Dr. Watson – Ihr Krimi-Berater

Verehrter Leser, ich habe folgende Bücher für Sie gefunden:

Treffer: 1 – 10 von 10

Schauplatz: Spanien / Andalusien
Zeit: ---
Genre: ---
Eigenschaften: ---
Autor: ---
Protagonist(en): ---
Seitenzahl: ---
Verlag: ---

Treffer 1 – 10

Der Blinde von Sevillavon Robert Wilson

89° bei 285 Stimmen

Während man in Sevilla die Semana Santa feiert, ist Inspektor Javier Falcón mit einem äußerst grausamen Mordfall beschäftigt. Ein Restaurantbesitzer wird tot aufgefunden - an einen Stuhl gefesselt und gestorben an den Verletzungen, die er sich zufügte, als sein Mörder ihn zwang, ein Video anzuschauen. Was so unvorstellbar Schreckliches hat das Opfer gesehen? Bei den Nachforschungen entdeckt Falcón nicht nur, dass sein verstorbener Vater in den Fall verwickelt ist, sondern dass er selbst bald das nächste Mordopfer werden könnte. Kann ihm da noch der Blinde helfen, der ihm mit angeblich prophetischer Gabe zur Seite steht...? Angst. Angst vor dem Wiedertreffen mit der Ex. Angst vor dem Kampf mit dem Stier in der Arena. Angst vor dem Feind im Schützengraben. Angst vor der Zukunft in einer stillen Minute. Angst vor der eigenen Vergangenheit in einer unüberlegten Reaktion. Angst vor sich selbst. Angst ist das alles beherrschende Thema in Robert Wilson´s drittem auf Deutsch erschienenem Roman Der Blinde von Sevilla. Mit welcher Perfektion der Brite diesen Krimi geschrieben und das Thema umgesetzt hat, sollte hingegen jedem anderen zeitgenössischen Krimiautoren Angst einjagen. An Wilson führt zur Zeit kein Weg vorbei. Im südspanischen Sevilla geht ein Serienmörder um, der - gar nicht mal so wie vermutet - durch seine körperliche Brutalität die Menschen fesselt, sondern durch eine perfide psychologische Folter. "Der Blinde", wie ihn die Presse bald betiteln soll, zwingt seine Opfer dazu, sich genau die Dinge vor Augen zu werfen, die sie am liebsten vergessen hätten, die sie aus ihrem Leben bannen wollten, vor denen sie sich am meisten fürchten, für die sie sich am meisten schämen. Natürlich, der Killer hilft nach: fesselt seine Opfer an Stühle, schneidet ihnen die Augenlider ab. Wer nicht sehen will, muss fühlen. Wer das gesehene nicht ertragen kann, stranguliert sich selbst. [...]

direkt zum Buch Robert Wilson: Der Blinde von Sevilla auf deutsch erschienen: 2004

Alles total groovy hiervon Jörg Juretzka

88° bei 64 Stimmen

Kristof Kryszinski ist mit seinem Kumpel Scuzzi ins sonnige Spanien unterwegs. Sie sollen einen Ort suchen, an dem ihr Bikerklub die Stormfuckers Ranch aufmachen kann. Noch während der Fahrt begegnet ihnen alles andere als Sommer, Sonne, Strand und Meer: verdorrte Stein- und Staubwüste, erbarmungslos sengende Hitze und gefährliche Banden verwahrloster Kinder. Schisser allerdings, der bereits eine entsprechende Immobilie gefunden hatte, ist verschollen - ebenso die 180 000 Euro, mit denen er das Objekt erstehen sollte. Auf der Suche nach Freund und Geld stoßen die beiden auf ein Aussteigerdorf voller zugekiffter Hippies. Auch die Jugendlichen machen in der iberischen Gluthitze dem bierdurstigen Kryszinski gehörig Dampf - ganz zu schweigen von den harmoniebedachten Blumenkindern, gegen die der Mülheimer instinktiv eine herzliche Abneigung empfindet. Er hat ihn schon auf eine Kreuzfahrt Richtung Polarmeer und in den Wilden Westen geschickt. Im nunmehr achten Fall für Kristof Kryszinski, Privatdetektiv aus Mülheim/Ruhr, ist Spanien an der Reihe. Sein Kollege "Schisser" von der Bikergang "Stormfuckers" war mit seinem Bock und 180.000 Euro in der Tasche nach Andalusien aufgebrochen, um den Jungs eine neue Heimat in Form einer großen Ranch zu suchen. Doch Schisser verschwand spurlos. Gemeinsam mit Kumpel Pierfranceso Scuzzi macht sich Kryszinski auf Spurensuche an der Costa de la Luz - und landet erstmal auf einem Hippie-Campingplatz. Auf dem fühlt sich der knuffelige Scuzzi dabei auch noch pudelwohl: freie Liebe, Rauchen, was Lunge und Joint hergeben, Lagerfeuerromantik. Klare Sache, dass der Italiener, der "in Verhöhnung des eigenen Namens kein über das Vokabular eines türkischen Pizzaboten hinausgehendes Wort Italiensch" spricht, für viel Freude bei eingefleischten Juretzka-Fans sorgt, wurde er doch in so manchem Vorgängerband arg vermisst. Doch auch er soll - nicht in erster Linie, aber dennoch ordentlich - eins auf die Fresse bekommen. Oder um in Juretzkas Sprache zu bleiben: gefickt werden. [...]

