Der Sandmann von Lars Kepler

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 unter dem Titel Sandmannen, deutsche Ausgabe erstmals 2014 bei Ehrenwirth.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden / Stockholm, 2010 - heute.
Folge 4 der Joona-Linna-Serie.

  • Stockholm: Bonnier, 2012 unter dem Titel Sandmannen. 517 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2014. Übersetzt von Paul Berf. 528 Seiten.
  • Köln: Bastei Lübbe, 2015. Übersetzt von Paul Berf. ISBN: 978-3-404-17209-2. 576 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Lübbe Audio, 2014. Gesprochen von Wolfram Koch. 6 CDs.

'Der Sandmann' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Stockholm. Ein junger Mann wird taumelnd auf einer Eisenbahnbrücke aufgegriffen. Wie sich herausstellt, wurde er vor 13 Jahren – noch als Kind – gekidnappt. Der Serienmörder Jurek Walter hat ihn damals entführt. Der sitzt nun aber schon seit sieben Jahren in der Psychiatrie in Isolationshaft. Für Kommissar Joona Linna heißt das: Es muss einen Komplizen geben! Joona bittet eine Kollegin, sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen, denn jemand muss das Vertrauen des Serienmörders gewinnen.

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Praetorius zu »Lars Kepler: Der Sandmann« 05.06.2017
Nein, nein und nochmals nein.
Für Menschen, die den Kopf nicht nur zum Kämmen haben - also die meisten, die interessiert solche Kritiken auf Krimi-Couch lesen und verfassen - ist dieses Buch eine Beleidigung. Jenseits eines tatsächlich ab und zu aber selten rasanten Plots tut sich auch bei nicht verstärkt genauerem Hinsehen eine Sinnfreiheit auf, die ihresgleichen sucht.
Da ist dieser in ganz Schweden bekannte, extrem gefährliche Serienmörder. Er sitzt im Gefängnis. Das Gefängnis ist eigentlich auch noch eine Krankenstation für schwer therapierbare Menschen. Und ein Hochsicherheitstrakt. Um an eine Information zu gelangen, wird eine extrem attraktive Polizistin ( die übrigens auch noch Scharfschützin, Fallschirmspringerin und Nahkampf – Spezialistin ist) in diesen Hochsicherheitstrakt eingeschleust.
Ein großer Teil des Buches fokussiert dann auf den Psychoterror, der sich nun dort drinnen entspinnt. Spannend, wenn man sich auf einen solchen Humbug einlassen will: ein Hochsicherheitsgefängnis, das einen Aufenthaltsraum hat, eine Fitnessabteilung und Räume, bei dem die Gefangenen sich gegenseitig besuchen können. Spätestens als die attraktive Polizistin auf den Serienmörder trifft und sich dann auch noch mit ihm anfreundet, und der Serienmörder pikante Details aus der Vergangenheit der Polizistin quasi wie ein Gedankenleser herausfindet, beginnt sich die Leserin oder der Leser zu fragen, ob man hier einen Kiosk – Groschenroman vorliegen hat. Die Liste solcher Beispiele ließe sich beliebig verlängern. Und eigentlich hätte man damit allein ja noch kein Problem. Es gibt ja schließlich spannende Bücher, die auch mit einer hanebüchenen Handlung dennoch überzeugen können durch Witz unter Selbstironie. Aber genau dies sucht man vergeblich. Auf jeder einzelnen Seite, auf jeder Zeile und in jedem einzelnen Wort nimmt sich dieses Buch begräbnismässig ernst. Zuviel des Narzissmus!
Das Ehepaar Ahndorli, das hinter dem Pseudonym Lars Kepler steht, ist auf den Schnellzug der skandinavischen Kriminalromane aufgesprungen, der immer mehr Autor/-innen Platz bieten musste in den letzten 20 Jahren, seit Henning Mankell auf die Bildfläche getreten ist. Nach der Lektüre dieses Buch wünscht man sich, dass die "Keplers" nicht zugestiegen wären.
Kasia zu »Lars Kepler: Der Sandmann« 13.01.2017
Ich habe bisher alle Bücher von Lars Kepler gelese und muss sagen, dass "Der Sandmann" nach "Der Hypnotiseur" in dieser Reihe für mich herausragt.
Die Geschichte und die Ereignisse in dieser waren so spannend, dass ich am Liebsten direkt die nächste Seite gelesen hätte, damit ich weiß, wie es weitergeht.
Mein Mann sagt ohnehin, dass er nicht glaube, dass ich ALLES lese, so schnell, wie sich Seite um Seite blättern. Ich muss jedoch sagen, dass sich dieses Buch wegen der sehr einfachen Sprache wie von selbst liest. Als würde ich einen Film schauen...
Ich versinke regelrecht in der Geschichte, habe manchmal auch Angst, wenn ich das Licht lösche oder höre "unheimliche" Geräusche im Treppenhaus, so sehr bin ich in dem Ganzen drin. Letztendlich: Ende gut, alles gut!
Das ist es, was den Krimi-/Thrillerleser doch am Weiterlesen hält!
Jonna Linnas Charakter ist super! Sein Zugang zu Menschen, seine Wertschätzung den anderen gegenüber ist bewundernswert.
Auch Saga, die schöne Prinzessin, die als stark beschrieben wird und doch innen drin verletzt und bedürftig ist.
Kompliment an die Autoren zu den beschriebenen Charakteren, die man mit jedem Buch der Reihe immer besser kennenlernt.
Dieses Buch gehört für mich gelesen. Klare Empfehlung!!!
Doris zu »Lars Kepler: Der Sandmann« 04.01.2017
Also ich fand den Sandmann sehr spannend und gut geschrieben. Die kurzen Kapitel und "Szenenwechsel" haben mir persönlich gut gefallen, denn so musste ich mich nicht lange bis zum nächsten Kapitel quälen, wenn meine Augen schon schwer wurden.

