Flop von Ken Bruen & Jason Starr

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Bust, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Rotbuch.

  • New York: Dorchester, 2006 unter dem Titel Bust. 288 Seiten.
  • Berlin: Rotbuch, 2008. Übersetzt von Richard Betzenbichler. Hard Case Crime. ISBN: 978-3867890236. 288 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2008. Gesprochen von Rainer Schöne. ISBN: 3866104553. 4 CDs.

'Flop' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Wenn du einen Killer engagierst, nimm keinen Psychopathen! Dies ist nur eine der bitteren Lektionen, die der skrupellose Geschäftsmann Max Fisher lernen muss, als er den ehemaligen IRA-Mann Dillon auf seine ungeliebte Gattin ansetzt.

Das meint Krimi-Couch.de: »Wer Waffen hat, sitzt am Drücker« 90°Treffer

Krimi-Rezension von Bernd Neumann

Mit Ken Bruen (geboren 1951 in Irland) und Jason Starr (geboren 1968 in Brooklyn, USA) solidarisieren sich schriftstellerisch zwei Männer, die in der Krimibranche als Einzelkämpfer schon beachtliche Erfolge vorweisen können. Auch in der in der deutschen Publikumsgunst haben sie einen hohen Stellenwert. Zwei Autoren, 17 Lebensjahre und über 5.000 km Luftlinie voneinander entfernt, schreiben gemeinsam an einem Krimi – kann das überhaupt etwas anderes werden als ein peinlicher »Flop«?

Es kann, auch wenn das erste gemeinsame Hardboiled-Werk eben diesen Titel trägt. In 28 Kapiteln, jedes mit einem heftigen Zitat vorwiegend aus anderen Krimis der deftigen Sorte eingeleitet, wird ein Feuerwerk an krimineller Energie abgebrannt, das von seiner tragischen Situationskomik lebt und den Vergleich mit Traditionellem nicht zu scheuen braucht! Das ist Pulp im ursprünglichen Sinne. Die Väter dieses unverblümten, ehrlichsten und sozialkritischsten Krimigenres hätten ihre wahre Freude am gemeinsamen Flop vom Duo Jason Starr und Ken Bruen.

Verkorkste Gene mit schlimmen Folgen

Fast alle Hauptakteure sind böse, durchtrieben und schlecht, jeder versucht gnadenlos den anderen auszutricksen, und das selbst bei Gefahr des eigenen Untergangs: wuselige Jagdteckel, die sich ohne viel nachzudenken in den Fuchsbau stürzen, Kampf erprobt, aggressiv, rücksichtslos und mit einer gehörigen Portion unerschrockener Bissigkeit.

Max Fisher ist ein skrupelloser Geschäftsmann aus der boomenden New-Technology-Branche. Er hat mit seiner Firma NetWorld fix ein Vermögen gescheffelt, was er aber weniger seinem Fachwissen als vielmehr seiner trickreichen Cleverness und fleißigen Mitarbeitern zu verdanken hat. Bei so viel Reichtum trotz eigener Faulheit macht sich schnell Langeweile breit. Diese Langeweile verschwindet urplötzlich, als Fisher Angela Petrakos bei einem Vorstellungsgespräch für einen Bürojob in seiner Firma vor sich zu stehen hat. Angela Petrakos ist ein durchtriebenes Luder und vielleicht die schillerndste Figur im Flop.

Ihre Gene sind höchst explosiv: Die Mutter war Irin mit Leib und Seele sowie strengen Regeln, und »wenn die Iren Regeln festlegen, sind sie in Granit gemeißelt« (S. 19).

Die Vorfahren ihres Vaters kamen aus Griechenland, aber zu Hause hatte die irische Mutter das uneingeschränkte Sagen. Den ganzen Tag dudelten Jigs und Reels, Bodhrans und Dudelsäcke, niemals Theodorakis oder sonst eine Musik, die ihr Erzeuger so liebte. Kein Wunder, dass ihr Vater nach dem Tode seiner Frau diese umgehend einäschern ließ, »damit sie ganz bestimmt nicht zurückkommt.« (S.20 )

Diese von ihren Vorfahren arg gebeutelte Angela Petrakos weiß, was sie will: raus aus dem armseligen Muff, schnell reich werden und ein sorgloses Leben führen. Sie hat sich vorgenommen, aus allen Positionskämpfen als alleinige Siegerin hervorgehen, all die lästigen Nebenbuhlerinnen, Partner und Geliebten abzuhängen und sich in der Wohlstandshierarchie Stück für Stück nach oben klimmen:

