigen Karrierehengstes Mikael Bergmann belasten den dem Alkohol verfallenen Hole. Mit unlauteren Mitteln bekämpft Bergmann das Dezernat für Gewaltverbrechen und entreißt ihnen den Fall, was ihn natürlich nicht daran hindert, deren Ermittlungserfolge als solche des Kriminalamtes zu verkaufen. Harry muss außerhalb seiner Befugnisse ermitteln und schon bald erkennen, dass es einen Maulwurf gibt und einige seiner Kollegen noch deutliche Sympathien für den in „Das fünfte Zeichen“ getöteten Polizisten Tom Waaler, ein früherer Gegenspieler Harrys, hegen.
Belastet wird der Kommissar aber nicht nur durch seinen Fall, sondern auch sein Privatleben scheint komplett aus den Fugen geraten zu sein. Rakel und ihr Sohn Oleg haben Harry und Norwegen verlassen und in seine Niedergeschlagenheit platzt auch noch die Kunde vom nahen Tod seines Vaters Olav Hole …
Wie oben schon angedeutet gibt Jo Nesbo seinen Lesern im Vergleich zu den Vorgängerbänden dieses Mal noch mehr zu verdauen: Der Kommissar ist so tief gesunken wie noch nie und ist nun sogar noch der Droge Opium verfallen und es scheint, als könne diesen Kampf gegen sich und seine Gegner niemals gewinnen. Zudem kreiert der Norweger diesmal ein Szenario, in dem Harry von machtpolitischen Spielen fast komplett aufgerieben wird, obwohl er eigentlich nur den mysteriösen Mörder zur Strecke bringen möchte. Er führt auch dieses Mal seinen abgehalfterten, aber trotzdem unglaublich guten Kommissar auf eine weite Reise, dieses Mal von einer verschneiten Berghütte bis in den tiefsten Kongo und er lässt den Leser mitleiden. Man kann nur den Kopf schütteln und gleichzeitig mitfühlend über den inneren Kampf des Kommissars gegen den Alkohol, den er so oft verliert, reagieren. Obwohl das Buch über 700 Seiten hat, will man immer gehetzt weiterlesen, da der Autor den Leser geschickt führt, indem er ihm manchmal einen Wissensvorsprung gibt, manchmal Infos vor dem Leser geheim hält und ab und zu gut dossierte Cliffhanger einsetzt, die den Leser richtiggehend an das Buch fesseln.
Fazit: Ein feines Gespür für gute Dialoge, viel Psychologie und Harrys wohl bisher bester und schwerster Fall – schon bereits jetzt eines meiner absoluten Highlights des noch jungen Jahres 2010!
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