Ein paar Einzelheiten haben mich zwar ein bisschen genervt, weil sie einfach nur unlogisch waren. Zum Beispiel - Der Sohn kann nach 13 Jahren fliehen und hat so gut wie keine "Schäden" davongetragen. Nach 13 Jahren Dunkelheit, Schweigen und kaum Bewegung? Ääh ja ok. Und dann hat er noch eine Krankheit, die seine Schwester auch haben könnte und deswegen war es wichtig sie schnell zu retten, weil sie sonst daran sterben könnte? Die Krankheit hatten sie ja nicht erst seit gestern, somit verstand ich nicht, wie sie davon ausgehen konnten, dass sie daran stirbt, wenn sie nicht schnell gerettet wird. Immerhin war die schon 13 Jahre weggesperrt.

Vielleicht hab ich etwas falsch verstanden und es kann mich jemand aufklären!? xD

@Regina: bei Flammenkinder hat er seine Familie "gefunden", aber da Jurek Walter noch am Leben war konnte er es nicht riskieren, bei ihnen zu bleiben. Und bei der Sandmann war es ein "Rückblick", wie es damals war als sie Jurek wegsperrten.
Anke zu »Lars Kepler: Der Sandmann« 15.10.2016
Unheimlich spannend, fantastisch als Hörbuch geeignet, da der Vorleser mit seiner Stimme sehr variiert. Ich hörte stundenlang wie gebannt zu und riss mich erst weit nach Mitternacht aus dem Geschehen.Ein Ausnahmekrimi.Ein paar weniger Tote hätten allerdings der Spannung keinen Abbruch getan!
Hinter das Geheimnis des angeblichen Komplizen kam ich aber recht bald. Man kommt beim Hören nicht zur Ruhe. Der Blutdruck sinkt nicht. Kurz vor Schluss glaubt man als Hörer aufathmen zu können.Irrtum.
Christiane zu »Lars Kepler: Der Sandmann« 24.09.2016
Ist noch niemandem aufgefallen, dass Joona im Sandmann seine Frau u. Tochter wegbringt, Disa stirbt. In Flammenkinder findet er seine Familie, Disa lebt. Flammenkinder endet mit dem Anfang vom Sandmann.
Ich habe extra nachgelesen als ich beide gelesen hatte. Oder habe ich etwas falsch verstanden ?Flammenkinder ist 2011 erschienen, der Sandmann 2012.
Regina zu »Lars Kepler: Der Sandmann« 13.09.2016
Das beste Buch was ich seit langem gelesen habe! Eber! Kenne alle Bücher von ihnen aber mit Abstand das großartigste. Meine Tochter hat es auf Englisch gelesen, ich auf Deutsch und war genauso begeistert wie ich! Habe es auch rundherum weiterempfohlen und auch alle anderen waren begeistert! Weiter so und Bravo. Regina aus Wien
trafik zu »Lars Kepler: Der Sandmann« 31.08.2016
mich war dieses Buch von Lars Kepler wieder einmal Weltklasse!
Die Handlung sehr spannend und der Schreibstil flüssig. Bei jedem spannenden Thriller ist die Handlung unrealistisch. So wirds kaum im echten Leben ablaufen.
Trotzdem ein super Thriller vom Autorenduo aus Schweden. Mich muß ein Buch unterhalten, aber nichts anderes.
Hoffe es kommen noch viele Bücher von Lars Kepler!
d
Ulfert Jäger zu »Lars Kepler: Der Sandmann« 16.08.2016
