Schwarzes Echo von Michael Connelly

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1992 unter dem Titel The black echo, deutsche Ausgabe erstmals 1994 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Kalifornien / Los Angeles, 1990 - 2009.
Folge 1 der Harry-Bosch-Serie.

  • Boston: Little, Brown and Co, 1992 unter dem Titel The black echo. ISBN: 0316153613. 375 Seiten.
  • Frankfurt am Main; Berlin: Ullstein, 1994. Übersetzt von Björn Ingwersen. ISBN: 3-550-06713-5. 496 Seiten.
  • Frankfurt am Main; Berlin: Ullstein, 1995. Übersetzt von Björn Ingwersen. ISBN: 3-548-23607-3. 495 Seiten.
  • München: Ullstein, 2000. Übersetzt von Björn Ingwersen. ISBN: 3-548-24828-4. 511 Seiten.
  • München: Heyne, 2002. Übersetzt von Björn Ingwersen. ISBN: 3-453-20690-8. 511 Seiten.

'Schwarzes Echo' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch E-Book

In Kürze:

Harry Bosch, einst Detective Superstar der Elite-Einheit des Morddezernats Los Angeles, wird zu den berüchtigten Hollywood Detectives strafversetzt, nachdem er in vermeintlicher Notwehr einen Unbewaffneten erschossen hat. Bei einem Routinefall erkennt er in einem toten Junkie einen ehemaligen Kameraden aus dem Vietnamkrieg wieder. Er glaubt nicht mehr an einen Drogentod – und stößt auf eine fesselnde Geschichte von Korruption und Machtgier. Schon bald muss der unbequeme, aber brilliante Detective alle Register ziehen …

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Rebell und keineswegs aalglatt« 64°

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Als Ex-Star-Ermittler des Morddezernats L.A. hat Harry Bosch natürlich einen Riecher für sowas: Der tote Junkie ist zwar an einer Überdosis gestorben, aber es hat jemand nachgeholfen. So beginnt er auf eigene Faust zu ermittlen und stößt schon schnell auf auf eine Spur: der Tote ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern eine ehemalige »Tunnelratte«, ein Spezialkämpfer unter Tage aus dem Vietnam-Krieg – genau wie Bosch.

Doch was Bosch aufzudecken droht, ist so gefährlich wie brisant. Nicht nur das FBI hat es plötzlich auf den Einzelgänger abgesehen, sondern wohl auch die Mörder, die er an einem gewaltigen Diamantenraub zu hindern versucht.

»Schwarzes Echo« scheint auf den ersten Blick einer dieser typischen amerikanischen Thriller zu sein, mit einem Detective als Super-Star, der natürlich immer dem Beamtenapperat des LAPD voraus ist, und mit jeder Menge Action. Doch nur auf den ersten Blick, denn dankenswerterweise verleiht Autor Michael Connelly seinem Helden die ein oder andere Kante: Bosch ist Single, egoistisch, als Vietnam-Veteran für sein Leben gezeichnet, raucht Kette und darüberhinaus auch noch strafversetzt, weil er einen Menschen getötet hat. Dass er zum Schluss auch noch innerhalb der eigenen Reihen seine Feinde trifft. Somit ist Boschs Rolle klar: Er ist ein Rebell und keineswegs aalglatt.

Michael Connelly hat eine interessante Figur geschaffen, die sich allerdings hoffentlich in folgenden Romanen weiter entwickelt und weniger unfehlbar auftritt. Der erste Harry Bosch-Thriller ist ein spannender Ausflug in die Unterwelt von Los Angeles und die Gedankenwelt der Vietnam-Krieg-Überlebenden. Ohne das Vietnam-Motiv wäre die Story aber so abgekaut, wie es ein Diamantenraub eben nur sein kann. Und auch die Auflösung ist nicht so überraschend, wie sie dem Leser erscheinen soll.

Trotzdem: »Schwarzes Echo« ist ein actiongeladener Erstlings-Thriller mit einem außergewöhnlichem Helden. Man darf auf weitere Harry Bosch-Thriller gespannt sein.

