Voodoo von Nick Stone

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Mr Clarinet, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Florida / Miami & Haiti, 1990 - 2009.
Folge 1 der Max-Mingus-Serie.

  • London: Michael Joseph, 2006 unter dem Titel Mr Clarinet. ISBN: 978-0718148553. 561 Seiten.
  • New York: HarperCollins, 2007. 605 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2008. ISBN: 978-3828995017. 605 Seiten.
  • München: Goldmann, 2007. Übersetzt von Heike Steffen. ISBN: 978-3-442-46336-7. 605 Seiten.

'Voodoo' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Es ist ein Auftrag, den Privatdetektiv Max Mingus nicht ablehnen kann: Zehn Millionen Dollar bietet ihm der Milliardär Allain Carver, wenn Max dessen Sohn findet. Von dem kleinen Charlie fehlt seit über drei Jahren jede Spur, und er ist nicht das einzige Kind, das auf Haiti verschwunden ist. In dem Land des Voodoo und der schwarzen Magie kursieren zahllose Geschichten über die mythische Figur des Mr. Clarinet, der seit dem 18. Jahrhundert Kinder auf der Insel stehlen soll. Doch die Wahrheit ist weit schockierender als die Legende – und die Gefahr zu kennen, heißt nicht, dass man den Morgen erleben wird …

Das meint Krimi-Couch.de: »Klischeearmes Grauen von exotischer Tropeninsel« 95°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Wir schreiben das Jahr 1996, als Max Mingus, Ex-Polizist und ehemaliger Privatdetektiv in Miami, nach sieben Jahren Haft entlassen wird. Im Zorn hatte er drei Mitglieder einer mörderischen Kidnapper-Bande erschossen. Seine Ehefrau ist inzwischen gestorben, die Detektei ging ein. Zu seinem Entsetzen muss Mingus nunmehr von seinem ehemaligen Partner und Freund, Lieutenant Joe Liston, erfahren, dass die US-Regierung seinen Todfeind Solomon Boukman begnadigt und in seine Heimat Haiti abgeschoben hat. Der selbst ermannte Teufelspriester hatte im Rahmen seines Terrorregimes Kinder entführt und geopfert, bis Mingus ihn stellen und gefangen nehmen konnte, wofür ihm Boukman ewige Rache schwor.

Mingus hat Grund zur Sorge, denn nach Haiti wird auch er reisen: Er ist wieder als Ermittler tätig. Sein Auftraggeber ist der Milliardär Allain Corver, dem große Teile Haitis quasi gehören. Vor zwei Jahren wurde sein Söhnchen Charlie dort entführt. Es gab keine Lösegeldforderung und nie ein Lebenszeichen. Die Familie schickte seither schon mehrere Detektive auf die Suche nach dem Kind; sie kehrten entweder gar nicht oder grausam misshandelt zurück von der Karibikinsel zurück.

Haiti ist ein Land im Ausnahmezustand. Wirtschaftlich ist es ruiniert, politisch zerfallen. Präsident Aristide hält sich nur mit Hilfe von US-Truppen an der Macht, die 1994 Haiti besetzten. Die eigentliche Macht üben inzwischen Warlords auf. Unter ihnen gilt Vincent Paul als König. Nichts geschieht in den Slums der Hauptstadt Port-au-Prince ohne sein Wissen oder seinen Willen. Die Corvers beschuldigen ihn, hinter Charlies Entführung zu stecken. Aber ist Paul wirklich »Tonton Clarinette« – Onkel Klarinette -, wie man auf Haiti den Schwarzen Mann nennt, der in der Nacht Kinderseelen raubt?

Die Carvers machten ihr Vermögen als Ausbeuter ihrer Landsleute, und sie waren eng mit dem mörderischen Duvalier-Clan verbandelt, der die Insel viele Jahrzehnte diktatorisch regierte. Mingus weiß nicht, wem er Glauben schenken kann – und darf, denn groß ist die Gefahr, dass man auch er sich in die Reihe seiner unglücklichen Vorgänger einreiht …

Wie man ein Paradies in eine Hölle verwandelt

Nicht gerade oft gelingt es dem passionierten Leser spannender Unterhaltung, aus dem Meer beliebiger Möchtegern-Thriller und Kuschel-Krimis einen richtigen guten Roman zu fischen. Voodoo ist trotz des Titels, der völlig in die Irre führt, kein Crossover zwischen Krimi und Horror, obwohl viele phantastische Elemente in die Handlung einfließen. Diese erweisen sich indes nicht als übernatürlich – das sollen sie auch gar nicht -, sondern als sehr real.