»Die wichtigste Grundregel, die sie gelernt hatte, war: Zieh einen kurzen Rock, Schuhe mit Mörderabsätzen und ein enges Top an, und schon drehen die Jungs durch.« (S. 20)

Mit ebendiesem Outfit sitzt Angela zum Vorstellungsgespräch vor dem scheinbar hypnotisierten NetWorld-Firmenchef Max Fisher:

»Während des Gesprächs starrte Max sie die ganze Zeit mit offenem Mund lüstern an. Er war mit ziemlicher Sicherheit der widerlichste und armseligste Typ, den sie je getroffen hatte. Wie er so vor ihr saß, den Blick starr auf ihre Titten gerichtet, beinahe schon hechelnd, [...] wirkte er wie ein zu groß gewachsener Dreizehnjähriger. Nicht um alles in der Welt würde sie für diesen Penner arbeiten« (S. 65)

Was sie natürlich dennoch macht, weil Max ihr nicht nur Luxus und Geld, sondern nach kurzer »Einarbeitungszeit« auch prompt die Ehe verspricht. Einziges Handicap: Fisher ist verheiratet. Deshalb hat er die Absicht, sich seiner in die Jahre gekommenen Gattin zu entledigen um mit seiner rassigen Geliebten einen – dank Viagra & Co. – sexuell erfüllten Neuanfang zu starten.

Networld floppt nie!

Natürlich kennt Angela den geeigneten Profikiller, der diese Drecksarbeit für Fisher entschlossen erledigen wird. Diesen Dillon, einen ehemaligen IRA-Mann, hat sie in ihrer durchnässten Heimat kennen gelernt, als er sie vor einem total besoffenen und sexuell anzüglichen Landsmann mit »Mundgeruch wie ein Abflussrohr« in einem Irish Pub (wo sonst!) auf rigorose Weise vor perversen Anzüglichkeiten beschützte. Sie kann sich der Faszination des obercoolen Dillon (so nebenbei schleppt dieser ständig ein Zen-Buch mit sich herum, was ihm einen glamourösen intellektuellen Touch verleiht) nur schwer entziehen: »Eine Sache, auf die Angela abfuhr, war Gefahr, und der Kerl roch danach.« (S. 22 )

Was Max Fisher bei seinem Auftragsmord nicht ahnt: Dieser spindeldürre, irische Killer mit den ungepflegten, grauen Fetthaaren, den seltsamen, sternförmig ausgefransten Lippen (bleibendes Resultat eines Kampfes, als Dillons Gegner eine Glasflasche mit abgebrochenem Hals und guter Treffsicherheit als Waffe einsetzte), dieser Ire, der mehr das Aussehen einer schmuddeligen Kanalratte als das eines Furcht einflößenden Auftragskillers hat, pflegte lange Zeit ein intensive sexuelle Beziehung zu seiner zukünftigen Traumfrau Angela Petrakos.

Der unwissende Fisher akzeptiert Angelas Vorschlag und bastelt an seinem wasserdichten Alibi, den Killer-Fähigkeiten Dillons vertrauend. Aber dann eskaliert die so schön geplante Aktion, die Ereignisse überschlagen sich und alles, aber auch wirklich alles läuft aus dem Ruder.

Raffinierter Mix aus Situationskomik und skrupellosen Morden

Was uns das Schriftstellerduo Bruen/Starr hier vor die Krimiaugen legt, ist eine bitterböse Intrige im brutalen Hardboiled-Jargon, in welche der Leser aber kurioserweise vom Gefühl her nicht einbezogen wird. Hier für irgendjemanden und mitleidend Partei zu ergreifen bleibt uns erspart, weil die Story durchweg gewürzt ist durch einen gewaltigen Schuss Humor und herrliche Überzeichnungen. Dieser Mix macht das Buch ebenso zu einem Lesespaß wie die herrliche Zeichnung der Hauptakteure, besonders der Bösewichter – und davon gibt es viele.

Selbst der querschnittsgelähmte, Rollstuhl fahrende alte Haudegen Bobby Rosa kann das Mausen nicht lassen und versucht weiterhin, den Umständen entsprechend im Gangstergeschäft mitzumischen:

»Für einige Leute mag siebenundvierzig nicht alt sein, aber für einen Mann, der vierzehn Jahre im Gefängnis, ein Jahr im Irak und drei Jahre in diesem beschissenen Rollstuhl verbracht hatte, war es alt.« (S. 16)

Als erfolgreicher, aber letztendlich tragisch endender Paparazzo (s. äußerst trashige und vom amerikanischen Original übernommene Umschlagillustration von R.B. Farrell!) mit Vorlieben für pralle Brüste und Ärsche, mit deren Fotos er dann die Wände seiner angekeimten Wohnung tapeziert, wird er eine der tragischen Schlüsselfiguren der Gangsterkomödie im absolut knackigen Hardboiled-Milieu.

