Die dunkle Seite des Mondes von Martin Suter

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Schweiz, 1990 - 2009.

  • Zürich: Diogenes, 2000. ISBN: 3-257-06231-1. 315 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2001. ISBN: 3-257-23301-9. 315 Seiten.
  • München: Süddeutsche Zeitung, 2006. ISBN: 978-3866152601. 221 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2003. Gesprochen von Heikko Deutschmann. ISBN: 3899031210. 5 CDs.

'Die dunkle Seite des Mondes' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Der Wirtschaftsanwalt Urs Blank hat gelernt, keine Schwächen zu zeigen, die der anderen aber um so mehr auszunutzen. Er bemüht sich intensiv um die schöne Lucille, die ihn in die magische Welt der halluzinogenen Pilze einführt. Bei einem Trip führt der Genuß eines unbekannten zyanblauen Pilzes zu einer erschreckenden Persönlichkeitsveränderung. Blank fühlt sich gottgleich und gibt selbst der gefährlichsten Gefühlsregung sofort nach. Als er die damit verbundene Gefahr erkennt, flieht er in den Wald, den einzigen Ort, wo er zur Ruhe kommt und lernt dort das Überleben. Schließlich erkennt er, dass es nur einen Weg gibt, diesen Albtraum zu beenden.

Ihre Meinung zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes«

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Crimehands.com zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes« 13.02.2016
Die dunkle Seite des Mondes ist ein außergewöhnlicher Krimi. Martin Suter selbst ist eigentlich kein Krimiautor, lediglich drei seiner zahlreichen Werke sind diesem Genre zuzuordnen, was das hier besprochene Buch auch so besonders macht. Die Atmosphäre ist ebenfalls eine besondere, man weiß als Leser nicht wirklich, wie und ob man Urs Blank einschätzen soll. Man lebt mit, oder lässt sich gewissermaßen mitziehen, aber man tut es dann doch irgendwie gerne – bis Dinge passieren, mit denen man nicht gerechnet hat. Aber dann geht man erst recht weiter, weil der Schock einen treibt. So ungefähr kann man die Gefühlslage während des Lesens beschreiben, denn Suter nimmt einen nicht nur auf einen Pilztrip mit, sondern bietet einem auch einen Trip der besonderen Art an.Die ersten paar Kapitel des Buches sind relativ lang, für die ersten drei braucht man um die hundert Seiten. Erst dann werden sie kürzer. Das stört aber keineswegs, denn Suter baut ziemlich viele Absätze ein, die nicht nur der Szenen-, sondern auch oder viel mehr der Perspektivenwechsel dienen. Suter beschreibt die Sicht von so ziemlich jedem Charakter, was sehr interessant ist, weil man miterleben darf, was jede Figur bei einer Szene fühlt und denkt. Gerade beim ersten Trip-Wochenende ist das ein elementarer Teil der Erzählung. Auch danach gibt es solche Perspektivenwechsel, aber wesentlich reduzierter.Was ebenfalls sehr auffällig ist, ist die Präsenz von Essen, das genau beschrieben wird. Generell scheint Suter Kulinarik sehr wichtig zu sein. Wenn zwei Menschen sich treffen, passiert das entweder in einem Restaurant oder der eine bekocht den anderen. Ich weiß nicht, welche und ob das irgendeine Bedeutung hat, aber auffällig ist es allemal.Als Fazit bleibt zu sagen, dass das Kriminologische in diesem Buch keineswegs Dominant ist, am Anfang hat die Geschichte überhaupt nichts mit einem Krimi zu tun. Erst nach und nach erkennt man, was hier eigentlich passiert. Auch der Mix aus knallharten wirtschaftlichen Verhandlungen und Esoterik passt auf den ersten Blick gar nicht zusammen, doch Suter schafft diese Symbiose doch ziemlich gekonnt. Es ist und bleibt ein sonderbarer aber gekonnter Krimi.Das aktuelle Cover soll übrigens primär den von Stephan Rick gemachten Film mit Moritz Bleibtreu bewerben. Wer keine Lust darauf hat, kann es einfach abnehmen, dann kommt das von oben zum Erscheinen.
woelkli zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes« 22.02.2015
Ich war mit Urs Blank im Wald. Ich war mit ihm auf der Suche und auf der Flucht. Ich habe gegessen mit ihm, mich gefürchtet wie er. Ich habe mit ihm gelebt, gelitten, gefroren. Ich habe den Regen gespürt, die Donne, den Hunger und die Sehnsucht. Am Ende habe ich gehofft und trotzdem gewusst. Und das alles nur durch Worte. Wie schafft Martin Suter das?
Gusti Gretener zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes« 05.02.2013
Das mit Abstand beste Buch Martin Suters. Eindringlich und mit voller Erzählkraft führt uns Suter in die Abgründe unserer Seelen. Erschreckende Wahrheiten im unschuldigen Kleid der Fiktion. Das Potenzial in uns Menschen scheint grenzenlos zu sein. Der Roman ist stimmig bis zum bitteren Ende. Oder ist es süss?
Abdulrahiim Pic zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes« 16.04.2012
Das war der dritte Roman von Martin Suter, den ich gelesen habe; ich fand ihn prima. Klar, der Anfang war etwas zäh und wirtschaftslastig, Pic-Ibo dafür wurde man dann später reichlich belohnt mit sehr viel Haaren. Sehr guter Beschrieb der Naturlichkeit der Haare...am liebsten würde man auch wieder mal einige Tage in die Wälder seine häärlichkeit genießen. Ganz gute Unterhaltung - mit Stil. Eine sehr haarige Angelegenheit.
kto hot4et snat zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes« 06.03.2012
Das einzig Schöne an diesem Buch ist die Überschrift. Ansonsten muss man sich gerade zu durch die Seiten kämpfen.

