Am Abgrund von Klaus Vater

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 bei Jaron.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1930 - 1949.
Folge 13 der Kappe-Serie.

  • Berlin: Jaron, 2011. ISBN: 978-3897736559. 208 Seiten.

'Am Abgrund' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Juni 1934: Es sind die Wochen vor dem sogenannten Röhm-Putsch. SS und Gestapo bereiten sich darauf vor, die SA-Spitze zu entmachten. Während dessen kommt es bei Bau arbeiten am S-Bahn-Tunnel des Stettiner Bahnhofs zu einer Explosion, die mehrere Arbeiter in den Tod reißt. Sofort wird der rheinische Zimmermann Leiblein des Mordes beschuldigt und in Untersuchungshaft genommen. Kommissar Kappe glaubt jedoch fest an die Unschuld des Mannes und ahnt, dass sich politische Interessen dahinter verbergen. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn Machtkämpfe sind auch im Polizeipräsidium an der Tagesordnung.

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detno zu »Klaus Vater: Am Abgrund« 31.03.2011
Kommissar Hermann Kappes 13. Fall muss im Jahr 1934 spielen. So sieht es jedenfalls die Ketten-Serie "Es geschah in Berlin" vor.

Da sich das Verbrechen und die Aufklärung des Falls um das Baugrubenunglück beim Bau der Berliner S-Bahn "Nord-Süd-Strecke" dreht, wurde das tatsächliche Ereignis vom 20.08.1935 kurzerhand vorverlegt in den Juni 1934.

Abweichend von dem wirklichen Grund des Einsturzes, beim dem damals 17 Arbeiter den Tod fanden, gehen in diesem Krimi SA- und SS-Kräfte mörderisch gegeneinander vor. Bei der Explosion einer Handgranate stürzen Teile der Baugrube ein, mehrere Menschen sterben. Schnell wird ein Opfer gefunden, dem die braunen Machthaber die Schuld zuschieben. Der Zimmermann Leiblein aus dem Rheinland, ein Jenicher ("weißer Zigeuner") wird für das Unglück verantwortlich gemacht.

Die "neue Zeit" ist sehr stark an einzelnen Charakteren zu spüren. Während viele Leute die positiven Entwicklungen nach der Machtübernahme sehen, bemerken andere schon, wie sich der Terrorstaat langsam, aber unaufhaltbar ausbreitet. In allen Lebenslagen wird der Unrechtstaat sichtbar.

Folgerichtig schließt das Werk mit dem sogenannten "Röhm-Putsch", d.h. einer verschleierter Mordaktion in großem Ausmaß.

Freunde eines actionreichen Krimis sollten dieses Werk unbeachtet lassen. Wer dagegen mehr über die Zeit der NS-Herrschaft wissen will, dem sei das Buch ans Herz gelegt.
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