Todeskampf von Michael Robotham

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel The night ferry, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.

  • London: Sphere, 2007 unter dem Titel The night ferry. 408 Seiten.
  • München: Goldmann, 2008. Übersetzt von Kristian Lutze. ISBN: 978-3-442-46579-8. 473 Seiten.
  • München: Goldmann, 2012. Übersetzt von Kristian Lutze. ISBN: 978-3-442-47790-6. 473 Seiten.
  • [Hörbuch] München: audio media, 2008. Gesprochen von Julia Fischer. ISBN: 978-3868044973. 6 CDs.

'Todeskampf' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Detective Constable Alisha Barba traut ihren Ohren nicht: Beim Ehemaligen-Treffen ihrer Schule in London fleht ihre hochschwangere Freundin Cate, zu der sie jahrelang keinen Kontakt mehr hatte, Alisha an, ihr zu helfen: Jemand sei hinter ihrem ungeborenen Baby her, erklärt Cate. Wenige Stunden später wird sie mit ihrem Ehemann Felix von einem PKW überfahren. Das Paar erliegt seinen Verletzungen noch in derselben Nacht. Die Polizei hakt das Ereignis als Unfall ab, doch Alisha weigert sich, daran zu glauben – zumal sich herausstellt, dass Cate ihre Schwangerschaft nur vorgetäuscht hatte. Alisha ermittelt auf eigene Faust im Milieu zwielichtiger Adoptionsagenturen, und ehe sie es sich versieht, gerät sie in ein Dickicht aus Sex und Gewalt.

Ihre Meinung zu »Michael Robotham: Todeskampf«

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Mogisa zu »Michael Robotham: Todeskampf« 17.08.2016
Mir hat es erst am Ende gefallen,habe das Gefühl das es jemand anderes geschrieben hat,habe viele Bücher von Michael Robotham gelesen ,aber dieses habe ich nur durchgelesen weil ich immer auf den gekannten Schreibstil hoffte und was witzig sein sollte war nur Krampf.Für mich war dieses Buch enttäuschend.
Manuela zu »Michael Robotham: Todeskampf« 09.11.2015
Ich fand das Buch solide und spannend. Allerdings hätte ich persönlich es besser gefunden, wenn man Alisha ausnahmsweise nicht in der Ich-Perspektive kennengelernt hätte - das hätte mir den nötigen Abstand gegeben, da ich bisher Joe und Vincent als Ich-Erzähler gewohnt war.

Die Geschichte an sich ist bedrückend, brutal und traurig. Und das unfassbare ist, dass sie nicht aus der Luft gegriffen ist...
tassieteufel zu »Michael Robotham: Todeskampf« 08.04.2015
Detective Constable Alisha Barba trifft auf dem Klassentreffen ihre beste Freundin wieder, mit der sie sich vor vielen Jahren zerstritten hatte. Doch nun ist Cate hochschwanger und überzeugt davon, dass man ihr die Babys weg nehmen will und bittet Alisha um Hilfe. Doch bevor die auch nur richtig mit ihrer Freundin reden kann, werden Cate und ihre Mann vor der Schule von einem Auto überfahren. Felix ist sofort tot, Cate liegt im Koma und stirbt kurze Zeit später. Außerdem stellt sich heraus, das Cate gar nicht schwanger war und als Alisha Nachforschungen anstellt, gerät sie in einen Sumpf aus Menschenhandel, illegalen Adoptionen und Prostitution.