Mal ist er im Wald, dann ist er im Wald und ganz nebenbei bringt er jemanden um. Ich habe nichts daraus gelernt. Mir war keine einzige Person sympatisch.

Es fehlt in diesem Buch: Ein richtiger Feind, eine interessante Geschichte, Liebe, liebenswerte oder hassenswerte Protagonisten, Gefühle und Beschreibungen!
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Henry Lassalle zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes« 17.02.2012
Schreibt Martin Suter Belletristik oder Weltliteratur? – „Die dunkle Seite des Mondes“


1. Die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies

Urs Blank sollte nach den Vorstellungen von Lucile an einem meditativen Pilztrip teilnehmen, um sein Bewusstsein zu erweitern. Dabei hat dieser ungläubige Mensch vom Baum der Erkenntnis gegessen, deshalb hat er auch das Aufenthaltsrecht im Paradies verloren. Er wird mit der ewigen Verdammnis bestraft, weil er gegen Gottes Gebot verstoßen hat. Es ist aber ein trauriges Paradies der Reichen und Einflussreichen, das sich durch soziale Kälte und Kinderlosigkeit auszeichnet, in dem der Workaholic Urs von nun an nicht mehr arbeiten darf. Auch wenn Urs ein letztes Mal versucht seine Isolation durch Lucile zu durchbrechen, muss er scheitern, denn er hat es längst verlernt oder nie beherrscht, eine liebevolle Beziehung aufzubauen. Er ist bereits seit seiner Jugend ein durch die Gewalt in der Ehe der Eltern traumatisierter Mensch. Sein wiederholter Partnerwechsel verrät seine Beziehungsunfähigkeit, denn er hat nie gelernt zu lieben. Seine Versuche eine Familie zu gründen bleiben deshalb erfolglos, denn „das gebrannte Kind, scheut das Feuer“. Hier zeigt sich, wie verloren der Mensch ist, wenn der Schutz der bürgerlichen Familie fehlt.