Das Geheimnis dieses Krimis liegt aber auch am sich erfolgreich ergänzenden Insiderwissen.

Jason Starr scheint New York wie seine Westentasche zu kennen, weiß, wie die Geschäfte am Big Apple laufen und wo hier die Luft am heißesten brennt. Ken Bruen beherrscht als irischer Landsmann ergänzend dazu das knallharte Gangstermilieu, weiß, wie unberechenbar und aggressiv seine Iren mitunter munter ticken können.

Das ergibt eine herrlich skurriles (wenn auch fett überzeichnetes!) Gebilde von Land und Leuten und macht Flop zum äußerst witzigen Lesevergnügen, trotz oder gerade wegen dieser peinlichen Pannen bei Mord und Totschlag.

Man kann der neuen Hard-Case-Crime-Reihe vom Rotbuch-Verlag zu diesem dritten Band nur gratulieren und für die Zukunft einen langen Atem wünschen, auf dass der Lesespaß noch lange anhält und die Krimi-Jäger und -Sammler zukünftiger Generationen viel zu tun haben werden. Flop wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein solches Objekt der Begierde zukünftiger Krimilesergenerationen. Herzlichen Glückwunsch, Lisa Kuppler, und danke für diesen »Flop«, der keiner werden wird.

Bernd Neumann, Mai 2008

Ihre Meinung zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Andreas Kutzke zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop« 21.10.2011
Gehört zum besten was ich im Bereich Krimi je gelesen hab. Hart schnell,böse und sehr gemein was will man mehr!?Klar das hier ist nicht Tolstoi und sehr tiefgehend geschilderte Charaktäre sucht man vergebens dazu ist bei diesem Tempo aber auch keine Zeit und man vermisst es auch nicht im Gegenteil.Ich hoffe die beiden lassen Max Fisher weiterleben.
Marv zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop« 29.08.2010
Flop von K. Bruen und J. Starr, um das abgegriffene Wortspiel zu nutzen, ein Flop? Eine tendenziell eher simple Story ohne größeren Tiefgang, sprachlich einfach und inhaltlich ohne größere Spannungsmomente scheinen dafür zu sprechen.
Dass es letztendlich keiner ist, resultiert unter anderem aus dem wundervollen Ensemble an Charakteren. Hier gibt es kein gut und böse, alle sind verlogen, egoistisch, bereit für ihre eigenen Interessen zu lügen, betrügen und, wenn gar nichts hilft, zu morden. Bizarr überzeichnet stolpern sie in eine Geschichte voller absurder Wendungen und Missgeschicke, die eine Kettenreaktion von Morden in Gang setzt.
Dies alles ist sehr unterhaltsam geschrieben, kurzweilig, boshaft, witzig mit einer Prise schwarzem Humor garniert. Ein Sahnehäubchen oben drauf sind die jeweiligen Zitate zu Beginn jedes Kapitels und natürlich die schöne Covergestaltung des Buches
Stefan83 zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop« 11.12.2009
Wenn zwei Schriftsteller zusammen ein Buch schreiben, kann das schnell nach hinten losgehen. Nicht immer sind diese Gemeinschaftsarbeiten von Erfolg gekrönt, sehr oft sogar ein echter Flop. Und nun heißt so auch noch das erste Werk aus den Federn von Ken Bruen (1951 in Irland geboren) und Jason Starr (1968 in Brooklyn, USA). Ein schlechtes Vorzeichen?

Keinesfalls. Beide für sich genommen schon äußerst erfolgreich, treten sie hier den Beweis an, dass auch ein Duo äußerst kurzweiligen Pulp zu Papier bringen kann, denn "Flop" ist keinesfalls einer, sondern eins der unterhaltsamsten und komischsten Bücher, das ich zuletzt lesen durfte. Ein Buch, das allein schon aufgrund des derben Humors ganz sicher nicht jedermanns Sache sein und polarisieren wird, aber endlich wieder neuen Nachschub für Freunde des ehrlichsten und unverblümtesten Krimigenres liefert. Die Story sei kurz angerissen:

Max Fisher ist ein Millionär und skrupelloser Geschäftsmann, der es in der boomenden New-Technology-Branche weit gebracht hat und dies vor allem seinem Ideen- und Einfallsreichtum verdankt. In der eigentlichen Materie kaum bewandert, bezirzt er Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen mit Charme und Raffinesse, um an anderer Stelle gleich wieder knallhart zu sein. "Zuckerbrot und Peitsche" ist sein Motto, und besonders letztere ist es, die ihn, dank Unterstützung von Viagra-Tabletten, immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Von der zickigen Ehefrau gelangweilt, beginnt der notgeile Max eine Affäre mit der gut gebauten Sekretärin Angela Petrakos und begeht damit einen großen Fehler. Das stets auf den eigenen Vorteil bedachte Luder wickelt ihn um den Finger, lenkt ihren Chef bald nach Gutdünken und bringt diesen schließlich dazu, den Tod der eigenen Frau in Auftrag zu geben. Ein Killer, der ehemalige IRA-Mann Dillon, wird engagiert, um den Mord auszuführen. Blöd nur, dass dieser ein völliger Psychopath ist und neben der verhassten Gattin auch noch gleich deren Nichte äußerst blutig und brutal abserviert. (Ein Schiss auf den Teppich inklusive!) Nun muss Max vor neugierigen Cops den traurigen Witwer mimen, während ein Rolli fahrender Desert-Storm-Veteran ihn mit Fotos erpresst, die ihn und Angela gemeinsam im Hotel zeigen. Als er dann auch noch erfährt, dass diese insgeheim mit Dillon unter eine Decke steckt, beginnt ein Kampf jeder gegen jeder, der eine blutige Spur in New York hinterlässt...

Jesses, was für ein Buch. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, wohl noch nie eine derart makabre, tiefschwarze, perverse und heftig überzeichnete Pulp-Groteske gelesen zu haben. Bruen und Starr brennen hier ein knallhartes Feuerwerk ab, das in erster Linie von der tragischen Situationskomik lebt und die Lachmuskeln des Lesers, der nicht allzu zart besaitet oder prüde sein sollte, aufs Äußerste in Anspruch nimmt. Wen störts, dass die eigentliche Geschichte nicht allzu viel hergibt, die inhaltliche Tiefe in Millimetern gemessen werden kann?

"Flop" überzeugt mit einer Vielzahl herrlich-skurriler Figuren, die alle auf ihre Art den Bezug zur Realität völlig verloren haben und mit jeglichen zur Verfügung stehenden Mitteln gegeneinander vorgehen. Die Guten gibt's hier in diesem Buch eigentlich nicht. Wenn solche auftauchen, werden sie ganz schnell aus der Geschichte beseitigt. Wie in einem guten Tarantino-Film erfreut man sich stattdessen an expliziter Gewalt und der Abfolge von Absurditäten, die man moralisch besser nicht hinterfragen sollte. Auch sprachliche Feinheiten sucht man vergebens. Der Stil ist knapp, kurz, knackig und hart, die Wortwahl derb und unverblümt. Eben passend zur Story. Wer das in Kauf nimmt oder gar mag, rabenschwarzem Humor und makabren Szenen nicht abgeneigt ist, wird sich hier gleichfalls köstlich amüsieren. Alle anderen dürfen getrost mit der Mainstream-"Bestseller"-Massenware auf den Filialkettenbüchertischen vorlieb nehmen.

Insgesamt ist "Flop" ein urkomisches, trashig-überzeichnetes Vergnügen, das man aufgrund der gerade mal knapp 290 Seiten leider viel zu schnell durchgelesen hat. Eine Perle in der hoffentlich sehr langlebigen Hard-Case-Crime-Reihe des Rotbuch-Verlags, der mit "Crack" bereits den Nachfolger ins Rennen geschickt hat. Muss ich haben!
19 von 25 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
tassieteufel zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop« 25.08.2009
Max Fisher ist ein reicher Geschäftsmann mit einer stets nörgelnden Frau und einer Geliebten, was liegt da näher, als die unliebsame Gattin aus dem Weg zu räumen? Max heuert mit Hilfe seiner Geliebten einen Killer an, was er nicht weiß, ist das diesere Typ völlig durchgeknallt ist
und bald läuft alles aus dem Ruder.
Was für eine verrückte Geschichte! Dabei ist das Buch nicht mal sonderlich spannend und auch der Plot gibt inhaltlich nicht allzuviel her, aber die Geschichte lebt von ihren skurilen Figuren, normal ist hier keiner, jeder hat Dreck am Stecken, ist egoistisch und auf seinen Vorteil bedacht, dabei werden alle zur Verfügung stehenden Mittel gnadenlos eingesetzt und die
Gegenspieler ausgetrickst wo es nur geht, dabei kommt es zu diversen bizarren Situationen, die einer gewissen Komik nicht entbehren, wenn man einen Sinn fürs Skurile hat. Die Sprache ist recht direkt und derb, sprachliche Feinheiten darf man hier nicht erwarten, aber der Stil paßt zu dem Buch wie die Faust aufs Auge ebenso wie die Zitate am Anfang jeden Kapitels.
Sicher nicht jedermanns Sache, aber ich hab mich köstlich amüsiert!

