Krimis aus Frankreich

"Les romans durs" feiern ein Comeback – Kriminalromane von Jean sind in

Frankreich

Krimis aus Frankreich? Aber ja! Zwar ist die französische Krimi-Tradition (man denke nur an den Kommissar Maigret von Georges Simenon, den Urvater aller kontinental-europäischen Krimi-Kommissare) lange Zeit von den deutschen Lesern und Verlagen sträflich vernachlässigt worden, doch – wie sollte es auch anders sein – hat ausgerechnet die Verfilmung eines französischen Krimi-Newcomers "les romans durs" (die harten Romane, wie Georges Simenon die Krimis bezeichnete) wieder zurück an die Oberfläche gespült. Gemeint sind Die purpurnen Flüsse von Jean-Christophe Grangé, ein Thriller der Kinobesuchern wie Lesern unter die Haut ging.

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Vertritt Grangé eher den modernen Krimi mit Anleihen amerikanisch geprägter Thriller mit Action und roher Gewalt, steht Pierre Magnan dazu im direkten Kontrast – eher gemütlich, beschaulich, pfiffig; eine Verschmelzung aus Verbrechen und dem "Savoir Vivre». Seine Krimi-Serie um «mon ami" Kommissar Laviolette darf also durchaus mit Simenons Maigret-Fällen verglichen werden.

Momentan wird der Kriminalroman aus der "Grande Nation» selten ohne den Zusatz «noir» genannt. «Noir" (dunkel) steht für Literatur ohne Happy-End, politische Romane, die die Erklärung für die Verbrechen in der Gesellschaft und der Geschichte suchen sowie den Leser selten ohne einen faden, melancholischen Beigeschmack das Buch aus der Hand legen lassen. Berühmte Vertreter des "Roman noir" sind Jean-Bernard Pouy, Chantal Pelletier, Brigitte Aubert und natürlich die verstorbenen Jean-Patrick Manchette und Jean-Claude Izzo.

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Manchette ist ohne Zweifel der bedeutendste Vertreter des "Néo Polar", des neuen französischen Krimis. Sein scharfer politischer Blick, die knappe Sprache und der Umgang mit der alltäglichen Kriminalität ohne jegliche Sentimentaliät wurden wegwesend für eine gesamte Autorengeneration.

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