So soll er sterben von Ian Rankin

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel Fleshmarket Close, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Manhattan.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 15 der John-Rebus-Serie.

  • London: Orion, 2004 unter dem Titel Fleshmarket Close. 608 Seiten.
  • Boston: Little, Brown, 2005. 608 Seiten.
  • München: Manhattan, 2005. Übersetzt von Claus Varrelmann & Heike Steffen. ISBN: 3-442-54605-2. 608 Seiten.
  • Wien: Ueberreuter, 2007. Übersetzt von Claus Varrelmann & Heike Steffen. Großdruck. ISBN: 978-3800092536. 815 Seiten.
  • München: Goldmann, 2007. Übersetzt von Claus Varrelmann & Heike Steffen. ISBN: 978-3-442-46440-1. 572 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2005. Gesprochen von Udo Wachtveitl. ISBN: 3866040032. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2007. Gesprochen von Udo Wachtveitl. ISBN: 386604741X. 6 CDs.

'So soll er sterben' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Ein illegaler Einwanderer wird ermordet in einer Edinburgher Sozialsiedlung gefunden – ein Mord mit rassistischem Hintergrund oder etwas ganz anderes? Die Spuren führen Inspector Rebus von der berüchtigten Sozialsiedlung Knoxland geradewegs in die Tiefen der Edinburgher Unterwelt. Unterdessen kümmert sich Siobhan Clarke um den Fall eines verschwundenen Mädchens, und auch sie taucht bei ihren Ermittlungen ein in die dunkelsten Ecken Edinburghs, in das berüchtigte »Schamdreieck«. Was zunächst wie purer Zufall erscheint, erweist sich allmählich als logischer Zusammenhang. Denn hier, in den zwielichtigen Kneipen und Bars, halten ein paar Männer alle Fäden in der Hand, zu deren Geschäften auch Menschenhandel im großen Stil zählt. Und die es gar nicht gerne sehen, wenn Rebus und Siobhan Clarke ihre Kreise stören …

Das meint Krimi-Couch.de: »Die tote Hexe, das Plastikkind und der ermordete Fremde« 90°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Das Revier St. Leonard´s im schottischen Edinburgh wurde umstrukturiert, die Kriminalpolizei ausquartiert. In alle Winde haben sich die Beamten verstreut. Detective Inspector John Rebus hat es beispielsweise nach Gayfield Square verschlagen. Dort ist er im Grunde überflüssig und soll dies auch sein, denn seine Vorgesetzten möchten den querköpfigen Ermittler, der innerhalb der traulichen Filzokratie der Stadt immer wieder für Unruhe sorgt, endlich loswerden und aus dem Job ekeln. Wenigsten ist Detective Sergeant Siobhan Clarke, Rebus´ »Schülerin« und Vertraute, mit ihm versetzt worden.

Sein aktueller Fall bringt Rebus nach Knoxland, ein heruntergekommenes Stadtviertel von Edinburgh, das Vernachlässigung und soziale Kälte in ein Ghetto verwandelt haben. Die Ärmsten der Armen hausen hier in verkommenen Betonbauten. Noch weiter unten in der gesellschaftlichen Hackordnung stehen die Einwanderer und Asylanten, die von einer überforderten und gleichgültigen Verwaltung mit Rassisten und Fremdenhassern zusammengepfercht werden. Einen der ungeliebten Fremdlinge hat es erwischt: Stef Yurgii, ein kurdischer Regimekritiker, der mit seiner Familie kurz vor der Ausweisung stand, wurde erstochen. Niemand hat etwas gesehen, will der Polizei etwas sagen oder wagt dies zu tun.

Inzwischen erlebt Siobhan Clarke eine peinliche Überraschung: Zwei Skelette, die unter dem Kellerboden eines Pubs an der alten Gasse Fleshmarket Close ausgegraben wurden, entpuppen sich als Hörsaalgerippe aus Plastik bzw. als Überreste einer vor 250 Jahren hingerichteten Hexe. Noch lange bleiben die erstaunlichen Verbindungen zwischen dem Mord an einem armen Teufel und einem Studentenulk unentdeckt. Doch es gibt sie und sie führen Rebus und Clarke in eine Hölle der besonders realistischen Art, die alle Aspekte des modernen Menschenhandels sowie die Folgen einer desolaten Asylpolitik in sich vereinigt. Dazu gehören viel Gewalt und natürlich Mord – und wieder muss Rebus erkennen, dass Politik, Wirtschaft, Verwaltung und das Organisierte Verbrechen längst eine Zweckgemeinschaft bilden, die es verständlicherweise hasst, wenn man ihre lukrativen Geschäfte stört oder sie gar – wie unglobal – zur Rechenschaft ziehen will …

