Die Frau im Pelzmantel von Martha Grimes

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1998 unter dem Titel The Stargazey, deutsche Ausgabe erstmals 1998 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 15 der Inspektor-Jury-Serie.

  • New York: Henry Holt, 1998 unter dem Titel The Stargazey. 354 Seiten.
  • München: Goldmann, 1998. Übersetzt von Cornelia C. Walter. ISBN: 3-442-30814-3. 410 Seiten.
  • München: Goldmann, 2001. Übersetzt von Cornelia C. Walter. ISBN: 3-442-45009-8. 411 Seiten.
  • München: Goldmann, 2003. Übersetzt von Cornelia C. Walter. ISBN: 3-442-05501-6. 411 Seiten.
  • München: Goldmann, 2003. Übersetzt von Cornelia C. Walter. ISBN: 3-442-45652-5. 411 Seiten.

'Die Frau im Pelzmantel' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Inspektor Jury steht vor einem Rätsel. Erst gestern saß er neben der schönen Unbekannten im Bus. Weil ihr Verhalten sehr merkwürdig war, beschloß er, der Frau zu folgen. In einem Park hat er jedoch ihre Spur verloren. Nun hat man ihre Leiche gefunden. Hätte er dieses Verbrechen verhindern können? Jury übernimmt den Fall, aber rätselhafte Ereignisse, verworrene Familiengeschichten und die unwägbaren Einflüsse seines Tageshoroskops machen es dem Inspektor nicht gerade leicht.

Das meint Krimi-Couch.de: »Erinnert an Agatha Christie – einer der besten der Jury-Reihe«

Krimi-Rezension von Manfred Heeke

Inspector Jury fährt, ganz im Gegensatz zu seinen sonstigen Gewohnheiten, mit dem Bus durchs abendliche London. Unter den Fahrgästen befindet sich auch ein Blondine in einem eleganten Pelzmantel. Der Inspector beobachtet die Frau. Zum einen, weil er von ihrem attraktiven Gesicht beeindruckt ist und zum anderen, weil sie sich äußerst seltsam verhält. Sie steigt an einer Haltestelle aus dem Bus aus, läuft neben ihm her und steigt beim nächsten Stop wieder zu. Jurys Neugierde ist geweckt. Als die Blondine erneut aussteigt, folgt er ihr. Die Frau entschwindet in einem Parkeingang und der Inspektor verliert im dichten Nebel ihre Spur.

Am nächsten Tag wird in eben diesem Park die Leiche einer blonden Frau, bekleidet mit einem Pelzmantel, gefunden. Jury identifiziert sie als die, die er gestern verfolgt hat. Im Laufe der Ermittlungen kommt er immer mehr zu der Überzeugung, dass die Tote nicht die Frau ist, die er am Vortag gesehen hat. Nur, warum sollten zwei Frauen, die sich zum Verwechseln ähneln zur gleichen Zeit am selben Ort sein. Zufall? Daran mag er nicht glauben.

Der Pelzmantel, den die Tote trug, führt die Polizei zur Galleristenfamilie Fabricants. Diese Familie kommt Jury recht merkwürdig vor. Er ruft seinen adeligen Spezie Melrose Plant zur Hilfe. Dieser soll sich als reicher potentieller Käufer von Gemälden ausgeben, um Informationen über diese Familie zusammenzutragen. Letztendlich decken der Inspector und sein Freund dunkle Machenschaften in der Welt der Kunst auf.

Inspector Richard Jury ist ein Mann in den besten Jahren, der sich seiner Anziehungskraft auf Frauen nicht bewußt ist. Er lebt alleine, hat einen guten Charakter, ist allseits beliebt und zudem ein guter Polizist mit viel Menschenkenntnis.

Auch in diesem Roman gibt es ein Wiedersehen mit vielen Bekannten, die auch in den anderen Romanen der Jury-Reihe auftauchen. (siehe Das Who is Who der Inspektor Jury Reihe)

Ein wenig erinnert der Stil von Martha Grimes an die gute alte Agatha Christie. Neben der meist guten Story besticht Grimes durch ihre herrlich humorvolle Erzählweise. Sie schildert sehr anschaulich das Leben in England, quer durch alle Gesellschaftsschichten. Dadurch, dass die handelnden Charaktere in jedem Buch der Inspector-Jury-Reihe diesselben sind, kommt es einem, wenn man schon ein paar dieser Bücher gelesen hat, bei jeder neuen Lektüre so vor, als träfe man alte Bekannte wieder.

Für mich ist dieser Inspector-Jury-Roman einer der besten. Die Lektüre ist einfach ein Genuß. Jeder der englische Kriminalliteratur mag, sollte dieses Buch, und auch alle anderen Jury-Romane, gelesen haben.

