Größenwahn von Lee Child

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1997 unter dem Titel Killing Floor, deutsche Ausgabe erstmals 1998 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Georgia, 1990 - 2009.
Folge 1 der Jack-Reacher-Serie.

  • New York: Putnam, 1997 unter dem Titel Killing Floor. 359 Seiten.
  • München: Heyne, 1998. Übersetzt von Marie Rahn. ISBN: 3-453-14306-X. 479 Seiten.
  • München: Heyne, 1999. Übersetzt von Marie Rahn. ISBN: 3-453-16094-0. 475 Seiten.
  • München: Heyne, 2004. Übersetzt von Marie Rahn. ISBN: 3-453-87957-0. 475 Seiten.
  • München: Bertelsmann, 2005. Übersetzt von Marie Rahn. Stern-Krimi-Bibliothek 3. ISBN: 3-570-06832-3. 508 Seiten.
  • München: Heyne, 2006. Übersetzt von Marie Rahn. ISBN: 978-3-453-72099-2. 475 Seiten.

'Größenwahn' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Auf dem Weg von Tampa nach nirgendwo ist Jack Reacher in Margrave, Georgia, aus dem Greyhoundbus gestiegen, nur wenige Stunden später findet er sich im Gefängnis wieder – unter Mordverdacht. Es fällt ihm nicht allzu schwer, seine Unschuld zu beweisen. Doch als er erfährt, dass das Mordopfer sein Bruder ist, gerät seine Welt aus den Fugen. Reacher muß erkennen, dass er nur ein kleines Rad in einem unglaublich anmutenden Plan ist. Es geht um Geld. Um soviel Geld, dass niemand mehr seines Lebens sicher ist, der nach der Quelle fragt.

Ihre Meinung zu »Lee Child: Größenwahn«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Addicted-to-read zu »Lee Child: Größenwahn« 24.10.2010
Fasten your searbelts - we're going on a killer ride!

Was für ein Autor, was für ein Stil, was für eine Geschichte und das Beste zum Schluß - was für ein Held!
Von der ersten Seite an hat es mich gepackt und gnadenlos mitgezogen...

Child hat mit Jack Reacher einen Helden geschaffen, der absolut gnadenlos, cool, beherrscht und furchtlos ist. Er tötet schnell, gezielt und erbarmungslos, wenn es darum geht die Schuldigen auszulöschen.
Und doch hat auch er seine schwachen Momente und genau diese sind es, die Reacher für mich zu einem greifbaren Menschen machen.

Der Stil von Child ist schnell und erinnert sehr oft an ein Drehbuch. Er steigt sofort voll in die Geschichte ein und hält sich nicht mit langen Beschreibungen auf. Die kurzen, prägnanten Sätze und Dialoge treiben die Geschichte auf ein rasantes Tempo. Der Showdown war für mich perfekt gelungen, wenn auch einige Elemente vorhersehbar waren.
Und auch das Ende ist eines Helden wie Jack Reacher nur würdig und angemessen.

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen, allerdings besteht hochgradige Suchtgefahr! Bei mir ist alles zu spät... bin schon angefixt...
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Stefan83 zu »Lee Child: Größenwahn« 30.07.2010
Hätte er sich nicht längst auf dem deutschen Büchermarkt etabliert, Lee Childs Werke würden wohl in der Masse des heutigen seichten Thriller-Mainstreams hoffnungslos untergehen. Die Cover ziemlich schlicht, Klappentext wie Titel meist wenig aussagekräftig und nach typisch amerikanischen Machwerk klingend. Umso interessanter die Tatsache, dass es sich bei Child um einen gebürtigen Engländer handelt, der zwar seine Geschichten innerhalb der USA angesiedelt, seine Meriten in Punkto Spannungsaufbau jedoch auf der britischen Insel erworben hat. Mehr als zwanzig Jahre war er dort für den Fernsehsender „Granada Television“ tätig, für den er zahlreiche Krimi- und Thrillerserien (u.a. „Ein Fall für Fitz“) betreute. Seine im Filmgeschäft gemachten Erfahrungen scheint er dann auf seine Romane übertragen zu haben, die, konstruiert und aufgebaut wie ein Drehbuch, pointierte Action vom Allerfeinsten bieten. Das gilt auch gleich für seinen Erstling „Größenwahn“, in dem Serienheld Jack Reacher sein Debüt gibt und mit seinem Auftritt Erinnerungen an längst vergessene Kinostreifen weckt.