Vom Umgang mit dem lästigen Faktor Mensch

Einwanderer gleichen den Gauklern und Schaustellern des Mittelalters: Das Establishment erfreut sich ihrer Dienste, wenn es ihrer gerade bedarf, und jagt sie möglichst weit davon, sobald es ihrer überdrüssig ist bzw. die »Gäste« Forderungen stellen. Zum Leidwesen vieler ökonomisch denkender Politiker, Geschäftsleute und Verwaltungsexperten ist dies heutzutage so einfach nicht mehr möglich und der brave Bürger gibt ihnen mehr oder weniger offen Recht. Ja, es ist schlimm, was in fremden, seltsamen Ländern geschieht, aber so ist es halt, man hat seine eigenen Sorgen und außerdem ereignen sich Rebellionen, Menschenrechtsverletzungen, Hungersnöte oder Sturmfluten in der Regel beruhigend weit entfernt. So soll es denn auch bleiben.

Dummerweise weigern sich gar nicht wenige der Unterdrückten, Verfolgten und Verzweifelten in ihrer »Heimat« zu bleiben, auf Besserung zu warten oder möglichst unauffällig zu sterben. Sie packen ihre wenigen Habseligkeiten, sammeln ihre Familien und machen sich dorthin auf, wo es anders und abweisend ist aber schlimmer nicht mehr werden kann. Das ist dann der Punkt, an dem unerfreuliche Entscheidungen zu treffen sind: Wollen diejenigen, die mehr besitzen als das nackte Leben, ihren Besitz teilen, selbst wenn sie dafür finanzielle Opfer leisten müssen, oder wollen sie ihren Wohlstand für sich allein und weisen die Bedürftigen ab?

Tugendbolde wollen es nicht hören, doch beide Haltungen sind zunächst einmal legitim. Zur Aufgabe von erarbeitetem Wohlstand, zur Hilfe auf eigene Kosten ist niemand verpflichtet. Freilich ist es ein bemerkenswert tauglicher Maßstab für die Definition von Zivilisation, in welchem Maße es dennoch geschieht. Wie weit muss, wie weit kann man dabei gehen? Und wie legitim ist es auf halbem Wege zu stoppen, wenn man erst einmal Verfolgte aufnimmt und Verantwortung übernommen hat?

Der weite Bogen zur Kriminalgeschichte

Was das alles mit dem hier zu besprechenden Buch zu tun hat, mag sich mancher Leser jetzt fragen? Nun, diese und viele andere aktuelle, brennende, chronisch ungelöste Fragen bilden das Gerüst für die Geschichte, die Ian Rankin im 15. John-Rebus-Roman erzählt. Dieser hat mit einem »normalen«, d. h. das Leben und vor allem den Tod als unterhaltsames Spiel zelebrierenden Krimi nur mehr wenig zu tun. Das Kriminelle kommt hier unangenehm legal daher, denn es ist juristisch zulässige Praxis nicht nur in Schottland, wie mit Asylbewerbern als möglichen »Wirtschaftsflüchtlingen« umgegangen wird. Da läuft etwas schrecklich falsch, diese unbequeme Gewissheit quillt zwischen den Zeilen förmlich hervor; nicht nur den betroffenen Asylanten, sondern auch jenen, die sie »betreuen«, sie in gefängnisähnlichen »Heimen« konzentrieren, womöglich in einen sicheren Tod abschieben, ist dies bewusst. Rankin macht den Eiertanz deutlich, der um dieses Thema aufgeführt wird: Niemand außer den geistig Armen und den Brutalen will das heiße Eisen anfassen, an dem man sich garantiert verbrennen wird.

Natürlich ist Rankins Sicht einseitig. Er klammert das Problem aus, ob eine Integration, wie sie die unbedingten Multikulti-Befürworter wünschen, überhaupt möglich ist. Für Rankin gilt, dass Einwanderer und Asylanten primär aus Angst in der Fremde unter sich bleiben. Er ignoriert, dass es daneben Zuwanderer gibt, die aus vielerlei Gründen isoliert bleiben wollen. Allerdings ist das seine Entscheidung, die man akzeptieren sollte: Rankin hat sich ohnehin mehr abgebissen als er zu schlucken vermag. In der Regel vermag er das brisante Thema literarisch bewundernswert zu verarbeiten, d. h. er informiert ohne mit erhobenem Zeigefinger zu dozieren oder gar zu vergessen, dass er eine unterhaltsame Geschichte erzählen soll. Nur manchmal wirft er Rebus in eine Situation, die dessen ansonsten gut nachvollziehbaren Fragen und Gewissensnöte etwas plakativ oder gar platt vermittelt.