Abgesehen davon, das im 3. Teil der Joe O’Loughlin Reihe der Namen gebende Psychologe in dem Buch diesmal gar keinen Auftritt hat, ist Michael Robotham wieder ein spannender und ungewöhnlicher Krimi gelungen, der eine Thematik anschneidet, die vermutlich sehr realistisch ist. Wie man es aus den beiden Vorgängern kennt, zeichnet der Autor seine Hauptfigur, diesmal Detective Constable Alisha Barba, sehr detailliert und mit vielen Einblicken in ihre Psyche. Alisha, die als Kind indischer Einwanderer quasi zwischen 2 Welten steht, hat es als Frau und als Einwanderin nicht einfach bei der Polizei, zumal sie ihre Ermittlungen unerlaubter Weise durchführt und ihre Kollegen und Vorgesetzte davon alles andere als begeistert sind. Hilfe bekommt sie von dem im Ruhestand lebenden DI Vincent Ruiz, mit dem sie seit ihrem letzten Fall und ihrer Verwundung befreundet ist. Während Ruiz im 1. Teil der Reihe noch recht unsympathisch rüber kam, hat er sich zu einer recht interessanten und netten Figur entwickelt. Beide ermitteln quasi neben der Polizei und müssen während ihrer Ermittlungen beide reichlich einstecken.
Michael Robotham läßt seine Protagonistin als Ich Erzählerin auftreten, dadurch werden Alishas Gedanken und Gefühle wesentlich intensiver dargestellt und gerade in den Rückblicken in Alishas Vergangenheit, lernt man sie dadurch auch sehr gut kennen und erhält einen erfrischenden Einblick in das Leben indischstämmiger Einwanderer.
Der Krimifall ist spannend und hochbrisant und die Thematik alles andere als einfach. Der Leser wird recht schonungslos mit den Schicksalen und Schrecken der illegalen Einwanderer konfrontiert und bekommt einen Einblick in die kriminellen Machenschaften von Schleuserbanden und Menschenhändlern. Durch einige geschickte Wendungen und stets neue Erkenntnisse, bleibt zudem der eigentliche Drahtzieher lange im Dunkeln und so bleibt es bis zum Schluß spannend und wendungsreich.

FaziT: ein spannender Krimi, der mit einem intensiven Fall aufwartet, eine dichte Atmosphäre bietet und mit seiner Thematik nachdenklich macht. Neben dem interessanten Krimifall gelingt es dem Autor, seine Hauptfigur detailliert auszuleuchten und sie mit alle ihren Stärken und Schwächen sehr liebenswert darzustellen.
Schneeglöckchen zu »Michael Robotham: Todeskampf« 01.02.2015
Ich stimme der Rezension von "Stefan83", die er zu "Todeskampf" verfaßt hat, völlig zu!
Es hat auch bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen: Bedrückung!
Ich habe auch schon einige andere Titel von Robotham gelesen. Kann man bei den anderen davon ausgehen, daß das Geschilderte der Phantasie des Autors entspringt, wovon allerdings manches auch geschehen könnte, sind bei "Todeskampf" Dinge geschildert, die der Wahrheit nahe kommen und ein Tatsachenbericht sein könnten.
Es wird dem Leser vor Augen geführt, wie hilflos die Behörden und die Polizei international eigentlich sind, wenn es um die geschilderten Verbrechen geht.
Für mich war auch dieses Buch ein sogen. Pageturner.
Stefan83 zu »Michael Robotham: Todeskampf« 02.12.2014
„Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ So würde vielleicht auch Michael Robotham denken, wenn er sich näher mit den äußerst frei interpretierten Übersetzungen seiner Titel ins Deutsche beschäftigen würde, für die der Goldmann Verlag in schöner Regelmäßigkeit verantwortlich zeichnet. Und das nicht nur bei ihm: Ob Mark Billingham, Ian Rankin oder Stuart MacBride – der sinnfreien Übertragung in unsere Muttersprache sind anscheinend keinerlei Grenzen gesetzt, wobei mich persönlich im Falle Robotham auch dann noch die Covergestaltung stört, die zwar eines Fitzek oder McFadyen durchaus würdig wäre, zu dem australischen Schriftsteller allerdings überhaupt nicht passt. Das sei von mir deshalb erwähnt, da durchaus auch anderen Krimi-Freunden die Aufmachung – welche uns einen weiteren blutigen und auf Mainstream gebügelten „Thriller“ suggeriert – wenig zusagen und in manchen Fällen vielleicht sogar deshalb einen Kauf verhindern dürfte. Und das wäre schade, da Robotham zu den talentiertesten Spannungsautoren der neuen Generation gehört und in jedem seiner Romane das Genre auch neu interpretiert, die Handlung aus einer anderen Sichtweise und Perspektive beleuchtet.

Während im Debütroman „Adrenalin“ noch der Psychotherapeut Joe O'Loughlin im Mittelpunkt der Geschichte stand und im Nachfolger „Amnesie“ Inspektor Ruiz diese Rolle ausfüllte, nimmt letzterer in „Todeskampf (im Original „The Night Ferry“ – sollten sie einen Zusammenhang der Titel suchen, geben sie auf – es gibt keinen) nun einen Platz als Assistent/Side-Kick ein. Wie auch sein südafrikanischer Kollege Deon Meyer, so legt auch Robotham großen Wert darauf, seine Figuren in unterschiedlichen Konstellationen auftreten zu lassen, wodurch das Gesamtwerk einen authentischeren Anstrich bekommt.

