Die letzte Lagune von Nicolas Remin

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 bei Kindler.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Venedig, 1990 - 2009.
Folge 6 der Commissario-Tron-Serie.

  • Berlin: Kindler, 2011. ISBN: 978-3-463-40530-8. 352 Seiten.

'Die letzte Lagune' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Im Februar des Jahres 1865 werden in der Bibliothek von San Marco Fragmente eines alten Tagebuchs entdeckt. Der Autor ist Zanetto Tron, ein Teilnehmer des vierten Kreuzzuges. An der Eroberung und Plünderung von Byzanz im Jahre 1204 beteiligt, scheint er eine höchst kostbare Reliquie nach Venedig gebracht und dort versteckt zu haben. Handelt es sich womöglich um den Gral? Haben der Kaiser und der Papst deshalb Sondergesandte nach Venedig geschickt? Muss Zanetto Trons Nachfahre, Commissario Tron, aus diesem Grund in zwei brutalen Mordfällen ermitteln? Die Lösung des Falls scheint sich in einer alten Jagdhütte der Trons am Nordufer der venezianischen Lagune zu verbergen. Dort erwartet den Commissario eine Überraschung, die ihn beinahe das Leben kostet.

Das meint Krimi-Couch.de: »Dann lies.« 80°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Der englische Historiker Dr. Flyte entdeckt im Februar 1865 in der Bibliothek des Klosters San Lazzaro Aufzeichnungen aus einem alten Tagebuch. Offenbar hat Zanetto Tron, ein Vorfahre von Alvise Tron, dem Commissario von San Marco, im Jahr 1204 seine Teilnahme am vierten Kreuzzug in schriftlichen Aufzeichnungen festgehalten. Da es zur damaligen Zeit gänzlich unüblich war Tagebuch zu führen, sind die Ausführungen alleine schon aus diesem Grund interessant. Doch offenbar birgt das ominöse Tagebuch noch deutlich mehr Sprengkraft, denn sowohl der österreichische Kaiser Franz Joseph wie auch der Papst in Rom wollen mit allen Mitteln die Aufzeichnungen besitzen und schicken ihren jeweils besten Mann nach Venedig.

In Venedig muss Commissario Tron derweil entdecken, dass in seinen Palazzo eingebrochen und eine scheinbar unbedeutende Vase entwendet wurde. Sofort verdächtigt die Contessa Tron den amerikanischen Geschäftsmann Marchmain, einen ihrer größten Konkurrenten im Porzellangeschäft. Kaum ist der Einbruch entdeckt, findet sich auch schon der Täter, allerdings anders als erwartet, denn er wurde aus nächster Nähe erschossen. Commissario Tron und Ispettore Bossi haben alsbald alle Hände voll zu tun, da sich vor allem nach dem Eintreffen der Sondergesandten aus Wien und Rom die Ereignisse zu überschlagen drohen. Den Schlüssel zur Lösung könnte Dr. Flyte in den Händen halten, denn dieser besitzt den größten Teil der alten Tagebuchaufzeichnungen. Welches tödliche Geheimnis mögen diese enthalten? Die Zeit drängt, denn weitere Todesfälle lassen nicht lange auf sich warten…

»Finden Sie nicht auch, dass das alles irgendwie keinen Sinn ergibt, Commissario?«

»Das meiste im Leben ergibt irgendwie keinen Sinn, Bossi.«

»Und was machen wir jetzt?«

"Wir sollten Marchmain einen Besuch abstatten. Vielleicht ist der Amerikaner ja tatsächlich verrückt. In diesem Fall ergäbe alles plötzlich irgendwie einen Sinn

Der sechste Roman aus der Commissario-Tron-Reihe von Nicolas Remin wird dessen Fangemeinde erfreuen, schließlich gibt es ein Wiedersehen mit altbekannten Figuren. Zudem dürfen Freunde historischer Romane gerne zugreifen, da Die letzte Lagune in einer für Venedig spannenden Zeit spielt (noch unter österreichischer Herrschaft) und auch die Beleuchtung des vierten Kreuzzuges durchweg interessant ist. Immerhin kämpften damals christliche Soldaten gegen eine christliche Stadt (Byzanz) anstatt wie ursprünglich geplant gegen Ägypten. Das Verhältnis zwischen Krimiplot und historischer Darstellung ist angemessen verteilt, lediglich die Auszüge aus Zanetto Trons Tagebüchern behindern gelegentlich den Fortlauf der Handlung.

