Kalte Haut von Marcel Feige

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Goldmann.

  • München: Goldmann, 2012. ISBN: 978-3-442-47663-3. 450 Seiten.

'Kalte Haut' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Eiskalt & kompromisslos: Ein Serienkiller hält Berlin in Atem! – Auftakt der Thriller-Reihe um die türkische Kommissarin Sera Muth. Sera Muth, türkischstämmige Kommissarin in Berlin, wird zur verstümmelten Leiche von Frank Lahnstein gerufen. Dessen Vater, der Justizsenator, hat mit fremdenfeindlichen Parolen die Migranten der Stadt gegen sich aufgebracht. Eine erste Spur führt Sera ausgerechnet zu ihrem Onkel. Unterdessen fühlt sich der Polizeipsychologe Robert Babicz beim Anblick des toten Politikersohns an einen US-Serienmörder erinnert, zu dessen Ergreifung er einst verhalf. Ist der Killer noch auf freiem Fuß? Wie passt das zu den Ereignissen um Politiker Lahnstein? Dann wird eine zweite Leiche entdeckt.

Das meint Krimi-Couch.de: »It’s an angry world, And no doubt everything will go as planned« 77°

Krimi-Rezension von Jochen König

Dr. Robert Babicz kehrt nach vier Jahren in seine Heimatstadt Berlin zurück, nachdem er in den USA daran beteiligt war, den sogenannten »Bonekiller« dingfest zu machen. In der Bundeshauptstadt muss er sich seiner schmerzlichen Vergangenheit stellen. Beginnend mit dem frühen Tod seiner Eltern und endend beim Wiedersehen mit seinem Bruder Max, seinem ehemals besten Freund Hagen und später noch seiner ehemaligen Verlobten »Bo«. Während der seinerzeit sang- und klanglos aus Berlin geflohene Robert versucht, die Scherben seiner Vergangenheit zusammenzukehren und sich eine neue Gegenwart aufzubauen, beginnt eine grauenhafte Mordserie. Wenn er nicht in Haft wäre, läge die Vermutung nahe, der »Knochenmann« sei Babicz gefolgt.

Gleichzeitig ermittelt die türkische Kommissarien Sera Muth im Fall einer niedergestochenen jungen Türkin. Ein gefundenes Fressen für die Kampagne des Innensenators Lothar Lahnstein, dessen Forderung »Schluss machen mit multikultureller Verblendung!« die Titelseiten der Berliner Presse – insbesondere des »Kurier« – verunstaltet. »Ehrenmord« ist das Stichwort und der untergetauchte Noch-Ehemann der jungen Türkin der Hauptverdächtige. Dies bringt Muth auf Konfrontationskurs mit dem männlichen Teil ihrer großen Sippschaft. Doch sie will sich nicht beirren lassen, weder durch Lahnsteins ausländerfeindliches Auftreten, noch durch die reaktionären Ressentiments ihrer Familie gegen berufstätige und selbständige Frauen. So sitzt sie zwischen den Stühlen, bis sie von dem Fall abgezogen wird, um sich mit Robert Babicz zusammen um den wesentlich aufsehenerregenderen »Knochenmann« zu kümmern. Dessen erstes Opfer der Sohn des Innensenators ist. Bald stellt sich die Frage: Stecken (religions)politische Gründe hinter der Ermordung oder verfolgt der Killer ganz eigene Ziele?

Einmal darf geraten werden…

Was als Beschreibung intoleranter Verhältnisse, die Gewalt von Männern gegen Frauen geradezu fördert, beginnt, entwickelt sich zu einer Mixtur aus psychologischem Thriller und der immer temporeicher werden Jagd nach einem Serienkiller, dessen mörderisches Verhalten in Hochgeschwindigkeit aus dem Ruder läuft.