Oben genannter Jack Reacher hat endgültig der Army den Rücken gekehrt. Nach vielen Jahren als Soldat und Militärpolizist in Stützpunkten auf der ganzen Welt, will er seine neu gewonnene Freiheit von den Pflichten in allen Zügen genießen. Plan- und ziellos wandert er von Ortschaft zu Ortschaft. Zahlt stets bar und reist ohne Dokumente, um möglichst anonym zu bleiben. Von Tampa in Florida zieht es ihn nach Norden, Richtung Georgia. Mitten im Nirgendwo lässt ihn schließlich eine Eingebung aus dem Greyhound-Bus aussteigen. Seine Füße tragen ihn in das kleine verschlafene Nest Margrave, in dem einst der berühmte Gitarrenspieler „Blind Blake“ gestorben sein soll. Jack will mehr über dessen Vergangenheit erfahren, gönnt sich vor seiner Spurensuche jedoch noch ein ausgiebiges Frühstück im Diner. Nur wenige Minuten nach seiner Ankunft stürmen bewaffnete Polizisten den Saal und verhaften Jack. Er wird angeklagt, an einem nahe gelegenen Lagerhaus einen Mann getötet zu haben.

Auf dem Revier beteuert Jack mehrfach seine Unschuld, obwohl er weiß, dass vieles gegen ihn spricht: Kein Ausweis, kein Bargeld, seine düstere Erscheinung und das Fehlen jeglichen nachvollziehbares Motivs, den Ort Margrave überhaupt aufzusuchen. Als dann auch noch der fette Chief der örtlichen Polizei behauptet, ihn in der vergangenen Nacht in der Nähe des Tatorts gesehen zu haben, scheint ein längerer Gefängnisaufenthalt unausweichlich. Plötzlich kommt ihn jedoch unfreiwillig Paul Hubble zu Hilfe. Der Banker aus Margrave gesteht den Mord und wird sogleich festgenommen. Aufgrund der vielen Ungereimtheiten lässt der schwarze Detective Finlay Jack jedoch mit in U-Haft wandern. Dieser ist von der Aussicht auf ein Wochenende im Knast wenig begeistert, fügt sich aber in sein Schicksal. Gemeinsam mit Hubble wird er in eine Zelle gesperrt, wo er von dem Banker nicht nur einige pikante Details erfährt, sondern auch schnell unerwünschten Besuch bekommt … denn Jack ist nicht in der U-Haft, sondern im Trakt für die Schwerstverbrecher gelandet. Für den Ex-Soldaten beginnt die (bisher) schlimmste Woche seines Lebens …

Nein, sie haben richtig gelesen. Er heißt schon Jack Reacher und nicht Jack Bauer, wenngleich gewisse Ähnlichkeiten zum Serienhelden von „24“ nicht von der Hand zu weisen sind. Selbiges gilt übrigens auch für den 80er Jahre Filmheld John Rambo, mit dem Lee Childs Protagonist mehr als nur seine Initialen gemein hat. Wie dieser ist er wortkarg, verschlossen, und will eigentlich nur in Ruhe gelassen werden. Aber wie Rambo, der in seinem ersten Auftritt ja ebenfalls bei seiner ziellosen Umherwanderung von der Polizei aufgegriffen wird, so muss Reacher letztlich Taten sprechen lassen. Und da kann es dann schon mal ungemütlich werden.