»Meinen Sie wirklich, Spaur macht seine Drohung wahr, Commissario?«

»Welche Drohung?«

»Sich in die Ermittlungen einzuschalten.«

»Das wird er nicht tun. Oder können Sie sich Akten auf dem Schreibtisch von Spaur vorstellen? Und Spaur, wie er Akten liest und sich womöglich Gedanken macht?«

»Das wäre fürchterlich.«

Der Krimiplot ist konventioneller Machart. Mehrere verdächtige Personen werden aufgebaut, einige Blindspuren gelegt und zudem mit den Sondergesandten ein geheimnisvoller Anstrich gegeben. Nach und nach reduziert sich die Zahl der Verdächtigen auf unnatürliche Weise und so wird die Auflösung hinsichtlich der Täterfrage nicht jeden Leser überraschen. Überraschen dürfte hingegen eher das »große Geheimnis«, welches es den Tagebüchern zu entlocken gilt.

Wer gerne »klassisch« aufgebaute Krimis vor einem interessanten historischen Hintergrund liest, ist bei Commissario Tron gut aufgehoben. Auch sprachlich liegt der Autor, der unter anderem Philosophie studiert hat, angenehm wohltuend über dem Durchschnitt. 

Jörg Kijanski, März 2011

Ihre Meinung zu »Nicolas Remin: Die letzte Lagune«

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Thomas Schulz zu »Nicolas Remin: Die letzte Lagune« 07.10.2015
Sehr geehrte Damen und Herren,
Können Sie mir sagen, warum bisher der 6te band "Die letzte Lagune" bisher nicht als Hörbuch mir Karl Menrad in der bisher erschienenen kongenialen Hörbuchfassung vertont wurde?
Ist dies vorgesehen ?
Die Srzählweise und die Sprache lassen Venedig in der kaiserlichen Schönheit und Besonderheit der Lagunenstadt erstrahlen. Commissario Tron ist der ebenbürtige Vorläufer des bekannten Commissario Brunetti von Donna Leon ohne in einen Wettstreit mit diesem zu treten. Ein Roman, der als ein vergessenes Kleinod die verbundene Nähe und heimliche Sehnsucht zu Venedig offenbart!
Selbst das Musikthema der Hörbücher lässt die 'schmunzelnden' Gedanken fliegen!
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Schulz
tedesca zu »Nicolas Remin: Die letzte Lagune« 16.01.2013
Ein sechstes Mal begeben wir uns auf Mörderjagt mit Commissario Tron, dem verarmten Conte im Venedig der 1960er Jahre. Diesmal führt uns die Spur weit zurück nach Byzanz zur Zeit des 4. Kreuzzuges, wobei sich am Anfang alle fragen, warum ausgerechnet ein wertloser Eisbecher aus dem Palazzo der Familie Tron gestohlen wird.
Die Pricipessa und der Commissario sind ja schon ein seltsames Pärchen, und mir kommt vor, der Gute lässt sich immer mehr von dem gemütlichen Leben betören, das ihm seine reiche Geliebte bieten kann. Aber wenn's drauf ankommt, kann er sich immer noch auf seinen Spürsinn verlassen, und letztendlich löst er auch das Rätsel um die geheimnisvolle Reliquie, die sein Vorfahre im 13. Jahrhundert als Beute nach Venedig gebracht hat.
So wie es aussieht, ist dies wohl das letzte Buch der Serie, was ich sehr bedauern würde. Ich mag Tron und seine Principessa, ich mag die Auftritte bekannter Persönlichkeiten der Epoche - auch diesmal besuchen wir wieder Sisi und Franzl in Wien - und ich mag die Art, wie auf unterhaltsame und sehr spannende Art und Weise die Geschichte dieser faszinierenden Stadt erzählt wird. Da nicht einmal die Wikipedia-Seite des Autors aktuell gehalten wird (dieses Buch wird garnicht erwähnt), wage ich es nicht, auf eine Fortsetzung zu hoffen. Schade!
Joachim Mahr zu »Nicolas Remin: Die letzte Lagune« 21.09.2012
Diese Romanreihe ist wesentlich amüsanter als z.B. die allmählich tödlich langweiligen Venedig-Krimi der Donna Leon. Meine Frau und ich sind begeisterte Leser der Krimis über den Commissario Tron geworden und wurden dazu animiert die Originalschauplätze in Venedig aufzusuchen, wie das Danieli oder das Cafe Florian etc. Die Verbindung von Historie und Krimi ist besonders gelungen und bringt den Leser dazu die Geschichte der Stadt zu dieser Zeit nachzuforschen.
tassieteufel zu »Nicolas Remin: Die letzte Lagune« 01.04.2011
Im Winter des Jahres 1865 ist das Leben in Venedig quasi unter einer dicken Eisschicht erstarrt, die Kanäle sind zugefroren, die Schiffahrt ist zum Erliegen gekommen und das Brennholz wird knapp. Zu dieser Zeit entdeckt ein Engländer in der Bibliothek von San Marco
Fragmente eines alten Tagebuches. Der Verfasser ist ein gewisser Zanetto Tron, der sich als Vorfahre von Alvise Tron entpuppt. In seinem Tagebuch berichtet er als Teilnehmer des 4. Kreuzzuges von der Eroberung und Plünderung von Byzanz im Jahre 1204 und von einer kostbaren Reliquie, die als Beute nach Vendig gebracht wurde. Commissario Tron, der gemeinsam mit der Principessa begeistert die Übersetzungen des Tagebuchs liest, wird durch einen Einbruch in den Palazzo Tron und mehrere Mordfälle aufgeschreckt. Haben diese Taten etwas mit dem Tagebuch zu tun? Dessen Existenz haben auch einen Sondergesandten der Wiener Hofburg und einen Abgesandten des Papstes auf den Plan gerufen. Alle wollen das Tagebuch und scheinen dabei vor keinem Mittel zurück zu schrecken.
Wie bei allen Vorgängerteilen besteht der Krimiplot aus einem wahren Gespinst von Motiven und Verdächtigen. Beide gibt es zu Hauf und ebenso wie dem Commissario gelingt es dem Leser zunächst nicht, da durchzublicken. In jedem Kapitel gibt es einen neuen Verdächtigen, werden neue Beschuldigungen ausgesprochen oder es treten neue Fakten zu Tage. Ich mag
es wenn es so verzwickt ist und man nicht auf Anhieb durchschaut, wer der Mörder ist und der Autor versteht es wirklich gut, den Leser auf falsche Fährten zu locken, ohne das dabei die Logik verloren geht.
Wunderschön eingefangen ist auch wieder die Atmosphäre Venedigs unter der klirrend kalten Eislast, ebenso gut geschildert die politische Situation Vendigs gegen Ende der östreichischen Besatzung. In dieser Hinsicht darf man ja sowieso gespannt sein, wie sich da so alles entwickelt, dieser 6. Teil spielt ja 1865 und 1866 fällt Vendig dann an das neu gegründete Königreich Italien.
Sehr gelungen sind auch wieder die Dialoge Trons mit der Principessa oder die leicht schrägen Gedankengänge des Commissarios, immer wieder sehr humorvoll diese kleinen Zwischenspiele, da kann man des öfteren schmunzeln.
Commissario Tron, mit der Vorliebe für Torten und süße Desserts, der seine Fälle eher mit Charme als mit fleißiger Ermittlungsarbeit löst und meist ein wenig an Selbstüberschätzung leidet, ist inzwischen einer meiner Lieblingsermittler.