Im ersten Teil bezieht Feige zwar klar Position gegen die Hetztiraden des Berliner Innensenators, stellt der schwer verletzten Adile Gökcan die Journalistin Tania Herzberg entgegen, deren stalkender (Ex-)Mann Ralf ebenfalls ein Pulverfass ist, dessen Lunte verflucht schnell brennt. Doch Marcel Feige lässt auch keinen Zweifel daran, dass eine von Männlichkeitswahn geprägte türkische Kultur wenig mehr als Gewalt und Leid mit sich bringt. Als Prellbock dient die Kommissarin Sera Muth, die einerseits ihren eingeschlagenen (beruflichen) Weg konsequent voran schreitet, andererseits den diktatorischen Ansprüchen ihres Vaters und Onkels höchst wankelmütig gegenüber steht.

Ständige familiäre, zwanghaft-freundliche Infiltration schwächt.

Doch anstatt diesen Konfliktstoffen weiteren (berechtigten) Raum zu gönnen, verändert »Kalte Haut« nach rund 150 Seiten die Zielrichtung. Zwar steht Seras Beziehung, ihrer Familie gegenüber schamhaft verschwiegen, zum verheirateten Restaurantbesitzer Gerry, immer wieder zur Disposition, doch Robert Babicz und sein mörderischer Schatten fordern mit Gewalt immer mehr Spielfläche. Die Marcel Feige ihnen auch zugesteht. Leider geht bei der ausladenden Reise in Babicz´ Geschichte, seinen Beziehungen, alten wie neuen, und den blutigen Taten des »Bonekillers«, der Mordversuch an Adile Gökcan ziemlich unter, bevor er im Schlussdrittel viel zu beiläufig noch einmal Erwähnung findet. Bis dahin hat sich Tania Herzbergs Ehegeschichte ebenfalls unspektakulär erledigt. Viel auffälliger steht Tania aber im Focus des Serienkillers, der ihr augenscheinlich die Leichen zuführt und um sie herum gruppiert.

Wenn man den etwas zu ausladenden und in diversen Beziehungsgeflechten herumirrenden Mittelteil mit Nachsicht betrachtet, ist die vielseitige Beschäftigung mit dem »Knochenmann« dramaturgisch und spannungstechnisch ausgefeilt. So etwas wie der Mittelbau des Thrillers: Hier schreibt jemand, der sein Handwerk versteht, und bei dem Leser gut aufgehoben sind, der aber seine Möglichkeiten nicht konsequent auslotet.

Die Beschreibungen der gefolterten und gehäuteten Opfer suhlen sich nicht in blutgeilem Voyeurismus; Feige respektiert all seine Figuren, er lässt ihnen ihre Würde selbst in Dummheit, Intoleranz, Wahnsinn und Tod. Die sachte Spannungssteigerung tut dem Roman gut, macht die Auflösung umso überraschender – und zum Genuss für den literarisch bewanderten Leser. Denn der Täter wird nicht wie ein blutbesudeltes Kaninchen aus dem Hut gezogen, sondern mit vielen Hin- und Querverweisen für aufmerksame Beobachter aufgebaut. Nicht nur Edgar Allan Poe lässt grüßen.

Zwei Bücher zum Preis von einem.

Während der Erzählstrang um die populistische, blindwütige Politik des Berliner Innensenators und ihren Einfluss auf das alltägliche Leben eine Vertiefung verdient hätte – das Opfer bekommt zwar Beschreibungen, aber keine einzige unmittelbare Szene zugestanden – , driftet der »Knochenmann«-Part weg von allgemeinpolitischen Zuständen zur persönlichen Apokalypse. Marcel Feige ist dabei ein eloquenter und weitgehend stilsicherer Führer durch sämtliche Untiefen.

Ändert nichts daran, dass Kalte Haut ein recht disparates Vergnügen bleibt. Lesenswert allemal, aber Beschränkung auf der einen Seite, und Vertiefung auf der anderen, hätten aus einem ordentlichen Buch zwei Großartige machen können.

