Die Würfel Gottes von Mark Alpert

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 unter dem Titel The final theory, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Page & Turner.

  • New York: Simon & Schuster, 2008 unter dem Titel The final theory. 359 Seiten.
  • München: Page & Turner, 2009. Übersetzt von Jochen Stremmel. ISBN: 978-3-442-20343-7. 477 Seiten.

'Die Würfel Gottes' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

David Swift, Professor an der Universität von Columbia, wird zu seinem ehemaligen Mentor, dem Physiker Hans Kleinmann, gerufen. Der alte Mann ist brutal überfallen worden und kämpft nun im Krankenhaus um sein Leben. Als Swift an sein Bett tritt, flüstert Kleinmann ihm eine kryptische Zahlenfolge sowie zwei Wörter auf Deutsch ins Ohr: »Einheitliche Feldtheorie« – dann stirbt er. Swift glaubt, dass sein alter Lehrer, der vor fünfzig Jahren Assistent von Albert Einstein war, halluziniert hat. Zeit seines Lebens hat Einstein nach der einheitlichen Feldtheorie gesucht, einer Universalformel, die sämtliche Naturkräfte erklären könnte – allerdings auch die Entwicklung schrecklicher neuer Waffen ermöglichen würde. Einsteins Forschung auf diesem Gebiet blieb vergeblich – oder doch nicht?

 Kurz darauf merkt Swift, dass er verfolgt wird. Und er ahnt nun, dass die Zahlen, die Kleinmann ihm nannte, tatsächlich Hinweise auf die Einstein’sche Weltformel sind. Dank der Hilfe der gutaussehenden Physikerin Monique Reynolds gelingt es Swift zunächst, seine Verfolger abzuhängen. Aber nicht nur das FBI, sondern auch ein russischer Söldner, dessen Auftraggeber sich nicht zu erkennen geben, will die Formel mit aller Macht in seinen Besitz bringen. Und dazu ist ihm jedes Mittel recht …

Das meint Krimi-Couch.de: »Gott würfelt nicht!« 93°Treffer

Krimi-Rezension von Mario Marpe

»Gott würfelt nicht!« ist ein berühmtes Zitat von Albert Einstein, in dem Einsteins ganze Abneigung gegenüber der Quantenmechanik deutlich wird, welche keine exakten Ortsangaben für Orte liefert, sondern ausschließlich Aufenthaltswahrscheinlichkeiten angeben kann. In Mark Alperts Thriller Die Würfel Gottes geht es um den Traum Albert Einsteins, welchen er in seinen letzen Lebensjahren mit aller Energie verfolgte und der bis heute ein Wunschtraum vieler Physiker ist: »Die Theorie von Allem«! Die Ausdrücke der klassischen Physik, die große Teile des Alltags und unserer Erfahrungswelt beschreiben, gelten immer dann, wenn die betrachteten Teilchen größer als Atome und deutlich langsamer als die Lichtgeschwindigkeit sind. Andernfalls müssen Berechnungen mithilfe der Relativitätstheorie erfolgen. Die »Theorie von Allem« soll dagegen in allen Fällen gelten und die klassische Mechanik sowie die Relativitätstheorie vereinen und gemeinsame Ausdrücke liefern. In dem Thriller geht es um eben diese Theorie: Stellen sie sich vor, dass Einstein diese Theorie gefunden hat, es aber für zu gefährlich hielt, sie zu veröffentlichen. Um sie dennoch zu überliefern, hat er jeweils Teile dieser Theorie an seine Doktoranden weitergegeben, die sie jedoch aus Sicherheitsgründen geheim halten mussten. Einstein hatte 4 Assistenten, die davon wissen können – und drei davon sind bereits von einem sadistischen Angreifer gefoltert und getötet worden!

Einer der ehemaligen Doktoranden gibt seinem ehemaligen Studenten, David Swift, auf seinem Sterbebett einen Hinweis – und eine wilde Jagd beginnt! Plötzlich ist der Wissenschaftsautor David Swift eine der meistgesuchten Personen – das FBI jagt ihn! Und nur knapp entkommt er einem Attentat auf die FBI-Zentrale! Die amerikanische Regierung will die Theorie für sich!!! Mit Mühe und Not kann Swift sich zu einer ehemaligen College-Liebschaft retten, die mittlerweile als Physikprofessorin in Einsteins ehemaligem Wohnhaus lebt. Welche Rolle spielt der letzte überlebende Doktorand von Einstein, Amil Gupta? Der Verlauf der Geschichte ist immer wieder überraschend, ohne zu unrealistisch zu werden – was auch eine der großen Stärken dieses Buches ist.

Insgesamt ist die Geschichte atmosphärisch sehr dicht und absolut fesselnd, ohne zu technisch zu werden. Auch nicht-Physiker kommen auf ihre Kosten, ohne dass Physiker abgeschreckt werden, denn die Details sind durchaus realistisch und korrekt. Ein toller Thriller mit einem wirklich überraschenden Ende. Sehr lesenswert! Und super spannend!

 

Mario Marpe, Oktober 2009

 

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Michael Müller zu »Mark Alpert: Die Würfel Gottes« 28.10.2009
Na ja, vieles ist durchaus spannend und gut durchdacht in diesem Krimi, aber leider ist der Titel nicht frei von "Plattheiten". Zum Beispiel "muß" die ehemalige College-Liebschaft und heutige Physikprofessorin als "Schwarze" HipHop-Musik hören oder sich in einer Szene als Putzkraft verkleiden. Oder der scheinbar unbesiegbare russiche Söldner wirkt auf mich stereotyp. Da habe ich schon bessere Titel gelesen.
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