Unter Haien von Nele Neuhaus

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

deutsche Ausgabe erstmals 2005 . 567 Seiten. ISBN-10: 3865821405, ISBN-13: 978-3865821409.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 1990 - heute.

'Unter Haien' ist erschienen als Taschenbuch

Das meint Krimi-Couch.de: »Kommt langsam, aber gewaltig« 89°Treffer

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Seit einigen Jahren nutzen unbekannte Autoren vermehrt die Book-on-Demand-Schiene. Diese bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Erzeugnisse in kleinen Auflagen drucken zu lassen, ohne einen Verlag dafür suchen zu müssen bzw. trotz Ablehnung der Verlage Bücher zu veröffentlichen. Solcherart erzeugte Bücher sind meist nur für einen kleinen Kundenkreis gedacht und nur selten entsteht daraus ein Bestseller. Ausnahmen gibt es immer wieder, wie das vorliegende Beispiel beweist.

»Unter Haien« hat Nele Neuhaus ihr Romandebüt betitelt, und unter Haien findet sich auch ihre Protagonistin Alex Sontheim schließlich wieder. Dabei wollte die junge Deutsche in New York eigentlich nur Karriere machen. Mit großem Ehrgeiz hat sie es zu einer der erfolgreichsten Investmentbankerinnen in New York gebracht und ist beim Bankhaus LMI gelandet, wo sie die M&A-Abteilung leitet, die sich mit der Übernahme von Firmen befasst. Ein Job, in dem Alex mit Millionen jonglieren muß; und das tut sie mit Bravour und eilt von Erfolg zu Erfolg. Daß sie sich in leitender Position jedoch nicht nur Freunde macht, ist Alex klar, doch daß sie sich ungewollt in ein groß angelegtes Betrugskonzept verwickeln lässt, damit hat sie nicht gerechnet.

Zunächst ging es ihr eigentlich darum, auf Veranstaltungen wichtige Leute kennenzulernen, denn nur mit guten Beziehnungen gelangt man auf der Karriereleiter weiter nach oben. Bei einem Dinner lernt sie Sergio Vitali kennen, der offensichtlich an Alex Gefallen gefunden hat. Der zwielichtige Geschäftsmann, einer der mächtigsten Männer der Stadt, übt auch eine gewisse Anziehungskraft auf die junge Bankerin aus und so erliegt Alex schnell dem Reiz von Sergios Reichtum trotz aller Warnungen von Freunden, für die Sergio nichts weiter als ein skrupelloser Gangster ist.

Die Zufälle waren nicht notwendig

Über ihren Kollegen Mark lernt sie dessen Freund Oliver kennen. Der ehemalige Banker hat seinen Job geschmissen und versucht nun als Journalist Schweinereien aufzudecken. Doch auch ihm schenkt Alex keinen Glauben. Erst als sie merkt, dass ihr Kollege St. John sie ausnutzt und Insidergeschäfte macht, kommt bei ihr Mißtrauen auf und ein leiser Verdacht, dass wohl doch etwas an den Warnungen dran gewesen sein muß. Sie beschließt, St. John eine Falle zu stellen. Doch da steckt sie selber schon so weit im Schlamassel, dass sie alleine nicht mehr raus kommt.

Recht behäbig startet das Buch und so bleibt zunächst Zeit, sich die verschiedenen Charaktere zu verinnerlichen. Neben Alex Sontheim sind vor allem Sergio Vitali und Nick Kostidis, der Bürgermeister von New York, die beeindruckendsten Personen des Romans und schnell merkt man, dass diese beiden Charaktere im weiteren Verlauf der Handlung sich als die zentralen Figuren des Geschehens herausbilden.

Viele Perspektivwechsel sind mit Schuld daran, dass das Buch nicht so recht in Fahrt kommen will. Kommt einmal ein Fünkchen Spannung auf, so wird auch schon wieder der Schauplatz gewechselt und Tempo rausgenommen. Was mich jedoch wie so oft stört, sind diese merkwürdigen Zufälle. Alex wird in New York nach dem Einkaufen von einem Radfahrer angefahren, ausgerechnet von oben erwähntem Oliver. Dann hilft sie einer Frau, die überfallen wird. Bei der Geschädigten handelt es sich um eine bekannte Opernsängerin, die im Nachbarhaus ihres Geliebten Vitali wohnt. Zwei Zufälle, deren es überhaupt nicht bedurft hätte, denn die Verbindung zu Oliver hätte man auch einfacher knüpfen können und die zur Opernsängerin wäre nicht zwingend notwendig gewesen.

