Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 bei List.
Ort & Zeit der Handlung: Taunus, 1990 - heute.

  • Berlin: List, 2010. ISBN: 978-3-548-60982-9. 535 Seiten.

'Schneewittchen muss sterben' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd.

Das meint Krimi-Couch.de: »Menschliche Abgründe in kleinem Taunus-Dorf« 98°Treffer

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Kriminal-Fall hat es in sich

Eine Krimi-Serie hat den großen Vorteil, dass man als Leser die Ermittler kennen und schätzen lernt. Vor allem so sympathische Figuren wie Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein, mit all ihren Problemen und Schwächen. Wobei im vierten Teil der vortrefflichen Taunus-Reihe von Nele Neuhaus vor allem die privaten Probleme des Kommissar von Bodenstein im Vordergrund stehen. Daneben nimmt sich der Ärger, den Pia mit dem Bauamt wegen einer Abriss-Verfügung für ihren Bauernhof hat, noch harmlos aus. Ach ja, einen Kriminalfall müssen die Ermittler auch noch lösen, und der hat es wahrhaft in sich. Wer die ersten Folgen um das Hofsteiner Duo kennt, mag der Meinung sein, dass es in Sachen Spannung und menschliche Abgründe nach Tiefe Wunden nicht mehr heftiger geht, aber im neuen Bestseller der Erfolgsautorin wird man eines Besseren belehrt.

Heile Welt nach Rückkehr zerbrochen

Nach einer Haftstrafe von zehn Jahren kehrt der mittlerweile 30-jährige Tobias Sartorius in das Taunus-Dörfchen Altenhain zurück und versucht dort, sich wieder in den Alltag einzufügen. Doch bereits beim der Ankunft in seinem Elternhaus stellt er fest, dass nichts mehr so ist, wie es mal war. Der Hof liegt voller Gerümpel, die früher gut gehende Gastwirtschaft ist geschlossen, und sein Vater muss ihm gestehen, dass seine Mutter ihn schon vor Jahren verlassen hat. Bei Besuchen im Gefängnis wurde ihm immer eine heile Welt vorgespielt, jetzt ist der Schock für Tobias umso größer. Verschärft wird seine Lage dadurch, dass er nicht weiß, was vor 11 Jahren eigentlich passiert ist. Er hat sich mit zwei ehemaligen Freundinnen gestritten, danach sind die beiden 17-jährigen Mädchen in der gleichen Nacht spurlos verschwanden. Tobias hatte nach kräftigem Alkoholgenuss einen Filmriss – wurde aber aufgrund von Zeugenaussagen und Indizien verurteilt. Nach seiner Rückkehr schlägt ihm eine Welle des Hasses entgegen.

Situation wird schnell unübersichtlich

Zur gleichen Zeit wird auf dem stillgelegten US-Flugplatz in Eschborn das Skelett einer jungen Person gefunden – eines der damaligen Mordopfer, wie sich herausstellt. Und die Mutter von Tobias Sartorius wird von einer Autobahnbrücke gestoßen. Schnell führen die Ermittlungen von Bodenstein und Kirchhoff in das kleine Altenhain, wo sich die Ereignisse zu überschlagen scheinen. Es findet eine geheime Versammlung in der Kirche statt, das Haus der Familie Sartorius wird mit Parolen beschmiert, Tobias wird überfallen und übel verprügelt. Hilfe bietet ihm der Dorf-Patriarch Terlinden an, aber auch Nadja, eine Freundin aus Kindertagen. Für die Ermittler wird die Situation schnell unübersichtlich, die Dörfler bilden eine geschlossene Front des Schweigens. Und dann verschwindet wieder ein 17-jähriges Mädchen – die Lage droht zu eskalieren.

