Wunderland von Oliver G. Wachlin

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 bei Emons.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1970 - 1989.
Folge 1 der Knoop-&-Hünerbein-Serie.

  • Köln: Emons, 2008. ISBN: 978-3897055889. 334 Seiten.

'Wunderland' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Herbst ´89: Jubel, Tränen, Alkohol. Berlin im Taumel des Mauerfalls …und Kriminalhauptkommissar Knoop kann sein freies Wochenende vergessen. Am Wannseeufer wird die Leiche einer jungen Schlittschuhläuferin gefunden. Dabei ist der See noch gar nicht zugefroren; es gibt kein Eis, in ganz Berlin nicht. Stattdessen legen Millionen von Trabifahrern den Verkehr lahm. Nichts geht mehr in der Stadt, überall wird gefeiert, debattiert, demonstriert. Bei seinen Ermittlungen gerät Kriminalhauptkommissar Knoop in den Strudel sich überschlagender Ereignisse und wird mit unverhoffter Ostverwandtschaft, irritierenden Gefühlen und einer alten Jugendliebe konfrontiert. Doch dann gibt es einen zweiten Toten.

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Torsten zu »Oliver G. Wachlin: Wunderland« 25.04.2014
Eine wirklich wunderbare Zeitreise ins Berlin der Wende.
Der Autor hat verblüffend viele kleine und grosse Aspekte der Zeit eingebaut und den Zeitgeist irgendwie richtig gut eingefangen.
Besonders gut fand ich neben der Sicht der "anderen" Seite, wie der Zerfall der Befehlsstrukturen z.B. aus der Sicht des NVA-Offiziers, eine Kleinigkeit wie die Schilderung des Ehepaars Firneisen - das war richtig rührend.
Die "Helden" Knoop und Hünerbein ermitteln zwischen lakonisch und hysterisch und besonders was Hünerbein angeht sicher etwas zu sehr überzeichnet, vor sich hin und auch die private Situation von Knoop ist hervorragend der Zeit gemäss ausgedacht.
Der Kriminalfall an sich tritt dabei in den Hintergrund, aber auch er ist ein Kind der Zeit und löst sich letztlich auch sehr passend auf.
Das macht in jedem Fall Lust auf mehr.
tom_ate zu »Oliver G. Wachlin: Wunderland« 09.12.2012
Als zeitgeschichtliches Werk ist dieser Krimi ein Hammer. Er bringt nach nunmehr 23 Jahren die Zeit des Mauerfalls in Berlin sehr einfühlsam in Einnerung. Dinge, die man als "Insider" längst abgehakt hatte, kommen einem wieder in den Sinn.

Spannend auch, dass die damaligen Ereignisse nicht nur aus der Sicht eines (West)-Berliner Kripobeamten gesehen werden, sondern auch von den "Verlierern", in diesem Falle eines ranghohen Offiziers der NVA. Dem zerbricht nicht nur seine Welt, auch seine Tochter wird getötet.

Ich freue mich schon auf "Tortenschlacht" und "Kreuzberg".
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