Toxic von Mark T. Sullivan

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel The Serpent´s Kiss, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Fischer.

  • New York: Atria, 2003 unter dem Titel The Serpent´s Kiss. 375 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2005. Übersetzt von Sonja Schuhmacher & Thomas Wollermann. ISBN: 3-596-66096-3. 464 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2006. Übersetzt von Sonja Schuhmacher & Thomas Wollermann. ISBN: 978-3828987241. 461 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2009. Übersetzt von Sonja Schuhmacher & Thomas Wollermann. ISBN: 978-3-596-51089-4. 461 Seiten.
  • Berlin: Springer, 2011. Übersetzt von Sonja Schuhmacher & Thomas Wollermann. ISBN: 978-3942656108. 357 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2006. Gesprochen von Wolfram Koch. ISBN: 3866100906. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2007. Gesprochen von Wolfram Koch. ISBN: 3866103212. 6 CDs.

'Toxic' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Detective Sergeant Seamus Moynihan steht vor dem spektakulärsten Fall seiner Karriere. Er hat drei Mordfälle aufzuklären, Männer im besten Alter, die nackt ans Bett gefesselt wurden und am Gift einer der tödlichsten Schlangen der Welt starben. Was steckt dahinter? Der Killer hinterlässt jedes Mal eine Botschaft am Tatort. Die Schlange als Instrument der Verführung? Welches Feuer lodert in den Adern des Killers, dass er seine Opfer auf so archaische Weise brutal zu Tode foltert? Je mehr Moynihan hinter die wahren Beweggründe des Killers blickt, umso gefährlicher wird es auch für ihn selbst.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Action-Thriller mit ´Biss´ und viel Klischee« 40°

Krimi-Rezension von Eva Bergschneider

»Toxic« ist nicht, wie man glauben könnte, der Originaltitel von Mark T. Sullivans sechstem Roman, der lautet »The Serpent’s Kiss«, übersetzt also »Der Schlangenkuss«. Mark T. Sullivan, lange sehr erfolgreich im Bereich des investigativem Journalismus tätig, schreibt sehr spektakuläre Thriller, in die er gern mystische Elemente mit einfließen lässt. In Deutschland sind bisher »Die Jägerin«, »Geistertanz« und »66095« bekannt. »Toxic« wird vom Verlag bereits weit vor dem Erscheinungstermin als »Thriller des Jahres« gefeiert. Auf dem Cover leuchten einem gelb die Worte »Der Biss – Das Feuer – Die Hölle« sowie ein gelbes Reptilienauge entgegen.

Als Leser erwartet man dadurch einen ultraspannenden, Nerven zerreißenden Thriller, der einem den Schlaf raubt. Und es geht auch spektakulär los:

Sex, Schlangenbisse und Bibelzitate

Die kenianische Reinigungskraft Mary Aboubacar findet in einem Appartementhaus die Leiche eines grausam entstellten Mannes. Da sein Körper zahlreiche schwarze Flecken und aufgeplatzte Hautblasen aufweist, glaubt die ehemalige Krankenschwester ein Ebola-Opfer vor sich zu haben. Der Gerichtsmediziner und der ermittelnde Detective Seamus Moynihan von der Polizei San Diego finden heraus, dass der Tote an den Folgen tödlicher Schlangenbisse gestorben ist. Der Tatort wirkt noch um einiges schauriger als eine seltsame Inschrift auf dem Spiegel entdeckt wird.

Es werden weitere Leichen gefunden, ein sexuell motivierter Mörder vergiftet seine Opfer und foltert sie anschließend mit Schlangenbissen zu Tode, am Tatort hinterlässt er Bibelzitate. Trotz offensichtlicher sexueller Aktivität sind sehr wenig Spuren zu finden, der Täter hinterlässt den Tatort makellos sauber geputzt. Für »Shay« Moynihan und sein Team beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Die Spurensuche führt zu dem Reptilien-Abenteurer Nick Foster, Star des Fernsehspektakels »Kaltblütig« und seiner im Hintergrund agierenden Partnerin, der Zoologin Jane Hood. Der »Schlangenbeschwörer« Foster weiß nicht nur mit den Reptilien umzugehen, er bewegt sich auch in einem verdächtigen Umfeld. Seine eigentlich fachkundigere Assistentin erklärt den Ermittlern einiges über das Verhalten von Schlangen. Professorin Susan Dahony, Autorin eines umstrittenen Buches über den biblischen Lillith-Mythos mit dem Titel » Die zweite Frau«, wird ebenso in die Ermittlungen mit einbezogen, sie soll Aufschluss über die religiösen Hintergründe der Bibelzitate geben.

Auf der Jagd nach potentiellen Verdächtigen kommt es zu schwerwiegenden Fehlern und peinlichen Pannen. Fälschlicherweise ausgeführte Verhaftungen und eine vollkommen überflüssige und gefährliche Schießerei führen dazu, dass Moynihan beurlaubt wird und sein Partner Varjjan lebensbedrohlich verletzt im Krankenhaus landet.

Moynihan ermittelt auf eigene Faust weiter und verfolgt Spuren zu einer obskuren christlichen Kirchengemeinde in Alabama, die ihre Gottesdienste mit Klapperschlangen zelebriert und deren Mitglieder ihre Frömmigkeit unter Beweis stellen, indem sie sich von den giftigen Reptilien beißen lassen. Sind religiöse Fanatiker auch zu so bestialischen Morden fähig?

Bevor Moynihan schließlich heraus findet, wer hinter diesen grausamen Hinrichtungen steckt, muss auch er vor Giftzähnen auf der Hut sein.

Ein cooler Draufgänger mit seelischem Knacks

Sullivan hat mit Seamus »Shay« Moynihan einen schillernden Action-Held erschaffen und ihn mit einigen Schwächen, einer traumatischen Vergangenheit und einem schwierigen Privatleben ausgestattet.

Moynihan lebt auf einer Jacht, dem »Schmerzensgeld« aus der Scheidung von seiner aus reichem Haus stammenden Exfrau Fay, im stets sonnig-warmen San Diego. Er fährt eine liebevoll restaurierte metallic-grüne 1967er Corvette und ist ein sportlicher und schlagfertiger Typ, der bei Frauen gut ankommt, aber keine engere Beziehung eingehen will. Bei der Mordkommission San Diego gilt Moynihan als brillianter Analytiker und arbeitet dort in einem Team mit 4 Detektives und einem Sergeant als Chef, den er ständig absichtlich provoziert und bloß stellt. Somit entspricht Sullivans Hauptcharakter ziemlich exakt dem Klischee des reichen, gut aussehenden, selbstbe-wussten und interessanten Machos. Dennoch hat sich der Autor durchaus bemüht, ihm auch eine sensible, schwache Seite zu verleihen. Moynihan wird nicht nur im Schlaf von dem gewaltsamen Tod seines Vaters verfolgt, der ebenfalls ein Cop war und im Dienst auf grausame Weise ums Leben kam. Moynihan hatte seiner Mutter einst versprochen, niemals in des Vaters Fußstapfen zu treten und schlug stattdessen eine Laufbahn als Baseball-Profi ein, die allerdings durch eine schwere Schulterverletzung ein frühes Ende fand.

Moynihans Beziehung zu seinem Sohn Jimmy wird nach seiner Scheidung immer schwieriger, die beiden entfremden sich zunehmend. Dem Jungen fehlt sein Vater, der immer mehr Schwierigkeiten hat, die Verpflichtungen seinem Sohn gegenüber wahrzunehmen. So wird also aus dem unbeschwerten Draufgänger der sensible Held. Die Charakterisierung ist allerdings derart klischeehaft überzogen, dass sie einfach nicht plausibel wirkt. Diese wahnsinnig dramatischen Szenen im Stadion als Moynihan sich verletzt sowie dieses immer wieder bemühte Trauma mit seinem Vater, das schließlich sogar für seine Seitensprünge und die dadurch gescheiterte Ehe herhalten muss, wirken grotesk übertrieben, völlig überdramatisiert und nicht einmal im Ansatz glaubwürdig.

Eine gut konstruierte, interessante Story geht in sinnloser Action unter

Zu den Pluspunkten dieses Thrillers gehört eine gut recherchierte, spannende und originelle Story. Sullivan hat ein bizarres und absonderliches Thema glaubwürdig beschrieben und einen atemberaubenden Spannungsbogen kreiert. Die Geschichte beginnt furios und wird zunächst sehr subtil schockierend aus der Perspektive eines Opfers erzählt. Die Ermittlungsarbeit wird größten-teils aus Moynihans Sicht in Ich-Form geschildert und am Ende kommt es zu einem spektakulärem Show-Down. Die Schilderung der Morde ist wirklich gelungen und gruselig, allein dieser Wechsel der Perspektiven führt zu atemberaubenden Nervenkitzel. Der bizarre, religiös-fanatische Hintergrund verleiht der Geschichte eine faszinierende, mystische Atmosphäre. Die Qualität der Story und die absurden und doch realistischen Hintergründe hätten zu einem hochwertigen Thriller verarbeitet werden können. Aber Sullivan lässt seine Geschichte leider in oft sinnfreier und total realitätsferner aktionsgeladener Handlung untergehen. Die Konstruktion lächerlich durchsichtiger, falscher Fährten und die teilweise schweren Logikfehler bei der Auflösung der Handlungsstränge machen es dem Leser schwer, die Geschichte überhaupt ernst zu nehmen.

Sprachlich ist der Roman in betont lockerem Polizei- und Baseballslang verfasst, flott zu lesen, durchaus humorvoll, aber wenig originell. Das Lektorat oder die Übersetzung ist teilweise sehr fehlerhaft, es werden sogar Personen vertauscht.

Letztendlich werden Leser, die in erster Linie Spaß an Thrill und trashiger Action haben, von Mark T. Sullivans »Toxic« begeistert sein. Wer aber etwas mehr Anspruch an Logik und Glaubwürdigkeit einer Geschichte stellt wird eher enttäuscht sein und sich fragen, wie eine gute Idee für einen Thriller derartig banal in Szene gesetzt werden konnte.

Schade, hier hat ein Autor, der nachweislich das Schreibhandwerk versteht, viel Potential verschenkt.

Ihre Meinung zu »Mark T. Sullivan: Toxic«

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Elisa zu »Mark T. Sullivan: Toxic« 07.02.2012
Das Buch ist einer der besten Thriller, die es gibt. Spannend geschrieben mit viel Hintergrundinformationen. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen. Ich habe es schon dreimal gelesen. Ansonsten sind Krimis meistens nach dem ersten Mal lesen Geschichte, aber bei diesem ist es immer wieder super. Die Wendungen sind nach dem Auslesen logisch, aber während dem Lesen kommt man nicht drauf.
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Frankie zu »Mark T. Sullivan: Toxic« 02.04.2011
Ich fand das Buch auch sehr,sehr gut. Vorallem die Idee zu töten hat mich fasziniert. Auch das herkömmliche Ende ist nicht zu erwarten. Alles in allem ein Pageturner. Obwohl ich es schon einmal gelesen hatte,werde ich es bei Gelegenheit nochmals durchgehen. Ich kann es empfehlen und werde deshalb auch noch weitere Bücher von diesem Schriftsteller kaufen.
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Jacky zu »Mark T. Sullivan: Toxic« 20.02.2011
Auch ich finde diese Buch einfach spitze. Es hat mich von Anfang an mitgerissen, deshalb musste ich jeden Tag lesen. Ich konnte nicht ohne. Als ich das Buch fertig gelesen hatte, hätte ich es garade noch einmal durchlesen können. Von den anderern Büchern habe ich zwei gelesen. Und ich finde es schade, dass die Übersetzung vom englischen ins deutsche nicht exakt, zumindest etwas ähnlich ist.
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HardcoreSandman zu »Mark T. Sullivan: Toxic« 12.02.2010
Ich finde das Buch super !
Tolle Geschichte und gut recherchierte Arbeit.
Sehr spannend mit überraschendem Täter.
Ich bin gespannt ob es eine Fortsetzung gibt. Ich wünsche mir´s auf jeden Fall.
Leider hab ich die anderen Bücher von ihm noch nicht gelesen, aber ich denke das wird sich in Zukunft ändern.
Wenn diese nur halb so gut sind wie "Toxic", dann sind die bestimmt auch der Hammer.
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Felidea zu »Mark T. Sullivan: Toxic« 18.06.2009
Das Buch ist echt spannend und die Wendungen nicht ganz so vorhersehbar, wie in vielen Thrillern. Allerdings teilweise etwas extrem in den Beschreibungen der Tode. Mir gefällt das, aber Zartbeseitete: Vorsicht. Das gleiche gilt für sehr religiöse Menschen. Die Kirche kommt nicht so gut weg. Allgemein liest sich das Buch recht schnell, den es hat kaum unnötige Längen und man liest gern ein Kapitel mehr als geplant.
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Natascha zu »Mark T. Sullivan: Toxic« 02.01.2009
Einfach hammer das Buch ich freu mich schon so bzw suche schon die vorsetztung wenn es eine geben würd was ich zutiefst hoffe!!!

Aber bis das soweit ist denk ich werd ich mir noch ein Buch von Mark T. Sullivan ergattern. Denn er schreibt echt gut, war total traurig als ich den letzten Satz gelesen hatte und fertig war.
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cheski zu »Mark T. Sullivan: Toxic« 19.12.2008
Ich habe das Buch schon zum zweiten Mal gelesen und wusste wieder nicht wer der Mörder ist. Aber daran sieht man mal wie verwirrend und letztendlich doch eindeutig dieses Buch ist.
Auch Panic ist ein echt gelungenes Werk - auf welche Gedanken man doch kommen kann--
zwei Weitere liegen schon bereit und warten darauf zu Weihnachten geschenkt zu werden..
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Joshy zu »Mark T. Sullivan: Toxic« 30.09.2008
Durch dieses Buch bin ich erst "zum lesen" gekommen. Einfach hammermässig. Hab mir alle vorherigen Mark T. Sullivan Bücher reingezogen, die mir auch sehr gut gefallen haben. Hol mir gleich mal "Limit" und hoffe, das dieses Buch an TOXIC rankommt.

Sehr empfehlenswert auch für diejenigen, die wie ich vorher Bücherlesen langweilig fanden.
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nadine zu »Mark T. Sullivan: Toxic« 12.08.2008
ich find das buch super geil!!
es kommt einfach keine langeweile auf es ist vom anfang bis zum ende spannend!! ich konnte garnicht mehr aufhören zu lesen. ich war hinterher richtig traurig das ich das buch schon aus hatte. ich hoffe das da noch ein paar bücher rauskommen die genau so klasse sind! viel spaß noch für die jenigen die das buch noch nicht gelesen haben. ist echt spannend.
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Sarah zu »Mark T. Sullivan: Toxic« 11.06.2008
Ich finde das Buch einfach nur hamma geil. Es ist nervenzerreißend und von Anfang bis Ende einfach nur spannend. Ich hoffe es werden weiterhin noch so spannende Bücher kommen ^^ Ganz viele liebe Grüße an die anderen Bücherwürmer
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