Gekonnte Szenen-Wechsel

Der vierte Band aus der Bodenstein /Kirchhoff-Reihe steht den Vorgängern in nichts nach. Es gelingt der Autorin, den Lesern den Eindruck zu vermitteln, dass ihnen beim Lesen keine Informationen aus den früheren Bänden fehlen. Die notwendige Vorgeschichte wird im Zweifelsfall in kurzen Sätzen vermittelt. Neuhaus hat einen flüssigen Erzählstil und schafft es immer wieder, den Leser zu fesseln. Stückweise wird man in das kleine Dorf eingeführt und kann so nachvollziehen, wie sich der junge Sartorius nach seinen Gefängnis-Aufenthalt fühlen muss. Faszinierend macht das Buch aber auch, dass hier verschiedene Charaktere dargestellt werden, die alle irgendwie in den Fall verwickelt sind, aber höchst unterschiedliche Motive haben. Ein von Nele Neuhaus geschickt genutztes Stilmittel sind die schnellen Szenen-Wechsel, fast wie Umschnitte beim Film. Die Autorin hält dadurch nicht nur die Spannung hoch, sondern oft wird die Handlung auch wieder beschleunigt.

Ist die halbe Dorfgemeinschaft beteiligt?

Der Spannungsbogen lebt unter anderem davon, dass es in dem kleinen Dorf eine Vielzahl von Personen gibt, die etwas mit den Morden vor elf Jahren oder jetzt dem erneuten Verschwinden eines jungen Mädchens zu tun haben, oder zu tun haben könnten. Trotz der vielen Handlungfäden, die am Ende alle bestens verknüpft und aufgelöst werden, ist der Leser nur selten in der Gefahr, den Überblick zu verlieren. Da ist die offenbar vernachlässigte Jugendfreundin, die Tobias nicht nur vom Knast abholt, sondern ihm auch Unterkunft und Hilfe anbietet. Die selbstsüchtigen Motive der zum Filmstar aufgestiegenen Dorfschönheit werden erst schrittweise deutlich, die Autorin hat hier eine sehr zwiespältige Figur gezeichnet. Dann sind da noch die scheinbar guten Freunde von früher, die mit Tobias weiter feiern und trinken wollen. Aber auch hier sind Motive im Verborgenen vorhanden, die schrittweise enthüllt werden. Und in der so genannten Dorfgemeinschaft gibt es etliche Menschen, die nicht nur sensationslüstern, sondern offenbar auf verschiedene Weise in die Geschehnisse involviert sind. Da ist der Kultusminister, den seine ehrgeizige Frau mit ihrem ererbten Geld in diese Position gebracht hat, und der schon immer ein Auge für schöne Schülerinnen hatte – und der ansonsten ein erbärmlicher Feigling ist. Der Dorfpatriarch, der allen Mitbürgern Arbeit gibt, alles im Blick hat und kontroliert, aber seinen Reichtum offenbar nicht nur auf legale Weise erworben hat. Und sein kranker, angeblich autistischer Sohn, dessen verhängnisvolle Rolle ebenfalls nur scheibchenweise ans Licht kommt. Denn seine behandelnde Ärztin ist die Gattin des Kultusministers.

Reichhaltige Palette

Nele Neuhaus hat fast schon zu viel an Motiven und Charakteren in ihren neuen Roman gepackt, versteht es glücklicherweise dank ihres Erzählstils jedoch, den Leser nicht zu überfordern. Alkohol, Machtstreben, wirtschaftliche Motive, krankhafte Eifersucht, Gleichgültigkeit, Angst vor Zurückweisung, Hass auf Nebenbuhlerinnen, Rachsucht, mütterliches Gluckenverhalten – die Palette ist wirklich reichhaltig. Und die einzelnen Personen, ihre Motive und ihr oft schlüssiges Handeln werden auch noch glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt. Abgerundet wird der Lesegenuss durch die privaten Befindlichkeiten der Ermittler. Während die scheinbare Musterehe des adeligen von Bodenstein so richtig den Bach runtergeht, scheint Pia mit ihrem geliebten Lebenspartner eine Lösung für den Stress mit dem Bauamt zu finden. Alles in allem ein Buch, das ich wieder einmal verschlungen habe – und das Lust auf die nächste Folge der Taunus-Krimis macht.

