Tote trinken keinen Raki von Klaus Eckhardt

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 bei Balistier.
Ort & Zeit der Handlung: Griechenland / Kreta, 1990 - 2009.

  • Mähringen: Balistier, 2002. ISBN: 3980616886. 205 Seiten.

'Tote trinken keinen Raki' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Jakob Ostmann alias Jakovos Anatolis lebt seit 14 Jahren auf Kreta. Nach etlichen eher kargen Gelegenheitsjobs eröffnet er in Agia Galini eine Privatdetektei. Eine Dame aus Iraklion beauftragt ihn mit seinem ersten Fall. Er soll den Mord an ihrem Schwiegervater Aristidis Rousakis aufklären. Der wollte zu Lebzeiten keinen Quadratmeter seines ausgedehnten Grundbesitzes an der Südküste verkaufen. Und erst nach seinem Tod sollten die drei Söhne erben. Kurz nachdem Jak Anatolis seine Ermittlungen aufnimmt, entgeht er nur knapp einem Mordanschlag.

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Heinz-Erhard Cremer zu »Klaus Eckhardt: Tote trinken keinen Raki« 12.06.2011
Stand Kreta früher für Knossos, Minos und Minotaurus, so ist für mich seit Mai 2011 mit Jak Anatolis, dem von Klaus Eckardt geschaffenen Privatdetektiv aus Agia Galini, eine neue Verknüpfung geschaffen.
Es trifft zu: Ich habe ein Faible für „Regional-Krimis“, besonders dann, wenn ich Sie vor Ort lese. Und das habe ich mit den drei ersten Jak-Krimis getan. Hauptakteur in „Tote trinken keinen Raki“, „Todesflug am Ida“ und „In Agia Galini wartet der Tod“ ist Jak Anatolis, gebürtiger Deutscher namens Jakob Ostmann, den es in den 1980er Jahren im Alter von 22 nach Kreta verschlagen hat. Jak ist ein Wanderer zwischen den Welten. Seine meist deutschen bzw. westlichen Lebensweisheiten hat er noch nicht verlernt, neue kretische Lebensgewohnheiten aber schon aufgesogen. Er genießt bei seinem Freund Stelios die vielgerühmte Philoxenia, die Gastfreundschaft, das ergänzende Tüpfelchen auf dem „i“ (das Stelios nicht bieten kann) ist die intime Beziehung zu Marika, die sich zwar auch (neben-) beruflich um männliche Touristen kümmert, aber eigentlich nur Jak liebt.
Zu diesen drei zentralen Figuren ist im Laufe der Zeit noch Inspektor Michalis Andreadis von der Polizei Iraklion gestoßen. Dieses Quartett ergänzen einige kretische Randfiguren, die mit ganz viel Kreta die lokalkolorierte Bühne für spannende, unterhaltsame Handlungen schaffen.
Da sich die Auftragsdichte für Privatdetektive auf Kreta offensichtlich arg in Grenzen hält (Kreter regeln ihre Angelegenheiten meist selbst), bieten die drei ersten Fälle für Jak inhaltlich ganz spezielle Herausforderungen:
Erster Fall: Mord, Grundstücksgeschäfte und die Tourismusförderung der südkretischen Küste.
Zweiter Fall: Mord, Entführung und der Einsatz chemischer Keulen in der kretischen Landwirtschaft (da sind mir die „schmucken“ Platikgewächshäuser schon lieber)
Dritter Fall: Mord, Rache, Vetternwirtschaft bei der Polizei und das Liebesleben deutscher Touristen.

Alle drei Krimis bieten neben spannender unterhaltsamer Handlung auch viel Interessantes und Lehrreiches aus Kreta. Schon die Beschreibung allein lässt den Leser (an dieser Stelle ist zwingend ein Hinweis auf die jeweils letzte Anmerkung des Autors im Anhang geboten, mit der sich Klaus Eckardt an seine Leserinnen wendet) in den Mythos Kreta eintauchen. Wer sich zudem der Mühe unterzieht, sich die Originalschauplätze einmal anzusehen, der wird z.B. belohnt durch atemberaubende Ausblicke von der kurvenreichen Straße von Agia Galini, wo Jaks Büro liegt, nach Melambes, seinem 10 km entfernten Wohnort.

Fazit: „Es wird noch der Tag kommen …..“, dieser Lieblingssatz von Stelios und auch von Marika klingt Jak häufig in den Ohren. Ich greife ihn jetzt gerne auf und prophezeie potentiellen Leserinnen und Lesern: „Es wird noch der Tag kommen, an dem Sie sich mit einem Fall (oder auch mehreren) von Jak Anatolis und einem Glas kretischen Raki (Achtung: nicht mit dem türkischen Raki verwechseln, der dem Ouzo ähnelt, kretischer Raki ist ein dem Grappa vergleichbarer Tresterschnaps) zu Hause oder noch besser auf Kreta am lybischen Meer wohlfühlen werden.

PS
Aus Kreta zurück, werde ich Jak umgehend auf seinen Fällen Vier (Der Teufel aus den Weißen Bergen) und Fünf (Triopetra – Feuer im Paradies) begleiten.
Krimifan zu »Klaus Eckhardt: Tote trinken keinen Raki« 02.04.2010
Sehr unterhaltsame, wenn auch teils brutale Kost, jedoch durchaus lesenswert.
Vor allem die Atmosphäre Kretas
ist sehr gut eingefangen, sowie die Mentalität seiner Bewohner.
Mich hat dieser Krimi auf den nachfolgenden Band eingestimmt und ich werde diesen sicher auch noch lesen.
Meiner Meinung nach für spannende Leseabende empfehlenswert.
Thomas Belting zu »Klaus Eckhardt: Tote trinken keinen Raki« 07.01.2008
ERBÄRMLICH!

Ein typischer Fall von so dringend gebraucht, gewollt, soo bemüht, aber eben einfach nicht gekonnt!
Es wundert mich, daß dieser Autor überhaupt einen Verlag gefunden hat, der dieses literarische und sprachliche Unterniveau veröffentlicht.
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