Next von Michael Crichton

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Next, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Blessing.

  • New York: HarperCollins, 2006 unter dem Titel Next. 544 Seiten.
  • München: Blessing, 2007. Übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. ISBN: 978-3896673374. 544 Seiten.
  • München: Goldmann, 2008. Übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. ISBN: 978-3-442-46672-6. 544 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2007. Gesprochen von Hannes Jaenicke. ISBN: 3866046472. 6 CDs.

'Next' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

3 Milliarden Dollar sind Frank Burnets Zellen wert. 3 Milliarden, von denen kein einziger Cent in seine Tasche fließen wird. Denn Burnet, gerade vom Knochenmarkkrebs geheilt, ist auf hinterhältige Weise von der Universitätsklinik in Los Angeles betrogen worden. Die Forscher entwickelten aus seinen Immunzellen eine Zelllinie, die zum Sieg über den Krebs beiträgt. Für viel Geld verkaufte die University of California die Rechte an dieser Zelllinie an BioGen Research Inc., ohne Frank Burnets Einverständnis einzuholen. Wütend zieht er nun gegen das Unternehmen vor Gericht – erhält aber nicht Recht.
Eines Tages sind plötzlich alle Burnet-Zelllinien im Labor der BioGen kontaminiert. Damit steht die Firma vor dem finanziellen Ruin. Steckt Frank Burnet hinter diesem Anschlag? Oder versucht ein skrupelloser Konkurrent das Unternehmen vom Biotech-Spielfeld zu verdrängen? Nur eine einzige Chance hat der Geschäftsführer Rick Diehl, um die BioGen vor dem Konkurs zu bewahren: Er muss Burnet noch einmal Gewebe entnehmen, doch da befindet der sich schon auf der Flucht …

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Eglfinger zu »Michael Crichton: Next« 24.12.2013
Inhalt:
Frank Burnet kann den Knochenmarkkrebs besiegen und die Universitätsklinik in Los Angeles gewinnt aus seinen Immunzellen eine Zelllinie, die zum Sieg über den Krebs beiträgt. Die Rechte an dieser Zelllinie verkauft die Klinik an die Firma BioGen Research Inc. für 3 Milliarden Dollar, doch Frank Burnet erfährt davon nichts und erhält auch kein Geld. Als die Firma BioGen Research vor dem wirtschaftlichen Aus steht und dann auch noch die Zelllinie kontaminiert wird, sieht Frank Diehl, Geschäftsführer von BioGen Research, nur eine Möglichkeit, seine Firma vor dem Konkurs zu retten. Er muss Burnet, oder seiner Tochter oder seinem Enkelsohn noch einmal Gewebe entnehmen. Er sieht das als rechtens an, weil er die Patente an denen Genen hält und somit auch das Gewebe Eigentum der Firma BioGen Research ist. Doch die drei sind auf der Flucht...

