Der faule Henker von Jeffery Deaver

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel The Vanished Man, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Hodder & Stoughton.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 1990 - 2009.
Folge 5 der Lincoln-Rhyme-&-Amelia-Sachs-Serie.

  • New York: Simon & Schuster, 2003 unter dem Titel The Vanished Man.
  • London: Hodder & Stoughton, 2003. Übersetzt von 606.
  • München: Blanvalet, 2004. Übersetzt von Thomas Haufschild. ISBN: 3-7645-0179-0. 480 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2006. Übersetzt von Thomas Haufschild. 478 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2009. Übersetzt von Thomas Haufschild. 606 Seiten.

'Der faule Henker' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

New York ist in Aufruhr. Ein Serienkiller treibt sein Unwesen. Wären seine Opfer Entfesselungskünstler wie der legendäre Houdini, hätten sie vielleicht eine Chance gehabt, so aber strangulieren sie sich selbst. Der gelähmte, kongeniale Ermittler Lyncoln Rhyme übernimmt den Fall zusammen mit seiner Partnerin Amelia Sachs. Die Beiden treten gegen einen Meister des Unmöglichen an, jeder seiner Schachzüge ist eine Gala der Illusion …

Das meint Krimi-Couch.de: »Deaver setzt noch einen drauf. Und noch einen...« 93°Treffer

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Krimi-Couch-Volltreffer August 2004

Nichts ist so wie es scheint bei Jeffery Deaver und seinen Protagonisten, dem gelähntem Spurensucher Lincoln Rhyme und seiner hübschen Assistentin Amelia Sachs. So erscheint es nur folgerichtig, dass als Gegenspieler des Teams diesmal ein waschechter Illusionist fungiert. Dies gibt Deaver Spielraum für noch mehr überraschende Tricks als man bisher schon von ihm gewohnt war.

Der deutsche Titel Der faule Henker ist der Name eines Zaubertricks. Der Künstler liegt auf dem Bauch und lässt sich die Arme mit Handschellen auf dem Rücken fesseln. Die Füße werden mit einem Seil verschnürt, die Knie gebeugt und das andere Ende des Seils um den Hals verknotet. Schafft es der solcherart verschnürte nicht, sich zu befreien, so stranguliert er sich selber, wenn er die Beine ausstreckt. Keine Chance hatte allerdings das erste Opfer des Täters, denn ihm wurden keinerlei Möglichkeiten zur Befreiung gegeben.

Ein ganz besonderes Locked-Room-Mystery

Der Mörder wurde noch am Tatort überrascht. Und obwohl er in einen fensterlosen Raum flüchtete, schaffte er es, daraus zu entkommen. Der Name dieses Tricks The Vanished Man ist der Originaltitel des Buches. Die Polizei konnte das Rätsel nicht lösen, und so musste Rhyme mit seinem Team an die Arbeit. Zur Unterstützung engagierte man die Illusionistin Kara, mit deren Hilfe man zumindest herausfand, wie der Täter entkommen konnte. Seine Stimme aus dem verschlossenen Raum kam aus einer selbstgebastelten Apparatur, während er selber den Raum bereits aus einem zweiten Ausgang verlassen hatte und das Geschehen als Hauswart verkleidet seelenruhig beobachtete.

Wie immer hat es Lincoln Rhyme natürlich nicht mit einem Einzelfall, sondern mit einem Serienmörder zu tun. Und der macht in schöner Regelmäßigkeit weiter mit seiner Zaubervorstellung und das Ergebnis jeder einzelnen Nummer ist eine Leiche. Das große Problem der Ermittler: Obwohl sie dem Täter immer dicht auf den Fersen sind, wissen sie nicht, nach wem sie suchen müssen, denn dieser wechselt sein Erscheinungsbild in Sekunden. Das einzig sichere Erkennungsmerkmal sind zwei verkrüppelte Finger an der linken Hand. Und ist er mal geschnappt, so ist er auch schon wieder weg.

Als Meister der Irrungen und Wendungen präsentiert sich Jeffery Deaver einmal mehr. Und glaubt man, es sei keine Steigerung mehr möglich, dann setzt er noch einen drauf. Und noch einen. Und noch einen …

Wird jemand ermordet, dann muss er noch lange nicht tot sein

Wer gehört zu den Guten und wer zu den Bösen? Scheint jemand entlarvt, dann war es nur ein Trick. Oder etwa doch nicht? Welche Hinweise sind Spuren und welche hat der Täter absichtlich hinterlassen, um seine Jäger in die Irre zu führen? Ist wie so oft wieder ein Verräter in den eigenen Reihen? Wird jemand ermordet, dann muss er noch lange nicht tot sein. Der Täter wird gefasst und alles scheint gelaufen. Doch natürlich erkennt man an der restlichen Seitenzahl des Buches, dass der Fall damit noch lange nicht gelöst ist. Zwischenepisoden aus einem völlig anderen Fall verknüpfen sich natürlich peu à peu mit der Haupthandlung.

Doch was will der Mörder überhaupt erreichen? Welche seiner Verbrechen dienen nur zur Ablenkung und was ist sein eigentliches Ziel? Hier hat der Autor natürlich im Zuge von noch mehr Spannung und noch mehr Überraschung wieder ziemlich dick aufgetragen. Doch jeder Knoten – sprich: jeder Hinweis und jeder Trick – wird auch wieder entknotet, wenn auch manches etwas unrealistisch ist. Wenn natürlich auch keine Magier-Tricks en détail verraten werden, so erhält man schon einige Informationen über die kleinen Kniffe der großen Künstler.

