Die Seelen der Toten von Ian Rankin

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1999 unter dem Titel Dead Souls, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 10 der John-Rebus-Serie.

  • London: Orion, 1999 unter dem Titel Dead Souls. 576 Seiten.
  • München: Goldmann, 2006. Übersetzt von Giovanni & Ditte Bandini. ISBN: 978-3-442-44610-0. 576 Seiten.

'Die Seelen der Toten' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze: 

Die Seelen der Toten lassen Detective Inspector John Rebus keine Ruhe: In seinen nächtlichen Träumen sucht ihn sein kürzlich verstorbener Freund heim, und tagsüber plagt ihn sein schlechtes Gewissen. Denn Rebus trägt maßgeblich Schuld daran, dass in einem Fall von Kindesmissbrauch der Täter bereits von der Presse vor dem Prozess verurteilt worden ist – eine heikle Situation für die Edinburgher Polizei. Zudem soll er den soeben aus dem Gefängnis entlassenen Serienmörder Cary Oakes überwachen, damit nicht noch ein Mensch das Opfer der Öffentlichkeit wird. Doch Oakes setzt alles daran, sich Rebus zu entziehen, und beginnt mit ihm ein makaberes Versteckspiel …

Ihre Meinung zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten«

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Karin zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 26.10.2013
Ian Rankin wird als einer der ganz großen lebenden englischen Krimi-Autoren gefeiert - offensichtlich von Männern. Sein Inspector Rebus ist ein saufender, selbstherrlicher und präpotenter Macho, der sicherlich auch seine guten Seiten hat: so sorgt er sich sehr wohl um die Sicherheit seiner derzeitigen Freundin, auch wenn er sie schlecht behandelt. Er versucht, einen Pädophilen zu retten, der allerdings erst durch ihn in Gefahr gebracht wurde …. Aber im Großen und Ganzen ist er genau jene Art von Polizist, die wir uns alle nicht wünschen (können) und von der ich befürchte, dass sie mehr werden, je mehr “bei den Beamten” gespart wird. Zu viel Staat ist sicherlich keine Lösung, zu wenig allerdings auch nicht. Und wenn ein derart instabiler Inspector allzu philosophisch wird, kommt das zumindest bei mir nur wenig glaubwürdig herüber. Dass dann auch noch dazu kommt, dass Edinburgh in Bausch und Bogen als düstere, von Kriminalität beherrschte Stadt gezeichnet wird, wirft in meinen Augen ein bezeichnendes Bild auf den Schriftsteller und zeichnet vermutlich nur einen winzigen Teil der Realität nach.

Wer gern Ian Rankins Inspector-Rebus-Romane liest, wird nicht enttäuscht sein, für kritischere Krimi-Leser fällt auch dieser Roman bestenfalls unter Lesefutter.
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Jossele zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 29.01.2012
Wie (fast) alle Bücher von Ian Rankin, die ich bisher gelesen habe, hat mir auch dieser Krimi wieder sehr gut gefallen. Rankin versteht es wie kaum ein zweiter, verschiedene Handlungsstränge nebeneinander aufzubauen, die sich mal mehr mal weniger berühren und alle Stränge auch logisch zu Ende zu erzählen. Dass er über das Schicksal einer der Personen hier spekulieren läßt, schadet aus meiner Sicht nicht. Und er hat einen interessanten Kommissar entwickelt, der eben auch schwere Fehler begeht und gerade deshalb glaubwürdig charakterisiert ist. Mehr davon.
dottie62 zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 13.09.2011
Dieses Buch ist sehr gewöhnungsbedürftig, denn es erzählt viele Handlungsstränge auf einmal. Ein vermisster 19jähriger, ein Prozess um ein Kinderheim mit Kinderschändern, ein Selbstmord eines Kollegen, eine Rachezug eines verurteilten Serienmörders... Und dazu noch einige privaten Geschichten von Rebus, von seiner Jugendliebe, seiner Tochter...
Mein zweites Buch von Ian Rankin. Rankins Stil ist gewöhnungsbedürftig und speziell und der Anfang fällt einem nicht ganz leicht, aber wenn es mich einmal gepackt hat kann man nicht mehr aufhören und möchte mehr.
hades01 zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 26.06.2011
Obwohl -wie fast immer bei Rankin- viele Handlungsstränge und Personen zusammenspielen, konnte man bereits von Anfang an Spannung spüren und (vor allem bei mir) bis zum Ende halten. Wiedermals Einblick in die persönliche Geschichte von Inspectur Rebus die man gerne weiterverfolgen möchte. Zusammengefasst: deutlich besser und spannender als "Die Sünden der Väter".
Kom_Ombo zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 27.01.2011
Mit diesem Buch von Rankin hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten. Es war etwas undurchsichtlich und es dauerte seine Zeit, bis ich endlich in die ganzen Handlungsstränge reingefunden habe. Dann aber wurde es besser!