Meine Meinung:
Crichton behandelt in seinem Roman das Thema der Genpatente aus wissenschaftlicher, wirtschaftlicher, juristischer und ethischer Sicht. Dabei beschreibt er eine Geschichte um einen geheilten Krebspatienten, dessen Immunzellen ein Gen beinhalten, welches patentiert wird und die Rechte an diesem Patent erhält ein Privatunternehmen. Als diese Firma aufgrund eines Anschlags alle Proben an dieser Zelllinie verliert, versucht die Firma erneut an Gewebeproben zu kommen. Crichton versucht in seinem fiktiven Roman anhand derzeit gültigen Gesetzen und Urteilen aufzuzeigen, welche Problematik das Thema Genpatente beinhaltet. Das führt soweit, das die eigentliche Person, in diesem Roman Frank Burnet, keine Rechte mehr an seinem eigenem von der Natur gegebenem Körper besitzt, da die Gene der Firma BioGen Research gehören. Er kann also somit nicht mehr darüber entscheiden, was mit seinem Gewebe geschieht und muss sein Gewebe auch zur Verfügung stellen. Das gilt auch für seine Nachkommen, die die Gene in sich tragen.
Soweit wäre Crichton ein guter und aktuell brisanter Roman entstanden, würde er nicht auf den Nebenschauplätzen maßlos übertreiben. Er erfindet missglückte Genexperimente von transgenen Geschöpfen, die später alle in der Story auftauchen. Da gibt es einen auf Holländisch und Französisch fluchenden Orang-Utan, einen Humanzee - halb Mensch, halb Schimpanse - der sprechen kann und später in der Familie des Forschers aufgenommen wird und normal zur Schule geht, und einen Graupapagei, der rechnen kann und die Hausaufgaben eines Kindes macht. Diese sehr weit hergeholten Experimente will Crichton mithilfe von naturwissenschaftlichen Artikeln, die zwischendrin abgedruckt werden, zu mehr Realität verhelfen. Kann sein, dass Crichton damit aufzeigen will, wie gefährlich es ist, wenn der Mensch sich an Genen zu schaffen macht und was er damit anrichten kann. Aber für mich waren diese Geschichten zu grotesk und so absurd, dass es für mich mehr zu einer Komödie als zu einem realistischen Wissenschaftsthriller wurde.

Mein Fazit:
Ein interessantes Thema, und das Buch ist im Kern realistisch erschreckend, aber aufgrund der vielen übertriebenen Nebenschauplätzen geht die eigentliche Botschaft des Autors verloren. Da helfen auch die Anmerkungen des Autors im Nachwort nicht mehr viel. Ich vergebe hierfür 67 Grad.
Papal zu »Michael Crichton: Next« 23.04.2010
Ich war nie ein großer Crichton Fan, habe bisher nur Timeline gelesen und naja.
Next habe ich nur wegen dem FAZ Kommentar auf dem Buchdeckel gekauft, ok auffem Flohmarkt für nen Euro.
Und dann war ich mehr als positiv überrascht. Die vielen Stränge und Personen irritierten mich anfangs zwar, aber genau dieser Stil schafft es, die Komplexität des Themas einzufangen. Und allein für die transgenen Helden lohnt sich das Lesen. Es gab ein paar Längen und der Schluss wirkte wie unter Abgabedruck geschrieben, aber unterm Strich ein sehr unterhaltsames und dazu informatives Buch.
Ronny Wagner zu »Michael Crichton: Next« 23.02.2010
Ich fand das Buch total fesselnd und möchte an dieser Stelle gegen zwei der vorgebrachten Kritikpunkte argumentieren.
Vor dem Einwand, dass der Leser mit den (zugegeben sehr vielen) Personen durcheinander kommt, muss man keine Angst haben. Ich hatte ursprünglich auch meine Bedenken, als immer mehr Handlungsstränge eröffnet wurden. Aber Crichton schafft es, dass man nach einem Szenenwechsel zu einem anderen Strang sofort wieder drinsteckt, ohne zurückzublättern.
Der zweite Kritikpunkt, dass der Leser durch die vielen Personen und Sprünge zwischen den Handlungssträngen keine Beziehung zu den Charakteren aufbauen kann, wie man es vielleicht bei anderen Büchern tut, stimmt zwar prinzipiell, aber das wird durch die Erzählweise, die einfach ganz anders ist, als das, was man üblicherweise von Romanen kennt, mehr als wettgemacht.
Arturo zu »Michael Crichton: Next« 30.09.2009
Die Thematik hat Chrichton ekzellent rübergebracht. Für manche Leser ist jedoch dieser Roman zu anspruchsvoll und in gewisser Weise auch langweilig.
Da muss man schon Interesse für die Rechtswissenschaft und Gentechnologie zeigen um so ein Buch, mit so vielen Fachwörtern gut zu finden.
Für Schüler eines biotechnologischen Gymnasium -wie mich, ist das Buch einfach "hamma".
Marius K zu »Michael Crichton: Next« 26.06.2009
Ein fantastisches Buch!!
Nachdem ich das Buch gelesen habe war ich so faszieniert, das ich beschloss ein Praktikum in der Neurogenetik zu starten.
Das plötzliche ableben von Crichton ist für mich persöhnlich hesehen ein großer Schock, da ich ein großer Crichton-Fan bin. Ein fantastisches Buch.