direkt zum Buch Jörg Juretzka: Alles total groovy hier auf deutsch erschienen: 2009

Die Toten von Santa Claravon Robert Wilson

87° bei 113 Stimmen

Während ganz Sevilla unter der Hitze eines mörderischen Sommers leidet, wird Chefinspektor Javier Falcón in eine der klimatisierten Villen des Nobelvororts Santa Clara gerufen. Dort scheint der reiche Bauunternehmer Rafael Vega seinem Leben durch eigene Hand ein Ende bereitet zu haben. Die Staatsanwaltschaft will den Fall schnell zu den Akten legen, denn Vega hatte einflussreiche Beziehungen in Sevillas guter Gesellschaft, und niemand möchte einen Skandal verursachen. Doch etwas weckt Falcóns Misstrauen: Eine rätselhafte handschriftliche Notiz von Vega und der offenbare Mord an seiner Frau, die mit einem Kissen im Bett erstickt wurde, lassen ihn gegen den Willen seiner Vorgesetzten die Ermittlungen aufnehmen. Bald ist Falcón einem gewaltigen Verbrechen auf der spur, das noch mehr Menschenleben zu fordern droht... Mit Der Blinde von Sevilla hat Robert Wilson die Erwartungen hoch gesteckt, fulminanter hätte ein Einstieg in seine Reihe um Inspector Javier Falcón nicht sein können. "Packende Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau" titelten wir seinerzeit. Die Toten von Santa Clara ist Folge zwei der Serie und erscheint nicht nur direkt als Hardcover, sondern auch noch in einem frisch gegründeten Verlag namens "Page & Turner". Soviel sei vorweg genommen: Wilson untermauert seine Stellung als einer der besten europäischen Kriminalautoren - auch wenn die Fortsetzung nicht ganz an die Imposanz des ersten Teils heranreicht. Der Tatort: Ein prächtiges Haus im schnieken Nobelvort Sevillas, Santa Clara. Die Opfer: Bauunternehmer Rafael Vega und seine Frau. Die Sachlage: Senora Vega wurde aller Wahrscheinlichkeit nach ermordet, liegt tot im Schlafzimmer auf dem Ehebett. Senor Vega genau so leblos auf dem Boden des Wohnzimmers. Die Hypothese: Vega brachte seine Frau um, danach sich selbst. Das Motiv: Welches Motiv? Die Anti-These: Die Vegas wurden umgebracht, der Mord an Senor Vega als Selbstmord getarnt. Grund für letztere Annahme: Sich mit Abflussreiniger zu vergiften, ist sicherlich schon eine sehr masochistische Art, sich das Leben das nehmen. Aber muss man dann auch noch dermaßen auf "Nummer Sicher" gehen und Salzsäure hinzufügen? Und was hat der Zettel mit dem handschriftlichen Hinweis auf den 11. September zu bedeuten? [...]

direkt zum Buch Robert Wilson: Die Toten von Santa Clara auf deutsch erschienen: 2005

Jagd auf Matutinvon Arturo Pérez-Reverte

85° bei 45 Stimmen

Eine verfallene Kirche in Sevilla, eine schöne Adelige, ein Hackerm Bestechung, Mord - Padre Lorenzo Quart, Agent des päpstlichen Geheimdienstes, gerät in einen wilden Strudel weltlicher und geistlicher Gefahren. "Göttlich!" (Facts) "Dieses Sevilla ist so verführerisch - am liebsten würde man sich sofort eine Fahrkarte kaufen, um in die Stadt der Jasmin- und Orangenblüten zu entschwinden." (Times) [...]

direkt zum Buch Arturo Pérez-Reverte: Jagd auf Matutin auf deutsch erschienen: 1997

