Tiefe Wunden von Nele Neuhaus

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 bei List.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Taunus, 1990 - 2009.
Folge 3 der Bodenstein-und-Kirchhoff-Serie.

  • Berlin: List, 2009. ISBN: 978-3-548-60902-7. 477 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2011. Gesprochen von Julia Nachtmann. gekürzt. ISBN: 978-3869090627. 5 CDs.

'Tiefe Wunden' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Der 92-jährige Holocaust- Überlebende David Josua Goldberg wird in seinem Haus im Taunus mit einem Genickschuss getötet. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung: Goldbergs Arm trägt die Reste einer Blutgruppentätowierung, wie sie bei Angehörigen der SS üblich war. Dann geschehen zwei weitere Morde, die Hinrichtungen gleichen. Welches Geheimnis verband die Opfer miteinander? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff weit in die Vergangenheit: nach Ostpreußen im Januar 1945.

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M. Schenkel zu »Nele Neuhaus: Tiefe Wunden« 25.03.2016
Leider nein. Als historisch Intessierter habe ich das Buch ausgelesen und wurde enttäuscht. Frau Neuhaus bedient die historische Kulisse des Dritten Reichs laienhaft und zu wenig informiert und auch häufig zu unkritisch, was mich gerade als nicht-deutscher Historiker irritiert.
Hauptsächlich geht es um die versponnene Familiensaga einer mächtigen Industriellen, die von der Vergangenheit eingeholt wird. Das wäre spannender Stoff. Aber er entspinnt sich erst auf den letzten 25 Seiten des Buches, nachdem die Leserin bereits abgemattet nicht mehr zwischen all den Neffen, Enkeln, Cousins und Tanten unterscheiden mag. Am Ende legt man das Buch weg mit einem ernüchterten Erstaunen darüber, weder spannend unterhalten worden zu sein, noch etwas neues über deutsche Historie gelernt zu haben. Denn auch die historischen Erzählungen zum Dritten Reich sind schlicht erfunden. Keine realen Kriegshandlungen, die es effektiv gab, keine realen Personen. Keine Empfehlung, Altpapier.
Beelzebub zu »Nele Neuhaus: Tiefe Wunden« 25.02.2013
Auch ich habe ( zum Glück ) mit diesem Band von Nele Neuhaus begonnen.
Jedoch muß ich sagen, d. bis auf das Ende alles recht stimmig und spannend geschrieben ist. Obwohl ich mich nicht als Neuhaus-Fan bezeichnen würde, so kann ich diesen Band wirklich empfehlen. Und natürlich sollten weitere folgen.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Lotse zu »Nele Neuhaus: Tiefe Wunden« 08.11.2012
Perfekt! Der beste deutsche Krimi, den ich je gelesen habe. Und ich habe viele gelesen.
Da es mein erstes Buch der Autorin ist -leider habe ich wieder einmal nicht mit Band 1 begonnen-, bin ich jetzt gespannt, wie Nele Neuhaus das in ihren anderen Bodensstein /Kirchhoff-Romanen, die ja von den Lesern zum Teil noch besser bewertet wurden, toppen will.
Iris Bernecker zu »Nele Neuhaus: Tiefe Wunden« 29.03.2012
Da hatte ich mehr erwartet. Dabei klang die Zusammenfassung spannend.Aber leider ist es m.E. nur etwas schnell Hingeklatschtes, wobei ich den Eindruck hatte, das Nele Neuhaus auf der Welle des Erfolges noch schnell ein paar Euros mitnehmen möchte.Die Handlung ist wirr, es sind zu viele Nebenschauplätze mit zu vielen Charakteren eingebaut.Ständig überlegt man, wer das nun wieder war.
Für mich soll lesen spannend sein, hier war es nur anstrengend.
Schade !
detno zu »Nele Neuhaus: Tiefe Wunden« 13.10.2011
Das von Julia Nachtmann gelese Hörbuch (5 CDs) bietet dem Hörer/der Hörerin eine gekürzte Fassung des Romans, erschien mir persönlich aber trotzdem an einigen Stellen immer noch zu lang geraten. Auch die vielen Verflechtungen der Personen zu- und untereinander und deren zum Teil aberwitzige fremde Identitäten ist etwas überladen, aber unter dem Strich präsentiert sich "Tiefe Wunden" als ein hörenswerter Krimi. Masuren, dass ich kennen gelernt habe, ist leider sehr schwach beschrieben, stört jedoch nicht den insgesamt positiven Gesamteindruck.