Voodoo packt seine Leser schon auf der ersten Seite. Wieder einmal erfindet ein junger Verfasser das Genre keineswegs neu, aber er weiß, wie er sein Garn zu spinnen hat, und variiert Bekanntes, ohne sein Blatt zu überreizen, was angesichts des exotischen Schauplatzes nahe läge. Stil und Wortwahl verraten: Hier bist du gut aufgehoben, hier darfst du neugierig werden, ohne letztlich mit Hauruck-Action, Schema-F-Finale und Pseudo-Twist aus der Geschichte gestoßen zu werden. Stattdessen präsentiert Stone einen fesselnden, gut durchdachten und entwickelten Plot, der weit mehr als Reißbrett-Routine zu bieten hat.

Geschickt verpackt Nick Stone gleich mehrere bittere Pillen, die sogar den nicht auf literarische Experimente geeichten Leser nicht abschrecken. Voodoo dreht sich nicht nur um einen spannend geschilderten Kriminalfall. Es geht es auch um Verbrechen in, aber vor allem um Verbrechen an der Dritten Welt – kein Thema, das die nicht betroffene Allgemeinheit normalerweise interessiert. Brutal-Kapitalismus, Neo-Kolonialismus und globalisiertes Ausbeutertum sind heiße Eisen, die leicht verbrennen, wo man sich ihrer in platter Gutmenschen-Manier annimmt. Stone verdeutlicht schreiendes Unrecht, indem er schildert, ohne zu kommentieren oder gar zu lamentieren. Als »halber« Haitianer (s. u.) weiß er zudem genau, wie die Insel-Gesellschaft »tickt«. Solches Insiderwissen teilt sich Stones Lesern sehr deutlich mit.

Das komplizierte Thema »Voodoo« weiß Stone ebenfalls zu meistern. Er schildert eine Religion, die in christlichen und deutlich nicht-christlichen Ursprüngen wurzelt und wie alle Religionen verändert und instrumentalisiert wurde. Solomon Boukmans Voodoo ist dagegen ein selbst gebrautes Gemisch aus einseitig interpretierter Tradition, Cäsarenwahn und Terror. Geschickt beschwört er die etablierten Klischees, die sich um Voodoo ranken, und integriert sie in seine wahnhafte Idee, mit teuflischer Unterstützung als Herrscher auserwählt zu sein. Die schwer fassbare Variationsbreite von Voodoo zwischen »weißer« und »schwarzer« Magie und die daraus resultierende Mischung aus »echter« Religion, Einschüchterung und Betrug ist Teil des Humus, in dem die haitianische Gesellschaft wurzelt.

Keinem kannst du letztlich trauen

Der sich zynisch gebende Idealist scheitert in seinem Kreuzzug gegen das Böse und verliert seine geliebte Gattin, seinen Job, seine Freiheit und somit sein Leben. Ihm wird die Gelegenheit zur Wiedergeburt geboten, doch diese erweist sich als neuerliche Prüfung, der unser Idealist zwar mit neuen körperlichen und seelischen Wunden entkommt, aber doch die Kraft zum Neubeginn findet: Uralt ist dieser Plot nicht nur im Krimi. Der Leser liebt es, vom sicheren Lesesessel aus zu verfolgen, wie jemand tüchtig auf die Schnauze fällt und sich wieder aufrappelt.

Max Mingus ist glücklicherweise eine Figur, die man dabei in der Tat gern beobachtet. Zwar leidet er mächtig, aber er macht kein Drama daraus, mit der er sein Publikum seitenlang behelligt. Was Mingus bedrückt, hat unmittelbar Folgen für die Handlung und muss daher nicht übersprungen werden.