Vom gewinnträchtigen Geschäft mit dem Elend

Das beeinträchtigt die Auflösung des überaus komplexen Krimiplots, den es ja durchaus gibt, glücklicherweise nicht. Hier konfrontiert der Verfasser seine Leser mit einigen gelungenen Überraschungen. Wieder einmal stellt sich heraus, dass dort, wo ein juristisches oder moralisches Vakuum herrscht, das Verbrecher wuchert und gedeiht. »Fleshmarket Close« – das ist nicht nur der Name einer Gasse in Edinburgh. Hier, wo in der Vergangenheit auf offener Straße Fleisch verkauft wurde, ist man in der »zivilisierten« Gegenwart zum Menschenhandel übergegangen. Dank Rebus wird diese Filiale geschlossen – doch nur vorläufig, wie er sehr gut weiß, denn die neuen Inhaber stehen schon bereit, das schmutzige Geschäft weiter zu führen …

Verzichten hätte Rankin auf den kriminalistischen Nebenstrang um eine verschwundene Bürgertochter können. Zwar enthüllt er auch hier Verbindungen zu den beiden »Hauptfällen« dieses Buches, doch diese wirken recht aufgesetzt, obwohl dem Verfasser gleichzeitig zugestanden werden muss, dass sich auch diese Teilhandlung überaus spannend liest. Fühlte sich Rankin veranlasst seinen allzu »belletristisch« geratenen Roman nachträglich einen deutlicheren Krimi-Touch zu verpassen?

Auch Rebus muss Stellung beziehen

In seinem 15. Auftritt präsentiert sich John Rebus beruflich wie privat zwar auf niedrigem Niveau aber stabil. Um ihn aus seinem verhassten wie geliebten Polizeijob zu mobben, müssten seine Gegner schon stärkere Geschütze auffahren. Rebus ignoriert die meisten Gemeinheiten. Wird es ihm zuviel, zahlt er einfallsreich zurück. Ansonsten erledigt er seine Arbeit in dem Wissen, das seine Karriere ohnehin zu Ende ist, recht eigenständig. Das macht seine Gegner ebenso hilflos wie rasend und gibt Rankin Gelegenheit für wirklich humorvolle Episoden, welche diese Geschichte bitter nötig hat.

Rebus vertritt dieses Mal stärker als sonst den »normalen« Bürger seines Landes und damit auch den Leser. Er wird mit einem Aspekt des alltäglichen Lebens konfrontiert, der ihm bisher wie den meisten Menschen zwar bekannt aber trotzdem fremd ist. Nun ist er gezwungen sich damit auseinander zu setzen, Stellung zu beziehen. Gleichzeitig führt es ihn an die verdrängten eigenen Wurzeln zurück: John Rebus ist – wir erfahren es hier zum ersten Mal – der Nachfahre polnischer Einwanderer. Nicht einmal die eigene Familiengeschichte ist ihm bekannt; sie wurde verdrängt und vergessen. Rebus muss lernen, dass es so etwas wie »wchte« im Sinne von »reinrassige« Schotten wohl gar nicht (mehr) gibt: Die menschlichen Rassen vermischen sich seit es sie gibt. Im Zeitalter des interkontinentalen Reisens hat sich das leicht nachvollziehbar verstärkt.

Schwarz plus Weiß ergibt Grau

Das Wissen um diese einfache Tatsache ist nicht identisch mit ihre Akzeptanz. Rankin lässt Rebus einen Chor verschiedener Meinungen erleben. Gleichgültige Politiker, publicitygeile Journalisten, überarbeitete Verwaltungsleute, ins Abseits geratene Dauerarbeitslose, Neonazis, auf den eigenen Vorteil fixierte Geschäftsleute, engagierte bis fanatische Menschenrechtler usw. usf.: Personen aus allen gesellschaftlichen Schichten singen ihn, in dem es nur zwei Gemeinsamkeiten gibt: Einig ist sich höchstens diejenigen Gruppe, welche »Fremde« ablehnt. Ansonsten hört Rebus Argumente für und Argumente gegen die Aufnahme von Einwanderern, bis ihm die Ohren dröhnen und er sich notgedrungen wieder dorthin zurückzieht, wo er festen Boden unter den Füßen hat: Rebus jagt die eindeutig Kriminellen, die in Schottland die Neuankömmlinge bedrohen, ausbeuten und umbringen. An fragwürdigen Praktiken wie der Abschiebung von Menschen, die »nur« Wirtschaftsflüchtlinge sind, wird er nichts ändern können. Diese Erkenntnis ist nur ein weiterer Nagel zu seinem Sarg, wobei dessen Deckel allerdings noch reichlich Platz bietet …

