Outback von Manuela Martini

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 bei Bastei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: Australien / Queensland, 1990 - 2009.
Folge 1 der Shane-O’Connor-Serie.

  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2002. ISBN: 3-404-14821-5. 415 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2005. ISBN: 3-404-77025-0. 414 Seiten.

'Outback' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Der erste Fall des Brisbaner Detectives Shane O`Connor In einem verschlafenen Nest im Westen Queenslands, Australien, entdecken Bauarbeiter eine halbverweste Leiche ohne Kopf. Handelt es sich um ein weiteres Opfer des Serienkillers, dem schon mehrere Frauen zum Opfer gefallen sind? Der Brisbaner Detective Sergeant Shane O`Connor soll ermitteln. Keine leichte Aufgabe, wenn Aborigine-Mythen die Untersuchungen erschweren – und ein Spitzenpolitiker, ein angesehener Farmer und der alte Dorfpolizist alles tun, um ein Verbrechen zu decken …

Ihre Meinung zu »Manuela Martini: Outback«

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Mondkind1968 zu »Manuela Martini: Outback« 02.06.2016
O`Connor wird ein kleines bisschen strafversetzt und muss nun auf dem Land Ermittlungen nachgehen, die sich als mühsam erweisen, da die Dorfgemeinschaft ihn als Fremden und damit Eindringling betrachtet. Das führt dazu, dass er um jede noch so kleinste Information kämpfen muss und sich die Aufklärung des Falls bzw. der Fälle dadurch hinauszögert.

Die Krimihandlung an sich ist durchschnittlich, allerdings ist es der Autorin sehr gut gelungen, die doch äusserst bedrückende Atmosphäre dazustellen, sei es im Minencamp, im Ort oder im Zusammenleben bzw. -arbeiten der einzelnen Personen. Beklemmend ist auch die Tatsache, dass man meint, Menschen zu kennen, die sich aber dann als vollkommen Fremde entpuppen.