Die Maske des Bösenvon Robert Wilson

81° bei 65 Stimmen

Angst und Schrecken herrschen in Sevilla, denn eine Bombenexplosion hat mehrere Wohngebäude sowie einen Kindergarten in Schutt und Asche gelegt. Viele Tote sind als Opfer zu beklagen, und Unruhe macht sich breit, umso mehr, als bekannt wird, dass sich im Keller des zerstörten Wohngebäudes eine Moschee befunden hat. Doch anders als Presse und Öffentlichkeit ist Javier Falcón nicht von einem islamistischen Terroranschlag überzeugt. Ihn beschäftigt eine grausam verstümmelte Leiche, die am Tag vor der Explosion auf einer Mülldeponie gefunden wurde. Die zeitliche Nähe des augenscheinlichen Ritualmords und der Detonation ist für ihn kein Zufall. Hätte sich Robert Wilson ein schwierigeres, ein bedrückenderes, ein aktuelleres Thema als islamistischen Terror in Europa für seinen dritten Roman um Inspector Javier Falcón aussuchen können? Wohl kaum. Die Maske des Bösen ist äußerst nah an der Realität, greift die Anschläge von Madrid, London, aber auch von Beslan auf. Der Terror kommt zurück nach Spanien. Mit aller Brachialität, mit aller Grausamkeit. Und die Frage muss gestellt werden: Sind wir schon so weit, darüber einen Krimi lesen zu wollen? Sevilla brütet mal wieder unter ermürbender Hitze, als eine enorme Explosion die Stadt erschüttert. Ein Wohnblock sowie ein angrenzender Kindergarten stürzen in sich zusammen, verschütten vor allem Frauen und Kinder. Anhand von Einzelschicksalen beschreibt Wilson eine infernalische, Menschenleben verachtende Szenerie. Es erinnert an Krieg, wie Wilson verzweifelte Rettungsaktionen, aus dem Leben gerissene Väter auf der Suche nach einem Lebenszeichen ihrer Familie zwischen heißem Schutt und glühender Asche zu plastischen, beängistenden Bildern erweckt. [...]

direkt zum Buch Robert Wilson: Die Maske des Bösen auf deutsch erschienen: 2007

Die Elfenbeinschatullevon José Carlos Somoza

79° bei 6 Stimmen

Unter der heißen Sonne Andalusiens: Soledad, die Tochter eines vermögenden Industriellen aus Madrid, ist verschwunden. Kurz zuvor hatte sie aus dem Dorf Roquedal einen Hilferuf an ihre Lehrerin Nieves gerichtet, die sich sofort auf die Suche macht. Soledads Vater schickt indessen den Auftragskiller Quirós nach Andalusien. Bald findet das ungleiche Gespann eine erste Spur, stößt bei den Dorfbewohnern dann aber auf eine Mauer des Schweigens... Ein kleines Dorf an der Küste Andalusiens. Es ist Sommer und nicht nur Touristen schwitzen unter der Sonne Südspaniens. Hier treffen auch zwei Figuren aufeinander, die auf den ersten Blick rein gar nichts miteinander zu tun haben. Nada. Der Koloss Quirós, offiziell Privatdetektiv, inoffiziell ein Mann für die Art von Angelegenheiten, die erledigt werden müssen und für die sich die, die es sich leisten können, sich nicht die Hände schmutzig machen wollen. Und die Lehrerin Nieves Aguilar. Eine romantische Weltverbesserin, die sich aufopferungsvoll um ihre Schüler und Schülerinnen kümmert, die sie zurück auf den rechten Weg bringen möchte. Um eine geht es in José Carlos Somozas Roman "Die Elfenbeinschatulle". Soledad, ein heranwachsendes Mädchen, Tochter eines Industriellen aus Madrid, ist ausgebüchst und Quirós wie Nieves haben nichts anderes vor, als Soledad wiederzufinden. Wenn auch aus gänzlich verschiedenen Motivationen. Soledad ist keine einfache Tochter. Früh starb ihre Mutter, ihr Vater tat ein übriges zu ihrer Labilität, indem er aufgrund einer Krankheit ihre Hauskatze tötete. Seitdem lebte sie zurückgezogen in ihrer eigenen Welt, in einer Welt der Geschichten, die sie einsam (Soledad heißt übersetzt Einsamkeit, sic!) schrieb und die so wie faszinierten, doch von keinem verstanden worden sind. Jetzt ist sie verschwunden. Ihrem Vater gab sie noch mit auf den Weg, bloß nicht nach ihr zu suchen. Wenn er das täte, würde er sie nur tot finden. Eine Zwickmühle für Julián Olmos, Soledads Vater. Tot, aber Sicherheit oder "Leben und verloren"? Noch wichtiger als die Antwort auf diese Frage ist ihm aber die Diskretion. Und gerade deswegen macht sich der dicke Quirós auf nach Andalusien, um Soledads Lehrerin von weiteren Nachforschungen abzuhalten. [...]