Zu besagtem Chor gehören auch Rebus´ Polizeikolleginnen und -kollegen. Viele kennen wir schon aus früheren Abenteuern; es ist schön zu erfahren, was aus ihnen geworden ist. Neue, manchmal angenehm skurrile Gestalten tauchen auf. Durch das gesamte Buch zeiht sich ein gelungener running gag um Rebus´ Kleinkrieg mit einer rabiaten Spezialeinheit der Drogenfahndung, die ihm einen Streich sehr einfallsreich heimzahlt. Neben Rebus steht dieses Mal als Hauptfigur wieder Siobhan Clarke. Sie scheint lange an einem eigenen Fall zu arbeiten, bis Rankin sie mit Rebus zusammenführt – kein Fall besonderer Wahrscheinlichkeit aber das Privileg eines Schriftstellers, der sein Publikum überraschen will. Viel zu leiden haben erneut diverse Vorgesetzte von Rebus, die sich gegen seine langjährig erprobte und perfektionierte Dreistigkeit nur schwer oder gar nicht zu wehren wissen.

Bleibt abschließend die nicht zum ersten Mal gestellte Frage, wie denn der deutsche Titel dieses Romans zu Stande kam. Zwischen Fleshmarket Close und So soll er sterben lässt sich im Grunde keine Verbindung herstellen. Rankins Titelwahl ist angesichts des Themas ebenso klug gewählt wie raffiniert. Da hätte sich im Deutschen sicherlich eine annähernde Entsprechung finden lassen. Statt dessen gibt´s wieder eines dieser Pseudo-Bibelzitate, die sich – ausgehend von den auch sonst nur Unheil ausbrütenden Elizabeth-George-Schwarten – wie die Pest ausgebreitet haben.