Keine Sekunde zum Luft holen

Action-Szenen wechseln ab mit logischen Schlüssen und Szenenwechseln zum Täter, so dass einfach keine Sekunde zum Luft holen bleibt. Ein Buch, dass für eine Verfilmung prädestiniert scheint.

Einziger winziger Kritikpunkt die im Laufe der Handlung sich wiederholenden und immer länger werdenen stichpunktartigen Hinweise, die das Ermittlerteam auf seiner Wandtafel stehen hat. Aber bei fast 500 Seiten lassen sich auch ab und an mal zwei davon überblättern.

Deaver ist auf seinem Gebiet konkurrenzlos

Deaver hat mit Der faule Henker wieder einmal zweifelsfrei bewiesen, dass er selber der Meister der Illusionen und auf seinem Gebiet konkurrenzlos ist.

Ihre Meinung zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker«

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kalle zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 10.10.2013
Ich hab 75 gegeben, weil ich die Lektürebis auf das letzte Viertel genossen habe. Einerseits mag ich ja so Falltür-Stories, in denen es überraschende Wendungen gibt und auf Sadismus gegenüber Frauen verzichtet wird. Entsprechend haben mich die ersten 300 oderso Seiten echt begeistert. Dann wurde der Täter gefasst und entkam. Die Flucht war vielleicht ein wenig zu spektakulär, aber gut. Danach war es einfach nur noch gähnend langweilig, total absurd und unendlich kitschig. Mich interessiert nämlich das Privatleben von Ermittlern im Allgemeinen eher wenig und dazu kam noch ein "Drei Fragezeichen und die schwarze Katze"-mäßiges Ende, bei dem im übertragenen Sinne, eine Maske unter der anderen versteckt war, und darunter noch eine und darunter noch eine..
Axel zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 03.10.2013
Dieses Buch ist vor allem eines: Viel zu lang!!! Zwar ist die Rahmenhandlung super und auch das alles vor dem Hintergrund der Magie, aber trotzdem, immer setzt Deaver noch einen drauf und dann noch einen und irgendwann hofft man, das er doch nun endlich mal zum Ende kommen möge. Aber nein, selbst als der Täter längst gefasst ist, geht die Geschichte noch weiter. Wie einige "Vorschreiber" bereits richtig anmerkten, es ist eines der schwächeren Bücher, man kann es lesen, muss es aber nicht. Und man muss viel, viel Zeit haben. Von mir 60°
Julia zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 23.08.2013
Ein superspannendes Buch mit vielen beeindruckenden "magischen" Momenten. Es verblüfft, unterhält, man kann es nicht aus den Fingern legen ! Wer Zauberei, Illusionisten und Magie mag ist mit diesem Buch mehr als gut bedient ! Meinen Kuchen, der im Backofen war, als ich anfing zu lesen, konnte ich wegen Verbrennungen 3. Grades in den Mülleimer werfen :-)
Samoa zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 04.03.2010
Was überaus vielversprechend begann, mündete letztlich in ein platt wirkendes, hollywoodreifes Happy End.

Zu Beginn noch rasant, logisch, trickreich und überaus rätselhaft – die Jagd nach dem Hexer, einem begnadeten Illusionisten, der seine Häscher immer wieder zu täuschen und ihnen zu entwischen vermag.

Das letzte Viertel des Buches geriet jedoch zu einer überkonstruiert wirkenden Achterbahnfahrt – noch eine Wendung, die nächste Kurve und wieder eine unerwartete Erkenntnis.
Weniger wäre hier mehr gewesen. 79°
Stefan83 zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 17.06.2009
Sind wir mal ehrlich: Die ersten Romane aus der Reihe um Lincoln Rhyme und Amelia Sachs haben derart hohe Erwartungen erweckt, dass diese auf Dauer nur schwer zu erfüllen sind.

Mit immer genialeren Wendungen und packender Spannung haben sie gefesselt, einen bis zur letzten Seite bei der Stange gehalten. Besonders im ersten Fall "Der Knochenjäger" hat das ungleiche Ermittlerteam aus dem querschnittsgelähmten Forensikspezialisten und der toughen Polizeibeamtin Maßstäbe für intelligente und anspruchsvolle Kriminalliteratur gesetzt. Ein Einbruch war deshalb irgendwann zu erwarten. Dennoch war ich von "Der faule Henker" am Ende etwas enttäuscht, denn die Geschichte an sich hatte durchaus das Potenzial für ein ganz großes Buch. Zuviel wurde jedoch davon verschenkt bzw. zu viel auf einmal vom Autor gewollt.

Eine Reihe bizarrer Morde hält New York in Atem. Der Täter, augenscheinlich in der Zauberkunst bewandert, stellt auf grausame Art und Weise die berühmten Vorführungen von Houdini und anderen bekannten Illusionisten nach. Sein Publikum, seine Opfer, finden dabei stets qualvoll den Tod, ohne dass zwischen ihnen irgendeine Verbindung zu bestehen scheint. Rhyme, der stets geglaubt hat jeden Trick durchschauen zu können, sieht sich überfordert, und holt die junge Nachwuchszauberkünstlerin Kara mit ins Boot. Mit ihrer Hilfe soll es gelingen den Täter einzukreisen und seinen gewieften Illusionen einen Schritt zuvorzukommen. Einfacher gesagt als getan, denn "der Hexer", wie er von Rhyme getauft wird, ist zudem ein Meister der Verkleidung und führt die Ermittler immer wieder auf die falsche Fährte. Während Sachs, die gerade ihre Prüfung zum Detective Sergeant absolviert, von Tatort zu Tatort rast, um die wenigen Beweisstücke sicherzustellen, wird der gelähmte Spurenermittler das Gefühl nicht los, dass hinter den Morden viel mehr steckt als anfangs gedacht...