Fazit: eine äußerst gelungene Krimireihe, die auch beim 6. Teil nichts von ihrem Charme eingebüßt hat! Ein gelungenes Setting, liebenswerte, leicht schräge Charktere und Nicolas Remins feiner, wunderbar hintergründiger Humor haben dazu beigetragen, das ich mich einerseits wieder köstlich amüsiert und anderseits verzwickte Krimispannung genossen habe! Insgesamt eine tolle Krimireihe, die mir ausnehmend gut gefällt und bei der ich schon sehnsüchtig auf den nächsten Teil warte.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Schwarz zu »Nicolas Remin: Die letzte Lagune« 25.01.2011
Über den Verlauf des Inhalts schreibe ich nicht, denn ich möchte anderen Lesern nicht die Spannung nehmen.
Aber über meinen Eindruck von Remins Schreibe kann ich berichten: blitzgescheite und fesselnde Schreibweise, ein umwerfender subtiler Humor - teilweise rabenschwarz, Personen, die so lebendig beschrieben sind, dass ich das Gefühl habe, sie zu kennen, atemberaubende Wendungen, fesselnde Spannung und mittendrin wieder Commissario Tron, der verarmte Graf, in einem zerfallenden Palast am Canal Grande lebend, der in fadenscheinigem Gehrock und abgegriffenem Zylinderhut Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in seiner Polizeigondel durch Venedigs Kanäle gleitet und gar schaurige Mordfälle löst: sympathisch, gütig und erfrischenderweise alles andere als ein perfekter Krimiheld.

Und natürlich kitzelt Remin seine Leser auch wieder mit einem "Hundefall".

