Massimo Carlotto

Massimo Carlotto, geboren 1956 in Padua. Er war Sänger in einer Rockband und gehörte der militanten außerparlamentarischen Organisation »Lotta Continua« an. 1976 musste er vor der Polizei flüchten, die ihn des Mordes an einer Studentin in Padua für schuldig hielt. Da er seine Unschuld nicht beweisen konnte, floh er zunächst nach Paris, später nach Mexiko. Die südamerikanischen Behörden lieferten ihn jedoch nach Italien aus. In Padua wurde er in erster Instanz zunächst freigesprochen, in der Berufung jedoch zu 18 Jahren Haft verurteilt und 1993 begnadigt.

Am Tag seiner Entlassung begann dann sein »zweites« Leben, in dem er vor allem dem Schreiben eine Chance geben wollte. In seinem Roman »La verità dell’alligatore« (Die Wahrheit des Alligators) erzählt er von seiner Vergangenheit. Es ist der erste Fall des nicht lizensierten Privatdetekivs Marco Buratti alias »Alligatore«, der mit Unterstützung eines Ganoven undurchsichtige Fälle auf die etwas andere Art löst und dank gutem Blues und vielen Flaschen Calvados als besonders intuitiv und einfühlsam erscheint.

Massimo Carlotto lebt und arbeitet heute in Cagliari.

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