Zu viele Köche verderben den Brei, heißt es ja so schön. In diesem Fall müsste man von zu vielen Ideen reden, denn Jeffery Deaver, der natürlich wieder einen spannenden und mehr als unterhaltsamen Lesestoff auf Papier gebracht hat, bemüht sich schon fast zwanghaft immer wieder neue Wendungen und falsche Fährten einzubauen, um seine Protagonisten, und damit natürlich auch seine Leser, zu verwirren. Was sonst den Glanz der Reihe ausmacht, nimmt hier schlicht überhand und geht zu Gunsten der Glaubwürdigkeit. Man bekommt den Eindruck, dass die einzelnen Morde nur dafür dienen ein Loblieb auf die Genialität des Ermittlerteams zu singen und deren Überlegenheit zu beweisen. So fehlt trotz der toll inszenierten Tricks das Element der Bedrohung. Die ständig neuen Illusionen überraschen irgendwann nicht mehr, sondern werden erwartet, womit der Plot bald berechenbar wird. Und ein vorhersehbarer Deaver macht nur halb so viel Spaß.

Hinzu kommt, dass sich auch bei den Hauptfiguren so etwas wie Routine einschleicht. Sie werden zunehmend stereotyp und haben viel an Tiefe verloren. War anfangs der Grundgedanke eines ans Bett gefesselten genialen Ermittlers, neu und spannend, wiederholen sich nun im fünften Band immer wieder die gleichen klischeehaften Handlungselemente. Wenn eine Amelia dann zum 1000mal ihr Gitternetz abläuft, wird der Drang zum weiterblättern übermächtig. Nach all dem Negativen, was gefällt am "faulen Henker"? Auch diesmal ist der Plot natürlich spannend, die Dialoge kurzweilig, hat man am Miträtseln seine Freude. Und selbst ein etwas schlechterer Deaver kann sich immer noch ohne Probleme zwischen der Konkurrenz behaupten.

Insgesamt erweckt "Der faule Henker" aber den Eindruck, dass der Reihe langsam die Luft ausgeht, weshalb eine kreative Schaffenspause wohl vonnöten wäre. Ein guter Psychothriller, der besonders gegen Ende jedoch mit Überraschungen und zu viel Beiwerk überfrachtet wird, und bei Fans des Autors etwas für Enttäuschung sorgen könnte.
17 von 24 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
freundbaer zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 01.05.2009
Auch, wenn ich ein großer Fan von Deaver bin, muss ich sagen: Eines der schwächeren Bücher von ihm. (Selbst das ist noch besser als die große Masse, aber trotzdem). Hat er für dieses Buch zwar die Kunst der Zauberei und Zaubertricks als Hintergrund genommen, wird es irgendwann langweilig. Außerdem ist es nicht gerade originell, wenn man in die Irre geführt wird und das dann nur ein Taubertrick (mal wieder!!) war.
mylo zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 25.11.2008
Alos das war mein erster Deaver und mit Sicherheit nicht der letzte. Ich fan es zunächst ein mal super wie man in die Materie der Magie eingeführt wird und fühlt sich am Ende des Buches schon wie ein kleiner Fachmann. Super die Spannung aufbauend ( vom Nachlauf am Ende mal abgesehen) und immer wenn man denkt die plausible Lösung liegt auf dem Tisch, das denkste, war doch ganz anders - super.
Bin auf sein nächstes Buch gespannt, diesem gebe ich 85 Punkte.
rolypoly zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 22.11.2008
Ich finde das Buch zieht sich ganz schön, auch wenn ganz nette Gags enthalten sind. Das Buch ansich finde ich etwas zu lang und das Thema zu breit ausgerollt. Aber an Rhymes kommt einfach keiner ran. Seine Gedanken, als Kara, dich ich auch sehr symphatisch finde, ihn zum ersten Mal sieht, sind fantastisch dargstellt und sehr einleuchtend. Alles in allem ist das Buch etwas zu lang geworden trotz der vielen kleinen Facetten.
Tina81 zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 26.07.2008
Nach "Das Gesicht des Drachen", was mir nicht so gut gefallen hat, wieder mal ein super spannendes Buch von Jeffery Deaver. Klasse geschrieben mit sympathischen Charakteren und den Deaver-typischen Wendungen! Absolut lesenswert!
bla zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 15.06.2008
Ein wahnsinnig gutes Buch.
Trotz vielleicht 20 Seiten Leerlauf
gibt es immer Spannung pur!
Jeffery Deaver versteht es wie kein zweiter
den Fall so nervenzerreibend zu gestalten,
dass man kaum zu lesen aufhören kann.
Man würde auch nie darauf kommen wer nun wirklich der wahre Täter ist.