Andreas Kurth, Juli 2010

Ihre Meinung zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben«

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Theatermichel zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben« 31.08.2010
Ein wirklich guter Krimi, den Nele Neuhaus da geschrieben hat, flotter Schreibstil, interessanter Plot, Spannung pur. Aber über 500 Seiten - muss diese Fettleibigkeit wirklich sein? Muss dieses Knäuel an Motiven und Charakteren tatsächlich noch mit einer Unmenge an morschen Beziehungskisten, dienstlichen Verfehlungen, Abrissverfügungen u. v. m. gewürzt werden? Da ist der Weg zum Verwürzen nicht mehr weit, und der Leser verliert in dem Maße den Überblick, wie die Autorin ihrer Erzähllust nicht mehr Einhalt gebieten kann. Wo sind die Krimis geblieben, die man noch an einem Abend bei einer Flasche Wein genießen konnte? Wenn bei "Schneewittchen" der Faden nicht reißen soll, bleibt man am besten drei Tage abstinent und dröhnt sich mit starkem Tee zu. Man könnte natürlich auch wieder mal die Bücherkiste vom Speicher holen, die dort vor 35 Jahren hinaufgewandert ist, randvoll mit Krimis von Rex Stout, Ed McBain, Hansjörg Martin und Friedhelm Werremeier - alle fein im Ein-Abend-Format geschrieben ...
anyways zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben« 10.08.2010
Das Hofheimer K11 ermittelt unter der Leitung von Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in einem versuchten Totschlag. Eine Frau wurde von einer Fußgängerbrücke auf die darunter liegende Straße gestoßen, neben den schweren Verletzungen der Frau ist ein Toter unter den Autofahrern zu beklagen. Das Opfer, Pia Cramer, wird ins Krankenhaus gebracht und Kirchhoff und Bodenstein machen sich auf den Weg nach Altenhain um deren Ex-Mann von dem Vorfall zu unterrichten. Hartmut Sartorius lebt auf einem runter gewirtschafteten Hof mit angrenzender Gaststätte, die ebenfalls schon seit Jahren geschlossen ist. Bei ihrer Ankunft lernen die beiden Beamten auch Tobias Sartorius kennen, der gerade erst aus eine 11jährigen Gefägnissstrafe in sein Heimatdorf zurückgekehrt ist. Von Anfang an interessiert sich Pia für seine Geschichte. Tobias ist vor 11 Jahren aufgrund eines Indizienprozesses verurteilt worden zwei 17jährige Mädchen ermordet zu haben. Während des Prozesses hat er aber immer wieder beteuert einen Filmriss zu haben, und sich deshalb nicht an die Ereignisse in jener Nacht erinnern kann. Pia lässt sich die alten Akten bringen und ermittelt nebenbei. Kurze Zeit später überschlagen sich die Ereignisse, erst wird das Skelett eines Mädchens auf einem stillgelegten Militärflugplatz gefunden und dann verschwinden auch noch wichtige Zeugenaussagen aus den alten Ermittlungsakten um den Fall Sartorius. Bei der Obduktion der menschlichen Überreste stellen die Pathologen fest, dass es sich um eines der vor 11 Jahren verschwundenen Mädchen handelt. Dann verschwindet wieder ein 17 jähriges Mädchen aus Altenhain, fatalerweise ähnelt sie einem der früheren Opfer, denn auch sie ist weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz. Die Einwohner des Dorfes mobilisieren sich, denn ein Täter ist viel zu schnell ausgemacht…





Der Autorin gelingt mit der Schilderung der Dorfgemeinschaft Altenhain die düstere, klaustrophobisch anmutende Geschichte um die mafiaähnlichen Strukturen innerhalb dieser Gemeinschaft. Das Ermittlerduo wirkt sympathisch und man nimmt auch an deren Leben außerhalb des Falles teil.