Zudem ist Mingus kein tragischer Held ohne Fehl und Tadel. »Sie sind nicht hier, um Charlie zu finden. Und auch nicht wegen des Geldes …Sie sind hier, um vor Ihren Geistern zu fliehen und vor den Schuldgefühlen und dem Schmerz, den sie mit sich herumtragen ...« (S. 371): Chantale bringt es auf den Punkt. Mingus hat seine Ecken und Kanten. Das schafft Raum für Überraschungen, denn nie weiß man vorab genau, wie er reagieren wird.

Vincent Paul ist ein Kapitalverbrecher, der sich – so definiert es der zynische Mingus – im letzten Stadium seiner Karriere befindet: Nachdem er es an die Spitze der kriminellen Machtpyramide gebracht hat, will er nicht mehr gefürchtet, sondern geliebt werden. Deshalb richtet er Armenküchen ein und sorgt in den Slums für ärztliche Versorgung. Unter der dünnen Tünche des Wohltäters lauert allerdings weiterhin der Gewaltherrscher: Paul allein entscheidet, was gut ist für seine 'Untertanen', für die niemand – vor allem nicht die US-Besatzer oder die tatenlosen UN-Truppen – sonst einen Finger rührt.

Auf seine Art ist Paul freilich ehrlicher als die vornehmen Corvers. Die haben ihr Vermögen und ihren gesellschaftlichen Status vielleicht subtiler aber womöglich noch brutaler an sich gerissen. Nur eine Generation trennt den wohl erzogenen Allain vom rücksichtlosen Gustav, der aus demselben Holz geschnitzt ist wie Vincent Paul. Allain macht sich die Finger zwar nicht blutig, ist aber keineswegs 'besser’ als sein Vater; er hat sich mit der unfeinen Vergangenheit seines Clans geschmeidig arrangiert, will gar nicht so viel darüber wissen und überlässt die Drecksarbeit angeheuerten Schergen.

Der Preis des Überlebens

Verfasser Stone zeichnet ein düsteres Bild von Haiti. Dass er Gewalt und Elend so plastisch in Worte zu fassen versteht, liegt u. a. in seiner Herkunft begründet; er wurde auf Haiti geboren, und auch wenn er schon als Kind nach England ging, kehrte er immer wieder dorthin zurück. Sein Status als 'Einheimischer’ und Reisender ermöglichte ihm eine objektive Sicht auf Haiti, auch wenn in Voodoo immer wieder subjektiver Zorn durchschimmert – Zorn auf die Ausbeutung der Insel, die Hilflosigkeit der Haitinaner, die stets nur Spielball fremder Interessen waren und deren Wille zur geregelten Selbstregierung bis zur Anarchie gebrochen wurde, woran sich die Reichen und Mächtigen der Insel aktiv beteiligten: Eine machtlose Bevölkerung ist eine lenkbare Bevölkerung. Der nackte Kampf ums Überleben verzehrt den Rest der Energie, der erforderlich wäre, um das Steuer aus eigener Kraft herumzureißen.

Humanitäre Hilfe von außen wird diese Vakuum nicht füllen, geht Stone noch einen Schritt weiter – viel zu ausgeprägt sind inzwischen eine Schattenregierung und Scheinwirtschaft geworden, die ausschließlich das Recht des Stärkeren propagieren und so selbstverständlich geworden sind, dass sich die Haitianer selbst ihren 'Gesetzen’ beugen. Der Ausverkauf der eigenen Kinder ist dann nur noch ein Misston in einer Kakophonie des Unrechts, vor dem auch Max Mingus letztlich flieht und verschämt froh darüber ist, dass ihm trotz aller privaten Probleme diese Möglichkeit offen steht: Diese gelungene Verschmelzung von Krimihandlung und literarisch bearbeiteter Realität ist es, die Voodoo zu einem Romankandidaten machen, den sogar das strenge Feuilleton mit Wohlwollen registrieren könnte …

Michael Drewniok, Dezember 2007

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Kerstin zu »Nick Stone: Voodoo« 12.02.2017
Eine solide Geschichte mit schwülem Flair, wo aber alle Personen, die vermeintlich sehr böse sind, sich nicht als solche herausstellen und andere vermeintlich Anständige sind übler als man glaubt.
Nichts ist, wie es scheint und Max folgt seiner Nase und den Fährten, doch hat er die Ermittlungen wirklich im Griff?