SUPER BUCH !
KrimiWolf zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 14.01.2008
Für mich wieder mal ein echtes Highlight.
Extrem spannend und unterhaltend geschrieben. Die Einführung in die zauberhafte Welt der Magie ist super gelungen.
Sehr gut gefällt mir auch das Mitfiebern mit den Opfern und die sich aufbauende Spannung, ob sie nun noch gerettet werden können oder nicht.
Sicher wirkt es an manchen Stellen vielleicht etwas übertrieben wie oft der "Bösewicht" entkommen kann. Doch erwarte ich auch bei solchen Bücher nicht, das immer alles unbedingt 100% realistisch sein muß.
Auch die Nebencharaktere, insbesondere Kara fand ich sehr sympahtisch.
Dieses Buch kann ich nur, wie alle Lincolm Rhyme Fälle unbedingt weiterempfehlen.
frolleinvomamt zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 04.01.2008
Eine interessante Idee wurde dermaßen breit ausgewalzt, dass ich die letzten 100 Seiten nur noch quer gelesen habe.
Wenn man das befreiende Gefühl, dass der Täter nun endlich geschnappt ist, immer wieder über den Haufen wirft, dann ist das einfach nur ermüdend.
equi-nox zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 20.12.2007
Dies war das erste Buch von J.Deaver das ich gelesen habe und es hat mich mit seiner kurzweiligen, spannenden und zugegeben auch etwas abstrusen Handlung sehr gut unterhalten.
Die Geschichte besticht durch einen schnellen Wechsel der Szenen und sorgt so für neue Überraschungen. Die Figuren und Inhalte sind zwar nicht sehr komplex aber das gleichen die abwechslungsreichen Verwirrspiele des Hexers wieder aus.
Witzige Ideen und nicht zu eklig, genau das Richtige für mich.
Bernd zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 09.08.2007
Einfach nur genial...wer sich ein wenig mit der Zauberkunst auseinandergesetzt hat, kann auch die teilweise unlogisch anmutenden Wendungen akzeptieren...denn, alles ist Illusion...aber man muss sich eben darauf einlassen.von mir eine klare 1+ !
Günter Zech zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 14.06.2007
Ich lese die Romane wegen der vielen Wendungen von J.Deaver sehr gerne.
Sie sind spannend.
Doch -Der faule Henker- ist wohl mit einer zu heissen Feder geschrieben worden und diesesmal kommen zu viele total überzogene Wendungen vor.
Zu weit von der Realität entfernt das ganze- es gelingt dem Hexer ja fast alles.
Mir hat der Roman diesesmal nicht gefallen
mac-knife zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 03.05.2007
Ich habe mir etwas Zeit zwischen dem "Gesicht des Drachen" und dem "Faulen Henker" verordnet. Dennoch habe ich leider gleich wieder von der ersten Seite an dieses typische "Strickmuster-Gefühl". Flache Charaktere - reißerischer Plot - überlegene Gegner treffen aufeinander - wirbelnde 180 bis 360 Gradwendungen sollen für Spannung bis zum Schluss sorgen. Und damit auch noch der Eindruck von guter Recherche dazukommt, viel zweifelhafte Science-Gimmiks - zum Beispiel diese von Deaver heißgeliebten Akronyme, die dann wichtigtuerisch auseinandergefaltet werden, um Insidertum zu signalisieren.
Schade - die Idee war gut - "Der faule Henker" wird aber wohl für lange Zeit mein letzter Thriller dieser Serie bleiben.
Markuz zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 09.04.2007
Teilweise möchte man dem Buch einen Untertitel verleiehen: "Neues aus Absurdistan!". Die vielen Wendungen in der Story und die überzogenen Fähigkeiten des Hexers machen das ganze teilweise sehr unglaubwürdig. Trotzdem vermochte mich auch dieses Buch von Jeffery Deaver wieder zu fesseln. Wenn ich gähnen musste hatte das eher weniger mit der Handlung zu tun. Trotz allem hab ich schon besseres aus dem Hause Deaver gelesen und es bleibt die Gewissheit: er kanns noch viel besser als im vorliegenden Buch.
axelp zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 06.04.2007
Ich messe Deaver immer an seine ersten beiden Sachs/Rhyme Romane und an diese kommt er auch mit dem Krimi bei weitem nicht heran.
Am Anfang ging es los wie immer, dann kamen solche absurden Gedankengänge zustande, daß Sachs sofort auf einen Zauberkünstler kam und die Verwandlungen des Hexers in kürzester Zeit waren schon abnorm.
Trotzdem war das letzte Drittel wieder sehr spannend und abwechslungsreich, besonders hat mir der Streich mit Kara gefallen, die plötzlich mitbeteiligt war.
Aber im Mittelteil war es ganz schön langweilig, da mußte ich schon desöfteren das Gähnen unterdrücken.
Sandra Wypich zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 21.03.2007
Was soll ich sagen, einfach nur brillant!!
Mir hat es unheimlich gut gefallen, ich würde sagen der Hexer hat mich hypnotisiert, nein mal ernsthaft, es ist ein Buch mit unglaublichen Wendungen und was ich schön finde, was anderen Lesern hier wohl so bitter aufstößt, es ist kein typischer Thriller, wie man ihn schon dutzendfach gelesen hat, sondern mit ein bisschen Magie, nicht im mystischen Sinne aber trotzdem zauberhaft!
Für mich war dieses Buch ein Genuß, wen interessiert da groß die Logik.
Für alle die niemals so ganz erwachsen werden, oder die sich auch im tristen Alltag noch über die kleinen schönen Momente freuen, wird dieses Buch vielleicht auch einer dieser kleinen schönen Momente!
Nichts für "Realisten".
heyfisch zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 23.02.2007
Selten einen Plot gelesen, der so an den Haaren herbeigezogen ist. Mit seinen gigantischen Illusionistenfähigkeiten hätte der Täter gleich ein Supermannkostüm tragen sollen, dann wär man nicht immer wieder über jede neue Wendung entsetzt. Spannend fand ich das ganze nicht. Aber wegen der sonstigen guten Kritiken für Deaver werd ich trotzdem noch ein anderes Buch von ihm versuchen.
B. Sch. zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 14.01.2007
Als erstes Abenteuer von Deaver, das ich nun zu Ende gelesen habe, muss ich sagen, dass es mir äußerst spannend, weil kurzweilig, vorgekommen ist. Die Hunderte von Seiten habe ich daher förmlich verschlungen. Der anfangs nicht zu erkennende Zusammenhang zwischen den Opfern zieht den Leser so in den Bann, dass man das Buch nicht aus der Hand legen will. Negativer Beigeschmack: Die verschiedenen Täuschungen und Wendungen des Täters sind reichlich aus der Luft gegriffen. Da ich in den Kommentaren den Verweis auf bessere Deaver-Bücher bekommen habe, werde ich mir bestimmt ein weiteres Werk zulegen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Klaus zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 19.12.2006
ich kann nicht verstehen, dass dieses Buch als spannend, bzw. gut befunden wird.
von einem Schriftsteller der so hoch gelobt wird, erwarte ich bei einem Spannungsroman auch einen Hauch Logik, doch die fehlt hier völlig, und einen Roman zu schreiben der völlig ohne Logik ist, bei dem alles nur dem konstrusen Aufbau und Ausbau der Story dient, dass ist nichts besonderes.
alle Daumen nach unten !
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Diana zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 01.12.2006
Ich fand das Buch sehr spannend. Ich fand es gerade interessant, dass der "Täter" immer wieder noch einen drauf gesetzt hat und es doch immer doch anders war als man die ganze Zeit dachte. Mein bisher bestes Buch von Deaver.
Calimero zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 20.11.2006
Ejejej. Ich bin ja wirklich ein großer Freund von Jeffrey Deaver und seinen überraschenden Wendungen...aber der "faule Hanker" geht dann doch ne Nummer zu weit.
Man hat hier nicht mehr den Eindruck eines guten Thrillers, sondern man fühlt sich eher in das Duell Cosmic-Boy gegen Radio-Activ-Man hinein versetzt. Einer ist schlauer als der andere. Das ist zwar typisch für Deaver, aber hier geht es meines Erachtens nach soweit, dass man sich als Leser schon etwas versch...ert fühlt, so sehr driftet das von der Realität ab.
Man fragt sich zwischendurch schon, ob der Hexer nicht auch fliegen kann, oder ob Kara auch Müll zu Gold machen kann...