Im Großen und Ganzen gefiel mir auch dieses Buch von ihm ganz gut, wobei ich sagen muss, dass mir Rebus immer sympathischer wird, da er sich einen Dreck' darum schert, was andere von ihm denken. Er zieht immer sein Ding durch, ohne Rücksicht auf Verluste (zumindest oft).

Sobald ich wieder ein paar Ian Rankin Bücher in die Finger kriege, werde ich auch diese lesen.
Pazuzu zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 09.03.2010
In seinem zehnten Fall wird Rebus von verschiedenen privaten und beruflichen Problemen herausgefordert, an denen er beinahe zu scheitern droht. Wegen einer alten Jugendliebe setzt er seine Beziehung zu Patience aufs Spiel, in seinem Zynismus und aus seinen Vorurteilen heraus überschreitet er eine Grenze und bringt willentlich einen Menschen in Gefahr, darüberhinaus begeht er den Fehler, einen Serienmörder zu unterschätzen. Der mürrische, arrogante und mitunter romantische Rebus gerät ziemlich ins Schleudern, zumal die verschiedenen Fälle irgendwie alle miteinander verknotet scheinen – und dann doch wieder nicht. Am Ende gelingt es Rebus natürlich, das Geflecht zu entwirren. Ein cleverer und geschickt konstruierter Roman, temporeich erzählt mit raffiniertem Spannungsaufbau und ausgefeilten Charakteren, unterhaltsam und anspruchsvoll zugleich.
Jenny zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 05.03.2007
Also ich finde, dass dieser Kriminalroman einfach unter die Haut geht. Zwar bin ich ein echter Lesefan von Ian Rankin, aber da gibt es ein paar Fragen..
z.B. Ist der Sohn von den Michs jetzt tot oder nicht??
eigentlich lässt es sich doch darauf schließen..
er wird als netter Kerl dargestellt.
und wenn er dir Flasche abgekriegt hat, wird es wohl so sein, dass er ertrunken ist..

Aber ich freue mich trotzdem immer, wenn mir ein Buch von Rankin in die Hände fällt..
man kann sich immer sicher sein..
Spannung garantiert
Jenny
Melisandra zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 09.09.2006
Ich habe das Buch soeben gelesen und finde es doch sehr langatmig geschrieben.

Mir persönlich gefiel "Die Sünden der Väter" von Rankin um einiges besser. Deshalb vergebe ich auch nicht die volle Punktzahl sondern ca. 60 ° auf unserer Wertungstabelle :-(