84° für diesen Krimi, dessen Wurzeln im Jahr 1945 (Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen) stecken.
Marcel Ritzi zu »Nele Neuhaus: Tiefe Wunden« 18.08.2011
Nachdem ich das erste und v.a. das zweite Buch von Nele Neuhaus sehr spannend gefunden habe, war ich von der zähen Geschichte im 3. Band richtig enttäuscht. Bis auf die letzten 100 Seiten kommt überhaupt keine Spannung auf. Nele Neuhaus springt von einer Person zur andern, ohne dass sie den Leser zu fesseln vermag. Die ganze Geschichte hätte mit Leichtigkeit auf hundert Seiten zusammengefasst werden können. Schade.
Manuela Walter zu »Nele Neuhaus: Tiefe Wunden« 24.04.2011
Herzlichen Dank Frau Neuhaus, sie habe mir Ostern verschönert!
Das war jetzt das vierte Buch von Nele Neuhaus (ich habe mit dem 4. begonnen :-) und ich muss sagen, das BESTE aus den 4. Genial konstruiert, super spannend und fesselnd bis zum Schluss! Ich hoffe, die Dame liefert noch weitere Bücher dieser Klasse ab.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
hans-hermann lorig zu »Nele Neuhaus: Tiefe Wunden« 01.01.2011
Mirko Freitag hat es in seinem Kommentar
gut auf den Punkt gebracht: Im dritten Bodenstein/Kirchhoff-Band sind durchaus ein paar Ungereimtheiten im Spiel, aber man nimmt es weder der Story noch der Autorin übel. Vielleicht will Nele Neuhaus ein wenig zu perfekt sein, indem sie quasi alle Figuren in Beziehung zueinander bringt. Und doch macht es richtig Spaß, diesen Hessenkrimi mit Exkursion nach Ostpreussen zu lesen. Mein Fazit:
Herrliche Unterhaltung, wunderbare
Entwicklung der Spannung, ich habe es
mit Begeisterung gelesen. Spitze!
Mirko Freitag zu »Nele Neuhaus: Tiefe Wunden« 03.11.2010
Mein erstes Buch von Nele Neuhaus. Sehr spannend geschrieben - auch die Beschreibung der Landschaft in Ostpreußen ist sehr gelungen. Leider sind doch einige Klisches in dem Buch, die mir bitter aufgestoßen sind:
Weder zünden wir Juden Kerzen in einer Menora an, noch muß ein Gemeindevorsitzender beste Beziehungen haben. In dem Buch tauchen wir Juden nur als reiche Menschen auf -
und ehrlich gesagt ist es völlig unrealistisch, dass ein ehemaliger SSler eine Überlebende heiratet, die von seiner Vergangenheit wusste - wo war denn auch bitte die "Häftlingsnummer" auf seinem Arm?

Aber ansonsten war das Buch super - ich werde weitere Bücher von ihr lesen.
annetine62 zu »Nele Neuhaus: Tiefe Wunden« 28.10.2010
Dies ist mein erster Neuhaus-Krimi, den ich wegen des Bezugs zur jüngeren deutschen Vergangenheit ausgesucht hatte. Ich schließe mich der Meinung an, dass es eine spannende und interessante Geschichte ist. Vielleicht etwas zu viele Zusammenhänge (erinnert ein bisschen an die Soaps, wo immer irgendwann verschollene oder bisher unbekannte Kinder, Väter, Halbgeschwister auftauchen). Anfänglich wird die Geschichte meiner Meinung nach aus zu vielen Perspektiven erzählt, aber da einige der Personen bald sterben, wird die Zahl der erzählenden Personen bald übersichtlicher. Die Charakterbeschreibungen gehen unterschiedlich stark in die Tiefe - das passiert eben, wenn man zu viele Personen erzählen lässt. Aber sprachlich angenehm zu lesen, spannende Geschichte, nicht zu viel Lokalkolorit und ein Ermittlerduo, dessen Entwicklung ich gerne weiter verfolgen werde.

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