O`Connor muss auch mit sich selbst und seinem Leben kämpfen. Sein in seinen Augen eigenes Versagen bezüglich seiner Ehe sowie seines Jobs macht ihn wütend und manchmal unbeherrscht. Ich denke, dass hier noch mehr geht, auch Positives, in Bezug auf die Darstellung seines Charakters und auch auf einen weniger langatmigeren Schreibstil.
Cadfaell zu »Manuela Martini: Outback« 21.05.2015
Es handelt sich nach meiner Meinung und auch nach der Meinung der Mehrzahl der Kommentatoren hier um einen großartigen und erstklassigen Kriminalroman. Ablehnende Meinungen wie hier von Katja und D. Vanoni kommen bei jedem guten Roman vor. Im Gegensatz zu Katja konnte ich mich durch den Roman gut in die Welt des Outbacks hineinversetzen und die Romanfiguren gut nachvollziehen. Langeweile, wie D. Vanoni meint, kam bei mir gar nicht vor. Allerdings ist klar, dass jeder Kriminalroman eine Einführung in die Handlung und den Peronenkreis benötigt.
Von mir gibt es für diesen Roman 100° und eine Leseempfehlung.
tassieteufel zu »Manuela Martini: Outback« 13.11.2011
In Westqueensland wird in einem verschlafenen Nest bei Bauarbeiten eine halbverweste Leiche ohne Kopf gefunden. Ein neues Opfer des Sereinkillers dem schon mehrere Frauen zum Opfer
gefallen sind und den die Brisbaner Polizei fieberhaft sucht? Sergeant Shane O`Connor, der nach einer zerütteten Ehe und anderen privaten Problemen auch noch seinen Alkoholkonsum in den Griff kriegen muß, wird sehr zu dessen Ärger von der Sondereinheit Serienkiller abge-
zogen und nach Coocooloora geschickt, um den dortigen Mordfall aufzuklären. Doch die Aufgabe erweist sich als schwieriger als angenommen, denn die einheimische Bevölkerung mauert, der örtliche Polizist ist auch alles andere als hilfsbereit und anscheinend sind auch noch
Aborigines in den Fall verwickelt.
Bei Krimis die in Australien spielen, kann ich immer nur schwer widerstehen, ist es doch mein bevorzugtes Reiseland und schon das Buchcover mit dem Känguru auf dem Schild und einem Foto vom Outback weckte mein Interesse, auch wenn ich bei deutschen Krimiautoren immer
eine gewisse Skepsis habe, so wurde ich doch hier angenehm überrascht. Manuela Martini versteht es, das Leben im Outback so zu schildern, das man sich alles gut bildlich vorstellen kann, auch wenn man selbt noch nicht dort war. Wer es selbst erlebt hat, sieht das verlassene Kaff im Hinterland geradezu vor sich, spürt die gnadenlose Hitze und die endlose Weite des Outbacks, dort ticken die Uhren einfach anders! Recht gelungen fand ich auch die Darstellung der einzelnen Charaktere. Wir haben auf unseren Reisen die seltsamsten und verschrobensten
Typen gesehen, daher fand ich die Personen im Buch alle recht glaubwürdig. Einzig bei Shane O`Connor hat mich gestört, das er doch recht schwanzgesteuert" war. Sowie ein Frau auftauchte, schien da irgendwas bei ihm auszusetzen, das fand ich mit der Zeit ein wenig nervig u. auch irgendwie unnötig. Trotz allem hat das Privatleben der Hauptfigur den Krimi nicht überlagert, was ich dann wieder recht positiv empfand.
Der Plot ist gut konstruiert, braucht aber seine Zeit bis er in die Gänge kommt. Das es bis dahin nicht langweilig wird, dafür sorgt die oben schon genannte tolle Schilderung von Land und Leuten und das man das Geschehen aus der Perspektive verschiedener Protagonisten geschildert bekommt, trägt dazu bei, das man nicht auf Anhieb durchschaut, was die einzelnen
Handlungsstränge miteinander zu tun haben. Diverse unvorhergesehene Wendungen verleihen dem Krimifall imnmer wieder eine neue Seite und als am Ende der wirkliche Täter entlarvt ist und alle Handlungsstränge zusammengeführt sind, war ich tatsächlich ein wenig verblüfft!
Positiv ist mir auch der sensible Umgang mit dem Thema Ureinwohner aufgefallen. Aus eigener Erfahrung weiß ich das viele Australier zu dieser Thematik eine recht rüde Einstellung haben und das Bewußtsein für den Ureinwohnern angetanes Unrecht nur langsam zu Tage tritt. Hier schafft es die Autorin, einen guten Einblick zu gewähren, ohne für eine Seite Partei zu ergreifen oder die Problematik übertrieben melodramatisch zu schildern.

Fazit: für mich ein gelungener Down Under Krimi, atmosphärisch dicht u. mit wendungsreichem Plot, lediglich bei der Hauptfigur gab es für mich leichte Kritikpunkte, ansonsten solide Unter-
haltung vor einer ungewöhnlichen Kulisse.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Katja zu »Manuela Martini: Outback« 15.03.2010
Ich versteh die Kommentare nicht.
Ich fand das Buch furchtbar plump.

Alle Charaktere wirken auf mich abstoßend, niveaulos und beim lesen hab ich mich mehrmals gefragt, warum man unbedingt ein Buch mit einer anscheinend guten Story so stillos schreiben muss...man hätte die einfallslosen, niveaulosen Sexszenen entweder weglassen oder vernünftig schreiben können, irgendwie hat mich der Stil total gestört und daran gehindert, mich auf die Story zu konzentrieren.