Ihre Meinung zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel«

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Lina zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel« 28.06.2009
Leider war dieser Roman eine enttäuschung. Ich bin zwar eine treue Martha Grimes Leserin aber dieses Buch gehört eindeutig nicht zu ihren besten Werken.Spannung kommt überhaupt nicht auf und die vielen Einzelheiten, die mit dem eigentlichen Handlungsstrang nichts zu tun haben, irritieren.Zusätzlich stören die offensichtlichen Fehler, die einige meiner Vorredner ja schon erwähnt haben.
Ich habe mal versucht zu rechnen, wie alt Inspektor Jury sein könnte und bin auf Ende 50 - Anfang 60 gekommen. Aber ich hatte den Eindruck, dass Grimes ihn deutlich jünger erscheinen lassen will...
addicted_to_MelrosePlant zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel« 01.08.2008
Leider nicht das beste Jury Werk von Mrs. Grimes. Bei den vielen zeitlichen Ungereimtheiten und Unstimmigkeiten bin ich mir allerdings nicht sicher, ob sie das nicht absichtlich macht. Ich meine wenn man es mal ganz logisch nimmt, müsste Jury ja sonst schon 120 sein...
Ich glaube sie versucht dadurch eine gewisse Zeitlosigkeit zu erschaffen, das ist ein gelungener Kunstgriff finde ich.
antjeleselaus zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel« 07.01.2008
Ich habe mir diesen Krimi (im englischen Original) mal wieder vorgenommen und muss sagen, der Lesegenuss wird doch durch extrem viele sachliche Fehler getrübt. Recherche - besonders im Bereich der europäischen Geschichte- und das Rechnen sind nicht gerade Ms Grimes Stärke. Wie kann z.B. Mona Dresser mit ihrem Clive eine Tournee nach Wolgograd (früher Stalingrad)übernehmen, wenn dieses erst 1961 umbenannt wurde und Clive jedoch schon im II. Weltkrieg starb? Außerdem, wie kann Clive aus erster Ehe eine Tochter von Anfang 40 haben (das Buch spielt ca. 1993), wenn er danach noch drei Mal verheiratet war? Ich habe die deutsche Übersetzung nicht gelesen, aber tauchen diese - und viele andere Fehler - dort auch auf? Ich hoffe immer noch auf eine gründliche Überarbeitung, denn die eigentliche Story ist gut.
Jörg Walter zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel« 05.01.2008
Ich mußte mich durch den ganzen Roman kämpfen um ihn endlich fertig zu lesen.
Enzig die herrlichen Beschreibungen Londons erfrischten mich als alten London Fan ein wenig.
Der Roman hat nie wirklich an Fahrt gewonnen und bis auf die letzten 50 Seiten kaum Spannung erzeugt.
Noch einen "Jury"?? Ich glaube nicht.
Yvonne zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel« 24.11.2007
mein erster Grimes - und nicht mein letzter! Normalerweise ziehe ich beschreibende Darstellungen mit nur geringem Dialoganteil vor. Aber Plants und Jurys Sprüche sind zuweilen so herrlich ironisch, typisch englisch, dass ich mir Schmunzeln und sogar lautes Lachen nicht verkneifen konnte. Außerdem war es wunderbar, an der Seite von Jury im Doppeldeck Bus in London zu fahren, durch ausgesprochene Lieblingsecken von mir...
Gian-Luca zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel« 11.11.2006
Ein sehr unterhaltsahmes und spannendes buch (auch mein erstes).Inspektor Jury und sein Assisten Segerant Wiggins sind ein super gespann welches mit Holmes u.Watson zu vergleichen ist.
Maximilian W. zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel« 23.08.2006
Ich bin einer, der Spannung liebt. Dadurch finde ich das Buch nicht sonderlich toll, denn spannend ist es erst in den letzten 20 Seiten... wobei man auch nicht wirklich von Spannung reden kann. Der Roman war zeitweise recht langweilig, die Hauptpersonen werden bis ins Detail behandelt.. was natürlich auch verständlich ist, weil die ganze Krimireihe fortan von den selben Personen handelt. Es gibt bessere Krimi's.. doch Martha Grimes hat sicher ihre Fans (ich zähle mich nicht dazu).
Tim zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel« 07.09.2005
Wieder ein starker Jury (nicht ganzso gut wie der Vorgänger), die Schauplätze sind liebevoll beschrieben , Melrose bekommt immer mehr Anteile, was den Geschichten nur gut tut. Die Story wirkt etwas konsruiert, das eine oder andere hat man auch schon vorher gelesen, trotzdem ein Genuss
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
olli zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel« 07.03.2005
Auch dieses Buch der Reihe ist durchaus intelligent geschrieben und bietet nicht zuletzt wegen den hervorragend beschrieben und in Szene gesetzten Stammcharakteren ein Highlight.

Außerdem setzen die dezidierten Beschreibungen des eigentümlichen Londoner Charmes hier den Punkt auf das i.

Spannende Storyline, wenn auch nicht ganz die Unvorhersehbarkeit des Vorgängers erreicht wird und die Lösung relativ früh erkennbar ist...

Trotzdem 1-
ein Jury-Fan zu »Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel« 12.05.2004
Der Meinung von krimi-couch kann ich mich nur anschließen: "Die Lektüre ist ein Genuss"! Und zwar besonders für alle Fans der mir sehr liebgewonnenen skurilen Persönlichkeiten wie Plant, Trueblood und Co.

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