Die ersten 100 Seiten von „Größenwahn“ gehören wohl mit zum Besten, was ich bisher in diesem Genre gelesen habe. Dank Lee Childs Schreibstil ist man von Zeile eins an drin im Geschehen. Kurze knappe stakkatoartige Sätze, schnelle Szenenwechsel, eine Handlung mit durchgetretenem Gaspedal. Es ist als würde einem die Eindrücke nur so um die Ohren fliegen. Child schreibt in etwa so wie Regisseure mit der Handkamera filmen: Ruckelig, hastig, jeder Bewegung folgend. Wo andere Autoren erst lange die Umgebung beschreiben oder in Rückblicken die Vergangenheit ihres Protagonisten skizzieren, lässt Child uns hier alles durch die Augen des Ich-Erzählers Reacher miterleben. Und der ist, das ahnt man schon in diesen bedrohlich ruhigen Phasen auf dem Polizeirevier, ein Vollstrecker wie er im Buche steht. Durchdrungen von einem äußerst ausgeprägten Gerechtigkeitsgefühl kennt Reacher keine Freunde, wenn es darum geht, die Schuldigen zur Strecke zu bringen. Im Zweikampf ist er gewalttätig und erbarmungslos. Er tötet ohne große Gewissensbisse, hat seine moralischen Grenzen klar abgesteckt. Schon fast im Kontrast dazu steht seine übermenschliche Intelligenz und die Fähigkeit zu Deduktion. Wo andere – zumeist Polizei oder Geheimdienste – noch im Dunkeln tappen, hat Reacher stets bereits die Antwort und die Lösung. Wo andere zögern, handelt er ohne mit der Wimper zu zucken.

Mit Jack Reacher steht und fällt wohl jede Handlung eines Lee Child-Romans, denn wer sich mit dem testosterongeschwängerten Helden nicht anfreunden kann, wird auch nur schwer in die jeweilige Handlung reinfinden. Mir persönlich liegt dieser Typ Ermittler und Einzelkämpfer, der, wie auch seine Kollegen Charlie „Bird“ Parker oder Dave Robicheaux, zwar mit inneren Dämonen zu kämpfen hat, sich aber von den ja schon fast zum Krimi-Alltag gehörenden Depressionen und sozialen Problemen distanziert. Jack Reacher ist unkompliziert und geradlinig. Und weil sich Childs Bücher eben genauso lesen, sind sie wohl auch derart erfolgreich.

In gewissem Sinne hat Lee Child mit seiner Reihe den Western in die Neuzeit geholt und auf Papier gebracht. Diese Art Lonesome Cowboy mag zwar kein literarischer Meilenstein sein, aber sie unterhält. Wer nun näher analysieren will, findet sicher einige politisch und vor allem moralisch fragwürdige Momente. Vom Hang zur Selbstjustiz bis hin zur teilweise unnötig brutalen Gewalt. Ansätze zur Kritik gibt es einige. Nichts davon konnte letztlich meine Freude an „Größenwahn“ schmälern. Das taten dann nur die im Mittelteil arg langatmigen Passagen, welche den eigentlich auf Rasanz und Konfrontation ausgelegten Plot unnötig streckten.

Insgesamt ist „Größenwahn“ ein herrlich direkter, knallharter Actionthriller, der trotz einiger Unglaubwürdigkeiten mit einem äußerst intelligenten Plot aufwartet und Lust auf viel, viel mehr macht. KC-User hankhauser schrieb als Leserkommentar zu diesem Buch: „Nimmt man's erstmal in die Hand, kann man im Bücherregal direkt Platz für die komplette Jack-Reacher-Reihe machen“. Recht hat er. Gesagt, getan.
10 von 13 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
mase zu »Lee Child: Größenwahn« 02.03.2010
Jack Reacher ist raus aus der Army. Ziel- und planlos zieht er nun quer durch die Staaten um die neu erworbene Freiheit auszukosten. Frei zu sein bedeutet ihm auch, völlig anonym zu reisen. Ohne Dokumente und Gepäck. Im Nirgendwo in Georgia steigt er aus dem Bus und wird unmittelbar darauf wegen Mordes verhaftet, um anschliessend der örtlichen Polizei bei der Aufklärung zu helfen. Inoffiziell und auf seine Weise versteht sich. Und seine Weise ist nicht die sanfte Tour.

Ab der ersten Seite geht es mit Vollgas los, ohne Vorgeplänkel aber auch ohne flach zu sein.Wenn man an Lee Childs Reacher Reihe denkt, dann spricht man automatisch von seinem Protagonisten und nicht vom Autor, denn Reacher ist das non plus ultra im Thriller Bereich. Vor allem wahrscheinlich für männliche Leser . Egal wie viele Gegner, er macht sie alle platt, egal wie schön die Frau, er bekommt sie, egal wie knifflig die Aufgabe, er löst sie. Diese Superman Eigenschaften zusammen mit dem sehr clever durchdachten und auf Grund der Thematik interessanten Plot und der meines Erachtens guten Schreibe des Autors, machen die Reacher-Reihe zu einem Muss für Thrillerfans.