Schade...!
1 von 7 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Krimi-Tina zu »Manuela Martini: Outback« 22.06.2009
ich gebe zu, ich habe Vorurteile gegenüber deutschen Krimiautoren. Gegenüber deutschen Krimiautorinnen sowieso. Daher bin ich mit einer gewissen Skepsis an diese Buch herangegangen. Gelockt hat mich nur der Schauplatz des modernen Australien, speziell die in Krimis eher seltene Provinz Queensland und dass es mir von jemandem empfohlen wurde, dessen Geschmack ich bisher sehr verlässlich fand
Ich war im Großen und Ganze eine sehr positive überrascht. Fr. Martini schreibt überhaupt nicht „typisch deutsch“ .
Worum geht es? Detektive Sergeant Shane O'Connor aus Brisbane hat sich einen Ausrutscher geleistet und wird daher in ein gottverlassenes Kaff im Hinterland geschickt um dort einen Mord aufzuklären, der vielleicht, vielleicht aber auch nicht in Zusammenhang mit einer Serie von Frauenmorden steht.
Dort wird er und sein „großstädtisches Auftreten“ mit großem Misstrauen empfangen. Man, allen voran der zuständige Polizist Paddy Dunegal, bleibt lieber unter sich und regelt seine Angelegenheiten selbst, spricht kehrt sie unter die Decke.
Fr. Martini lässt sich sehr viel Zeit die Story aufzubauen.Man bekommt die Geschichte aus den verschiedensten Perspektiven serviert und gerade zu Anfang ist nicht klar, was die einzelnen Handlungstränge überhaupt miteinander zu tun haben. Und es geht recht lange nicht wirklich was voran. O'Connor arbeitet sich an den sturen Hinterwäldlern ab, ohne wesentliche Fortschritte zu erzielen. Man ist schon über die Mitte des Buches hinaus, bis die verschiedenen Stränge endlich anfangen zu verknüpfen. Bis dahin war es ein klein wenig mühsam, allerdings haben mich die wunderbaren und wirklich gut dargestellten Charakterzeichnungen besagter Hinterwälder und die ebenso gut eingefangen Atmosphäre diese extrem ariden Landstrichs bei der Stange gehalten.
Als dann die Geschichte endlich ins Rollen kommt geht alles sehr schnell und der Schluss ist etwas überstürzt und daher ein bisschen enttäuschend.
Dennoch alles in allem ein recht gelungener Erstling, der durchaus Lust macht die weiteren Bücher der Autorin zu lesen.
4 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Stefan83 zu »Manuela Martini: Outback« 24.05.2009
Eine deutsche Autorin schreibt einen düsteren Kriminalroman mit Noir und Thriller-Einflüssen der im fernen Australien spielt. Kann so etwas auf dem Papier überzeugen? Es kann, und wie.

Manuela Martinis Debüt "Outback", welches gleichzeitig den Auftakt zur Reihe um den Brisbaner Detective Sergeant Shane O'Connor darstellt, gehört für mich zu den größten Krimi-Überraschungen der letzten Jahre und wurde völlig zu Recht für den Glauser-Preis 2003 nominiert. Obwohl ich deutschen Krimi-Autoren-/innen sonst eher skeptisch gegenüberstehe, hat mich Martinis Erstling auf ganzer Linie überzeugt, mehr noch zu einem Fan dieser Reihe werden lassen. Dies liegt neben ihren plastischen, wunderbaren Schilderungen des fünften Kontinents vor allem immer wieder am intelligenten Plot.