Action und Spannung like Grisham zu seinen besten Zeiten

Doch damit genug der Kritik. Etwa zur Mitte des Buches merkt man, dass sich Nele Neuhaus nun warm geschrieben hat. Plötzlich liest man die Zeilen nur noch so herunter, die Seiten fliegen schließlich vorbei und je näher man zum Ende kommt, um so schwieriger wird es, den Roman auch nur mal kurz zur Seite zu legen. Einen wahren Sumpf von Korruption hat die Autorin konstruiert, in den leitende Personen aus fast allen wichtigen Institutionen bis hin zur Staatsanwaltschaft und Polizei verwickelt zu sein scheinen. Wem soll man da als unschuldig verdächtigte Person noch trauen können?

So langsam kristallisiert sich heraus, wer auf der Seite der Guten steht und wer zu den Bösen gehört. Doch auch da hat die Autorin noch manche Überraschung in petto. Und so entwickelt sich schließlich ein Kampf, bei dem mal die eine Seite, dann wieder die andere die Nase vorn hat. Der Vergleich mit John Grisham auf der Buchrückseite ist gar nicht mal so weit hergeholt und insbesondere die spannende Verfolfungsjagd nach Alex Sontheim erinnert an Grisham zu seinen besten Zeiten. Und bei der Darstellung der Charaktere hat sie gegenüber Grisham bereits jetzt schon die Nase vorn.