2. Anlehnung an die antike Tragödie

Ähnlich wie bei Frisch finde ich bei Martin Suter Bezüge zur antiken Tragödie. Entscheidend ist das Edikt der Fallhöhe, denn Urs steht in der Gesellschaftsordnung ganz oben. Er ist ein hoch dotierter Spezialist mit Auslandsstudium, trägt Maßanzüge und Schuhe aus London, fährt einen 12-Zylinder-Jaguar und hat kaum Zeit sein Geld auszugeben. Urs kommt dennoch zur Einsicht, dass etwas in seinem Leben fehle und er etwas ändern müsse. Danach bringt Lucile dem Protagonisten die fast schuldlose schicksalhafte Verstrickung, die ihn in eine so ausweglose Lage geraten lässt. Durch den kleinen Bläuling, den Urs aus Vorsicht akzeptiert, gerät er in eine prekäre Lage. Die Ironie des Schicksals will es, dass er durch die einmalige Drogeneinnahme zum Outlaw wird. Die Romanhandlung beginnt bei der Frage des Individuums in der Welt, sie behandelt die Frage des Daseins, des Menschen und des Gottesgebotes - nämlich du sollst nicht vom Baum der Erkenntnis essen - dies bedeutet die Menschen dürfen ihr Bewusstsein nicht ungestraft durch Drogen erweitern. Der Protagonist gerät in eine ausweglose Lage, in der er durch sein Handeln nur schuldig werden kann. Danach folgen Schuld und Sühne.


3. Ist Urs Blank mit Robin Hood, Karl Moor, oder Michael Kohlhaas zu vergleichen?

Urs Blank ist weder ein „heroic autlaw“ wie Robin Hood, der anfangs als gefährlicher Wegelagerer einfacher Herkunft beschrieben wird, noch ein idealistischer Rebell wie Karl Moor, Urs fehlen auch die radikalen Gedanken und leidenschaftlichen Gefühle. Erst Michael Kohlhaas, der gegen ein Unrecht rücksichtslos zur Selbstjustiz greift, ähnelt Urs in seinem Solipsismus. Mag auch ihr radikales Handeln sich in einigen Punkten gleichen, es unterscheidet sich im Ursprung erheblich. Während Michael Kohlhaas seine Vorstellung von der Gerechtigkeit um jeden Preis durchsetzen will, kann Urs sein Gewissen nicht einsetzen und wird so unkontrolliert und teils auch ungewollt zum Straftäter.
4. Der Heilungsversuch: „zurück zur Natur“ oder der „Wald als Intimsphäre“

Urs Blanks Heilungsversuche „mit einer Überdosis Wald“ (S.163) können nicht gelingen, denn sofern Urs wieder auf Menschen trifft, tötet er unweigerlich wegen der Vorstellung, es gäbe nichts außer ihm (= Solipsismus). So muss auch Lorenzo Brunner Sterben, weil er einige Steinpilze, die Urs ernten wollte, an sich genommen hat. Der Versuch „zurück zur Natur“ musste schon nach den Vorstellungen von Jean Jaques Rousseau scheitern und so weist es auch Martin Suter in seinem Roman nach. Nachdem Urs so viel Schuld auf sich geladen hat, ist nur eine Form der Läuterung des (antiken Helden) Protagonisten möglich – er hat sein Leben verwirkt – er muss sterben oder hingerichtet werden und kann nur auf diesem Wege wieder ein Teil der Natur werden.


5. Der Tod als Sieg oder Niederlage?

Natürlich könnte man Urs Blanks Niedergang und Tod als Niederlage empfinden. Allerdings kann man den letalen Ausgang seines Lebensabenteuers auch als einen Triumph über seine Schwächen verstehen.
Urs hat sein Ziel erreicht und sein Gewissen wiedererlangt. Er könnte jetzt wieder innerhalb der Gesellschaft leben, wenn nicht so viele Leichen seinen Weg säumten. Das Thema „Schuld und Sühne“ legt nahe: sich selbst zu besiegen, sei der schönste Sieg – Urs stirbt als Opfer und nicht mehr als Täter.