Habe das Buch der Sandmann nur durch
Zufall entdeckt. Dachte na ja Schweden
krimi klingt nicht schlecht.
Am Anfang war ich von dem Buch nicht so
sehr begeistert. Je weiter ich kam desto
spannender wurde es.
Habe mich dann selbst in die Lage von
Joona Linna versetzt.
Je mehr das Buch sich dem Ende näherte
desto weniger konnte ich es aus der Hand
legen. War Spannung pur.
Hatte die Hoffnung das es davon noch
einen Nachfolger gibt.
Scheint mit "Ich jage Dich" so zu sein.
Werde ich mir auf jeden Fall holen.
Janosch79 zu »Lars Kepler: Der Sandmann« 24.05.2016
Insgesamt ist der vierte Band der Serie um Kommissar Joona Linna wieder gelungen. Doch die ersten 250 Seiten trüben zunächst die Stimmung.

Inhalt: Stockholm. Ein junger Mann wird taumelnd auf einer Eisenbahnbrücke aufgegriffen. Wie sich herausstellt, wurde er vor 13 Jahren - noch als Kind - gekidnappt. Der Serienmörder Jurek Walter hat ihn damals entführt. Der sitzt nun aber schon seit sieben Jahren in der Psychiatrie in Isolationshaft. Für Kommissar Joona Linna heißt das: Es muss einen Komplizen geben! Joona bittet eine Kollegin, sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Jemand muss das Vertrauen des Serienmörders gewinnen.


Leider konnten mich die ersten 250 Seiten nicht richtig fesseln, aber da mich die Reihe bislang begeistern konnte, habe ich natürlich weitergelesen. Danach geht es auch wirklich zur Sache und die Spannung wird bis zum Schluss gehalten.

Ein klarer Pluspunkt sind die kurzen Kapitel mit vielen Wechseln der Perspektive. Der Schreibstil fängt die Atmosphäre in der Psychiatrie sehr gut auf und lässt den Leser bis zum Ende bangen. Fürs Kopfkino wird einiges getan.
Die Lösung des Falles wird langsam und präsentiert und sorgt dabei für genügend Spannung beim Lesen.


Die vorherigen Fälle von Joona Linna habe ich auch gelesen und muss sagen, dass es eigentlich zum ersten Mal passiert ist, dass mich der Anfang nicht fesseln konnte. Vielleicht wird dies im 5. Band wieder besser.


Ansonsten kann ich dieses Buch jedem Krimi-Fan mehr als empfehlen.
Uli zu »Lars Kepler: Der Sandmann« 03.11.2015
Ich kann vor allem Marlies Kommentar unterschreiben, spannend ja, aber (unnötig) viel Blut und Gewalt/Brutalität. Hinzu kommt, dass es hier auffällig viele Brüche gibt, ohne die man die Dramaturgie nicht hinbekommen hätte. Als Beispiel möchte ich das auch schon genannte Verhalten der "Betreuer" in der Psychatrie nennen. Und - auch wenn wir in Deutschland auch negative Beispiele haben - dass es dort NULL Kontrolle geben soll, glaube ich nicht. Dass das Einschleusen eines Maulwurfs total undercover und ohne Einbindung der (auch staatlichen) Institution erfolgen muss, schon gar nicht.

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