direkt zum Buch José Carlos Somoza: Die Elfenbeinschatulle auf deutsch erschienen: 2006

Semana Santavon David Hewson

77° bei 36 Stimmen

Semana Santa - Karwoche im Süden Spaniens: Traditionell verwandelt sich Cadiz sechs Tage lang in einen brodelnden Hexenkessel mit religiösen Prozessionen, pompösen Umzügen, ausschweifenden Fiestas und Stierkämpfen. Semana Santa in Cadiz bietet gleichzeitig die dramatische Kulisse für eine Serie von Ritualmorden. Angst macht sich breit unter den Besuchern... [...]

direkt zum Buch David Hewson: Semana Santa auf deutsch erschienen: 1997

Siroco andaluzvon Uli Wächter

76° bei 10 Stimmen

Ein überlaufener andalusischer Küstenort mitten im Sommer. Ein unerträglich heißer Schirokko. Ein mysteriöser Mord an einer Frau, ohne verwertbare Spuren. Ein Opfer aus dem erweiterten Kreis des organisierten Verbrechens. Ein Ermittler, der stur eigene Wege geht. Quo vadis?, fragt sich Capitán Centuron, als die Ermittlungen einen Abgrund von Korruption offenbaren. Er setzt sich über die Interessen skrupelloser Politiker hinweg, ignoriert Anweisungen "von oben", die seine Arbeit behindern, und durchkreuzt erfolgreich die Machenschaften eines international operierenden Geldwäscherings. Und dann entdeckt er ein düsteres Geheimnis, ein noch perfideres Verbrechen. Wenn ein Krimi damit beginnt, dass auf den ersten beiden Seiten beim Geschlechtsverkehr unter brutalen Umständen einer der Beteiligten sein Leben aushaucht, dann kann man fast sicher sein, dass die Spannung über einen weiten Teil der weiteren Handlung teilweise völlig zum Erliegen gerät, weil der Autor unter schriftstellerischem Ejaculatio praecox leidet. Genau dieses Schicksal erleidet Uli Wächter in seinem Siroco Andaluz, in dem er seinen Capitán Centuron durch die hitzegeschwängerte Ortschaft San Pedro in Andalusien hetzt, um auf über 300 Seiten den eigenproduzierten Krimi unters Lesevolk zu bringen. Capitán Centuron ist übrigens einer, bei dem nur die getrimmten, buschigen Augenbrauen das wahre Alter verraten, ansonsten ist er auf 175 cm Größe ein nicht untypischer Vertreter seines Genres, denn außer Tendenz zum Bauchansatz, Nikotin-, Kaffee- und Alkoholkonsum läuft er sich auch noch die Haken ab, um irgendwo einen Anhaltspunkt zu finden, warum die schon etwas ältere Hamburger Deern in San Pedro mehrfach die Beine breit gemacht hat und wem sie dabei in die Quere gekommen wäre. [...]

direkt zum Buch Uli Wächter: Siroco andaluz auf deutsch erschienen: 2012

Auf Leben und Todvon Doris Gercke

74° bei 8 Stimmen

Als Bella Block auf einem Foto den Mann wiedererkennt, der ihr einmal die größte Niederlage beschert hat, ist es vorbei mit dem ruhigen Leben und der friedlichen wissenschaftlichen Arbeit. Bella geht nach Andalusien und wird in einen Fall verwickelt, der an Brutalität alles zu übertreffen scheint, was sie je erlebt hat, in einen Fall in dem es um nichts anderes geht als um Leben und Tod. Puh, da bin ich aber heilfroh: nach dem letzten Schwächel-Band (Ein Fall mit Liebe) hat Frau Gercke jetzt wieder zugelegt. Es ist natürlich auch ein raffinierter Schachzug, eine dunkle Figur aus einem früheren Roman wieder auftauchen zu lassen: in "Der Tod, der Krieg, die Pest" hatte ein südländischer Auftragskiller seinerzeit äußerst effektiv in der Hamburger Süderstraße gewirkt - und jetzt erleben wir ihn plötzlich als Rückkehrer in sein kleines, armes andalusisches Dorf. [...]

direkt zum Buch Doris Gercke: Auf Leben und Tod auf deutsch erschienen: 1995

Andalusischer Abgangvon Gisbert Haefs

66° bei 12 Stimmen

Cordoba sehen und sterben - unter diesem Motto steht der neue Krimi von Gisbert Haefs. Inspiriert von der Last mit der Lust, vulgo der Völlerei, leuchtet er mit einer Mischung aus Spannung, Ironie und Sprachwitz die Licht- und Schattenseiten der menschlichen Seele aus. [...]

direkt zum Buch Gisbert Haefs: Andalusischer Abgang auf deutsch erschienen: 2000

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