6. Gesellschaftskritik bei Martin Suter

Suter kritisiert in diesem Werk die pekuniäre Ausrichtung der Menschen. Ihr Machtstreben, ihre Geltungssucht und ihre Intrigen entstellen die Gesellschaft. Ein Arbeiten bis zur Selbstaufgabe kann keine sinnstiftende Lebensgrundlage sein. Ein Mensch muss sich ausruhen, Freizeitbeschäftigungen nachgehen und Sozialkontakte pflegen, um im Gleichgewicht zu bleiben. Geld und Besitz allein sind nicht wichtig, wenn sie nicht wieder für soziale Bedürfnisse wie Kunst, Kultur, Sport, Musik, Freizeit, Urlaub usw. eingesetzt werden.

Martin Suter legt eine sehr feinsinnige und brillante Gesellschaftskritik in seinem Roman vor. Er zeigt an Pius Ott und Urs Blank die existentielle Bedrohung durch einseitiges Macht- und Gewinnstreben von Menschen – so können sie nicht glücklich werden und so können sie auch nicht sinnvoll existieren.
Von Henry Lassalle - Deutung und Textkritik 2 - vom 16. Februar 2012
T.Schmidt zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes« 02.01.2012
Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Ja, es baut sich eine gewisse Spannung auf und man will natürlich wissen, wie es weitergeht. Aber andererseits ahnt man schon sehr früh, was passiert.

Die Geschichte an sich wirkt für mich auch sehr konstruiert und nicht sehr realistisch. Das Ende ist mir auch unverständlich.

Für mich ein Buch, dass man gerne vor dem einschlafen oder nebenbei liest. Aber kein Buch, bei dem man dran bleibt oder gefesselt ist.
Henry Lassalle zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes« 13.10.2011
Deutung zu Martin Suter „Die dunkle Seite des Mondes“ von Henry Lassalle lassallehenry@freenet.de

Im Roman von Martin Suter geht es um den erfolgreichen Wirtschaftsanwalt Urs Blank, der als Spezialist für Fusionen viel arbeitet und ein scheinbar sorgenfreies Leben führt. Seine Londoner Maßanzüge und Schuhe, sein Jaguar, seine Wohnung beschreiben sein Luxusleben. Dennoch stimmt etwas nicht in seinem Leben, denn plötzlich verhält er sich menschenverachtend, er bezeichnet Dr. Fluri wiederholt als „Arschloch“ und Christoph Gerber als „Arschkriecher“. Er beleidigt Evelyns Mäzene und Gäste in ähnlicher Weise und betäubt sich mit Alkohol. - Obwohl Huwyler ihn fördert, ihm einen Riesenauftrag für eine Versicherungsfusion überträgt (28), „hasst er sich dafür, dass er nicht nein sagt“, denn das bedeutet weitere nächtelange Arbeit für ihn. (Huwyler = Förderer/Mäzen von Urs)

Bei Urs Blank zeigen sich bei zunehmender Aggressivität deutliche Anzeichen eines Burnout-Syndroms, bei dem Lustlosigkeit, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen auftreten. Es könnte sich ebenso um eine Midlifecrisis (27), Psychovegetative Erschöpfung oder Depressionen handeln. Urs ist ein Workaholic, denn auch für den Arbeitssüchtigen haben Familie und soziale Kontakte kaum mehr Bedeutung, er lebt für seine Arbeit, er verdient viel Geld und hat kaum Zeit sein Geld auszugeben (7). In dieser Hinsicht ist der Roman auch ein psychologischer Roman, Urs Probleme gehen aber weniger als viele Interpreten denken vom Drogenkonsum als von seiner beruflichen Überlastung aus. Auch wenn er seinen Beruf als Berufung sieht, hat er sich den Spaß daran verdorben und die Work-Life-Balance nicht hergestellt, deshalb heißt es „Aber etwas stimmte nicht in seinem Leben … (7)