Shane O'Connor, geschieden, dem Alkohol nicht abgeneigt und Mann fürs Grobe, hat den Bogen überspannt. Nach einer nächtlichen Prügelei wird er von den laufenden Ermittlungen an einem Serienmord abgezogen und stattdessen in ein verschlafenes Nest im Westen Queenslands geschickt. Dort haben Bauarbeiter eine halbverweste Leiche gefunden, welcher der Kopf fehlt. Während gleichzeitig ein irrer Killer Frauen auf dieselbe Weise richtet, stellt sich nun für Shane die Frage, ob die zwei Fälle miteinander zusammenhängen. Am gefühlten Ende der Welt aufs Abstellgleis geschoben, rafft sich der desillusionierte Detective ein letztes Mal auf. Obwohl ihm ansässige Farmer und der alte und sehr bequeme Dorfpolizist Paddy wo es geht Stöcke zwischen die Füße werfen, kommt Shane der Wahrheit immer näher. Und bald scheint es Verdächtige zuhauf zu geben, wenngleich für die meisten der Täter längst feststeht. Haben die Aborigines denn nicht schon immer nur Ärger gemacht?

In einer Zeit, in der man sich in Australien nur langsam des kulturellen Erbes der Ureinwohner bewusst wird, zeigt Martinis Buch eine alternative Möglichkeit dar, auf diese sicher sehr heikle Thematik aufmerksam zu machen. Ohne erhobenen Zeigefinger, doch mit viel Finesse vermittelt sie tiefe Einblicke in das Seelenleben der Menschen von "Down Under" und versucht Verständnis für beide Seiten zu wecken. Ein schwieriger Spagat, den sie jedoch hervorragend meistert und in den spannenden Plot perfekt einbettet.

Neben dem Thema Rassismus ist es dann besonders die Art ihrer Schilderungen, mit welcher sich Martini erfrischend deutlich von der Genrekonkurrenz abhebt. Auch wenn man noch nie da war, scheint man die Hitze fühlen, die flirrende Glut auf den Straßen sehen zu können, so dass man bald nicht nur vor Spannung zu schwitzen scheint. Hinzu kommen eine Reihe unerwarteter Wendungen innerhalb der Handlung, welche stets fesseln und oftmals gedanklich bereits gefasste Muster über den potenziellen Täter verwerfen lassen. Das gegen Ende hin der Plot noch an Tempo gewinnt, der Schluss für einige Überraschungen sorgt, setzt dem Ganzen das I-Tüpfelchen auf.

Insgesamt ist "Outback" ein absolut gelungenes Debüt, das nicht nur thematisch aus dem Mainstream herausragt, sondern sich auch in Punkto Spannung nicht hinter der Konkurrenz verstecken muss. Kantig, hart, erbarmungslos und unerbittlich wie der australische Outback. Ein ganz heißer Tipp und empfehlenswerte Alternative für Fans von Garry Disher und Peter Temple.
8 von 12 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
D. Vanoni zu »Manuela Martini: Outback« 03.04.2006
Ein langweiliger Roman, den ich nur unter Qualen zu Ende gelesen habe. Klischeehaft, oft nicht logisch im Handlungsablauf und mit teilweise haarsträubenden Beschreibungen. Kurz: Ein Buch, das man ohne etwas zu verpassen beiseite legen kann.
Da liegen Welten zwischen einem Arthur W. Upfield, Garry Disher oder Alex Winter und Manuela Martini!
1 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Pia zu »Manuela Martini: Outback« 31.03.2005
Leider konnte ich erst ein Buch dieser Autorin lesen, "Outback". Es ist ein spannendes Werk und man könnte fast meinen, dass man man selbst in den Ereignissen mitspielt, wenn man es liest. Ich kann nur sagen: "Sehr empfehlenswert!"
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Christopher zu »Manuela Martini: Outback« 30.09.2003
Das Buch ist am Anfang etwas langatmig, aber am Schluss passiert eine überraschende Wendung.
Inge Krüger zu »Manuela Martini: Outback« 18.07.2003
Ein excellentes Buch, das nicht nur kriminalistisch größtes Lesevergnügen und Spannung erzeugt, sondern auch durch eine großartige Beschreibung des australischen Outback besticht. Beim Lesen fühlt man regelrecht die Faszination dieser einzigartigen Landschaft - und sucht zusammen mit Shane O'Connor den Mörder - weil man einfach MIT ihm dort ist.

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