Delikatessen von Martin Walker

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 unter dem Titel The crowded grave, deutsche Ausgabe erstmals 2012 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Frankreich / Périgord, 2010 - heute.
Folge 4 der Bruno,-Chef-de-Police-Serie.

  • London: Quercus, 2011 unter dem Titel The crowded grave. 320 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2012. Übersetzt von ?. 416 Seiten.
  • [Hörbuch] Zürich: Diogenes, 2012. Gesprochen von Johannes Steck. ISBN: 3-257-80325-7. 8 CDs.

'Delikatessen' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

›Savoir vivre‹: Archäologische Funde zeigen, dass man schon vor 30 000 Jahren im Périgord gut leben konnte. Aber der Tote, auf den man bei neuen Grabungen stößt, stammt eindeutig aus dem falschen Jahrhundert und weist alle Spuren eines Gewaltverbrechens auf.

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mikes zu »Martin Walker: Delikatessen« 31.03.2012
Natürlich ist die Welt in Martin Walkers "Bruno"-Romanen nicht so, wie sie nun mal ist, sondern eher so, wie man sie sich wünscht. Aber ist das so furchtbar? Wieder mal ein unterhaltsamer Krimi mit viel Lokalkolorit, gutem Essen und gutem Wein, unterhaltsam und sympatisch, auch wenn der Plot diesmal nicht wirklich ganz zu überzeugen vermag. Zu konstruiert wirkt die Geschichte um alte RAF-Terroristen, die ETA und die Archeologie. Und Walker muss aufpassen, dass ihm sein sympatischer Protagonist nicht von Buch zu Buch mehr zu einem Superhelden-Abziehbild degeneriert und damit seine Menschlichkeit und Glaubwürdigkeit einbüßt. Bereits jetzt wird man den Eindruck nicht los, das Bruno mit seinen Aufgaben als Dorfpolizist dermaßen unterfordert ist, dass er unablässig Herausforderungen sucht, die sich mit seinem ländlich-sittlichen Charakter immer weniger vertragen. Vielleicht wäre Herrn Walker zu raten, nicht auf den schnellen Erfolg zu schielen (den er ja ohnehin bereits hat) und sich ein wenig mehr Zeit zu nehmen, um seine Geschichten und die darin handelnden Charaktere noch ein wenig sauberer auszuformen. Trotzdem: Alles in allem ein Lesespass, so locker und leicht wie ein Soufflé aus dem Perigord.
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