„Todeskampf“, im Jahr 2007 erschienen, profitiert bereits in hohem Maße von den beiden Vorgängern (die man nicht unbedingt gelesen haben muss, auch wenn ich dazu raten würde), da altvertraute Bekannte es der neuen Protagonistin, der jungen Londoner Polizistin Detective Constable Alisha Barba, leicht machen, als vollwertiger Charakter ernst genommen zu werden. Interessant dabei ist, dass Robotham nicht nur in Punkto Personal, sondern auch hinsichtlich des Stils Vielseitigkeit demonstriert, schmeckt doch sein dritter Roman mehr nach „Noir“, als die beiden Vorgänger, welche das „Police-Proceudal“-Genre („Amnesie“) und den Psychothriller („Adrenalin“) bedienten. Grund dafür ist der Plot, der sich auf äußerst eindringliche Art und Weise aktuellen Themen widmet, welche selten in diesem komplexen Umfang ihren Weg in einen Krimi finden. Zum besseren Verständnis sei die Handlung kurz angerissen:

Als sich Detective Constable Alisha Barba auf den Weg zum Ehemaligen-Treffen ihrer Schule in London aufmacht, kann sie noch nicht ahnen, dass der Abend mit alten Freunden einige Überraschungen für sie bereithält. Ihre ehemalige Freundin Cate, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr gehabt hat, nutzt das freudige Wiedersehen, um Alisha verzweifelt um Hilfe zu bitten, da sie um das Leben ihres ungeborenen Babys fürchtet. Die junge Polizistin versucht zu beschwichtigen, kann das Flehen von Cate, die in der Vergangenheit nicht immer einfach war, nur schwer einordnen. Nur wenige Stunden später wird diese gemeinsam mit ihrem Ehemann Felix von einem PKW überrollt. Beide erliegen noch in derselben Nacht ihren Verletzungen. Ein Unfall, so das Urteil der Polizei, doch Alishas Misstrauen ist geweckt, als bei der Obduktion herausgefunden wird, dass Cate ihre Schwangerschaft nur vorgetäuscht hatte. Hatte sie vielleicht geplant, ein Kind illegal zu adoptieren?

Die Suche nach Antworten führt sie, gegen den Willen ihrer Vorgesetzten, bis nach Amsterdam, einer Hochburg der Prostitution, wo sie gemeinsam mit dem inzwischen pensionierten Detective Inspector Vincent Ruiz auf ein gefährliches Netz des Menschenhandels stößt, dessen Fäden bis in die entlegensten Winkel Europas reichen. Als beide erkennen, mit wem sie es zu tun haben, ist es fast zu spät …

„Todeskampf“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht immer schubkarrenweise Leichen oder eines soziopathischen Serienkillers bedarf, um beim Leser ein Gefühl des Unbehagens und des Ekels zu erzeugen – die Realität selbst übertrifft hier alle Fiktion. Und Robotham nimmt sich der vorliegenden Thematik nicht nur mit viel Sorgfalt und Vorsicht an, er widersteht auch der Versuchung diese mit kunstvollen Effekten zu würzen. Als Folge davon vergisst man zwischenzeitlich gar, dass man einen Spannungsroman zwischen den Fingern hat, liest sich doch „Todeskampf“ in vielen Elementen eher wie eine Milieustudie, welche insbesondere im berüchtigten Rotlichtviertel von Amsterdam nichts beschönigt und die dunklen Seiten der holländischen Stadt auf Pfählen betont. Alishas Ermittlungen in den düsteren Gassen sind stimmungsvoll und erdrückend zugleich, da es dem Autor hervorragend gelingt, die hoffnungslose Atmosphäre des Schauplatzes einzufangen und damit auch dem Schicksal der dort zum Verkauf stehenden Frau gerecht zu werden. Erschreckend die Hilflosigkeit der Polizei angesichts der vor ihren Augen verübten Verbrechen. Unbehagen, ob der weiterführenden Gedanken, die ich mir als frisch gewordener Vater einer Tochter während der Lektüre gemacht habe.

