Die Sekte von Mo Hayder

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Pig Island, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Goldmann.

  • London: Bantam, 2006 unter dem Titel Pig Island. 384 Seiten.
  • New York: Atlantic Monthly, 2007. 384 Seiten.
  • München: Goldmann, 2007. Übersetzt von Rainer Schmidt. ISBN: 978-3-442-31019-7. 384 Seiten.
  • München: Goldmann, 2008. Übersetzt von Rainer Schmidt. 383 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Random House Audio, 2007. Gesprochen von David Nathan. 6 CDs.

'Die Sekte' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

Hartnäckig hält sich auf dem Festland das Gerücht, dass auf Cuagach Eilean, auch 'Pig Island’ genannt, der Teufel umgeht. Genaues weiß allerdings niemand, denn seit Jahren durfte kein Fremder die kleine Insel vor der schottischen Küste betreten. Bis der Journalist Joe Oakes die Einladung erhält, ein Interview mit den dort lebenden Mitgliedern einer geheimnisumwitterten Sekte zu führen. Oakes, dessen Spezialität die Entzauberung scheinbar paranormaler Phänomene ist, nimmt die Einladung gerne an. Doch seine Neugier hat noch einen anderen Grund: Das Leben des Reporters war vor vielen Jahren mit dem des Sektengründers verknüpft, und nun holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Oakes ahnt nicht, dass er in dem Moment, als er die Insel betritt, einen Sturm aus Gewalt und Mord entfesselt, der sich jeglicher Kontrolle entzieht …

Das meint Krimi-Couch.de: »Der schmale Grat zwischen Menschen und Monstern« 70°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Pig Island ist eine kleine Insel vor der Küste Westschottlands, auf der ein gabelschwänziges Ungeheuer umgehen soll. Die abergläubischen Einheimischen auf dem nahen Festland machen dafür die »Gemeinde für Psychogenes Heilen« verantwortlich, die vor Jahren das Eiland käuflich erwarb und sich seither strikt von der Außenwelt isoliert hält. Sektenunwesen und satanische Riten werden den 30 Siedlern nachgesagt, und wenn die Strömung landwärts geht, schwemmt sie oft grässlich zerstückelte Schweinekadaver an den Strand.

Nachdem der Druck auf die Gemeinde stetig stieg, lädt sie nun den Journalisten Joe Oakes ein. Er hat sich einen Namen als Erforscher angeblich übernatürlicher Phänomene gemacht. Auf ihn wird man hören, so hoffen die Inselbewohner, die natürlich abstreiten, dass auf Pig Island Seltsames oder gar Verbotenes vorgeht. Oakes schlägt ein, denn er ist neugierig, den charismatischen Anführer der Sekte zu treffen. Mit Malachi Dove ist er schon vor Jahren einmal aneinander geraten und will diesen Konflikt gern publicitytauglich aufleben lassen.

Auf Pig Island eingetroffen, wird Oakes jedoch mit einer völlig unvorhergesehenen Situation konfrontiert: Dove hat seine Gemeinde schon vor Jahren verlassen und im Inneren der Insel eine schwer gesicherte Festung errichtet, in der er geheimnisvollen Experimenten nachgeht. Seine ehemaligen Gefolgsleute fürchten ihn, denn in manchen Nächten schleicht weiter oben erwähntes Wesen umher.

Oakes gibt nichts auf die Warnungen der Gemeinde. Er verschafft sich Einlass in Doves Domizil und findet die Kreatur – Doves missgestaltete Tochter Angeline. Ihr Vater ist verschwunden. Wie Oakes entdecken muss, hat er seine Festung verlassen und sämtliche Mitglieder der Gemeinde umgebracht. Schlimmer noch: Dove hat Pig Island verlassen und ist auf das Festland geflüchtet. Er weiß sehr wohl, wer ihn in seinem Exil aufgestört hat, und kündigt an sich an Oakes rächen …

Die einsame Insel gebiert tragisch clevere Monster

Die einsame Insel als Ort des Grauens: ein Motiv, das sich bewährt hat, weil der Ort des Geschehens in seiner Isolation eine Eskalation des Grauens plausibel macht. Kein Wunder, dass es in der Literaturgeschichte so viele Inseln gibt, auf denen sich Seltsames abspielt! Dem Schriftsteller kommt dieser Ort entgegen, denn er ist übersichtlich. Das gilt auch für die Figuren, denn da eine Insel allseitig vom Meer umgeben ist, hat der Verfasser das Kommen und Gehen völlig unter Kontrolle. Für den »Whodunit?«-Krimi ist die Insel ein idealer Ort, wie exemplarisch Agatha Christie 1939 mit »Ten Little Niggers«/»And Then There Was None« (»Zehn kleine Negerlein«/»Und dann gab’s keines mehr«) unter Beweis stellte.

»Die Sekte« ist allerdings ein Thriller von Mo Hayder. Sie hat sich mit ihren Romanen den Ruf erschrieben, erschreckende Geschichten mit gleich mehreren doppelten Böden zu verfassen. Bei ihr ist das, was wir durch ihre Augen zunächst sehen, niemals das, was sich tatsächlich ereignet. Diesem Credo bleibt sie auch dieses Mal durchaus treu. Trotzdem hat »Die Sekte« bei den Hayder-Fans für arge Verwirrung gesorgt, denn dieses Buch ist (scheinbar) »anders«.

Beginnen wir mit dem Titel: Der lautet im Original »Pig Island«, was die Handlung wesentlich besser umschreibt als die deutsche »Übersetzung«. Zwar beginnt die Geschichte mit einer Sekte, die sich jedoch rasch als reiner Aufhänger für eine gänzlich anders verlaufende Story entpuppt und sehr bald höchst blutig von der Bildfläche verschwindet. Es ist Pig Island, die Insel, die unsere Geschichte prägt, die (zunächst) vom Wahnsinn eines Mannes erzählt, der einst eine Sekte führte, sich jedoch längst von ihr getrennt hat und eigene Pläne verfolgt. Pig Island ist aber vor allem ein Symbol für den Ursprung des Bösen, das dort geboren wurde. Die Insel bleibt in dieser Form präsent, als die Handlung sie noch vor der Hälfte des Romans verlässt.

Haydertypisch ist es der menschliche Wahnsinn, der als Katalysator für das Geschehen wirkt. Malachi Dove hat den Verstand verloren, als er feststellen musste, dass der von ihm propagierte Glaube, von dem er ehrlich überzeugt war, nur ein Hirngespinst ist. Für diese Katastrophe hat er einen »Schuldigen« gefunden: Joe Oakes, der ihm vor vielen Jahren als Journalist eine empfindliche Niederlage bereitet hat. Oakes hat sich in Doves wirrem Hirn zur persönlichen Nemesis entwickelt. Als er – keineswegs zufällig – auf Pig Island auftaucht, erreicht Doves Irrsinn ein neues Niveau. Er verlässt die Insel und bereitet auf dem Festland seine Rache als apokalyptisches Fanal vor.

Sehr raffiniert wirkt diese Story in der Zusammenfassung nicht. Sie ist allerdings als großes Täuschungsmanöver inszeniert, das die Leser mit einbezieht. Zur Erinnerung: Nichts ist bei Hayder, wie es zu sein scheint. Das wahre Monster ist nicht Malachi, und es zelebriert seine Rache an der Welt so raffiniert, dass Hayder es uns erst auf den letzten Buchseiten enthüllt. Leider wirkt dieser Twist ziemlich konstruiert. Da muss in letzter Sekunde noch eine Überraschung kommen, denn das erwarten wir von einem Hayder-Roman. Die Autorin liefert sie uns, doch sie überzeugt nicht wirklich und wirkt wie eine Pflichtübung. Die genauen Gründe können und sollen hier nicht erläutert werden, da sie die Auflösung verraten und potenziellen Lesern den Lektürespaß verderben könnten.

Insofern passt also »Die Sekte« in Hayders Bibliografie. Darüber hinaus gibt es erneut verstörende Momente, in denen diverse Dachschäden und Perversionen sehr plakativ zur Schau gestellt werden. Selbstverständlich reitet Hayder ausgiebig das für sie reservierte Steckenpferd, was bereits im Impressum der Widmungshinweis auf die »Encyclopedia of Unusual Sex Practises« ankündigt.

Nebelkerzen müssen die Überraschung verhüllen

Für die Handlung bzw. für die Tarnung des eigentlichen Plots ist Hayders Entscheidung wichtig, die Story aus zwei Perspektiven zu erzählen. Diese Aufgabe übernehmen Joe und Alexandra Oakes, ein Ehepaar am Ende aller Gemeinsamkeiten. Joe ist ein Kind der Arbeiterklasse, das sich dort stets wohlgefühlt hat und sowohl beruflich als privat eher handelt als nachdenkt. Alexandra hat unter ihrem Stand geheiratet und ist im Laufe der Jahre so unzufrieden mit dem status quo geworden, dass sie sich in eine Romanze mit ihren Chef, einem berühmten Arzt, hineingesteigert hat, entlassen wurde und sich in psychiatrischer Handlung befindet. Sie ist keineswegs geheilt, ihre seelische Verwirrung wird durch die Pig-Island-Ereignisse noch verstärkt und läutet katalytisch den zweiten Teil der Tragödie ein.

Unfreiwillige Dritte im Bunde ist Angeline, die Malachis prominentestes Opfer wurde. Ihr tragisches Schicksal erregt Oakes’ Mitleid, in das sich freilich Eigennutz und eine unkontrollierbare Obsession mischen: Angeline ist der lebende Beweis für seine Pig-Island-Story, die er in einen True-Crime-Bestseller umgießen will. Dafür wird er Angelines Vertrauen verraten und sie in der Öffentlichkeit bloßstellen. Außerdem fasziniert ihn die außergewöhnliche Behinderung, mit der Angeline geschlagen ist. Wie immer geht die Liebe – oder Begierde – bei Hayder seltsame Wege. Dass er Angeline gewaltig unterschätzt, wird Oakes erst klar, als es zu spät ist und Pig Islands wahres Monster und traurigstes Opfer sich an denen gerächt hat, die es hassten, fürchteten und manipulierten, um anschließend einen Neuanfang zu versuchen.

Nur kurz lässt sich Malachi Dove selbst persönlich blicken. Seit jeher ist es ein kluger Zug, Bösewichte im Hintergrund zu belassen. So müssen sich auch in »Die Sekte« die Leser aus bruchstückhaften Informationen ihr eigenes Malachi-Bild zusammensetzen, das stets eindrucksvoller ausfällt als die »Realität«: Schurken sind weder überlebensgroß noch genial, sondern primär deshalb erschreckend, weil sie die gesellschaftlichen Normen nachdrücklich ignorieren. Sobald sie ihre Übeltaten »erklären«, erhebt die Banalität ihr langweiliges Haupt.

Letztlich kann »Die Sekte« als schnell und schlüssig erzählte, wenn auch nicht gerade elegant geplottete Unterhaltung überzeugen. Dass ein allzu komplexer Unterbau eine Geschichte ruinieren kann, hat Hayder mit »Tokio« unter Beweis gestellt – einem Roman, der mit historischen, politischen und moralischen Grundsatzfragen auf realer Basis quasi hysterisch überfrachtet war, dass die Lesbarkeit weitgehend auf der Strecke blieb. Dies kann man der Geschichte von Pig Island nicht vorwerfen. Die Abgründe der menschlichen Seele bleiben dieses Mal überschaubar. Eine Steigerung des Grauens war wohl selbst Hayder nicht mehr möglich. Sie hat die Notbremse gezogen und den Schrecken wieder »begreifbar« gemacht. Vielleicht ist sie dabei ein wenig zu theatralisch (oder filmisch?) geworden – langweilig aber nicht! Wer mehr von Mo Hayder verlangt, wird es womöglich in »Throwing the Bones«, dem dritten Teil der Caffery-Serie, finden.

Michael Drewniok, April 2007

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PMelittaM zu »Mo Hayder: Die Sekte« 20.12.2014
An der schottischen Küste werden merkwürdige Fleischabfälle angeschwemmt, gleichzeitig kursiert ein Video, das auf der vorgelagerten Insel Craignish, auch Pig Island genannt, aufgenommen wurde, darauf ist ein Wesen zu sehen, das nicht menschlich wirkt und einen Schwanz hat. Auf der Insel lebt eine Sekte, beten die Mitglieder etwa den Teufel an und ist er dort leibhaftig erschienen? Der Journalist Joe Oakes erhält die Gelegenheit, die Insel zu besuchen, die Bewohner ahnen nicht, dass er vor 20 Jahren schon einmal mit ihrem Sektengründer aneinander geraten ist. Dann geraten die Dinge aus den Fugen und es gibt Tote …

Mein erstes Buch von Mo Hayder – und direkt eine herbe Enttäuschung. Selten habe ich ein derart langweiliges und noch dazu uninteressantes Buch gelesen. Ab ca. Seite 100 habe ich dann einige Passagen nur noch überflogen. Leider hat sich das Lesen bis zum Ende nicht gelohnt, denn dieses ist zum Einen nicht wirklich überraschend, obwohl es das wohl sein soll, zumindest einen großen Teil davon konnte ich schon vorher ahnen, zum Anderen wirkt die gesamte Geschichte noch dazu recht unlogisch. Der Erzählstil ist ausufernd und wenig pointiert. Leider ist zudem der deutsche Titel nicht wirklich passend, der Originaltitel („Pig Island“) trifft es deutlich besser.

Die Charaktere sind, obwohl in Ich-Form erzählt, allesamt recht oberflächlich gestaltet. Erzählt wird aus den Perspektiven von Joe Oakes und seiner Frau Lexie, wobei deren Perspektive in meinen Augen verzichtbar gewesen wäre. Beiden kommt man aber nicht wirklich nahe, Emotionen und Intentionen sind für mich nicht wirklich greifbar. Die anderen Charaktere werden natürlich nur aus den Perspektiven dieser beiden betrachtet und können daher auch nicht sehr tiefgehend gezeichnet werden.

Für mich der schlechteste Roman, den ich in diesem Jahr gelesen habe – und das, obwohl die Autorin so bekannt ist. Meine Empfehlung: Finger weg von diesem Buch!
Myrene zu »Mo Hayder: Die Sekte« 03.11.2012
Also das Buch fängt fantastisch an und fesselt einen bis zu Hälfte ca. Ab der ersten Erzählung aus Lexis Sicht gehts steil bergab und wird nur noch nervig und geistlos, was wohl mit Ekelhaftem auszugleichen versucht wird. Schade, echt schade. All die guten Beschreibungen und Lobeslieder auf das Buch,haha, die habens alle nicht zuende gelesen, wetten?
Büchermaus zu »Mo Hayder: Die Sekte« 11.06.2011
Es wurde schon viel zur Handlung gesagt, darum nur noch meine Bewertung:

Ich möchte eigentlich nur festhalten, dass mir das Ende ganz und gar nicht gefallen hat. Es wirkt zu konstruiert, zu abrupt, einfach unpassend. Auch dass ein in völliger sozialer Deprivation aufgewachsenes Mädchen derartiges Geschick in der Manipulation von Menschen und im Umgang mit dem Legen falscher forensischen Spuren haben soll, kommt mir nicht ganz plausibel vor. Ansonsten nette, spannende Unterhaltung.
Mel zu »Mo Hayder: Die Sekte« 20.10.2010
"Die Sekte" war im vergangenen Jahr das erste Buch, das ich von Mo Hyder gelesen habe. Den Anfang fand ich gut und gelungen, was man vom Rest des Buches meiner Ansicht nach leider nicht sagen kann. Bisher habe ich keine weiteren Bücher der Autorin gelesen in dem Glauben, dass der Hang zum Unrealistischen zu ihrem Schreibstil gehört. Vielleicht lasse ich mich ja in Zukunft dazu verleiten, ein weiteres Werk von ihr zu lesen in der Hoffnung, dass es mir besser gefällt.
Schiwi zu »Mo Hayder: Die Sekte« 26.07.2010
Habe das Buch sehr schnell gelesen. Zunächst der Ort der Handlung: eine abgelegene Insel, das Wetter entsprechend. Den handelnden Personen drückt man schnell einen Stempel auf: wer wird sterben, wer ist gut, wer böse?
Das Ende fand ich einfach toll! Etwa 15 Seiten vor Schluss mußte einfach noch etwas passieren - aber irgendwie kam es nicht zum erwarteten Eklat. Nein, das Ende war gigantisch, ich fand es toll! Auch wenn der Weg dorthin zuletzt etwas mühselig war.
signal_fire zu »Mo Hayder: Die Sekte« 19.06.2010
Das Buch startet gut, verbreitet eine geradezu unheimliche Atmosphäre und lässt auf spannende Abende hoffen.

Leider wird diese Erwartungshaltung kräftig getäuscht, gegen Ende wirds konfus, sodass ich das Buch auch nicht zu Ende gelesen habe (eins der wenigen)

..schade eigentlich, da Mo Hayder sonst doch eine gute Autorin in diesem Genre ist.
Alexi1000 zu »Mo Hayder: Die Sekte« 24.01.2010
Die Sekt war mein erster Roman von Mo Hayder. Lässt mich etwas "zwiegespalten" zurück. Gerade die fast ans unheimliche anmutende Stimmung auf der Insel fand ich sehr gut!
Der andere Teil zieht sich wie schon von einigen erwähnt teils doch etwas hin. Ein merkwürdiger Balance - Akt.
Die Charaktere sind eigentlich recht gut ausgearbeitet und der Schreibstil der Autorin gefällt mir...

da die anderen Bücher von Ihr sehr gut bewertet werden, wird Sie von mir weiterhin eine Chance bekommen...

70°, mit Luft nach oben...
mylo zu »Mo Hayder: Die Sekte« 25.09.2009
Also nach Vogelmann und Behandlung bin ich von einem anderen Buch ausgegangen, welches ich mir im Urlaub - meine Lesestoff war ausgegangen- im Wühltisch gekauft habe.
Nein, Teufelsanbetungen, Ritualen, Satan und einfach eine unwirkliche Geschichte - ohne direkte Spannung - hab das Buch nach etwas mehr als die Hälfte abgebrochen. Nichts für mich, aber für den der´s mag ??
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Coco zu »Mo Hayder: Die Sekte« 21.09.2009
"Die Sekte" ist das erste Buch von Mo Hayder, das ich gelesen habe. Ich habe es mir auf Grund der Kurzbeschreibung aus allen anderen rausgesucht; als großer Schottland-Fan wollte ich mal wieder was aus der Ecke lesen. Hätte ich vorher die Kommentare gelesen, hätte ich es mir mit Sicherheit nicht gekauft, und das wäre schade gewesen. Ich weiß ja nicht, wie gut Hayder sonst schreibt, aber mich hat sie schnell gefesselt und der Plot sowie die Charaktere sind meiner Meinung nach sehr schlüssig und psychologisch gut dargestellt. Besonders die Figur der Angeline ist faszinierend, ihr Wunsch nicht "teuflisch" zu sein, es aber trotzdem spüren zu müssen...davon nicht loszukommen. Auch die kranke Ehe von Oakesy und seiner Frau ist verstörend, aber gut dargestellt. Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, fand ich den Gebrauch des Wortes FUCK jetzt nicht weiter schlimm. Es passte zu Oakesys Charakter, ich für meinen Teil habe es nicht Hayders privatem Wortgebrauch zugeordnet. Im Deutschen hätte es mich sicher auch gestört; hier passte es aber. Leider passte es auch dazu, dass ich keinen der Charaktere wirklich sympathisch fand, was sicherlich beabsichtigt war. Das habe ich etwas vermisst; macht das Ende aber leichter zu akzeptieren. Ich kann das Buch trotzdem nur empfehlen.
Kegelchen zu »Mo Hayder: Die Sekte« 09.09.2009
das erste was ich sagen kann ist, WER HAT DIESES BUCH GESCHRIEBEN? auf jedenfall nicht die Hayder oder sie hats in einem Cafe geschrieben oder sie wurde unter Vorhaltungeiner Waffe gezwungen. Ich habe mehr sehr viel mehr erwartet als eine leichte Bettlecktüre, Spannung ist nur selten aufgekommen. In Erinnerung geblieben sind mir Kraftausdrück wie \"Fuck\" (dieses Wort sie auf manchenseiten in unmengen benutzt) und die Frage was denn so mystisch und interessant an einem Menschen ist der eine Behinderung hat. Die Geschichte wirkt gezwungen und das Ende war schon meilenweit vorauszusehen. Ich habe die Behandlung und der Vogelmann gelesen und kann nur sagen dass sie mit diesem Buch sehr unter Ihrem Niveu geschrieben hat. Ich bin also eher enttåuscht.
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