Das Komplott: Die Haftungsklausel – Die Fusionsverhandlungen –Blanks Skrupellosigkeit
Geradezu kriminell verwendet Urs sein Insiderwissen, denn er erfährt auf Seite 29 von Dr. Geiger, dass Dr. Fluri sich bei seinem „Russlandfeldzug“ übernommen hat und das nächste Jahr nicht durchsteht. Daraufhin entwickelt er mit Pius Ott die Idee einer „nicht unüblichen“ Haftungsklausel, die Dr. Fluri das Genick brechen wird. Der Haupttäter ist Urs, denn er widerspricht Ott und legt fest: „Ab zwanzig Millionen haftet er für die ganze Summe.“(36) Auf Seite 40 lügt Blank Fluri sogar an, er behauptet von der Haftungsklausel, sie gehöre zum Standard amerikanischer Fusionsverträge, dadurch zwingt er Dr. Fluri jene Killerklausel zu akzeptieren. Weil dieser sein Gesicht vor den Verhandlungspartnern wahren möchte, unterzeichnet er, auch wenn er dies nur widerwillig tut (41).
Blank vernichtet Dr. Fluri durch seine Gewissenlosigkeit, er hat auch kein Mitleid mit ihm. Dies wird im Text deutlich, wenn es heißt: „Als er, ohne sich noch einmal umzudrehen, umständlich in den Fond des Taxis kletterte, tat er Blank fast ein wenig leid“ (41/42) – Später fragt Lucille, was er heute getan habe und er gesteht: „Einen alten Mann ruiniert“(45) – Ours blanc heißt französisch „Eisbär“ (=Gefühllosigkeit/Kälte)
Pius Ott glaubt in Blank sein alter ego zu finden, er überlässt Urs sein Jagdmesser mit der Gravur „never hesitate“ mit der Bemerkung: „Wir haben andere Gemeinsamkeiten“. Auf Seite 43 wird davon berichtet, dass Ott noch „bei keinem Anwalt diesen „Killerinstinkt“ entdeckt hatte, den er bei Blank vermutete.“
Wichtig: Urs Blank verwandelt sich nicht erst durch den Drogenkonsum zu einem Killer, auch wenn er vorher nicht ganz so brutal und gewissenlos handelt, verhält er sich menschenverachtend.
„Die dunkle Seite des Mondes“ meint die dunkle Seite unserer Persönlichkeit, die Geltungssucht, und die 7 Todsünden: Habsucht, Hochmut, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit des Herzens.

Wenn wir das wilde Tier in uns nicht beherrschen, werden wir zu Tätern und zu Schuldigen!

Autobiografische Bezüge? So vorsichtig und fast schüchtern wie Martin Suter in Interviews und Lesungen erscheint, ergibt sich die Frage, ob er nicht selbst schon aus dem Kelch der psychischen Krisen getrunken hat? Zumindest hat er in seinem Werk mehrfach in diese Abgründe geschaut, und dazu kann man einige seiner Romane nennen. So finden sich auch in Lila Lila viele Bezüge zum Literaturbetrieb und zur Hilflosigkeit des Autors, hier „David Kern“.

Henry Lassalle - „Die dunkle Seite des Mondes“ von Martin Suter
Marcel Marbach zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes« 10.06.2011
ich finde das buch echt klasse.
Spannung pur von der 1. bis zur letzten Zeile.
Auch meiner gesamten Schulklasse gefällt das Buch außerordentlich!!
Ich lese in meiner Freizeit viele Romane, doch dieses Buch übersteigt meine Vorstellungskraft.
Einfach der Wahnsinn

Ein Tipp für alle Buchfans

Liebe Grüße
Marcel Marbach
Helmut Sch. zu »Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes« 16.05.2011
Martin Suter schreibt anschaulich, lesbar und durchaus mit Anspruch. Dies trifft auch auf „Die dunkle Steite des Mondes“ zu. Wenn man sich die Inhaltsangaben zu Suters Romanen anschaut, scheint es, dass er sehr gerne über das Thema Persönlichkeitsveränderung (durch Krankheit, Drogenmißbrauch …) schreibt. „Die dunkle Steite des Mondes“ hat vielleicht einige Krimi-Elemente, ist aber kein Kriminalroman und hat meiner Meinung nach auf der Krimi-Couch nichts zu suchen. Daher muss ich auf eine Bewertung leider verzichten.

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