Gefährliches Landleben von Margery Allingham

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1930 unter dem Titel Mystery Mile, deutsche Ausgabe erstmals 1987 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England, 1910 - 1929.

  • London: Jarrolds, 1930 unter dem Titel Mystery Mile. 288 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1987. Übersetzt von Brigitte Mentz. ISBN: 3-257-21568-1. 288 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Brigitte Mentz. ISBN: 3-442-05393-5. 278 Seiten.

'Gefährliches Landleben' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

»Zuerst wurde sein Sekretär erschossen. Er hatte im Lehnstuhl seines Herrn gesessen. Dann wurde sein Butler vergiftet, der offenbar hinter dem Whisky seines Herrn her war. Dann hatte sein Chauffeur einen geheimnisvollen Unfall, und zu guter Letzt fiel einem Mann, der mit ihm zusammen die Straße entlangging, ein Mauerstein auf den Kopf.« Die Gerüchteküche brodelt, und es werden bereits Wetten darüber abgeschlossen, wie lange der Amerikaner Crowdy Lobbett noch zu leben hat. Der alte Richter hat mit großem Glück bereits vier Mordanschläge überlebt, doch scheint ihn das wenig zu beunruhigen. Nur widerwillig lässt er sich von seinem Sohn auf eine Schiffsreise nach England überreden, doch schon auf der Überfahrt hat man es wieder auf Crowdy Lobbett abgesehen: In letzter Sekunde greift Albert Campion ein, der zufällig an Bord ist, und rettet dem alten Herrn das Leben. Als der Richter, in London angekommen, ein weiteres Mal nur knapp einem Anschlag entgeht, wird seinem Sohn klar, dass er mit Hilfe der Polizei allein das Leben seines Vaters nicht wird retten können. Er wendet sich an Albert Campion, der Crowdy Lobbett bei seinen Verwandten in Suffolk vorübergehend in Sicherheit bringt. So glaubt er zumindest, doch bald schon wird er eines Besseren belehrt. »Simister«, ein geheimnisumwobener Krimineller, den Richter Lobbett sein Leben lang bekämpft hat, stellt ihm selbst bis dorthin nach. Denn dem berühmten Simister entkommt der Legende nach niemand – nicht einmal ein Privatdetektiv vom Format eines Albert Campion …

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Krimi-Tina zu »Margery Allingham: Gefährliches Landleben« 22.10.2009
Albert Campion hat die Aufgabe eine amerikanischen Richter, der sich mit dem organisierten Verbrechen angelegt hat, zu beschützen.Was er tut, indem er ihn postwendend in das Landhaus alter Freunde verfrachtet. Von wo derselbige alsbald verschwindet.
In seinem 2. Fall gewinnt Campion, der ja im ersten Buch anfänglich als Nebenperson auftrat deutlich mehr Konturen. Er ist es, der von anfang an die Fäden in der Hand hält. Und man erfährt auch ein wenig mehr mehr über seine Person und Lebensumstände. Ansonsten erwartet den Leser der schon aus Teil 1 bekannte Mix aus whodunit und Verschwörungsgeschichte, garniert mit jeder Menge Situationskomik. Der Plot ist wiederum extrem verwickelt und es gibt eine Unmenge falscher Fährten. Bedauerlicherweise ist der finstere Bösewicht auch diesmal sehr früh auszumachen. Nichtsdestoweniger schafft Allingham es den Leser mit der Lösung zu überraschen, bei der, wie es sich bei einem Buch dieser Art gehört, jedes Ereignis erklärt und alle Lösungen verknüpft werden. Wer Krimis der klassischen Art, die sich selber nicht übermäßig ernst nehmen mag, ist mit Margery Allingham gut bedient
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