Ihre Meinung zu »Nele Neuhaus: Unter Haien«

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friedami zu »Nele Neuhaus: Unter Haien« 09.07.2008
Da ich erst die Taunus Krimis von Nele Neuhaus gelesen hatte, war ich ein bißchen skeptisch und wurde eines besseren belehrt. Ich konnte von diesem Buch nicht loslassen.Trotz der vielen Menschen ist alles stimmig und so spannend, dass meine Kinder mich nicht stören durften und konnten und ich erst zufrieden war, als ich die letzte Seite gelesen und eigentlich sogar enttäuscht war, dass ich nichts mehr von Nele Neuhaus zu lesen hatte. Einfach super
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Schrodo zu »Nele Neuhaus: Unter Haien« 16.04.2008
Dies ist das erste Buch von Frau Neuhaus und das zweite das ich gelesen habe. Eins vorweg, das nächste werde ich sicher auch noch lesen. „Unter Haien“ ist ein Krimi der auf seinen 567 Seiten (furchtbar kleine Buchstaben) an Spannung nichts zu wünschen übrig lässt.
Es handelt von einer Investmentbankerin Namens Alex, eines Sergio und eines Nick´s. Blondie Alex lieb und nett, sieht natürlich heftig gut aus und ist geschäftlich eine Supertussi. Sergio ist der böse Bube und Obermafiosi. Nick ist der gute Bube und Bürgermeister von New York. Das Buch fängt ziemlich easy an, die Spannung steigert sich im Verlauf stetig und wurde für mich zum echten Pageturner. Dass dieser Thriller, der in New York handelt, von einem deutschen Mädel namens Nele geschrieben wurde merkt man in keiner Zeile. Alle Achtung Frau Neuhaus…bin begeistert!
Marlene Bartels-Christ zu »Nele Neuhaus: Unter Haien« 10.10.2007
Schade, Daniel, dass du nicht länger durchgehalten hast! Denn tatsächlich gewinnt "Unter Haien" erst etwa ab der Stelle, an der du aufgehört hast du lesen, richtig an Fahrt.
Ja, das Milieu mag nicht jedem zusagen, aber meiner Meinung nach ist "Unter Haien" seit langem mal wieder ein Thriller, in dem es nicht nur um blanke Gewalt, ausgeweidete Leichen, perverse Psychopathen etc geht. Und mir gefielen gerade auch die Klischees, die ja - genau betrachtet - tatsächlich so vorkommen und die (vorhersehbare) Lovestory richtig gut. Richtig klasse fand ich die sehr fundierte gute Recherchearbeit. Das allein ist ein großes Lob wert.
Ich finde auch, man sollte ein Buch erst dann bewerten, wenn man sich bis zum Ende durchgebissen hat.
Ich gebe Unter Haien auf jeden Fall 95 Grad, denn ich habe mich selten so gut und spannend unterhalten gefühlt wie von diesem wahrhaftig gut geschriebenen Thriller. Auf die Verfilmung warte ich allerdings auch äußerst gespannt!
daniel zu »Nele Neuhaus: Unter Haien« 09.10.2007
der tolle Schreibstil und die gut ausgearbeiteten Charaktere von Nele Neuhaus machen leider noch kein spannendes Buch aus. Als Drehbuch für einen Film vielleicht klasse, als Roman leider nicht, denn alles ist so extrem vorhersehbar ( bis Seite 280, da gab ich leider auf ) und diese sich ständig wiederholende, total unlogische Gefühlsduselei von Alex ( ich würde schleunigst schauen, dass ich Land gewinne... ) haben mir gar nicht gefallen. Selbst schuld bin ich noch dazu, dass ich mir ein Buch im Banker-Millieu, welches mir irgendwie gar nicht zusagt, ausgesucht habe, da ich mich Gott sei Dank überhaupt nicht mit Fonds, Insiderhandel, etc auskenne und auch nicht auskennen will ( wer will das eigentlich schon? Geldgeile, schleimige Haie ? ).
Fazit: Wem ein gut geschriebenes aber klischeehaftes, ellenlanges und vorausssehbares Hollywooddrehbuch ( zumindest auf den ersten 280 Seiten, den Rest kann ich nicht mehr beurteilen, aber ich denk mir meinen Teil weiter bis zum Ende) im Banker-Mafia-Millieu gefällt kann gerne zuschlagen, der Rest Finger weg !!!
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Marcus Endrikat zu »Nele Neuhaus: Unter Haien« 16.08.2007
Ein wirklicher Knüller! Superspannend!
Habe das Buch hier auf der KC entdeckt und bestellt. Im Urlaub habe ich es beinahe schon auf dem Hinflug verschlungen. "Unter Haien" müsste verfilmt werden - großes Kino! Absolut empfehlenswert. Kompliment an die Autorin Nele Neuhaus. Ein Erstling mit Knalleffekt. Von mir gibt es für dieses Buch satte 98 Grad!!!
Andrea Neupert zu »Nele Neuhaus: Unter Haien« 25.07.2007
Eine super interessante Story in deren Verlauf man immer wieder von der Autorin überrascht wird.
Ich hatte zuerst "Eine ungeliebte Frau" von Nele Neuhaus gelesen, da die Geschichte in meiner Umgebung spielt, die Autorin bei mir im Ort arbeitet und ich dort auf einer Lesung bei ihr war.
"Unter Haien" habe ich mir dann natürlich auch gekauft und war genauso begeistert wie von Ihrem zweiten Roman. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.
Alina van de Sand zu »Nele Neuhaus: Unter Haien« 28.04.2007
Spitze! Ich bin begeistert! Unter Haien ist ein Thriller in allerbester Tradition, besser als der zitierte Grisham, der ja doch die Handlung seiner Bücher meistens in Gerichtssälen ansiedelt. Die Charaktere sind sehr ausgefeilt und detailliert beschrieben ohne zu langweilen, der eigenen Phantasie bleibt genügend Raum. Die Handlung ist spannend, atemberaubend! Übrigen finde ich, dass die Begegnung von Alex mit Madeleine WICHTIG für den Verlauf der Handlung ist, denn erst so lernt sie ja Nick besser kennen. Alles in allem: absolut empfehlens- und lesenswert. Schade, dass es noch etwas schwierig zu kriegen ist. Die Mühe lohnt sich aber!!! Lesen!!!
Anja S. zu »Nele Neuhaus: Unter Haien« 21.04.2007
Dieser Wirtschaftskriminalitaetsthriller erinnert zwar stark an Grisham, ist aber flott geschrieben und leicht zu lesen. Das Buch wird auch immer spannender, denn der Anfang ist tatsaechlich etwas behaebig. Ich werde mir auch weitere Buecher dieser Autorin zulegen.
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Gerlinde Metza zu »Nele Neuhaus: Unter Haien« 13.04.2007
" Unter Haien " ist für mich ein total guter Krimi, den ich mir unwahrscheinlich gut verfilmt vorstellen kann. Obwohl ich eigentlich früher keine Krimi`s gelesen habe, werde ich mir ganz schnell das 3. Buch von Nele Neuhaus kaufen. Das Buch ist absolut empfehlenswert. Ich kann es Allen ohne Einschränkung empfehlen. Hervorragend geeignet als Geschenk ohne sich zu blamieren !!
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Karen Küfe zu »Nele Neuhaus: Unter Haien« 09.04.2007
Ich bin sonst nicht unbedingt ein Krimileser, aber seit dem Roman "Unter Haien" von Nele Neuhaus hat sich dies verändert. Der Roman hielt mich von der ersten Seite an gefangen und ich konnte erst wieder aufhören zu lesen als die letzte Seite erreicht war. So ein spannendes Buch als Erstlingswerk, eine tolle Leistung. Alle Bekannten die das Buch nach mir gelesen haben konnten meine Meinung uneingeschränkt bestätigen.
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