Marius K (13)
Chrissy zu »Michael Crichton: Next« 27.01.2009
Etwas weniger Personen und ein paar Fachbegriffe weniger hätten dem Buch sicher nicht geschadet, aber dennoch ist es spannend und (noch immer)hochgradig aktuell, wenn man sich für Thematik der Gentechnologie interessiert.
Ich finde es genial, wie Crichton wieder die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion verwischt. Das ist bzw. wohl eher war seine große Stärke.
Schade, dass ja nichts mehr nachkommen kann.*seufz*
Falbalia zu »Michael Crichton: Next« 05.11.2008
Ich fand es total spannend und toll zu lesen. Hatte es in einem Rutsch durch, und es war ein wunderbarer Tag. Wer anspruchsvolle Literatur will, darf keinen Unterhaltungsroman lesen. Wer Crichton wählt, weiss, dass er kein Sachbuch vor sich hat. Und die vielen Sprünge zu den Personen hatten was vom Szenenwechsel im Film. Ein dynamisches Buch mit Gefühl!
Keera zu »Michael Crichton: Next« 10.10.2008
Michael Crichton versucht in seinem Buch sehr viele Aspekte der Gentechnologie und -forschung zu beleuchten, verzettelt sich dabei aber total und bringt so nur einen äußerst mäßigen Roman mit viel zu vielen Handlungssträngen zustande.
Die Fülle von Ideenmaterial führte dazu, dass ich in der ersten Hälfte des Buches ständig zurückblättern musste, weil ich nicht mehr wusste, mit welchem Problem die erwähnte Person es zu tun hatte und zu welcher Firma oder Gruppe sie gehörte. Als ich die Personen dann „kannte“, fand ich es sehr schade, dass ich immer so schnell wieder zu jemand anderem „schalten“ musste, statt dass mal ein Handlungsstrang richtig weitergeführt wurde.
Irgendwie wurde keine richtige Geschichte daraus und es entstand keine Beziehung zu den Charakteren. Schade, was hätte man aus der Geschichte von Dave, dem Menschenaffen oder Affenmenschen machen können. Oder aus der Geschichte der Familie Burnet.
Wäre Crichton doch mehr auf die Menschen und ihre Gefühle eingegangen, wie es doch bei „Juressic Park“ gut geklappt hat, was hätte das für ein Buch werden können!
So ist es leider ein Flickenteppich von Ideen geblieben.
socke zu »Michael Crichton: Next« 15.07.2008
also ich kann mit den ganzen negativen meinungen hier gar nicht mitgehen. beim lesen ist man zwar zunächst etwas verwirrt, aber der inhalt ist sehr aufschlussreich und sehr interessant. mir hat das lesen viel spaß gemacht. okay, es mag sein, dass es recht anspruchsvoll ist, aber die mühe lohnt sich.
Christoph Loster zu »Michael Crichton: Next« 23.03.2008
Selten habe ich ein so schlechtes Buch gelesen.
Wirre Handlungsstränge, armselige Dialoge, konfuse Konstruktionen.

Dazu kommen äußerst peinliche Beschreibungen von Frauen. Die sexuelle Welt von Crichton scheint irgendwie von Plastik geprägt zu sein.

Sehr amerikanisch sind die Protangonisten immer davon bedroht verklagt zu werden. Schade nur, dass man Crichton nicht für die verlorene Zeit haftbar machen kann.

Christoph Loster

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