Lars Schafft, April 2002

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Stefan83 zu »Michael Connelly: Schwarzes Echo« 02.09.2012
Dem Erstlingswerk eines Autoren sollte man ja eigentlich immer den ein oder anderen Fehler nachsehen. Im Falle von Michael Connellys Debütwerk ist dies aber erfreulicherweise überhaupt nicht notwendig, denn "Schwarzes Echo" kommt mit einer schlafwandlerischen Sicherheit daher, die von Seite eins an beeindruckt. Großartig, wie Connelly "alt" und "neu" verbindet, Stilelemente des klassischen Noirs à la Chandler mit dem Polizeiroman-Genre verwebt. Ein rauhbeiniger, kettenrauchender Detective, eine undurchsichtige Femme-Fatale, ein schwerfälliger und korrupter Polizeiapparat. Dazu der Schauplatz L.A. Ich fühlte mich hier desöfteren (auch wegen dem Handlungsort Staudamm) an "Chinatown" erinnert und mindestens genauso erstklassig unterhalten. Connellys Schreibe (mit der er sich übrigens hinter Kollegen wie James Lee Burke oder Dennis Lehane nicht verstecken muss) zeugt zudem von großem Fachwissen was die Polizei betrifft. Nichts wirkt konstruiert und künstlich, alles hat Hand und Fuß. Und auch seine Figuren, insbesondere der saucoole Harry Bosch, sind menschlich und damit weit entfernt von den stereotypen CSI-Deppen der Jetztzeit. Düster, lässig, hart, kompromisslos, voller Wendungen und trockenem Witz - ein Hardboiled-Police-Procedual-Mischling ganz nach meinem Geschmack.
Claudine zu »Michael Connelly: Schwarzes Echo« 12.12.2011
Das erste Buch mit Harry Bosch hat mir sehr gut gefallen. Es stimmt wirklich das es nicht langweilig wird und man kann das Buch kaum weglegen. Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Bücher der H.Bosch-Reihe. In diesem Buch werden viele Polizeidienststellen erwähnt, aber sie nerven nicht so, wie in manch anderen Büchern, wo man mit tausenden von Abkürzungen bombadiert wird. Ich hoffe das bleibt so. HB ist auf jeden Fall ein interessanter Charakter und ich freu mich schon sehr auf mehr, speziell an kalten Winterabenden.
Gerhard Stieglitz zu »Michael Connelly: Schwarzes Echo« 22.07.2009
Der erste Harry Bosch Roman war:Schwarzes Echo, 1992
Schwarzes Eis, 1993
Die Frau im Beton, 1994
Der letzte Coyote, 1995
Das Comeback, 1997Man sollte diese H.Bosch Romane unbe-
dingt in der richtigen Reihenfolge Lesen!
Man sollte die Bücher nicht nachts im Bett
lesen, weil es plötlich eher wieder hell ist,
als man erwartet hatte!
ollasambistas zu »Michael Connelly: Schwarzes Echo« 25.01.2009
Erstlingswerk?
Schwarzes Echo kann nicht das erste Buch aus der Harry Bosch reihe sein, wer das Buch wirklich gelesen hat, weiss das es Hinweise gibt auf den Band die Frau im Beton. Kann schon sein dass dieser Band als erstes in D verlegt wurde, aber dies kann nicht der erste Band der Reihe sein...
Das Buch ist gut gemacht, aber der Band Angels Flight (zu D Schwarze Engel) ist bislang der beste Band den ich von M Connelly gelesen habe.
Leser004 zu »Michael Connelly: Schwarzes Echo« 18.04.2008
OH MEIN GOTT, dieses Buch ist ein Kracher..
das beste was ich bisher gelesen habe..
Also: Respekt michael connelly..
es ist einfach so mitreißend das man gar nicht erst aufhören kann..
es ist einfach das perfekte buch..
ICH LIEBE ES EINFACH
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Rolf.P zu »Michael Connelly: Schwarzes Echo« 25.03.2008
Michael Connelly ist einfach ein exzellenter Erzähler. Seine Figuren sind real und in ihrem Charakter nachvollziehbar. Er hat das Gefühl für das richtige Wort, die richtige Wendung, den richtigen Dialog am richtigen Platz.
"Schwarzes Echo" spannt ganz langsam den Spannungsbogen und schießt den Pfeil der Entspannung erst auf den letzten Seiten ab. Connely besitzt ein sehr großes Detailwissen und lässt seine Leser davon partizipieren. Harry Bosch ist ein rundum gelungener Protagonist; seine Härte, seine Aufmüpfigkeit und Coolness, seine Klugheit und Erfahrung, aber auch seine Angst vor Gefühlen und davor, verletzbar zu sein, sind manchmal fast beklemmend zu spüren.
Die ganze Story ist außerordentlich authentisch geschrieben und von Anfang bis Ende realistisch und spannend.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bio-Fan zu »Michael Connelly: Schwarzes Echo« 02.12.2007
Was für ein Debut und unser Lars knausert mit 64 Grad. Da gefällt mir die Leserbewertung mit 86 Grad eindeutig besser.
Ich habe die Harry Bosch-Reihe nicht ganz chronologisch gelesen. Dieses war nun mein Letztes, um die Reihe zu komplettieren. Leider ist "Schwarzes Echo" nicht leicht und nicht immer preisgünstig zu bekommen, da es vergriffen ist und bisher noch nicht wieder aufgelegt wurde. Ein "Muss" für den Fan, aber ohne Schwierigkeiten kann man auch mit "Schwarzes Eis" beginnen, um in die Welt des Detectives Hieronymus Bosch einzutauchen. Eine Reihe, die für mich zu den besten in der Krimiszene gehört.
Uneingeschränkt empfehlenswert!!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bartensen zu »Michael Connelly: Schwarzes Echo« 10.10.2007
Großartig. Meiner erster Harry Bosch Roman. Hat mich direkt überzeugt, diese Reihe weiterzulesen. Eigentlich hat dieser Roman alle Zutaten eines Raymond Chandler-esken Noir-Krimis ... Schauplatz Los Angeles, einen Hardboiled Detective, eine Femme Fatale und natürlich eine gute und spannende Story. Perfekt. Mehr davon.
Tobias zu »Michael Connelly: Schwarzes Echo« 16.09.2004
Sehr empfehlenswertes Buch ! Unbedingt lesen, denn die Spannung wird gut aufgebaut und hält während der ganzen Story oben. Michael Connelly besitzt sehr viel Hintergrundwissen über den Polizeiapperat, welches er in seine Bücher einfließen lässt.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Cornelia Bockhoop zu »Michael Connelly: Schwarzes Echo« 04.03.2004
Für ein Erstlingswerk gut und spannend geschrieben, von seinen Büchern zwar eindeutig dass schwächste aber dennoch empfehlendswert.
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