Man hofft auf die eine und andere Gänsehautszene, oder überraschende Spannung, doch das Buch verläuft nur sehr geradlinig. Wenigstens wird einem nicht langweilig ... die Entführungen und Schandtaten sind schockierend genug!
Piper Kasi zu »Nick Stone: Voodoo« 19.08.2014
Ich habe dieses Buch eher skeptisch in die Hand genommen - und es nicht wieder weggelegt. Es stimmt, zeitweise etwas langatmig. Insgesamt aber fesselnd, überraschend mit einer Wendung, die nicht schon nach 50 Seiten ersichtlich war.
Ich fand die Geschichte in sich schlüssig, die Schilderung es eigentlichen "Paradieses" halte ich - obwohl ich noch nie dort war - für recht realistisch. Abseits der Touristenhochburgen sieht das Leben eben anders aus.
Manche Passagen nicht ganz erschlossen haben und wirkten gar zu phantastisch, aber das hat dem Gesamtwerk keinen Abbruch getan.
Es war eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe und würde es jedem empfehlen, der Wert auf gute Spannung und ein bisschen Herzklopfen legt und auch mit Adrenalin einschlafen kann.
Oliver zu »Nick Stone: Voodoo« 12.01.2013
Titel und Cover der deutschen Ausgabe sind irreführend. Nick Stone, ehemaliger Hobby-Boxer, Sohn des bekannten britischen Historikers Norman Stone und einer Haitianerin, verbindet geschickt einen spannenden Plot mit atmosphärisch dichten und dokumentarisch anmutenden Schilderungen Haitis und Miamis. Die Beschreibung des "Cité Soleil" genannten Slums - einem der größten der Welt - hat Eingang in Wikipedia gefunden. Die Detektivgeschichte ist klassisch erzählt, sie lebt von der Atmosphäre des Ortes. Die Hauptfigur Max Mingus - sie erinnert an Bruce Willis - ist sehr amerikanisch. Die Kritik an den USA als Besatzungsmacht in Haiti sehr europäisch. Ein in seinen Schilderungen und seiner Planung intelligent angelegtes Buch, das aber längen hat - unwahrscheinlich, mit welcher Leichtigkeit seitenweise Verdächtige am Ende die Geheimnisse erzählen. Lesenswert.
Toyota zu »Nick Stone: Voodoo« 23.09.2012
Die Story war ganz interessant, auch im Hinblick darauf, zu lesen wie Voodoo praktiziert wird und was für ein Netzwerk von üblen Machenschaften mit dieser Geschichte verbunden war, aber ich habe schon spannendere Bücher gelesen. Der Anfang des Buches las sich ganz gut, dann zog es sich ziemlich in die Länge. Das Buch hat sich mehr gelesen wie ein Bericht in einer Zeitung. Nachdem mir das Buch als "der Hit" angepiesen wurde, war ich doch recht enttäuscht. Aber da sieht man mal wieder das die Geschmäcker sehr unterschiedlich sind.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Helle zu »Nick Stone: Voodoo« 22.05.2011
Ich nahm das englischsprachige Original in die Hand und - habe nicht mehr losgelassen. Mit viel Wörterbuchhilfe wurde es mein erstes Englisch-Lese-Erlebnis. Voodoo dominiert nicht derart die Handlung, so dass es als Titel nicht geeignet scheint. Der Originaltitel "Mr. Clarinett" erweist sich als zutreffender. Die "lange Vorgeschichte" war nicht uninteressant, und sie hilft, Wesen und Charakter des Protagonisten verstehen- und kennenzulernen.Nick Stone empfehle ich weiter
Milva_CH zu »Nick Stone: Voodoo« 18.02.2011
Fazit vorweg: Spannendes Buch zur Weiterempfehlung für Leser, die ein breites Blickfeld haben und sich nicht nur auf Mord und Todschlag fokusieren.