Einziges Schwächen dieses Krimis sind die schlecht recherchierten medizinischen Fachausdrücke (vielleicht war es aber nur ein Schreibfehler), die Tatsache dass der fast 50 jährige Bodenstein schon zwei erwachsene Kinder (um die 25 Jahre) sowie noch ein Kleinkind mit seiner Ehefrau hat. Es ist nicht ganz auszuschließen aber auch sehr untypisch und wirkt dadurch unglaubwürdig. Ebenfalls purzelt ab und an die chronologische Zeitabfolge durcheinander das fällt im letzten Drittel des Buches besonders auf. Alles in allem aber ein solider Krimi mit vielen Wendungen, den Leser auch über das gesamte Buch zu fesseln vermag.
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buscher zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben« 06.08.2010
Ein prima Buch. Keine Seite ist verschenkt, keine Seite überflüssig. Immer wenn man denkt, dass die Lösung doch allzu einfach gestrickt erscheint, gibt es eine Wendung. Sogar die etwas langweilige Gegend um den Taunus herum stört nicht, auch wenn der Verlag mit dem Hinweis " Taunuskrimi" wirbt. Soll er machen, denn dem Buch sind viele Leser zu wünschen.
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DianeW zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben« 01.08.2010
Hab gerade das Buch beendet - einfach super! Das ist wirklich das Beste von Nele Neuhaus. Auch die ersten Bücher waren schon gut, aber die Steigerung von Band zu Band ist da. Die Personen sind mittlerweile so gut bekannt, dass die privaten Handlungsstränge überhaupt nicht stören, sondern die Hauptakteure noch "menschlicher" und "bekannter" machen. Die Geschichte um Tobias Sartorius und seinem Heimatdorf ist spannend und sehr komplex. Bis zum Schluß, weiß man fast nicht wer der wahre Täter ist. Nachdem ich selber in einem kleinen Dorf groß geworden bin, kann ich mir sogar vorstellen, dass so eine Geschichte möglich ist.Ich freue mich auf die nächste Geschichte mit Pia und Oliver.
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Claudia Schmitt zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben« 28.07.2010
Habe das Buch innerhalb von 3 Tagen ausgelesen. War super spannend geschrieben. Ich kenne die Bücher von Nele Neuhaus erst seit 6 Wochen, wurden mir von einer Freundin empfohlen. Habe alle ihre Werke in dieser Zeit gelesen. Kann man nur weiterempfehlen. Ich kann auch nicht sagen welches Buch am besten war, ich fand sie alle gut.
Dieter_55 zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben« 17.07.2010
Dieser Thriller von Neuhaus ist äußerst spannend und fesselnd. Und obwohl hier eine Menge Personen vorkommen, behält man doch die Übersicht.
Ein wenig erinnert er mich an die alten Whodunit-Krimis, bei denen der Leser von Anfang an einen bestimmten Personenkreis als Verdächtige ausmachen kann, sich aber nie ganz sicher sein kann und es dann doch anders ist, als man vermutet.
Geschickt platziert sind auch gerade gegen Schluss des Buches die "Cliffhanger", die immer wieder die Neugier des Lesers provozieren und somit dazu beitragen, das Buch nicht so schnell aus der Hand zu legen. Für diese 500 Seiten benötigt man nicht allzu lange.
Mensch der Buecher liebt zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben« 13.07.2010
Dies ist der 4 Taunus Krimi der Schriftstellerin Nele Neuhaus und der zweite den ich gelesen habe. Er hat mir um einiges besser gefallen als "Eine unbeliebte Frau", da in diesem Roman viel mehr Figuren waren und man sehr leicht den Überblick verlieren konnte. Bei "Schneewittchen" jedoch ist das ganz anders. Die Story ist gut und knifflig, geschrieben ist es flüssig und an einigen Stellen werden Seitenhiebe an das Dorfleben ausgeteilt. Außerdem wohne ich im Taunus und kann praktisch die Orte, um die es in dem Buch geht, besichtigen wenn ich wollte...
Insgesamt muss ich sagen: Ein hervorragender Krimi, flott und locker geschrieben und außerdem:
Großes Kompliment an Frau Neuhaus! Sie haben sich sehr gesteigert!!!

FAZIT: Unbedingt empfehlenswert.
subechto zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben« 10.07.2010
Wollte Schneewittchen die Liebe des Prinzen nicht erwidern
...und musste deshalb sterben?

