Der Spion und der Schauspieler. Schweigen ist Silber von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Un silenzio colpevole, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Diogenes.
- Mailand: Sperling & Kupfer, 2000 unter dem Titel Un silenzio colpevole. 297 Seiten.
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Zürich: Diogenes, 2000 Schweigen ist Silber. Ogden und der Schauspieler.
Übersetzt von Ulrich Hartmann.
ISBN:
3-257-06251-6. 349 Seiten. -
Zürich: Diogenes, 2002.
Übersetzt von Ulrich Hartmann.
ISBN:
3-257-23313-2. 349 Seiten. -
München: Süddeutsche Zeitung, 2006.
Übersetzt von Ulrich Hartmann.
ISBN:
978-3866152700. 244 Seiten. -
Zürich: Diogenes, 2009.
Übersetzt von Ulrich Hartmann.
ISBN:
978-3-257-23897-6. 349 Seiten.
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In Kürze:
Nach einem neuntägigen Meditationsseminar auf Mykonos meint der Schauspieler Stephan Lange, dass ihn so schnell nichts mehr aus der Ruhe bringen kann. Doch kaum verläßt er die Insel, erfährt er, dass George Kenneally mit seinem Flugzeug abgestürzt ist. Lange ist erschüttert. Denn er weiß: Dies ist kein tragischer Unfall, wie die Presse behauptet, sondern Mord. Sein Freund hatte vorgehabt, bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen zu kandidieren. Was offensichtlich jemandem mißfiel. Indes gönnt sich Ogden auf Tinos einen Erholungsurlaub in der luxuriösen Villa seines Adoptivbruders. Nun, da er aus dem Spionagegeschäft ausgestiegen ist, zermartert er sich das Gehirn, was er mit seinem Leben anfangen soll. Mit dem Planen kommt er nicht weit. Schon bald steht Lange vor seiner Tür: Unbekannte Verfolger wollen ihm an den Kragen. Gentleman Ogden läßt sich nicht zweimal bitten. Die Flucht führt sie von den Kykladen über Monte Carlo und Bern nach Berlin, wo sie mit Hilfe des Geheimdienstes den großen Showdown inszenieren. Recht vor Gnade – mit ihrem vierten Ogden-Roman ist Liaty Pisani kompromißloser denn je. Wie in einer griechischen Tragödie bewegt sich das Geschehen schnörkellos und unaufhaltsam dem vorbestimmten Finale entgegen.
Das meint Krimi-Couch.de: »Ogden stellt 007 in den Schatten«
Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger überspringen
Geheimagent Ogden hat genug von der Heimlichtuerei. Seinen aufreibenden Beruf hat er an den Nagel gehangen und widmet sich nunmehr ganz privat der Kultur und erklimmt den Götterberg Olymp auf dem Peloponnes. In den Überresten des altehrwürdigen Stadions ist nur ein einziger Besucher, der deutsche Regisseur und Schauspieler Stephan Lange und die beiden kommen ins Gespräch. Wie es der Zufall so will, haben beide vor in nächster Zukunft eine Zeitlang auf Mykonos zu verweilen. Ogden darf sich eine schöne Zeit in der Traumvilla seines Adoptivbruders machen und Lange sucht sein Seelenheil bei einem Vipassana-Meditationsseminar, das ein Ex-CIA-Agent in einem ehemaligen Internat abhält.
Während Lange dort seiner Bewusstseinserweiterung nachgeht, kommt einer der Kandidaten für das Amt des amerikanischen Präsidenten ums Leben. Lange glaubt nicht, dass George Kenneally einem Unfall zum Opfer fiel und wittert eine gemeine Verschwörung. Kaum äußert er diesen Verdacht, wird er auch schon verfolgt und kann mit Müh und Not bei Ogden Zuflucht suchen.
Gentleman Ogden ist natürlich hilfsbereit. Aber diese Hilfe ist nur mit Unterstützung des privaten Geheimdienstes möglich, für den er zuvor gearbeitet hat. Kein Wunder also, dass man ihm zwar helfend unter die Arme greift, aber dafür seinen Wiedereintritt in die Organisation verlangt. Um das Leben von Stephan Lange zu schützen, ist es aber nicht nur nötig, die Flucht zu bewerkstelligen, sondern auch die internationale Verschwörergruppe zu zerschlagen, die vom Ableben George Kenneallys profitieren will.
Liaty Pisani hat mit »Schweigen ist Silber – Ogden und der Schauspieler« einen weiteren Spionageroman rund um den vifen Gentlemanspion Ogden geschrieben, der in halb Europa den britischen Paradeagenten James Bond in den Schatten stellen will.
Zwangsläufig muss sich Ogden an Ian Flemings Titelhelden messen lassen. Ogden wirkt in allen Bereichen wesentlich realitätsnäher als der mit High-Tech-Spielzeug und Frauenherzen verwöhnte Brite, was ihm allerdings gänzlich fehlt, ist dessen trockener Humor und die Stehaufmännchenmentalität. Auch die Existenz eines staatenunabhängigen Geheimdienstes in Europa, der aus lauter Spitzensöldnern besteht, klingt nicht gerade plausibel, tut aber dem actionreichen Lesevergnügen keinen Abbruch. Auch wer die ersten Bände aus der Ogden-Serie nicht gelesen hat, wird sich sehr schnell mit der Hauptfigur zurecht finden, denn die unkonventionellen Familienverhältnisse des teilzeitliierten Ogden werden während der Handlung umfassend erklärt.
Die Mailänder Schriftstellerin erzählt recht flott, ohne zu viele Umwege in geographische oder geschichtliche Ausschweifungen zu versuchen. Ihr Hauptziel ist die Handlung und diese zieht sie ohne Schnörkel durch, wobei der Spannungsaufbau gezielt steigt, aber nie in nervenaufreibende Regionen getrieben wird. »Schweigen ist Silber« ist ein solider Agentenroman, der auf 350 Seiten nie in unlogische Turbulenzen verfällt, von Grund auf also nachvollziehbar ist. Die Guten sind gut und von Anfang an als solche erkennbar und die Bösen treiben ihr Unwesen, ohne dass der Leser sich mit schwindelerregenden Täuschungsmanövern beschäftigen muss.
Somit ist dieses Buch aus dem Diogenes-Verlag Freizeitlektüre ohne große geistige Anstrengungen, aber passabel und gut zu lesen ohne künstlerisch übertrieben zu sein und als solche durchaus empfohlen werden kann.
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| detno zu »Liaty Pisany: Der Spion und der Schauspieler. Schweigen ist Silber« | 03.11.2008 |
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| Irmelo zu »Liaty Pisany: Der Spion und der Schauspieler. Schweigen ist Silber« | 15.02.2008 |
| attujna zu »Liaty Pisany: Der Spion und der Schauspieler. Schweigen ist Silber« | 07.12.2007 |