Neben den vorhandenen literarischen Finessen muss noch der hervorragende »Soundtrack« des Romans hervorgehoben werden. Manchmal etwas zu offensichtlich, aber immer passend, lässt Marcel Feige Musik unterschiedlichster Natur Handlung und Protagonisten kommentieren.

Jochen König, März 2012

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Alexander zu »Marcel Feige: Kalte Haut« 24.02.2014
Also ich kann meinem Vorredner hier nicht zustimmen. Ich finde "Kalte Haut" ist ein sehr gelungener Thriller. Wenn der Autor bei seinem im Oktober erscheinendem Sequel zu "Drecksspiel" die Schwächen in Punkto Realismus im Detail bei der Darstellung der Organisationsstruktur der Berliner Polizeibehörden ausbügelt, dann hat die Bundeshauptstadt einen Krimiautor auf Augenhöhe mit Elmore Leonard, Eugene Izzi, Michael Connelly, Lee Child und Simon Kernick.
Meine Bewertung für "Kalte Haut": 90 Grad.
PopIzzo zu »Marcel Feige: Kalte Haut« 14.09.2012
Laut Buchrücken "Eiskalt und Kompromisslos-Ein Serienkiller hält Berlin in Atem." Beim Lesen eher total Langweilig und Öde! Wenn man die Reihe um P. Kalkenbrenner (Wut-Gier-Trieb) gelesen hat, freut man sich auf ein neues Werk von Marcel Feige. 446 Seuten Spannung und eine rasante Geschichte. Sehr schnell stellt sich aber Ernüchterung ein. Das Buch hat mind. 220 Seiten zuviel. Die Handlung um Dr. Babicz nimmt keine Fahrt auf. Der Autor baut einen Nebenstrang nach dem anderen auf, die das ganze endlos in die Länge ziehen. Sorgar Kommisar Klakenbrenner taucht auf und zu seinem Glück auch wieder ab. Gut das der Autor die Figur in diesem Buch nicht opfert.
Irgendwie dümpelt das ganze Werk dann dem uninsperierten Ende entgegen. Dazwischen erfährt der Leser noch sehr viel über denn Musikgeschmack des Autors, was aber die Geschichte auch nicht rettet.
Nach dem Lesen kommt so ein dumpfes Gefühl hoch, dass Herr Feige noch einen Vertrag über ein Buch beim Goldmann Verlag hatte. Es bleibt zu hoffen, dass er als Martin Krist wieder an Tempo, Witz und Ideenreichtum gewinnt.
dubh zu »Marcel Feige: Kalte Haut« 16.04.2012
Berlin. Gleich mehrere Vorfälle, allesamt grauenhaft - wenngleich auch mit deutlichen Abstufungen - beschäftigen die Öffentlichkeit: Der populistische Innensenator fordert quasi täglich in Stammtisch-Manier eine härtere Gangart gegen "kriminelle Ausländer", eine junge Frau türkischer Abstammung wird auf offener Straße und am helllichten Tag niedergestochen und dann beginnt ein besonders perfider Mörder mit seinen Taten, bei denen er Menschen vor einer Kamera grausam quält und im Anschluß daran Journalisten zu den Leichen lockt. Was will er damit sagen oder erreichen?
Hauptkommissarin Sera Muth beginnt mit ihren Kollegen zu ermitteln und bekommt sogar einen erfahrenen Profiler, Dr. Robert Babicz, an die Seite - der sich schon bald an eine Mordserie aus den USA, wo er einige Jahre gearbeitet hat, erinnert fühlt. Doch ist der "Knochenmann", den er mit überführt hat, wirklich zurück?

