Bienenfresser von Niklaus Schmid

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2001 bei Grafit.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Ruhrgebiet & Spanien / Formentera, 1990 - 2009.
Folge 2 der Elmar-Mogge-Serie.

  • Dortmund: Grafit, 2001. ISBN: 3-89425-255-3. 213 Seiten.
  • Essen: Klartext, 2011. ISBN: 978-3837505702. 214 Seiten.
  • [Hörbuch] Daun: TechniSat Digital, Radioropa Hörbuch, 2006. Gesprochen von Georg Jungermann. ISBN: 3866670346. 6 CDs.

'Bienenfresser' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Erst eine Auseinandersetzung mit Taubenfreunden, dann der Besuch eines Finanzbeamten – Privatdetektiv Elmar Mogge übernimmt nicht ungern den Auftrag seiner Exfrau, ihre Freundin Dora ausfindig zu machen. Denn die Sache führt ihn raus aus Deutschland, nach Ibiza. Allerdings gibt es dort Leute, die mit unschönen Methoden versuchen, den Ermittler bei der Arbeit zu behindern. Mogge erfährt von dem Beinahe-Absturz eines Flugzeuges – und findet sich wieder als Spielball in einer Polit-Affäre.

Das meint Krimi-Couch.de: »In rasantem Tempo auf einer amüsanten Reise« 71°

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Eins vorweg: Bienenfresser lebt zum großen Teil von seinem Ruhrgebietscharme. Da ich dort selbst wohne, fällt es schwer, diesen Krimi absolut objektiv zu betrachten: Zu liebevoll wird hier das Ruhrgebiet wiedergegeben, zu viel kommt einem bekannt vor. Seien es die Zechensiedlungen in Duisburg, sei es die Rheinfähre bei Walsum. Auch Schmids Sprachstil versteckt nicht seine Herkunft – knappe, präzise Sätze sind im Ruhrgebiet nun mal an der Tagesordnung.

Trotzdem oder gerade deswegen ist Bienenfresser ein kurzweiliger, spannender Krimi um den Privatdetektiv und Ex-Polizist sowie Ex-Alkoholiker Elmar Mogge aus Duisburg. Mogge, chronisch knapp bei Kasse, gerät nicht nur in einen Mordfall im örtlichen Taubenzuchtverein sondern auch in die seltsamsten Umstände auf der Party-Insel Ibiza: durchgeknallte Alt-Hippies, eine mehr als eigenartige Sekte und prügelnde Motorrad-Rocker. Darüberhinaus muss Mogge auf der Suche nach der Freundin seiner Ex-Frau überaus unangenehme Erfahrungen mit Ratten machen – wer hat davon gleich zwei besonders aggressive Exemplare in den abgeschnürten Hosenbeinen? Also nichts mit Party, Sand und Meer. Dafür allerdings Sonne satt und ein handfester Polit-Skandal der heimischen Genossen, den Mogge so ganz nebenbei aufklärt.

Autor Niklaus Schmid, selbst Resident auf den Balearen, schickt seinen Helden (oder besser: Verlierer-Typ) in rasantem Tempo auf eine amüsante Reise von Ruhrpott-Klischees durch balearische Nackt-Bars bis hin zur High-Society der NRW-Politik. Wer Juretzka mag, wird auch Schmid mögen. Wenn auch Schmids Elmar Mogge-Reihe nicht ganz so abgefahren ist wie Juretzkas Kristof Kryszinski-Serie.

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ryin26 zu »Niklaus Schmid: Bienenfresser« 12.10.2007
Am Anfang etwas skeptisch ist mir der Privatschnueffler Elmar Mogge sehr schnell ans Herz gewachsen! Der Charme des Ruhrgebietes und das Flair vom sonnigen Sueden.koestlich.
Ihr Kommentar zu Bienenfresser

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