- auch auf die Gefahr hin, mich zu outen.
tieftag88 zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 17.08.2006
Leider kann ich mich der vorausgegangenen Meinungen nicht anschliessen.
Nachdem ich alle Bücher (leider unchronologisch) von Rebus gelesen habe, fand ich diesen Roman doch sehr trivial und langatmig. Über unlogische Entwicklungen wurde schon berichtet. wie gesagt, verglichen mi: z.B. "Puppenspiel" "Die Sünden der Väter" eine schwächere Ausgabe, aber dennoch ist für mich Ian Rankin der beste und spannendste Autor für Kriminalromane, noch vor Mankell und weit vor Val McDermid und E. George!!
Nicole zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 15.06.2006
Nachdem ich die vorhergehenden John Rebus - Romane bereits gelesen hab, war ich zuerst mal enttäuscht von dem Verlag, der "Die Seelen der Toten" rausgebracht hat, denn ich hatte "Der kalte Hauch der Nacht" bereits längere Zeit ungelesen im Schrank stehen und als ich es dann endlich gelesen hab, hab ich mich gewundert warum die Unterschiede zu "Die Sünden der Väter" so gravierend waren (Rebus avancierte vom Fast-Nichtraucher und Fast-Nichttrinker plötzlich wieder zum Alki und totalem Nikotin-Süchtigen). Als ich das Buch durch hatte, musste ich feststellen, dass erst jetzt der "Verbindungsband" also "Die Seelen der Toten" in Deutschland als TB rausgekommen ist also völlig unchronologisch... *kopfschüttel*.
Das Buch selbst fand ich wieder richtig gut - ich mag die Art von DI Rebus :o) Nur würde ich auch gern wissen was denn jetzt mit Damon Mich passiert ist. Lebt er noch (oder hat seine Mum sich bei der Video-Identifizierung getäuscht) oder ist er ertrunken? *grübel*
Anja zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 07.06.2006
Habe gerade eben das Buch fertig gelesen und kann mich der Meinung von Andreas nur anschliessen. Ich finde alle Rebus-Romane spitze aber dieser hier gehört zu oberst auf die Liste.
Allerdings habe ich irgendwo den Faden verloren: Was ist nun mit Damon Mich passiert? Zum einen konnte ihn seine Mutter am Bankautomaten "identifizieren", zum anderen scheint er beim Sturz vom Boot ertrunken zu sein. Habe ich da irgend etwas verpasst?
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Andreas Theune zu »Ian Rankin: Die Seelen der Toten« 04.06.2006
Eins Vorweg: Für mich ist "die Seelen der Toten" bisher der beste Rebus Roman, den ich gelesen habe.
Zum einen offenbart Rankin alte Stärken in der Charakterzeichnung seines Kommissars. Wieder schafft es Rebus gleichzeitig sympathisch und interressant zu bleiben. Durch die Entwicklungen des Vorgängerromans gibt es auch genügend Sprengstoff rund um Rebus' Privatleben welcher fesselt und zum weiterlesen einlädt. Außerdem taucht eine Jugendfreundin des Inspektors auf, die einiges über Rebus' Vergangenheit enthüllt. Für Serienveteranen gibt es also neue Puzzlestücke im Gesamtbild des DI Rebus.

Dazu kann aber diesmal auch der Kriminalfall überzeugen. Zwei Haupthandlungsstränge werden verfolgt ohne am Ende künstlich verbunden zu werden. Zum einen ist da der Psychopath Kerry Oakes, der versucht Spielchen mit Rebus und dem aus den Vorgängern bekannten Journalisten Stevens zu spielen. Dieser Handlungsfaden sorgt für Thrillerspannung vom feinsten.

Zum anderen steht ein Pädophilieprozess im christlichen kinderheim Shellion im Mittelpunkt. Rund um diesen spielen sich einige Merkwürdigkeiten ab, die auch zu einem Mord führen andem Rebus nicht ganz überteiligt ist.....die Blicke auf das Thema Pädophilie sind sehr interessant, da sie Ansätze zum Verständnis der Taten liefern, ohne diese auch nur im geringsten zu rechtfertigen. Sehr gut gemacht!
Auch die Auflösung dieses Handlungsteils weiß zu überzeugen.

Beide Kriminalfälle bleiben auf einem halbwegs glaubwürdigen Niveau und sorgen für konstante Spannung.

Rankin gelingt es seine Serie weiterzuführen ohne zu langweilen. Ich werde auch die weitere Geschichte des DI Rebus verfolgen auch wenn Rankin meiner Meinung nach irgentwann daran denken sollte eine neue Hauptfigur ins Zentrum seiner Krimis zu stellen, da die Figur Rebus nun langsam alle ihre Facetten offenbart hat.

Ich gebe dem Roman 92 Grad und damit eine der höchsten Wertungen, die mir ein Krimi-Couch Buch wert war.
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