Ihre Meinung zu »Ian Rankin: So soll er sterben«

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Jossele zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 08.01.2016
Rankin liefert auch in diesem Band einen soliden und spannenden Krimi ab. Wie er die drei Fälle, um die es geht vorstellt und nach und nach miteinander in Verbindung bringt, ist vom Feinsten. Leider leistet er sich diesmal aus meiner Sicht einige Schwächen bei der Auflösung an sich, denn die kommt dann doch etwas banal und hingeschludert daher. 75°
Kriminaltango zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 08.01.2014
Ich schließe mich allen negativen Kommentaren an. Krimi geht anders, Spannung geht anders. Stattdessen endlose Dialoge, eine zerfaserte Handlung, unübersichtliches Personenwirrwarr. Allerdings gefallen mir die beiden Hauptpersonen, aber vielleicht auch nur deshalb, weil alles andere so dermaßen blass bleibt. Auch ich werde keinen weiteren Rankin-Roman mehr anfassen, nachdem mich auch schon "Das Souvenir des Mörders" nicht überzeugen konnte. Eine Frage stellt sich mir aber: Wie kommt dieses Buch zu einer derart guten Bewertung, wenn es hier in den Kommentaren so massiv kritisiert wird?
dieschlaue zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 05.01.2010
Der Titel des Romans bezieht sich wahrscheinlich auf den Leser, denn ich bin fast gestorben, nämlich vor Langeweile. Bislang habe ich angenommen, Larsson sei der langweiligste Krimiautor aller Zeiten, nun weiß ich es besser: mehr seitenfüllende Faselei als in "So soll er sterben" geht nicht. Einige Kritiker loben die Gesellschaftskritik des "Romans": platter geht es auch nicht. Auch für Ian Rankin kommt meine Warnung an die professionellen Krimikritiker zu spät: sagt einem Krimischreiber gern, sein Buch sei spannend, aber nie, es sei gut geschriebene "Literatur". Diese nehmen solch Lob als Anlaß, ab sofort mindestens 500 Seiten zu schreiben, weil sie annehmen, das gehöre zur "Literatur" dazu und würde sie aus der Masse der Krimischreiber herausheben. Diesem Trugschluss erlag auch Rankin: hätte er sich auf 100 Seiten beschränkt (statt auf 570), hätte es (vielleicht) was werden können. So ist das Thema "Rankin" für mich erledigt
1 von 7 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Andrea zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 28.12.2008
Auch mein zweites Buch von Ian Rankin hat mich nicht vom Hocker gehauen, ist aber bei weitem besser als "Ehrensache". Die Sprache ist nicht so hölzern (liegt das an der Übersetzung?), aber die Charaktere sind blass. Weiß von denen, die das Buch gelesen haben, irgendjemand, wie Siobhan aussieht? It sie alt oder jung? Warum kommen so unendlich viele Polizisten darin vor, die alle an irgendwelchen Fällen herumschrauben, die sich am Ende zu einem Strang verknüpfen (oder besser verwursteln)? Ich habe beschlossen, nichts mehr von Rankin zu lesen, und das, obwohl ich ein großer Schottland-Fan bin.
heinrich zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 06.01.2008
Ich stimme Herrn Drewniok zu. Welche Drogen gibt der Verlag den Praktikanten, damit sie sich so hirnige Titel wie „So soll er sterben“ ausdenken? Als Leser finde ich mich vera..., wenn man mir unterstellt, dass ich mit sinngemäßen Übersetzungen (oder auch mit dem englischen Originaltitel) auf dem Buchumschlag nichts anfangen kann.
Das ist der einzige trübe Fleck auf diesem Roman, der den Lesern die Asylantenproblematik und das Leid der Einzelnen ohne erhobenen Zeigefinger nahe bringt. Mit Bedacht hat der Autor viele fiktive Plätze entworfen. Sie können überall in Nord- und Westeuropa sein – Edinburgh ist nur der naheliegende Rahmen. John Rebus selbst, in eine neue Dienstelle versetzt und ohne eigenen Schreibtisch, nutzt das absehbare Ende seiner Dienstzeit, um relativ unbehelligt von Vorgesetzten und unbelastet von anderen Fällen, auf seine spezielle Art zu ermitteln. Viele alte Bekannte fehlen, das gibt denjenigen, die noch kein Buch von Ian Rankin gelesen haben die Gelegenheit, ihn anzutesten, ohne frühere Ereignisse kennen zu müssen. Meine Wertung: 91 Grad!
Volker zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 10.12.2007
Wieder ein guter Roman von Rankin, aber für mich eher etwas unter dem (zugegebenermaßen sehr hohen) Durchschnitt der Rebus-Reihe. Der komplexe Aufbau wirkt diesmal zu sehr konstruiert und fesselt nicht in dem Maße wie die Vorgänger.
Richard.H zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 18.11.2007
Hallo! Also ich habe schon bessere Bücher von Rankin gelesen,ich meine das Buch war nicht schlecht,es war aber auch nicht überragend.Natürlich würde ich mich auch freuen wenn die Figur "John Rebus" weitermacht und noch nicht in Rente geht.
Toubib zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 29.09.2007
Bitte John, geh nicht in Pension! Ich hoffe, die britische Regierung wird auch das Rentenalter verschieben. Dein Zynismus wird mir fehlen. Ich warte gespannt auf "Im Namen der Toten"
Toubib zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 29.09.2007
Bitte John, geh nicht in Pension! Ich hoffe, die britische Regierung wird auch das Rentenalter verschieben. Dein Zynismus wird mir fehlen. Ich warte gespannt auf "Im Namen der Toten"
Moschi zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 22.09.2007
Hatte mir nach den vielen positiven Leserkommentaren etwas mehr von Rankins neuem Buch versprochen.