Nicolas Remin riskiert in dieser Geschichte schwindelerregende Höhenflüge, und da ist es klar, dass zum Schluss eine, sagen wir mal, eher profane Auflösung zusammengeschraubt werden muss, um wieder auf den Boden zu kommen. Schließlich wäre es schwer vorstellbar, dass der gewisse -- hm -- Gegenstand sein weiteres Dasein auf einem Kaminsims oder so fristen würde.

Auf jeden Fall ist Remins sechster Band mit der spritzigen und eleganten Sprache, der fachmännischen Recherche und dem intelligenten Humor wieder ein wahrer Lichtblick - auch angesichts all dieser unsäglichen pseudohistorischen Trivial-"Werke", die seit einiger Zeit den Büchermarkt überschwemmen

Nachtrag:
Dass man die Krimis von Nicolas Remin mit einem gewissen Augenzwinkern lesen muss, sollte inzwischen klar sein. Wer also bierernsten und peinlichst genauen Realismus erwartet, der ist hier fehlgelandet.
4 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Schwarz zu »Nicolas Remin: Die letzte Lagune« 24.01.2011
Blitzgescheite und fesselnde Schreibweise, ein umwerfender subtiler Humor - teilweise rabenschwarz, Personen, die so lebendig beschrieben sind, dass ich das Gefühl habe, sie zu kennen, fesselnde Spannung und mittendrin wieder Commissario Tron: sympathisch, gütig und erfrischenderweise alles andere als der übliche perfekte Krimiheld.

Dass man die Krimis von Nicolas Remin mit einem gewissen Augenzwinkern lesen muss, müsste inzwischen klar sein. Wer also bierernsten und peinlichst genauen Realismus erwartet, der ist hier fehlgelandet.
Schwarz zu »Nicolas Remin: Die letzte Lagune« 24.01.2011
Ich fass es nicht! Dieser impertinente Eulenspiegel treibt Spielchen mit seinen Lesern, dass ihnen die Augen tränen, und die sind auch noch höchst begeistert und lassen ein ganzes Wochenende lang das Geschirr ungespült, die Wäsche ungewaschen, die Teppiche ungesaugt, weil sie das Buch kaum aus der Hand legen können bis sie es fertiggelesen haben - mir jedenfalls ging es so, mal wieder.

Mittlerweile hält Nicolas Remin seine Leser offenbar für genügend geschult, dass sie auch Gedankensprünge über sechs Jahrhunderte hinweg meistern, und ihre Nerven für so gestählt, dass sie nur einen kurzen, aber heftigen Schwächeanfall erleiden, wenn der arme Bossi. nein, weiter wird nichts verraten.

Über den Verlauf des Inhalts schreibe ich nicht, denn ich möchte anderen Lesern nicht die Spannung nehmen.
Aber über meinen Eindruck von Remins Schreibe kann ich berichten: blitzgescheite und fesselnde Schreibweise, ein umwerfender subtiler Humor - teilweise rabenschwarz, Personen, die so lebendig beschrieben sind, dass ich das Gefühl habe, sie zu kennen, atemberaubende Wendungen, fesselnde Spannung und mittendrin wieder Commissario Tron: sympathisch, gütig und erfrischenderweise alles andere als der übliche perfekte Krimiheld.

Und natürlich kitzelt Remin seine Leser auch wieder mit einem "Hundefall".

Nicolas Remin riskiert in dieser Geschichte schwindelerregende Höhenflüge, und da ist es klar, dass zum Schluss eine, sagen wir mal, eher profane Auflösung zusammengeschraubt werden muss, um wieder auf den Boden zu kommen. Schließlich wäre es schwer vorstellbar, dass der gewisse -- hm -- Gegenstand sein weiteres Dasein auf einem Kaminsims oder so fristen würde.

Auf jeden Fall ist Remins sechster Band mit der spritzigen und eleganten Sprache, der fachmännischen Recherche und dem intelligenten Humor wieder ein Lichtblick - auch angesichts all dieser unsäglichen pseudohistorischen Trivial-"Werke", die seit einiger Zeit den Büchermarkt überschwemmen.

Bitte weiterschreiben, Herr Remin!
T. Ostwald zu »Nicolas Remin: Die letzte Lagune« 22.01.2011
Die letzte Lagune ist mE der schwächste Tron-Krimi. Seitenweise Einschübe eines (fiktiven) Tagebuchs aus dem 13. Jahrhundert tragen nicht nur Spannung bei, und die verworrene Geschichte um den Gral ist weder neu noch originell. Und um verschiedene Szenen umsetzen zu können, muss Venedig komplett einfrieren - alles sehr konstruiert. Schade!
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