Der Wolkenpavillon von Laura Joh Rowland

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel The cloud pavilion, deutsche Ausgabe erstmals 2011 bei Bastei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: Japan, 1601 - 1700.
Folge 14 der Sano-Ichiro-Serie.

  • New York: Minotaur Books, 2009 unter dem Titel The cloud pavilion. 295 Seiten.
  • Köln: Bastei Lübbe, 2011. Übersetzt von Wolfgang Neuhaus. 432 Seiten.

'Der Wolkenpavillon' ist erschienen als

In Kürze:

In Edo verschwinden drei Frauen spurlos. Eine von ihnen ist Chio, die Cousine des Samurais Sano Ichiro. Auf der Suche nach ihr entdeckt er, dass sie Opfer eines Vergewaltigers wurde. Die Zeit drängt. Kann Sano den Verbrecher stellen, bevor dieser noch mehr Frauen ins Unglück stürzt?

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PMelittaM zu »Laura Joh Rowland: Der Wolkenpavillon« 05.02.2012
Japan, 1701: In Edo werden mehrere Frauen entführt, alle werden später (vergewaltigt) lebend aufgefunden. Eine davon ist Sano Ichiros Cousine Chiyo. Sano, der sich zur Zeit mit seinem Erzfeind Yanagisawa, der ihm gegenüber zur Zeit sehr freundlich ist, das Amt des Kammerherrn des Shoguns teilt, hat mit der Familie seiner Cousine keinen Kontakt, da diese einst seine Mutter verstoßen hatte. Nun bittet ihn aber sein Onkel, denjenigen zu finden, der Chiyo schändete.

Die ersten Spuren laufen ins Leere, auch scheint es, als sei jede Frau von einem anderen Mann vergewaltigt worden. Und als dann noch die Ehefrau des Shoguns verschwindet, wird die Zeit langsam knapp. Schließlich kommt Sano hinter das Geheimnis, doch damit ist der Gerechtigkeit noch lange nicht Genüge getan. Am Ende hat sich Sanos Leben und das seiner Familie und seiner Verbündeten sehr verändert.

Auch mit dem 14. Band der Reihe um Sano Ichiro liegt wieder ein tolles Buch vor. Laura Joh Rowland weiß es den Leser mit ihrem wunderbaren Erzählstil zu fesseln. Sanos oberster Gefolgsmann Hirata erhält wieder einen eigenen Erzählstrang, der am Ende des Buches selbst noch nicht beendet ist. Der Shogun droht Sano (natürlich) wieder mit der Hinrichtung, wenn er den Fall nicht zu seiner Zufriedenheit löst, was langweilig sein könnte, aber doch immer wieder neue Fasetten birgt und gerade in diesem Buch anders endet als erwartet. Sanos Sohn Masahiro erhält weiteren Raum in der Erzählung, ich bin schon sehr gespannt, wie er sich weiter entwickeln wird. Schön ist auch, dass sich eine Chance eröffnet, sich mit der Familie der Mutter Sanos auszusöhnen.

Die Gesellschaft des damaligen Japans wird abermals sehr detailliert dargestellt und wieder kann man manche Dinge kaum fassen (z. B., dass nach einer Vergewaltigung die Frau als unrein betrachtet und ihr sogar die Schuld gegeben wird und sie Gefahr läuft, von ihrer Familie verstoßen zu werden).

Mich fasziniert besonders diese fremde Welt, die nicht nur einer anderen Zeit zugehört sondern sich auch kulturell und gesellschaftlich von unserer extrem unterscheidet. Die Kriminalfälle faszinieren ebenso und haben immer eine logische Lösung. Sano und seine Familie und Verbündete sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band und hoffe auf viele weitere.
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M. Winkelmann zu »Laura Joh Rowland: Der Wolkenpavillon« 25.10.2011
Es ist zwar das 14. Buch, aber ich war wieder begeistert von der Handlung. Der Spannungsbogen war kurzweilig und interssant gestaltet. Und das Ende, ja das Ende war wieder einmal verblüffend. Ganz typisch für die Autorin. Übrigens musste ich diesen neuen Fall hintereinander an wenigen Abenden auslesen.
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