Interessant finde ich ja dabei immer das junge Alter, dass die US-Autoren ihren Protagonisten verpassen. Reacher ist hier 36 und bei Kollegen wie zum Beispiel Lehanes Kenzie ist das ähnlich. Für meinen Geschmack etwas zu jung, um so erfahren und abgebrüht zu sein, aber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ticken die Uhren anders.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
guidobillstein zu »Lee Child: Größenwahn« 17.10.2009
Am Ende funktioniert es nicht zwischen ihr, Roscoe, einer hübschen Polizistin eines Kaffs in Georgia und ihm, Reacher, Ex-Militärpolizist auf Durchreise.

Davor: Ein Mord in Margrave, Georgia (das Kaff). Reacher ist eher zufällig hier und wird gleich als Tatverdächtiger verhaftet. Es stellt sich heraus: Reacher ist unschuldig, das Opfer sein Bruder, der Fall somit Familienangelegenheit – und Margrave das Zentrum einer Falschgeldbande, zu der die meisten der Stadtoffiziellen gehören.

Reacher ist ein Vollstrecker, weniger ein Ermittler, ein Racheengel und Einzelgänger, ein lonesome cowboy. Kaliber 45 ist Ehrensache und herumspritzendes Blut & Körperteile in Zeitlupe sowieso. Reichlich viel Peckinpah.

Das spricht natürlich unsere im Alltagsleben unterdrückte Lust an der Gewalt an. Das ist natürlich politisch & moralisch verwerflich. Wäre da nicht auch Childs sorgfältige Schilderung des nach wie vor existierenden Rassismus im Grand Old South. Nicht direkt Thema, aber doch Hintergrund.

Der Roman ist natürlich alles andere als plausibel: Vierzig Millionen Ein-Dollar-Scheine zu Bergen getürmt in einer Lagerhalle? Leute, die mit Reschen und Mistgabel das Zeug wie Heu zusammenkehren und in Kartons verpacken? Ein kleines Kaff, das 60 Milliarden US$ Falschgeld pro Jahr herstellt und in die Welt pumpt? Und niemandem - außer einem alleine ermittelnden FBI Agenten (dem Mordopfer) fällt dies auf? Lächerlich.

Aber, wie man so sagt: „Do not count the bumps. Enjoy the ride”.

Und am Ende reitet er weiter, Reacher, der Ex-Bulle auf Durchreise. „Ich wollte die Straße vor mir“, sagt er „und jeden Tag einen neuen Ort“.
hankhauser zu »Lee Child: Größenwahn« 14.02.2009
Ich kann nur dazu raten die Finger von diesem Buch zu lassen, es macht hochgradig süchtig. Nimmt man's erstmal in die Hand, kann man im Bücherregal direkt Platz für die komplette Jack Reacher-Reihe machen. Auch die sozialen Kontakte werden mitunter in arge Mitleidenschaft gezogen, oder erleiden in einigen Fällen komplett Schiffbruch. Jack Reacher, ein Held, wie er eben nicht in jedem Buche steht. Vergleichbar vieleicht mit einem Model für Übergrössen. Er ist die schillernde Ausname in einem Genre, das mit leblosen Jack Bauer-Kopien nur so überschwemmt wird.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
detno zu »Lee Child: Größenwahn« 07.02.2009
Der Schreibstil ist (zumindest für mich jedenfalls) sehr gewöhnungsbedürftig!!!

Sätze mit drei, vier Worten PUNKT
erinnerten mich stark PUNKT an die Zeitung mit den vier PUNKT Buchstaben BILD PUNKT.

Aber nach wenigen Seiten war ich daran gewöhnt und in den Bann der Story gezogen. Dann erscheint das Niveau dieser Story wirklich nicht mehr vergleichbar mit diesen vier Großbuchstaben. Ist es auch nicht.!!!