Neinnein!

Natürlich ließt sich das Buch an sich recht flüssig und sicher kritisiert man bei Deaver auf höchstem Niveau...aber mir hat der faule Henker überhaupt nicht gefallen, da zu sehr abgehoben.
Gian-Luca zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 07.11.2006
erst gefihl mir das buch nicht wierklich doch es wurde besser und besser und noch besser. auch wenn ich erst 14 bin finde ich deavers bücher (mit ryhme u. sachs) einfach suuuuuuuper.Deaver steigert die spnnung ins unglaubliche (ich hoffe das klingt nicht übertrieben).auch das prywate umfeld der ermittler wird wieder spannend beschrieben.und dann der anschlag auf... aber ich will nicht zu viel veraten.
siriusblack zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 04.07.2006
Das Buch hat mir gut gefallen,reicht allerdings bei weitem nicht an die anderen Bücher aus der Rhyme/Sachs Reihe heran. Spannung war schon vorhanden und auch die Beschreibung der Zauber- und Illusionistenwelt war ganz anregend.
Das Motiv des Mörders und die vielen geplanten "Zufälle" und Irreführungen fand ich doch etwas weit hergeholt und unglaubwürdig.
Am schlimmsten fand ich die Passage des Politikers, der völlig ohne Grund einen Tatort "verwüstet". Später wird klar wozu dies nötig ist.
Insgesamt kann ich das Buch einem echten Deaver Fan trotzdem empfehlen. Wer noch nie ein Buch von Deaver gelesen hat sollte vielleicht lieber mit einem anderen beginnen.
Heiko B. zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 21.03.2006
Also ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber neben »Letzter Tanz« ist »Der faule Henker« eines der besten Bücher von Deaver wie ich finde. Sehr spannend, durch die Story im Reich der Illusionisten mal ein ganz anderer Schauplatz und gekonnt abwechslungsreich geschrieben. Ganz Deaver!
Klar hat jeder seinen eigenen Geschmack, aber ich kann es empfehlen. Habe es gern gelesen und freue mich auf den nächsten Band der Rhyme-Sachs-Reihe.
Andreas Theune zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 20.01.2006
Für mich das klar schwächste Buch aus der Rhime-Sachs-Reihe, da das verhalten des Mörders jeglicher logik widerspricht. Zwar ist der Roman über weite Strecken wieder höchste Spannend und gut geschrieben allerdings scheint sich Deaver was Wendungen innerhalb der Handlung angeht immerwieder selber übertrumpfen wollen und opfert dabei die Glaubwürdigkeit des Buches in einem Maße welches für mich einfach nicht mehr ok ist.
Kein Verbrecher der Welt würde einen Plan schmieden, der so aufgebaut ist wie in diesem Roman. Außerdem nervt es mich, dass Rhime immer genau zum richtigen Zeitpunkt ein neuer Punkt auffällt, sodass ständig Sitautionen auftreten indenen in letzter Sekunde eingegriffen wird.

Die Einblicke in die Welt der Magier sind Deaver dabei gut gelungen und werden durch Karas mitwirken auch plausibel erläutert.

Für sein nächstes Buch würde ich mir wünschen, dass Deaver bin allen Kniffen, die den Leser täuschen sollen auch im Blick behällt in wie weit seine Handlung noch auf halbwegs realistischen und aus der sich der Mörders nachvollziehbaren Füßen steht.

Insgesamt ein überfrachteter Thriller den man zwar fast in einem Zug durchlesen kann, da ständig neues passiert, der aber im nachhinein ein schales Gefühl hinterlässt und verdammt wenig mit realen Verbrechen zu tun hat.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
jonny zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 18.11.2005
Über weite Phasen ein gut geschriebener, spannender Krimi. Der Autor gibt von den Vorhaben des Mörders und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen jeweils nur soviel preis, wie für das Verständnis der einzelnen Schritte notwendig ist. Dadurch erhält der Handlungsverlauf immer wieder überraschende Wendungen. Viele Szenen werden zuerst aus der Sicht des Überraschten geschildert, der jedes Mal ebenso erstaunt ist wie der Leser. Durch Szenenwechsel oder Änderung der Perspektive im richtigen Moment wird die Spannung zusätzlich gesteigert.
Interessant auch die Darstellung der Zaubertricks.
Das Lesevergnügen wird leider durch einige Nebenhandlungen gestört, die wie Fremdkörper in der Story wirken. Der Handlungsstrang über Amelias Sergeant-Prüfung und den vorübergehend festge-nommenen Kongreßabgeordneten ist überflüssig. Der Schluß wird dadurch ziemlich in die Länge gezogen. Warum Kara unbedingt eine kranke Mutter haben muß, weiß vermutlich auch nur der Autor. Das ganze spielt zumindest für die Handlung keine Rolle.
Die häufige tabellarische Aufstellung mit den Erkenntnissen des Ermittlerteams stört ebenfalls den Lesefluß. Unterschätzt der Autor seine Leser, daß er meint, Ihnen ständig das Wissen des Teams wiederholen zu müssen? Ein etwas plumper Trick. Oder mußte der Autor noch Zeilen schinden? Hat er meines Erachtens nicht nötig. Zum Glück sorgt die Tabellenform dafür, daß man diese Seiten beim Lesen leicht überschlagen kann.
Trotz der Kritikpunkte ein lesenswerter Krimi.
Anja S. zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 21.06.2005
Dieser Krimi ist gut zu lesen und auch recht spannend. Mit den ganzen Drehungen und Wendungen kann es jedoch auch zu viel werden, am Ende habe ich mich echt geaergert (ueber Kara's "Bewerbung").
"Schule des Schweigens" ist ein viiiiiiiiiiiiiieeeeeeeellllll besseres Buch von Deaver.
Katrin zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 16.06.2005
Ich finde, dass ich schon bessere Bücher gelesen habe, so z. B. "Der Insektensammler". Ich finde, dass dieses Buch damit unter keinen Umständen mitkommt. Dennoch möchte ich es keinesfalls total negativ bewerten. Vor allem die illusionsmäßigen Passagen und Verwandlungen fand ich sehr interessant, wenn das Ende auch sehr "komisch" war und es mehr oder weniger ein "Hin-und Her" darstellte, was mich oftmals zweifeln ließ.
krimifan63 zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 01.05.2005
Ein typisch amerikanischer Krimi! Aber verdammt gut erzählt. Vielleicht ist das anfängliche Beschreiben der Charaktere etwas zu lang geraten aber der Rest bügelt das in jedem Fall weg!!! Vor allem das Katz-und-Maus-Spiel ist verdammt Klasse!!! Einziger Wermutstrofen für mich sind die letzten 50 Seiten, die einfach zu lang geraten sind.
Fazit: Dieser Krimi ist ein MUSS!!!
Hans Meier zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 15.04.2005
Ich frage mich, ob ich jemals einen so guten Thriller wieder leses werde, doch eigentlich mache ich mir keine Hoffnung.
Es ist nicht nur unheimlich spannend, nein es ist auch noch sehr viel über Illusionskünstler zu erfahren.
Ich würde diesen Jeffery Deaver nicht als erstes lesen, aber wenn man interessiert ist muss man ihn später auf jeden Fall lesen
Christian zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 22.03.2005
Was Deaver hier auftischt ist einfach Humbug. Ich hatte mich auf einen geisteskranken Psychopathenkiller gefreut und die ersten Toten sprechen ja auch dafür. Mit einem Mal kommt eine so alberne Wendung in Richtung Verschwörung dazu dass ich hätte k****n können. Aber da man ja nicht am Ende des Buches ist, kann DAS natürlich auch nicht des Rätsels Lösung sein. Also lieber NOCH eine hanebüchene Wendung dazu um nochmal hundert weitere Seiten zu füllen. Und völlig unglaubhafte Personen, die 53 Züge im Voraus planen. Nee, also nach drei Rhyme-Büchern langt es. Deaver hätte lieber zwei Bücher aus dieser Geschichte machen sollen. Oder ein dünneres, aber lesenswertes. Zeitverschwendung.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Deaver zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 12.03.2005
puhhh....Ich habe das Buch jetzt in 4Tagen verschlungen und kann nur sagen, dass der faule Henker der beste Deaver bis jetzt ist. Lincoln Rhyme hat nämlich einen Gegner gefunden der überaus tückisch und genial handelt un auch Rhyme selbst zur Gefahr wird. Dann noch das fulminante Ende.
EINFACH NUR EMPFEHLENSWERT.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
René zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 18.01.2005
Mit Abstand der schwächste Band der Rhyme/Sachs-Reihe, weil teilweise doch hart an der Grenze des Realistischen. Aber dennoch ein unverkennbarer Deaver. Genial recherchiert, brilliant erzählt und immer noch weit über dem Durchschnitt heutiger sogenannter Spannungsliteratur!
Nausi zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 27.12.2004
Ein absolut geniales Buch. Wenn der Leser denkt, er hätte den echten Mörder geschnappt, dann ändert sich wieder alles. Dieses Buch ist so trikreich, tückisch und logisch zu Ende geführt, dass man sich daran die Zähne ausbeißen kann. Es scheint, als würde Deaver mit jedem Buch besser werden, er zum Illusionisten für den Leser.
Wie bitte soll es möglich sein, dass der 6.Band noch besser wird?
I´m really impressed!!!!!!!!!!
Pascal zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 23.12.2004
Ich muss mich im grossen und ganzen meinen Vorrednern anschliessen.