Michael Robotham gelingt, woran sich viele Krimi-Schreiber heutzutage verheben. Eine stimmige, handwerklich anspruchsvolle Handlung auf Papier zu bringen, in der auch die kleinsten Nebenfiguren mit Sorgfalt gezeichnet werden und die Chemie zwischen Protagonist und Assistent einfach passt. Vincent Ruiz, in „Adrenalin“ noch eher ungeliebter Jäger des eigentlichen Helden, erweist sich nun, um einige Jahre gealtert, als hilfreicher Unterstützer der vom Instinkt getriebenen Polizistin, der auch am Rande des Gesetzes entschlossen bleibt, ihre gemeinsame Mission zu ihrem Ende zu bringen. Notfalls sogar unter Riskierung des eigenen Lebens. Und Alisha Barba selbst hebt sich erfrischend von den vielen FBI-Schönheiten der Genre-Konkurrenz ab, die noch im Kugelhagel Leichen sezieren und nach einem harten Tag im Büro mit ihrem ebenso wohlgeformten Kollegen unter die Bettdecke hüpfen. Robotham nimmt sich, auch auf Kosten des Tempos, Zeit, seine Figuren zu skizzieren, ihnen Schärfe und Kontur zu verleihen. Im Falle Alishas geht er dabei näher auf ihre indische Herkunft ein, welche sie zwar nicht verleugnet, die aber oft ihren Erlebnissen im Beruf diametral gegenüber steht. Es ist hier nicht ohne einen gewissen Humor, wie sie versucht, diesen Spagat innerhalb der Familie zu vollziehen, ihre Verwandtschaft nicht zu brüskieren.

Sicherlich – es wird gewisse Leser geben, die dies als Verschleppung des Plots empfinden, für die diese genaue Ausarbeitung ein unnötiges Hindernis darstellt, welches den Spannungsbogen gefährdet. Und wenn wir ehrlich sind: Ja, „Todeskampf“ fehlt, besonders zur Mitte, diese durchgehende Suspense, was meines Erachtens aber eben gerade durch obige Punkte kompensiert wird. Die Schrecknisse des organisierten Verbrechens, das kriminelle, menschenverachtende Treiben der Schlepperbanden, die kommerzielle Leihmutterschaft – all das beschäftigt, macht nachdenklich und hebt den Roman letztlich auf eine gänzlich andere Ebene. Wer sich darauf einlässt, wird in hohem Maße und nachwirkend davon profitieren. Freunde des „Page-Turners“ dürften daran wahrscheinlich weniger Freude haben, auch weil Robotham den Fehler macht, den unheimlich stimmungsvollen Showdown auf einer Fähre bei ihrer nächtlichen Überfahrt, noch durch einen (zumindest aus meiner Sicht) unnötig kitschigen „Wurmfortsatz“ zu verlängern, den ein guter Lektor vielleicht auch besser vor Veröffentlichung entfernt hätte.

Ein Lapsus, den man Robotham rückblickend gerne verzeiht, der mir auch mit „Todeskampf“ wieder Lust auf mehr aus seiner Feder gemacht hat.
Manfred Rathunde zu »Michael Robotham: Todeskampf« 08.02.2014
MICHAEL ROBOTHAM „Todeskampf“ ,Goldmann‘