Ganz ehrlich, nach knapp 150 Seiten wollte ich das Buch wieder ins Regal stellen. Dann nahm ich es doch nochmals in die Finger und wollte es nicht mehr loslassen. Ich hatte Schwierigkeiten mich in die lange Vorgeschichte einzulesen und mit der Hauptperson Max "warm" zu werden. Aber sobald er in Haiti gelandet war und den Pflichtbesuch bei den Carvers hinter sich hatte, packte mich das Buch definitiv.

Ebenfalls finde ich den Ort der Handlung spannend. Mal was anderes als immer nur London, New York, etc. Eben das armutsgetränkte, korrupte Haiti fernab von Touristen und Fotokullissen für Hochglanz-Ferienprospekte.

Ich empfehle die letzten Seiten ohne Müdigkeitsanfälle (kurz vor dem Einlschaffen) und Geräuschekulisse (im öV, während der TV läuft, etc.) zu lesen, denn die letzten 20 Seiten decken den ganzen "Clou" des Buches auf und das zu verpassen wäre wirklich schade schon alleine wegen der Zeit, die man in die restlichen knapp 560 Seiten lesen gesteckt hat!
frankphilipp zu »Nick Stone: Voodoo« 30.10.2010
Das Buch ist einfach der Hammer. Haiti wird hier beschrieben wie es ist, und nach dem Erdbeben ist das alles noch sehr viel schlimmer geworden. Nichts mit klischeehaftem Karibikinselfeeling sondern Not und Elend vom brutalsten, man riecht es förmlich.
Die Story ist gut konzipiert und mit einem Schreibstil geschrieben der seinesgleichen sucht... große Schreibkunst nenne ich das.
Der Protagonist Max Mingus, ein gebrochener, der zurück ins Leben findet indem er seinen Überzeugungen treu bleibt und der brutalen Realität den Kampf ansagt.
Nick Stone verzichtet komplett auf effekthaschende "Gesülzeinlagen" und hat einen Thriller geschaffen der unter die Haut geht und eine Religion beschreibt die für unsere verklärten "Vatikangebügelten" Seelen nur schwer zu verstehen ist. Voodoo ist halt mehr als Püppchen und Nadeln und hier versteht man diese komplexe Sache ein wenig besser... wenn man will.
Mettmurderer zu »Nick Stone: Voodoo« 22.10.2010
hat mich persönlich nicht überzeugt, liegt aber wohl eher daran, dass ich der ganzen voodoo geschichte vonvorneherein etwas skeptisch gegenüberstand. die traum-/suff-/ drogensequenzen gingen mir tierisch auf die nerven. fand das buch alles in allem nicht gelungen. figuren, handlungsstrang etc haben mich nicht erreicht.
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Harry zu »Nick Stone: Voodoo« 10.08.2010
Ich habe dieses Buch gelesen und gelesen und gelesen, und muss sagen, ein klasse roman. Diesmal nicht in Leseprobe, sondern den ganzen Roman.
Meiner Meinung nach schreibt er so hervorragend, dass man sich vorstellt, es ist in Wirklichkeit so passiert.
Ein Krimi ist es schon, aber eher ein Thriller, unzwar ein Gruseliger als die anderen, die ich kenne.
Einer der besten, die ich gelesen habe. Aber die Dialoge sind schon lang, aber das heißt nicht, dass dieses Buch schlecht ist.
Dieser Thriller ist für mich der beste als die anderen.
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Sina zu »Nick Stone: Voodoo« 11.07.2010
Ein hochinteressantes, brutal menschlich-unmenschliches Intrigenspiel. Die Hauptfigur steht als abgehärteter Mensch, dem noch ein paar Ideale geblieben sind, vor dem Drecksloch schlechthin- unangenehme Überraschungen am laufenden Band, der Unterschied zwischen Armut an der Grenze zum Selbstverzehr und auf unvorstellbarem Reichtum, Vergewaltigungen en masse lassen dem Leser nicht die Wahl zwischen Würgreiz und Faszination. Spielchen und Intrigen vom höchsten politischen Wirkungsgras müssen durchschaut, Grenzen in andere Denkwelten übertreten werden. Absolut lesbar, auch für Anfänger- allerdings mit Pausen.

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