Der neue Taunus-Krimi von Nele Neuhaus "Schneewittchen muss sterben" beginnt mit einem Prolog, der dies vermuten lässt. Wurde Tobias Sartorius demzufolge zu unrecht verurteilt, für die Ermordung von Laura Wagner und der ebenfalls siebzehnjährigen Schneeberger, die beide vor elf Jahren spurlos verschwanden?
Letztere sah nicht nur aussah wie Schneewittchen, sondern sollte diese Rolle auch in einer Theateraufführung an ihrer Schule spielen.

Dennoch kehrt Tobias nach Verbüßung einer zehnjährigen Haftstrafe in sein
Elternhaus nach Altenhain zurück, einem dörflichen Stadtteil von Bad Soden am
Taunus. Bestraft wurden aber auch seine Eltern: ihre Ehe zerbrach, die
Gaststätte musste geschlossen werden, weil die Gäste ausblieben und der ehemals stolze Hof zerfiel.

Schneewittchen ist nicht die einzige Leiche, die in diesem Kriminalroman
vorkommt. An einem trüben Novembertag finden Arbeiter auf dem ehemaligen Eschborner Militärflughafen ein Skelett, wenig später wird eine Frau von der Fußgängerbrücke über der Limesspange bei Sulzbach gestoßen...

Königstein, Sulzbach, Altenhain und Eschborn sind die Schauplätze des neuen Kult-Krimis der Kelkheimer Autorin. "Schneewittchen muss sterben" ist der 4. Fall für Oliver von Bodenstein & Pia Kirchhoff. Sicherlich ist es die ganz
spezielle Mischung aus Thriller gepaart mit Lokalkolorit und peppiger Sprache,
die den Erfolg von Nele Neuhaus weit über die Grenzen des Taunus ausmachen.

Da ich selbst im Taunus lebe, gehört Nele Neuhaus bereits seit vielen Jahren zu meinen absoluten Lieblingsschriftstellerinnen. Ich habe alle ihre Krimis gelesen (damals noch im Selbstverlag) und mich stets gut unterhalten gefühlt. Seitdem
hat sich die Autorin weiterentwickelt, so dass mir auch der neue Roman wieder
viele spannende Lesestunden beschert hat. DANKESCHÖN:-)
Simone Schreiber zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben« 09.07.2010
Nele Neuhaus hat es auch in ihrem neuen Krimi wieder geschafft, die Leser bis zur letzten Seite in die Geschichte mit einzubeziehen und miträtseln zu lassen. Man kommt in die Versuchung das Buch in einem Rutsch durchzulesen und alles andere um sich herum zu vergessen. Die Story ist spannend, die Orte wechseln ständig und die Personen haben einen ganz persönlichen Touch, sodass man immer das Gefühl hat, man spielt selbst eine Rolle in dieser Geschichte. Toll finde ich auch die sprachliche und stilistische Umsetzung von Schneewittchen, bei der sich Nele Neuhaus viel Mühe gegeben hat. Insgesamt ein Krimi, der sich sehr zu lesen lohnt und sicher eine 1+ verdient hat. Mein Tipp: unbedingt lesen. Hoffentlich war es nicht der letzte Fall, denKirchhoff und Bodenstein zusammen lösen...
Ulrich Hefner zu »Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben« 06.07.2010
Hallo Nele,

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg. Bereits als ich vor ein paar Jahren "Unter Haien" las, wusste ich, da kommt eine ganz GROßE und ich wunderte mich, dass auf dem Buch MV stand und nicht Piper, Fischer, Ullstein, Heyne, Bastei oder Goldmann.

Deine Romane sind echte Pageturner und Spannung pur. Unter Haien hat mir damals den Schlaf geraubt und mit deiner Serie geht es gerade so weiter.

Ich wünsch dir weiter solche Ideen und freue mich für dich. Da wir etwa zur selben Zeit vollkommen unabhängig voneinander mit den ersten Erfolgen starteten, ist es schön, dass der deutsche Krimi/Thriller endlich einen großen Schritt nach vorne macht und endlich konkurrenzfähig ist.

Wer weiß, vielleicht trifft man sich ja mal bei einer Lesung ...

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