Louis Weinert-Wilton

Louis Weinert-Wilton wurde als Alois Weinert 1875 in einem kleinen Ort nahe dem nordböhmischen Marienbad in der österreichen-ungarischen k.u.k-Monarchie als Sohn einer gutbürgerlichen Familie geboren. Er besuchte die Militärschule in Pola (Istrien) und wurde Offizier, bis er aus gesundheitlichen Gründen als Oberleutnant seinen Abschied nehmen musste. Ab 1901 arbeitete Weinert als hauptberuflicher Redakteur beim »Prager Tageblatt«. Nebenher schrieb er einige Dramen. Später wurde er Chefredakteur des »Prager Abendblattes«. 1921 ging er als kaufmännischer Leiter an das »Neue deutsche Theater« in Prag.

Ab 1929 veröffentlichte Weinert als »Louis Weinert-Wilton« mechanisch konstruierte Rätsel- und Geheimniskrimis à la Edgar Wallace im Londoner Milieu. (Das Pseudonym klang wohl deshalb so »britisch«.) Diese waren so erfolgreich, dass er 1936 am Theater kündigte und als freier Schriftsteller in Prag lebte. Zwischen 1929 und 1939 erschienen elf Kriminalromane von ihm im Goldmann-Verlag zu Leipzig.

Louis Weinert-Wilton gehört zu den unzähligen Opfern des II. Weltkriegs. Im September 1945 starb er in einem tschechischen Lager für Deutsche in Prag. Die erstaunliche Renaissance seiner Krimis fand somit ohne ihn statt. Mit den Romanen von Edgar Wallace begründete der nun in München ansässige Goldmann-Verlag nach 1950 seine legendäre Krimi-Reihe. Die deutschen Leser gierten nach diesen simpel gestrickten Miträtsel-Thrillern. In diesem Umfeld konnte sich Weinert-Wilton erwartungsgemäß gut behaupten. Bis in die späten 1980er Jahre wurden seine Romane immer wieder aufgelegt.

Krimis von Louis Weinert-Wilton:

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