Marcel Feige hat hier einen Thriller vorgelegt, der von beeindruckendem Tempo und dabei von der ersten bis zur letzten Seite wirklich ausgesprochen spannend ist. Besonders gut haben mir auch die unterschiedlichen Blickwinkel gefallen, mit denen die Handlung erzählt wird: da ist einmal die sympathische Sera, die häufig zwischen den zwei Stühlen wählen oder hin und her springen muss: einerseits ist sie eine erfolgreiche Polizistin (die natürlich auch klischeehaft auf die "Migrationsfälle" angesetzt wird), andererseits gilt sie in ihrer Familie als schwarzes Schaf, da sie mit Mitte 30 noch unverheiratet ist und keine Anstalten pflegt, an diesem Zustand etwas zu ändern. Als nach dem versuchten sogenannten Ehrenmord an einer jungen Frau auch die eigene Umgebung in Seras Visier gerät, wird es auch für sie persönlich immer ungemütlicher... Und dann wird der Sohn des Innensenators ermordet und der Druck auf die Ermittler steigt stetig. Handelt es sich um einen politisch motivierten Täter? Während Sera und ihre Kollegen schon ermitteln, wird aufgrund der Brisanz des Falles ein Polizeipsychologe, der gerade aus den USA zurückgekehrt ist, als Unterstützung engagiert: Dr. Robert Babicz hat in den Vereinigten Staaten einen aufsehenerregenden Fall mit gelöst und leidet noch unter dem Jetlag, gibt aber sein Bestes, um die Sichtweise des Täters zu beleuchten...
Und zu guter Letzt ist da noch die Journalistin Tania Herzberg, die aufgrund eines Schnitzers in der Vergangenheit beim Boulevardblatt Berlins gestrandet ist und keine einfach Zeit durchmacht, nachdem ihr Ex-Mann die Trennung einfach nicht akzeptieren will...
Die Handlung aus den einzelnen Erzählsträngen fügt sich nicht sofort zusammen, aber die Entwicklung ist großartig, weil die einzelnen Kapitel fast wie Filmschnitte funktionieren. Dabei packen einen die relativ kurzen Abschnitte besonders am Ende, denn im Grunde enden sie allesamt mit einem Cliffhanger! Das hat es mir beinahe unmöglich gemacht, das Buch aus den Fingern zu legen... Dazu geht die Handlung wirklich unter die Haut und das, obwohl der Autor hier weitestgehend auf Blut und Gemetzel verzichtet. Mir gefällt die Tatsache, dass hier auch ohne den fast schon handelsüblichen Thrill, bei dem das Blut nur so spritzt, 'gearbeitet' werden kann und die Wirkung trotzdem nicht verfehlt wird! Jedenfalls war die Geschichte für mich so spannend, dass ich gemerkt habe, dass ich offensichtlich beim Lesen zu Multitasking fähig bin: während ich gelesen habe, habe ich spekuliert und überlegt, wie alles zusammenhängen kann... Bloß keine Zeit verlieren - und jede Lesepause war die reinste Quälerei!

Und ich gestehe: seit einiger Zeit bin ich kein großer Fan mehr von Serien - aber hier mache ich eine dicke, fette Ausnahme, denn ich freue mich wie Bolle auf einen weiteren Fall um die Kommissarin Sera Muth, die ich auf Anhieb ins Herz geschlossen habe. Denn so viele so gut durchdachte Thriller, die mit wenig Gewaltdarstellung auskommen und trotzdem so sauspannend (Sorry!) sind, gibt es nun wirklich nicht!

Definitiv ein Buchtipp!
nina2401 zu »Marcel Feige: Kalte Haut« 15.04.2012
In der Hauptstadt brodelt es. Der Berliner Innensenator Lahnstein macht sich gerade mit seinen fremdenfeindlichen Äußerungen bei Teilen der Bevölkerung unbeliebt, woran auch die örtliche Boulevardpresse nicht ganz unschuldig ist. Da wird sein Sohn auf ziemlich bestialische Weise ermordet. Die Ermittlungen leitet die türkisch-stämmige Kommissarin Sera Muth. Der kürzlich aus den USA zurückgekehrte Robert Babicz soll sie unterstützen. Zunächst tappen beide im Dunkeln. Sera befürchtet die Täter in der türkischen Gemeinde, während Robert in eine ganz andere Richtung denkt. In den USA war er maßgeblich daran beteiligt, den Knochenmann zu überführen. Hat er einen Nachahmer in Berlin gefunden? Die Zeit läuft den Beiden davon, denn kurze Zeit später taucht die nächste Leiche auf.