Das war einfach zuviel. Der Henker kommt nicht an Letzter Tanz ran. Die vielen Wendungen sind mit der Zeit mühsam und mit aller Fantasie: Sich freiwillig verhaften lassen, um wieder zu entkommen, nur um der Täuschung willen. Hui, einfach zuviel des Guten.

Die letzte Wendung, quasi die Bewerbung Karas, hat mich dann sogar geärgert.

Nichts desto trotz ein solider Deaver, der aufgrund seiner ausführlicher Recherche der Thematik Spass gemacht hat, aber unter der Erwartung blieb.
HelgaR zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 26.10.2004
Wieder ein äußerst spannender Krimi, wie man es von Jeffery Deaver gewohnt ist. Diesmal aus dem Zirkusmilieu, bzw. geht es um Illlusionisten und daher ist alles sehr variantenreich an Illusionen und Tricks.

Der Mörder ist sehr schlau und verwendet viele Ablenkungsmanöver, daher verändern sich die Situationen pausenlos und es gibt immer wieder neue Wendungen. Man weiß nie wirklich, ist es ein Trick oder Wirklichkeit.

Auf jeden Fall hat mir dieses Buch wieder ausnehmend gut gefallen und ich freue mich schon auf das nächste.
snoozer zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 23.10.2004
Ja, ich weiss auch nicht.
Ansich mag ich Jeffery Deaver und gerade die Rhyme/Sachs-Reihe sehr und im Grunde ist dieses Buch auch wieder richtig gut.
Aber auch ich musste bei dieser Story gleich mehrfach die Stirn runzeln, weil es irgendwann "too much" wurde.
Zuviel perfekter Lincoln und perfekte Amanda, zuviel sofortige Erkenntnis der Ermittler, zuviele Zaubertricks, die seltsam wirken (Gefängnisszene vor allem) und vor allem zuviel Hin und Her.
Man musste schon sehr aufpassen, in welche Richtung es denn nun wieder geht und hat eigentlich kaum noch verstanden, was das Ganze überhaupt sollte.
Ich kann ja vor Glück sagen, dass ich relativ schnell und oft lese, andere Leute, die für ein Buch 1 Monat und länger benötigen, werden beim faulen Henker sicher Schwierigkeiten bekommen, wieder einzusteigen ohne seitenweise zurückblättern zu müssen.

Ansich ist die Story aber gut und auch sehr originell mit den Zaubertricks, es macht durchaus Spass, aber ich fand es irgendwie anstrengend.
Alle anderen Rhyme/Sachs-Bücher fand ich jedenfalls (noch) besser.
oga-bain zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 21.10.2004
das buch ist wie alle bücher der reihe absolut spannend und kaum wegzulegen, aber in der realität sieht die ermittlungsarbeit sicherlich anders aus. das ist ja auch nicht weiter schlimm, denn ein buch ist schließlich dazu da, auch fantasievoll zu sein. allerdings geht es mir genauso wie einigen anderen auch: lincoln rhyme KANN gar nicht so gut sein, wie beschrieben. er sieht einen winzigen hinweis, der eigentlich kaum aussagekraft hat und hat natürlich sofort die gesamte lösung des rätsels parat. er ist einfach ein bisschen unmenschlich/nicht normal. egal wie intelligent, klug und was weiß ich was alles lincoln ist, er kann unmöglich aus dem winzigen hinweis alles herauslesen. kann mich leider nicht näher ausführen sonst wär ja schon alles verraten. meiner meinung nach ist letzter tanz noch besser als dieses buch, es ist aber trotzdem total lesenswert.
das ist auch ein grund weshalb ich englische krimis bevorzuge: die figuren sind um einiges realistischer und müssen keine superhirne sein um ein verbrechen aufzuklären.
Remo zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 13.09.2004
Deaver’s fauler Zauber

