Die Kinderdiebin von Mila Lippke

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 bei List.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1890 - 1909.
Folge 2 der Cecilie-Blum-und-Hektor-von-Thorwald-Serie.

  • --: List, 2009. 300 Seiten.

'Die Kinderdiebin' ist erschienen als

In Kürze:

Cecilie, Gehilfin im Leichenkeller der Berliner Charité, erfährt von einem beunruhigenden Todesfall: Eine junge Frau wurde offenbar kurz nach der Entbindung ermordet, vom Neugeborenen fehlt jede Spur. Zur gleichen Zeit hat Cecilie private Sorgen: Das Dienstmädchen der Familie, Elsa, bekommt ein Kind von Cecilies Vater und stirbt beinahe bei der Geburt. Während sie mit dem Tode ringt, wird der Säugling aus der Charité entführt. Cecilie macht sich auf die Suche nach ihrem Halbbruder und stößt auf einen schrecklichen Zusammenhang zwischen den beiden verschwundenen Kindern.

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anath zu »Mila Lippke: Die Kinderdiebin« 07.01.2010
Dieses Buch hat mich mehr überzeugt als der vorhergehende Band. Cecilie erscheint mir einfach glaubhafter,bodenständiger. Der gute Hektor ist allerdings immer noch ziemlich schräg drauf. Bei allen traumatischen Kindheitserlebnissen (da warte ich auf den Band, in dem die aufgearbeitet werden und der vermutlich bis dato unbekannte Mörder entlarvt wird), irgendwie möchte man den Mann rütteln und sagen :\\\"Nu mach doch ma,zier dir nich so! Se liebt dir doch ooch!\\\"
Interessant ist es mit Mila Lippke durch das alte Berlin zu streifen - auch in diesem Buch habe ich wieder gestaunt, in welchem Tempo da manche Wegstrecken bewältigt werden- und vor meinem geistigen Auge die Luisenstadt oder die Friedrichstadt von anno dazumal auferstehen zu lassen.
Der Kriminalfall war angemessen spannend,er hat mich doch glatt zwei Abende lang an die Couch (im Wohnzimmer!) geschmiedet. Ich hab es auch nicht geschafft, schneller als Cecilie zu sein,obwohl da immer mal wieder so ein Mißtrauen aufkeimte,aber so richtig greifbar wurde der Verdacht dann doch wieder nicht. Das hat beim Lesen Spaß gemacht und ich freu mich auf das nächste Buch!
tassieteufel zu »Mila Lippke: Die Kinderdiebin« 19.04.2009
Der zweite Teil um Cecilie Blum und Dr.von Thorwald setzt schließt nahtlos an den Vorgäner an. Cecilie arbeitet immer noch im Leichenkeller und wird diesmal in einen Fall von Kindesentführung verwickelt. Das Neugeborene des Dienstmädchens Elsa wird quasi unter Cecilies Augen aus dem Gebärpavillon der Charite entführt, Elsa selbst ringt nach einem Kaiserschnitt mit dem Tod und so fühlt sich Cecilie verpflichtet, den entführten Säugling wieder zu finden. Gemeinsam mit Dr.von Thorwald und Kommissar Tiegler findet sie heraus, das Elsas Kind nicht das erste ist, das verschwunden ist und auch eine Reihe von Todesfällen bei Frauen scheint mit dem Fall zusammen zu hängen. Auch privat hat es Cecilie nicht leicht, ihre Eltern haben ihre jüngere Schwester in die Irrenanstalt gesteckt, wo sie Marianne unter schlimmen, unwürdigen Bedingungen vorfindet.

Wieder ist es der Autorin gelungen, ein hervorragendes Bild vom Berlin Ende des 19. Jh. zu zeichnen, besonders fanzinierend und auch ein wenig gruselig waren die Schilderungen der medizinischen Verhältnisise der damaligen Zeit. Die Charaktere, besonders Cecilie die einerseits für ihren Traum kämpft Medizin zu studieren, andereseits aber aufkommende
Gefühle für Hektor hegt, waren glaubhaft und lebensecht geschildert, was sich bis zu den Nebencharakteren wie Frau Lindemann oder Kommissar Tiegler hin fortsetzt, wobei besonders die Haushälterin eine ganz spezielle Berliner Pflanze ist.
Der Spannungsbogen wird bis zum Schluß gehalten,der Fall an sich ist geschickt konstruiert so daß man die Identität des Mörders erst auf den letzten Seiten präsentiert bekommt.
Fazit: spannende Fortsetzung, die mit interessanten Charakteren und viel Atmosphäre aufwartet und man darf gespannt sein, wie es mit Hektor und Cecilie weitergeht. 80°
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