Wut von Marcel Feige

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 bei Goldmann.
Folge 1 der Kommissar-Kalkbrenner-Serie.

  • München: Goldmann, 2007. ISBN: 978-3-442-46461-6. 475 Seiten.

'Wut' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

In der U-Bahnstation Potsdamer Platz werden die übel zugerichteten Leichen einer Prostituierten und ihres Zuhälters gefunden. Kommissar Kalkbrenner glaubt an einen Milieu-Mord. Als wenig später ein toter Bauarbeiter auftaucht, scheint der Fall klar: Ein Zeuge wurde beseitigt. Erst ein weiterer U-Bahn-Mord zeigt: ein perverser Serienmörder geht um. Ausgerechnet jetzt, wo alle Welt wegen eines Umweltgipfels auf Berlin schaut. Mit Hilfe des jungen Leif, der bei Obdachlosen Sozialdienst leistet, kommt Kalkbrenner einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, das in den Tunneln und Bunkern unter der Stadt verborgen ist …

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Leserin zu »Marcel Feige: Wut« 04.07.2013
Ich hatte dieses Buch bereits vor Jahren gelesen mit einem "Naja, geht so"-Fazit. Jetzt habe ich es aus Langeweile wieder zur Hand genommen und mich durch die ersten 140 gequält, um schlussendlich entnervt die Flinte ins Korn zu werfen. Ich mag es gar nicht, Bücher einfach "abzubrechen", aber dieses hier macht mir einfach nicht den allergeringsten Spaß. Die Grundidee gefällt mir zwar durchaus, aber jedesmal, wenn Leif ins Spiel kommt (und das tut er nunmal leider recht häufig), verkommt dieses Machwerk zu einer Art Jugendbuch von der allerschlechtesten Sorte - nämlich der, in der der Autor offenkundig so weit von der beschriebenen Realität ist, dass es schlicht hanebüchen und krampfhaft wird.
10° von mir, und das ist noch nett.
Alexander zu »Marcel Feige: Wut« 13.02.2012
Ich fand das Buch im Großen und Ganzen nicht schlecht. Es war spannend und hatte ein interessantes Thema, welches auch überzeugend dargeboten wurde. Ich habe bisher nicht gewusst, dass Berlin so "unterhöhlt" ist. Ich halte es auch für gar nicht so abwegig, dass in dieser riesigen Unterhöhlung sich viele Obdachlose eine Bleibe suchen. Ich fand auch gut, dass der Autor diesen Thriller mit einer heftigen Sozialkritik gewürzt hat und die einschneidenden sozialen Umwälzungen in Deutschland in den 2000er Jahren kritisch darstellt.
Nicht so gut fand ich die tatortmäßige Ermittlerkonstellation (Zwei Polizisten, eine Sekretärin und ein nerviger, opportunistischer Vorgesetzter), die ich für ziemlich unrealistisch halte und dass das Privatleben des Polizisten Kalkbrenner so breiten Raum einnahm. Die Szenen mit seiner kranken Mutter hätte sich der Autor sparen können. Auch dem Kritikpunkt "zu viele falsche Fährten"von Frank kann ich zustimmen. Ich sehe das genauso und bewerte daher das Buch ebenfalls mit 70 Grad.
ThrillerFreund zu »Marcel Feige: Wut« 08.01.2009
Der Roman ist spannend erzählt, ein richtiger Thriller, der ein hohes Erzähltempo hat. Es geht um brutale Morde in Berlin, für die ein Serienkiller verantwortlich ist. Das glaubt jedenfalls die Polizei. Bis der Kommissar Paul Kalkbrenner auf die Spur von Leif gerät. Dieser Student muss Sozialdienst bei den Obdachlosen in Berlin leisten, weil er mit den Drogen seiner naiven Freundin erwischt wurde. Der Sozialdienst stellt sich als eklige Arbeit heraus  und das ist das eigentlich beklemmende an der Geschichte. Denn alles, was Feige erzählt, kann realistisch sein, besieht man die gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands. Denn die Obdachlosen, von denen erzählt wird, hausen in den alten Bunker und Tunnel unter Berlin, weil sonst kein Platz für sie ist. Das ist erschreckend, manchmal erschütternd, sehr oft sehr nahe an der Realität. Ein sozialkritischer Roman, indem der Thrill nicht zu kurz kommt.
Frank zu »Marcel Feige: Wut« 16.12.2008
Während sich ganz Berlin auf einen Umweltgipfel mit jeder Menge politischer Prominenz einrichtet, hat der Student Leif andere Sorgen. Aufgrund eines Verstoßes gegen das BTM Gesetz muss er 60 Stunden Sozialdienst in einer Einrichtung für Obdachlose ableisten.
Er macht Bekannschaft mit einer anderen Berliner Welt, einer Welt die sich vornehmlich im Untergrund, in den weit verzweigten alten Tunneln und Gewölben der Stadt abspielt. Dann geschehen einige brutale Morde in dieser Umgebung und Leif wird in einen Strudel der Gewalt gerissen.
Die Idee den Roman vornehmlich "unter" Berlin anzusiedeln fand ich sehr erfrischend und auch gut vom Autoren umgesetzt. Leider stellt sich Feige allerdings häufig selbst ein Bein, indem zu viele falsche Fährten legt und Nebenbaustellen eröffnet, die er dann zum Teil leider aus dem Auge verliert. Auch das Ende wirkt etwas aufgesetzt, da ich mich nicht des Eindrucks erwehren konnte, dass man das auf diese Art auch ebenso schon 300 Seiten früher hätte erledigen hätte können.
Gute Unterhaltung für ein paar Stunden bietet der Roman bei aller Kritik dennoch, und auch "Gier" werde ich wohl noch lesen. 70% von mir.
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