Von Anfang an kam ich kaum zum Luft holen. Marcel Feige erzählt in gewohnter Manier überaus temporeich und sehr spannend. Er hat sehr interessante und authentische Charaktere geschaffen und mit Sera eine würdige Nachfolgerin von Paul Kalkbrenner - den treuen Lesern noch aus den vorherigen Krimis von Marcel Feige bekannt - kreiert. Seras Umfeld, die Probleme, mit denen sicher viele junge Türkinnen zu kämpfen haben, wurden sehr realistisch dargestellt. Außerdem konnte ich an den Gedanken des geheimnisvollen Profilers Robert teilhaben, was ich überaus interessant fand.
Schon beim Prolog hatte ich Gänsehaut. Aber das Gruseln geschah nur in meiner Fantasie, denn Marcel Feige hat auch in diesem Buch auf allzu blutrünstige Schilderungen verzichtet und es mir überlassen, wie intensiv ich mir bestimmte Dinge vorstelle. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, denn ein wirklich guter Krimiautor braucht diesen blutigen Trash nicht, um Spannung zu erzeugen. Ich habe vor vielen Jahren die Hauptstadt besucht und Marcel Feige hat die besondere Atmosphäre dieser vielseitigen Metropole sehr gut eingefangen.
Die in mehrere Erzählstränge und viele recht kurze Kapitel aufgeteilte Story ist sehr glaubhaft und atemberaubend geschrieben. Ich fieberte mit, ich ließ mich aufs Glatteis führen, aber das verzeihe ich gerne, auch die Cliffhanger, mit denen der Autor mich nach jedem Kapitel gequält hat, denn so muss ein spannendes Buch sein. Ich musste mich zu jeder Lesepause zwingen und war froh über ein Ende, das schlüssig und nicht vorhersehbar ist und … das viel Raum für eine Fortsetzung lässt.
Meine Empfehlung für alle anspruchsvollen Krimileser, die sich nicht von blutrünstigen Details sondern lieber von einer intelligent konstruierten Story fesseln lassen möchten!
VernoikaV zu »Marcel Feige: Kalte Haut« 15.03.2012
So ein Quatsch. Manche Bücher sind das Holz nicht wert, das für sie geopfert wird.
Zu konstruiert und zuviel schnick schnack um die seichte Handlung aber wenigstens eine Quotenausländerin. Wenngleich diese auch nicht sehr überzeugend daher kommt.
Dieses Buch ist vielleicht gut gegen Schlafstörungen.
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kitekat7 zu »Marcel Feige: Kalte Haut« 11.03.2012
Ich fand das Buch superspannend, konnte es gegen Ende gar nicht mehr aus der Hand legen! Beizeiten hatte ich zwar einen gewissen Verdacht, was den Täter betrifft, war mir aber keineswegs sicher.Blass und überflüssig ist in meinen Augen die deutsch/türkische Hauptkommissarin, die in Gedanken mehr mit ihrem Familientralala als mit dem Fall beschäftigt ist. Auch der Ehrenmordversuch als "Nebenbeifall" wirkt irgendwie zusammenhanglos und aufgesetzt. Da sollte wohl mit aller Gewalt etwas Sozialkritik in die Geschichte.Aber wenn man sich das überflüssige Drumherum weg denkt, ein Klassekrimi!
Krimitante zu »Marcel Feige: Kalte Haut« 09.03.2012
ein spannender krimi, mit einer wirklich, nicht erahnten, erstaunlichen auflösung. wenn auch mit ein wenig zu viel privatlebender der, gut gezeichneten, protagonisten. da etwas wäre weniger, besser gewesen. hat mir zwar keine durchwachten nächte bereitet, aber für abendliche spannung gesorgt. lesenswert, aber nicht überdurchschnittlich.
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