Eines bewundert man an Michael sofort. Obwohl er ziemlich brisante Themen anrührt und uns einen, wenn auch, verdeckten Spiegel vor die Augen hält, Humor kommt trotzdem nicht zu kurz bei seinen Ausführungen. Manche Dialoge stehen zwar weit außerhalb des Fußballfeldes, aber eben deswegen wirken sie auf den Leser elektrisierend. Eine junge Frau und ihr Mann werden, nach einer Feierlichkeit, von einem Auto angefahren. Der Göttergatte stirbt sofort. Cate wird, schwerstverletzt, in ein Krankenhaus gefahren, wo sie im Koma liegt. Nun wird uns Michael Robotham keinen Unfall vor die Nase setzen, dafür kennt er die menschliche Tücke zu genau. So setzt er Detective Constable Alisha Barba auf die Sache an, da die örtliche Polizei den Fall schon zu den Akten gelegt hat. Und ihr stößt so einiges auf, die Frau war angeblich schwanger, Pustekuchen, war nur vorgetäuscht und Cate hatte sie um Hilfe gebeten. In grauer Vorzeit waren sie unzertrennliche Freundinnen. Und schon ziehen sich für Alisha die Gewitterwolken am Himmel zusammen. Sie ist nicht nur Polizistin mit Leib und Seele, sondern gehört auch einer ethnischen Minderheit an. Nur gut, dass es Vincent Ruiz, Polizist im Ruhestand, gibt, der im Hintergrund doch so den einen Tipp oder anderen Hinweis gibt. Und einen guten Ruf hat, respektiert wird in so manchen Kreisen, sowie über einen so messerscharfen Verstand verfügt, dass man sich daran schneidet. So lässt Schreibwuttäter Robo beide in einem Fall ermitteln, der so einige Grenzen sprengt. Auf dem Drahtseilakt des Schreibens hat Micha den Bogen so richtig raus. Dem Leser werden nicht nur die Augen für einige Sachen geöffnet, er zeigt die Müllkippen „menschlichen“ Denkens und Handeln. Wenn es um Geld geht, macht so manche skrupellose Seele Dinge, die man sich nicht mal im Traum vorstellen könnte, aber so kranke Individuen gibt es wirklich und die sind in unserer, ach so geilen, Demokratie auch noch ziemlich weit oben angesiedelt und, was viel schlimmer ist, geachtet. Geschäftsmänner, Politiker, hochrangige Beamte. Viele mischen mit und wir bezahlen noch dafür, so mancher mit Steuern aller Couleur, manche mit ihrem Leben. Robotham lässt keine Facette „humaner“ Degeneration aus. „Menschlicher“ Drang nach Geld, vor allem auf Kosten Schwächerer, oder besser, nicht so skrupelloser, lässt sich nicht messen, dafür ist unser Universum einfach zu klein. (MRD)
ISBN 978-3-442-47790-6 474 Seiten 9,99 € (D) 10,30 € (A)
Melanie zu »Michael Robotham: Todeskampf« 07.09.2012
Todeskampf ist mein zweites Buch von Michael Robotham. Mein erstes war "Mein Wille geschehe". Mein Wille geschehe fand ich irgendwie spannender, bei Todeskampf dachte ich zur Mitte des Buches hin zu oft "Ob ich das wohl fertig lesen werde"? Dann wurde es aber Mitte zu Ende hin wieder spannender. Bei Mein Wille geschehe war die Spannung von A bis Z groß.
mylo zu »Michael Robotham: Todeskampf« 09.07.2012
Eine weiteres Buch von Michael Robotham auf hohen Niveau, wenn auch nicht ganz die Klasse von Adrenalin und Amnesie. Aber interessant erzählt, dieses mal wieder eine andere Person im Mittelpunkt, wenngleich sie aus den Vorgängerbücher bekannt ist.
Die Geschichte ist Interessant beleuchtet vor dem Hintergrund von Waisen aus Afghanistan die kriminellen Facetten von Leihmutterschaft und künstlicher Befruchtung. Spannung die ständig ansteigt und einem am Weiterlesen hält.

80 Punkte.
Anja S. zu »Michael Robotham: Todeskampf« 14.05.2009
Dieser dritte Krimi von Herrn Robotham ist gut, kann aber leider nicht mit seinem superspannenden Erstling "Adrenalin" mithalten. Wie Bio-Fan bereits gesagt hat, ist das Ende recht kitschig und der Spannungsbogen endet vorzeitig. Schade drum, denn das Thema ist interessant und die Handlung abwechslungsreich.
Bio-Fan zu »Michael Robotham: Todeskampf« 21.10.2008
Michael Robotham erweist sich als ein sehr vielseitiger Schriftsteller. Hat er doch mit "Adrenalin" einen exzellenten Psychothriller abgeliefert, mit "Amnesie" einen kernigen, humorvollen Copkrimi geschrieben, so wendet er sich in "Todeskampf"(mal wieder eine der besch.eidenen deutschen Titel) ernsteren Themen mit sehr realem Hintergrund zu.
Es geht um Schlepperbanden, Menschenhandel, Prostitution und in dieser Geschichte besonders um kommerzielle, ja erzwungene Leihmutterschaft.
Wir erleben Detective Constable Alisha Barba, die wir in "Amnesie" kennengelernt haben, in ihrem ersten großen Fall. Die Ermordung ihrer alten Schulfreundin und deren Mann führt Alisha in die oben genannten Kreise. Mit Unterstützung vom mittlerweile pensionierten DI Ruiz geht es kreuz und quer durch England, aber die entscheidenden Hinweise und Personen sind im Amsterdamer Rotlichtviertel zu finden. Auf der Rückfahrt nach England kommt es auf der Nachtfähre (The Night Ferry) zur Eskalation - ein echter Hammer!!
Das wäre nun ein würdiges Finale gewesen, aber es muß noch weiter ermittelt und rechtlich einiges geklärt werden - nur leider ist die Luft raus, der Spannungsbogen abgebrochen. Zu guter Letzt wird es so richtig rührselig - fast kitschig. Schade eigentlich, deshalb nur

80 Grad
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