Spannung kam beim Lesen zu keiner Zeit auf. Der moralische Anspruch des Autors an die Asyl - und Flüchtlingsproblematik war mir zu dick aufgetragen, die Geschichte insgesamt zu langatmig, wenig aufregend oder gar originell.
Für mich kein Krimi im klassischen Sinn. Gefallen haben mir der zeitweise aufblitzende Wortwitz und die gut gezeichneten Charaktere.
Kinsey zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 16.09.2007
Auch mit seinem 15. Fall für Rebus hat Ian Rankin mich nicht enttäuscht. Spannende Geschichte, gut erzählt, wundervolle Charaktere. Und wie schon in "Die Kinder des Todes" spricht er auch hier gesellschaftspolitische Probleme an, indem er eine Krimihandlung "drumherumbaut". Und das, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben - der Leser soll sich ruhig eine eigene Meinung bilden - oder ins Jammern zu verfallen - nach dem Motto "die Welt ist schlecht und es wird alles immer schlimmer".
kissace zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 04.09.2007
Wie IMMER... SENSATIONELL.. Der bei weitem beste Krimi-Autor der Gegenwart hat erneut ein FANTASTISCHES Buch geschrieben... Das " So soll er sterben" wirklich sein bester Roman ist würde ich zwar nicht unterschreiben.. aber einer der besten in einer langen Reihe von SEHR GUTEN John Rebus -Romanen ist er auf alle Fälle... 93 Grad
Chelsea zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 17.08.2007
Es ist kaum zu glauben, aber Rankin wird immer besser. So soll er sterben ist wieder sehr spannend und - wie ich finde - weniger düster als so manche Vorgänger. Und wie er immer wieder bekanntes Personal in den Bänden unterbringt, ist wirklich gelungen.
Jenny G. zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 24.07.2007
Ich bin erst auf Seite 300, aber kann dennoch sagen, dass auch dieser Roman von Ian Rankin wirklich spitze ist.Gibt es zu dem Buch auch einen Film?
Ich bin ein großer Fan von DI Rebus, habe leider noch nicht alle gelesen.
Vera V zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 10.07.2007
Habe erst damit angefangen, aber schon die ersten 100 Seiten haben mich fasziniert! Sensationelles Buch!
Werde sicher noch mehr von Ian Rankin lesen!!
John Rebus zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 12.06.2007
Einfach nur sensationell der Mann. Da gibt es keine zwei Meinungen. Der Mann hat jetzt mittlerweile 16 Rebus-Bücher geschrieben, ich habe 15 davon gelesen. Schade, dass bald Schluss sein soll.
andimandi zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 23.05.2007
Sicher nicht das beste von ihm - aber auf jeden Fall lesenswert! Rankin versteht es, aus fast jedem seiner Bücher einen Pageturner zu machen! Freu mich auf das nächste.
aschwede zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 13.02.2007
Ich habe wirklich viele Krimis gelesen, von vielen Autoren, aber was der Rankin in den letzten Jahren mit seinem Rebus so vom Stapel lässt, ist wirklich mehr als nur tolle Unterhaltung, einfach spitze! Super recherchiert, fein gezeichnete Details mit liebe zur Stadt Edinburgh, klasse Charaktere und vor allem, was vielen anderen fehlt, eine gehörige Portion Humor. Jedes, ausnahmslos jedes Buch von ihm, ist spitze! Mit jedem weiteren Werk wird´s nur noch besser. Einfach klasse zu lesen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Matze zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 25.01.2006
Ich hab ja schon alle anderen von Ian Rankin gelesen, aber das war das allerbeste! Es hat einfach alles gestimmt in diesem Buch. Bin schon sehr gespannt auf die nächsten Folgen von Rebus und Siobhan ...
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Anja S. zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 04.01.2006
Dieser Krimi verbindet eine spannende Story mit vielen Verknüpfungen, die sich alle am Ende logisch auflösen, mit sehr viel Weltanschauung des Autors. Ist aber dennoch sehr lesenswert, habe es an einem Tag ausgelesen.
phi99auc zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 04.12.2005
Habe bislang nur einen weiteren Krimi von Rankin gelesen - Set in Darkness: ok, gute Unterhaltung, aber super umgehauen hat es mich nicht. Anders bei Fleshmarket Close: Spannende Geschichte, sprachlich wunderbar geschrieben, glaubhafte Figuren, gesellschaftlich brand aktuell. Ich bin absolut begeistert!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Silke Schröder zu »Ian Rankin: So soll er sterben« 07.10.2005
In Ian Rankins neuem Krimi geht es um Fremdenhass und die unsichtbare Maschinerie der Abschiebehaft. Mit scharfem Blick kritisiert der Autor eine Gesellschaft, die Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen unterbringt und sich gleichzeitig an ihrem Elend bereichert. Auch wenn es Rankins Abschiebegefängnis so nicht gibt: Seine Figuren sind authentisch und die Lebensbedingungen der Flüchtige sind sorgfältig recherchiert.

Inspektor Rebus steht hier für das schlechte Gewissen von Menschen, die oft nicht mehr so genau hinsehen, wenn es um das Schicksal von unbekannten Fremden geht. Bei alledem moralisiert der Autor aber nicht, sondern erzählt vor allem eine spannende Kriminalgeschichte. Ein rundum gelungener Krimi mit einem kritischen Blick auf die unsichtbare Grenze der "Festung Europa". Sehr empfehlenswert.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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