Eins vorweg, ich mag bezüglich Beurteilung der Rhyme/Sachs Serie „filmgeschädigt“ sein, da ich als erstes den Film gesehen habe und die Bücher bis dahin nicht kannte.
Jeffery Deaver ist mit der Serie Lincoln Rhyme und Amalia Sachs sicher ein starker Wurf gelungen. Im neusten Buch „Der faule Henker“ zeigen sich jedoch die Schwächen der Serie immer deutlicher.
Geradezu haarsträubend ist die Vorgehensweise des Täters. All die Energie und Gefahren die er einsetzt und in Kauf nimmt wären um sein wahres Ziel zu erreichen, nämlich gar nicht nötig. So wird z.B. die Polizei erst durch seine Aktivitäten um das Endziel, auf dasselbe aufmerksam. Seine, sicherlich klevern und erstaunlichen Tricks und Können hätten Ihn direkt zum Ziel geführt, ohne das Lincoln Rhyme auf ihn aufmerksam geworden wäre. Nun damit wären wir schon beim Kernpunkt der Sache. Rhyme schein ja derart gut zu sein, dass sich die Täter extra tolle Verbrechen ausdenken um ihn herauszufordern. Mit zunehmender Länge der Serie wirkt die Hauptfigur unrealistischer. Jeder Tetraplegiker, ja mancher Paraplegiker kann vor der Ausstattung, die Lincoln Rhyme umgibt, vor Neid nur erblasen. Nicht nur die technischen Geräte, die selbst manches Polizeilabor wohl gerne hätte, auch die soziale Umgebung ist bei ihm perfekt. Pfleger rund um die Uhr, Freunde und Kollegen, gipfelnd in der Beziehung mit der charmanten Amalia Sachs. Das sieht in der Realität wohl anders auch....
Nie geht ein Gerät kaputt oder funktioniert nicht richtig. Die Analysenwerte sind innert Minuten verfügbar. Diese Oberflächlichkeit findet im 5-Minuten „Quick“ Täterprofil von Dobyns ihren Höhepunkt. Was da wohl ein Tony Hill dazusagen würde?
Auch die „überraschende“ Wendung zum Schluss kann den Roman nicht retten. Im Gegenteil sie ist wirkt t abstrus, weil der Bezug zum Hintergrund des Täters fehlt und daher das Ganze nur ein weiterer Showblock darstellt. Das Ausgeplänkel mit dem Falschspiel um Kara und der Beförderung von Amelia Sachs, reiht sich nahtlos ins Gefüge dieses faulen Zaubers mit ein.
losklementi zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 11.09.2004
Das soll er nun sein der geniale neue Deaver aus der Lincoln Rhyme -Serie.Die Bewertung und die Kommentare haben mich ja richtig heiß gemacht...
Ich bin aber enttäuscht, weil er es nicht hält. Ich habe alle gelesen und finde, dass er aus einer wirklich genialen Idee in die Welt der Zauberer einzusteigen, leider zu extrem und zu oft den Faden und die Richtung wechselt, so dass ich zuletzt froh war als das Buch vorbei war. Ein bißchen Knochenjäger mit der frühen "Auflösung" wie im Tämzer. Amelia in Bedrängnis wie im Insektensammler und eine Gehilfin wie im Drachen. Aber diesmal hat er den Bogen zuweit gespannt, so dass es zum Ende fast schon blöd ist mit zig- Möglichkeiten, wie das Buch nun endet.
Der Bruch kommt schgon recht früh im Buch , als der vermeintliche Killer gefaßt wird . ( Bis dahin ist es ein solider guter Deaver, aber danach dreht er einfach ab) Mein Fazit : Besser die anderen 4 aus der Reihe lesen, sie sind spannender und vor allem inhaltlich viel besser geschrieben.
Ich kann nur 60 Grad geben.
SusanneHogl zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 08.09.2004
Hokus Pokus Fidibus - Dreimal schwarzer Kater....
Das war das erste Buch von Jeffery Deaver, das ich gelesen (sicher nicht das Letzte), deshalb war mir das Ermittlerduo Rhyme / Sachs unbekannt und seine Vorgeschichte nicht vertraut. Das war aber beim Lesen gar kein Problem und hat nicht im Geringsten gestört.
Der Plot entführt uns in ein Metier, das die meisten von uns wohl hauptsächlich mit David Copperfield oder Siegfried und Roy in Verbindung bringen. Eine Welt der Illusion, Täuschung und Magie. Viel Hintergrundwissen dazu wird geliefert, ohne daß diese Stellen trocken oder langatmig wirken.
Die Geschichte lenkt uns nicht nur einmal um die Ecke, sondern x-fach. An einigen Punkten des Buches denkt man, so das Rätsel ist gelöst, aber wieso kommen jetzt noch 250 Seiten ?? Was kann da noch kommen? Und es kommt noch einiges ....
Ich kann nur empfehlen - kaufen, lesen, lesen, lesen.
Schön zu wissen, daß Jeffery Deaver bereits an seinem nächsten Roman schreibt.
K.-G.Beck-Ewe zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 27.08.2004
Dieses Buch muss einfach verfilmt werden und wäre sicherlich ein würdiger Nachfolger von „Knochenjäger“ auf der Leinwand.
frontside_2002 zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 25.08.2004
Hi Deaver-Fans!
Ich kann mich den anderen Meinungen nur anschließen - einfach genial!
Deaver ist einfach geil zu lesen, v. a. die Rhyme-Romane!!!
Mimch begeistert v. a. die Liebe zum Detail, Variantenreichtum sowie eine abwechselnde Spannung, die Beschränkung auf das Wesentliche ohne langweiligen Kram und die wahnsinnige Spannung, in der v. a. die Rhyme-Romane geschrieben sind.
deswegen freue ich mich auf die nächsten Bücher von J. D.!
Cu bis zumnächsten mal!!!
Conny zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 12.08.2004
ENDLICH ist die deutsche Übersetzung des Romans erschienen! Ich bin ein großer Deaver-Fan und habe "The Vanished Man" (so der Originaltitel) bereits zweimal auf Englisch gelesen. Ich dachte schon, die deutsche Leserschaft hätte das Interesse an Deaver verloren...
Der neueste Lincoln-Rhyme-Roman hat alles, was man von einem Weltklasseautor erwartet und ist in jeder Hinsicht einfach ein "echter Deaver" - mörderisch spannend, raffiniert, interessant, detailliert und konsequent, ohne irgendwelche Längen und, wie immer, wissenschaftlich und psychologisch ausgefeilt. Der beste Deaver seit "Letzter Tanz"!
Übrigens ist Jeffery Deavers neuester Roman "Garden of Beasts" vor ein paar Wochen auf Englisch erschienen :)
Fynn-Bennett Graham zu »Jeffery Deaver: Der faule Henker« 11.07.2004
Ich habe das buch bisher nur auf Englisch gelesen und finde es extrem gelungen !
Mit einem Buch aus der Lincoln-Rhyme Reihe kann man eigentlich nichts falsch machen !

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