Okay, wenn man akzeptiert, dass Ex-Militärpolizist Jack Reacher in dem sauberen Ort Margrave die gesamten Armeen dieser Erde einschließlich aller Spezialeingreifgruppen gegen das Böse ersetzt - fast allein natürlich - und mit seiner Mumme alles bereinigt, was da so seitens des Bösen in den Weg kommt, dann wird großer Lese-Spaß geliefert. Die Fetzen fliegen gewaltig, da bleibt kein Auge mehr trocken. (Einige Male habe ich das Buch hochgehoben und geschaut, ob nicht Blut oder Geldscheinschnipsel herauskommen).

Die Lösung des Falls ist nicht überraschend, aber - jetzt genau auch wegen dieses Stakato-Schreibstils - ein echter Hammer. Die Kurzsätze fliegen einem nur noch so um die Ohren.

Jederzeit könnte ich diesen Stil nicht lesen, aber "Größenwahn" (bei mir als STERN-Buch Nr.3) hat große Freude bereitet.

Jetzt muss ich zur Entspannung mal keinen Krimi Lesen: "WILLY BRANDT - Erinnerungen" - ist angesagt - mit mehr Worten in den einzelnen Sätzen.
Ehrlich, da kommen 20, 30, 40 Worte und dann erst ein PUNKT!!!
Fast unglaublich nach der Geschichte von Lee Child.

Egal:
Für "Größenwahn" gebe ich satte 89 °.
silverfox zu »Lee Child: Größenwahn« 26.06.2008
Voll auf den Nerv getroffen,das Buch,der
Held,der Autor ! Mach was dagegen.
Klare,prägnante Sprache,flüssige,hochspannende Handlung. So gut lass ich mich gerne unterhalten. Und schon hat Jack Reacher einen Fan mehr.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
nachtstrom zu »Lee Child: Größenwahn« 13.03.2008
Lee Child habe ich lange nicht wahrgenommen- ich muß zu meiner Schande gestehen, weil ich ihn mit Lincoln Child, einem Teil des Dutzendware schreibenden Duos Preston/Child verwechselt habe. Ein fleissiger Couch-Teilnehmer hat mich vor kurzem mit dem "richtigen" Child angefixt, worauf ich mich dann gleich mal auf "Grössenwahn" gestürzt habe.

Jack Reacher ist ja anscheinend wirklich die literaturgewordene Version der Filmikone John Rambo! Ein Mann mit Militärvergangenheit, eigentlich ein ruhiger, durchaus netter Zeitgenosse, der hauptsächlich eins will: in Ruhe gelassen werden.
Wenn ihm allerdings böse Buben ans Leder wollen, schreckt er auch vor nicht vor äußerster Brutalität zurück. Darin erinnert er mich ein wenig an John Connolly's Charlie Parker, wenn Reacher auch (zumindest in seinem Debüt) nicht ganz so entgrenzt in Blut und Körperteilen zu waten scheint wie der finstere Parker.

Genauso straigth wie er seinen Helden modelliert hat, schreibt Lee Child: ungeschminkte, lakonische Sätze, die vorallem bei Action-Sequenzen wie eine Garbe aus einem Maschinengewehr auf den Leser einprasseln: darin erinnert er ein wenig an den Ellroy der späteren Phase (etwa ab "White Jazz"). Mich hat "Grössenwahn" jedenfalls auch ganz straight zum Jack Reacher- und damit auch zum Lee Child - Enthusiasten gemacht.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Jörg Hennerkes zu »Lee Child: Größenwahn« 19.02.2008
Das war mein erstes Buch über Jack Reacher, und ich muss sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat,
Naturlich wird er als Held dargestellt, der alles herausfindet und dem schnell alles klar wird, aber mal ehrlich: Wollen wir nicht alle mal ein Held sein???
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Thomas Jerschke zu »Lee Child: Größenwahn« 12.12.2007
Das Buch ist echt hard-boiled! Absolut klasse und rasant beschrieben.
Jack Reacher ist ein echter kleiner Rambo.
Aber ein sehr intelligenter Mensch. Der Roman ist flüssig in der Ich-Form geschrieben und es mangelt nicht an Spannung und Action. Hoffentlich verfilmt man die Reihe bald, die nachfolgenden Teile sind nämlich auch echt super!
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 33.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Größenwahn

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: