Die Blumen des Todes von Mark Billingham

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel Lazybones, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 3 der Tom-Thorne-Serie.

  • London: Little, Brown, 2003 unter dem Titel Lazybones. 448 Seiten.
  • München: Goldmann, 2004. Übersetzt von Isabella Bruckmaier. ISBN: 3-442-45730-0. 448 Seiten.

'Die Blumen des Todes' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Als er zu einem Tatort in ein heruntergekommenes Londoner Hotel gerufen wird, ahnt Detective Tom Thorne noch nicht, dass er der gefährlichsten Herausforderung seiner bisherigen Laufbahn gegenübersteht. Doch schon bald häufen sich die Mordfälle, und das Muster ist stets dasselbe: Bei den Opfern handelt es sich um kürzlich entlassenen Häftlinge, die sich offenbar freiwillig zu ihrem Rendezvous mit dem Tod begeben haben – und jedes Mal hat bereits jemand den Blumenschmuck für die Bestattung geordert …

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Stefan83 zu »Mark Billingham: Die Blumen des Todes« 30.08.2009
In seinem dritten Kriminalroman um Detective Tom Thorne von der "Serious Crime Group" des Londoner Metropolitan Police Service beweist Mark Billingham einmal mehr, dass er die Vergleiche mit Ian Rankin und Colin Dexter nicht zu scheuen braucht. Unpassend sind diese dennoch, da sich der Autor und Teilzeitcomedian mit seiner eigenen Stimme in diesem Genre zu behaupten weiß und teilweise arrivierten Kollegen bereits den Rang abgelaufen hat. Thorne ist alles andere als ein englischer Rebus, sondern ein erfrischend eigenständiger Charakter, der auch dieses Mal in einen Fall verwickelt wird, welcher all seine Fähigkeiten auf die Probe stellt.

Nach den doch auch für die Londoner Polizei schockierenden Ereignissen des Vorgängerromans, hat Thorne nicht viel Zeit um sich zu erholen, denn ein Mord setzt nicht nur sein Team unter Druck, sondern bringt auch den moralischen Kompass der ermittelnden Beamten ziemlich durcheinander. In einem heruntergekommenen Londoner Hotel hat man die Leiche eines erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassenen Häftlings aufgefunden. Damals selbst wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt, hat ihn sein Mörder in ungewöhnlicher Pose samt schwarzer Kapuze auf dem Bett gefesselt und brutal vergewaltigt. Und damit nicht genug: Wie es scheint hat der Mörder noch kurz zuvor eine Bestellung aufgegeben. Ein Blumenkranz für den Toten. Während Thornes neu formiertes Team jeder Spur nachzugehen versucht, erfährt sein zuvor tristes Privatleben mit der Bekanntschaft zu einer Floristin neuen Aufschwung. Ganz im Gegensatz zu seinem Kollegen Dave Holland, der unter der Last der Arbeit und der Verantwortung für seine schwangere Frau zu zerbrechen droht...

Erneut spinnt Billingham ein spannendes Garn, das von Seite eins weg den Leser packt und zu fesseln weiß. Und wie immer springt er dabei zwischen Gegenwart und Vergangenheit, gewährt er uns stets kurze Einblicke in die Psyche des Mörders, ohne dabei zu viele Hinweise zu geben. Einen Anfangsverdacht wird der aufmerksame Vielleser wohl aber dennoch haben, weshalb es dann umso erstaunlicher ist, wie der Schriftsteller einen ins Leere laufen lässt. Billingham hat stets aufs Neue eine Überraschung parat, führt auf die falsche Fährte, wodurch man letztendlich wieder auf Thorne angewiesen ist, der einmal mehr sehr authentisch ist und sich von den depressiven Alki-Ermittlern und ballernden Heldentypen unterscheidet. Alles wirkt nah an der Wirklichkeit, lässt das Gefühl aufkommen, echte Polizeiarbeit zu beobachten. Lange Tage voller Routine, Akten und Hoffnungslosigkeit, dazu die verschiedenen Ansichten der Ermittler. Natürlich sollte jeder Mörder gleich verfolgt werden. Doch erweist dieser nicht sogar der Gesellschaft einen Dienst, in dem er die richtet, welche ihrerseits für Leid und Schrecken verantwortlich gewesen sind und eine ständig drohende Gefahr darstellen?

Eine interessante Frage, die Billingham mehr hätte in den Mittelpunkt stellen sollen. Stattdessen verliert er sich ein wenig zu sehr in den privaten Problemen der Beteiligten und eröffnet uns damit auch zu schnell einen Blick auf die wahren Täter. Das nimmt dem Ende viel seiner Faszination und Spannung (Ich hatte es ungefähr so erwartet), schmälert den Lesespaß aber in keinster Weise.

Insgesamt ist auch der dritte Streich "Die Blumen des Todes" ein gelungener Mischling aus britischem Polizeiroman und amerikanischen Thriller, den man nur ungern aus der Hand legt und mich nach neuen Fällen mit Tom Thorne gieren lässt. Mark Billingham hat sich hiermit mehr als etabliert und das hohe Niveau gehalten.
9 von 12 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Krimi-Fan 1 zu »Mark Billingham: Die Blumen des Todes« 25.05.2009
Habe mir aufgrund der Kritiken das Buch gekauft und gelesen. Es ist eines der schlechtesten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Spannung kommt nicht auf, da das Ende schon zu Beginn absehbar, zumindest erahnend ist. Das was zwischen Beginn und Ende liegt, ist spekulativ, wenig spannend und einfach schlecht geschrieben. Das Buch versucht sich zwar als teilsweise hard-boiled, wird diesem Anspruch jedoch nicht gerecht.
Krimi-Tina zu »Mark Billingham: Die Blumen des Todes« 04.01.2009
Der dritte Krimi um Tom Thorne und sein Team. Und der bisher beste. Billingham hat sich tatsächlich noch einmal einen Tick gesteigert. Schon lange habe ich nicht mehr so bei einer Mörderjagd mitgefiebert. Der Aufbau der Geschichte ist extrem geschickt gemacht, all die Hinweise, die einen Lichtstreif vorgaukeln und dann doch nur wieder ins Leere führen. Die privaten Problem Thornes und seines Assistenten Hollands fügen sich unaufdringlich in die Geschichte ein ohne zu viel Platz einzunehmen. Gerade genug um die Herren ein bisschen menschlich erscheinen zu lassen.
Einziger Kritikpunkt: hin und wieder, vereinzelt, scheint sich Billingham in seiner Geschichte selbst verfranst zu haben und setzt Dinge voraus, die noch gar nicht erwähnt wurden.
Gibt trotzdem 90° von mir.
sue82 zu »Mark Billingham: Die Blumen des Todes« 22.10.2008
Mein drittes Buch um Tom Thorne und auch dieses Mal ist das Buch erstklassig, packend und spannend geschrieben, bis hin zum überraschenden Ende.
Der Autor wechselt zwischen dem Jetzt, den Ermittlungen, und der Vergangenheit des Mörders. Somit wechselt er zwischen die Perspektiven der verschiedenen Charakteren und schafft so eine gleichbleibende Spannung die sich zum Ende hin steigert, so das man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Chris. zu »Mark Billingham: Die Blumen des Todes« 19.10.2007
Mein erstes Buch von diesem Autor, ein zweites hab ich auch schon gelesen. Mir gefallen sie, wieder einmal ein Anti-Held mit Fehlern und Problemen.
Der Plot ist zwar nur mittelmäßig im Vergleich zu zB Ian Rankin, aber das kann ja noch werden. :-) Außerdem will schließlich auch niemand eine Kopie.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Gian-Luca zu »Mark Billingham: Die Blumen des Todes« 27.01.2007
Schon zum 3 mal schickt der Autor die Serious Crime Groupe unter Leitung von D.I.Tom Tohrne ins Rennen um gegen einen Perfiden Serienkiller zu ermitteln.London:Ein mann wird in einem Hotel brutal ermordet,schlimmer noch er wurde vor seinem Tod grausam gevoltert.Und es soll nicht bei dieser Leiche bleiben.Fieberhaft versuchen Thorne und seine Leute den Täter zu stellen den alle opfer waren vohrher wegen misshandlung im Gefängnis.Doch wer meint sie hätten für die Taten noch nicht genug gebühst?Der Roman beschreibt zwar stark die Dunkle Seite Londons doch änlich wie bei Ian Rankin kommt der Humor nicht zu kurz,wer sich erstmal an Thorne und seine Crew gewöhnt hat wird Billinghams Krimis lieben.
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