Fazit: eine makabere, schwarzhumorige und verrückte Geschichte mit abgedrehten Figuren, um das Buch zu mögen sollte man aber schon einen Sinn fürs Morbide haben und nicht alles zu ernst nehmen.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Krimi-Tina zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop« 10.02.2009
Herrlich! Eine makabre, tiefschwarze und heftig überzeichnete Groteske mit bitterbösem Humor.
Der Plot ist wirklich nicht kompliziert, vier Typen die sich allesamt für schlauer halten als der Rest der Welt und von denen jeder auf seine Art völlig durchgeknallt ist, versuchen permanent einander übers Ohr zu hauen. Besser gesagt bescheißen um den Ton des Buches korrekt wiederzugeben. Was zu einer Abfolge von absurden, blutigen und wenn man Sinn fürs Makabre hat, urkomischen Situationen führt. Allerdings ein recht kurzes Vergnügen, Nettolesezeit bei mir waren grade mal 3 Stunden.
Wer auf der Suche nach einer schön ausgeführten Geschichte ist, für den ist das Buch nichts. Ebenfalls vergeblich wird man nach sprachlichen Finessen und detaillierten Charakterzeichnungen suchen. Die Sprache ist recht derb, einen so inflationären Gebrauch des Wortes Titten habe ich in einem Krimi auch noch nie erlebt.
Wer aber Freude an einer wüsten Splatterorgie hat , garniert mit einer ordentlichen Portion Irentum, Notgeilheit und wie erwähnt rabenschwarzem Humor, der sollte diesem Buch unbedingt einen Blick gönnen. Ich empfehle beim Lesen irische Rockmusik zu hören und irischen Whisky zu trinken. 90° von mir
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Blofeld zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop« 09.12.2008
Ich habe das Buch aufgrund der 90 Grad Empfehlung des Rezensoren gekauft und komme zu dem Schluss, dass der Mann ein anderes Buch gelesen haben muss! 300 Seiten Müll von 2 talentlosen Autoren, deren Schreibstil schwierig zu beschreiben ist: Sie haben nämlich keinen. Das Buch liest sich wie nicht enden wollender Jerry-Cotton-Roman mit fäkalisierter Ausdrucksweise, einigen Kraftausdrücken und angedeuteten Gewaltszenen garniert. Das ist so, wie wenn man Maggi-Fix für Sauce Hollandaise anrührt, mit viel Butter streckt, glaubt, man hätte ein Frischeprodukt und denkt, keiner merkt´s. Die überschaubaren Aktionen der Protagonisten als Handlung zu bezeichnen, ist doch sehr euphemistisch. Flop? Stimmt!
2 von 7 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sonny zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop« 09.12.2008
Um es mit Culcha Candela zu sagen: Hammer.

Zunächst mal besticht dieses Buch durch seinen Stil. Die erwähnten Zitate zu Beginn eines neuen Kapitels sind einfach herrlich. Des Weiteren gibt es häufige Szenenwechsel, viele Dialoge und massig skurrile Typen.

Die Story ist nicht übermäßig spannend, aber durch die seltsamen Typen einfach unheimlich unterhaltsam. Ein Geschäftsmann, der sich mit den falschen Leuten einlässt, eine egomanische Superbraut, ein durchgeknallter Killer und ein eben so abgedrehter Rolli-Fahrer. Jeder besche…. jeden und fast alle bleiben irgendwo auf der Strecke.

Einzig Frauen mit Minderwertigkeitskomplexen hinsichtlich ihrer Oberweite würde ich von Flop dringend abraten. Von mir gibt´s gut gelaunte 90 Grad.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Schrodo zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop« 08.11.2008
Der Millionär Max hat eine Geliebte und will seine Frau um die Ecke bringen lassen und bezahlt dafür einen Killer. So beginnt die Geschichte. In deren Verlauf steckt jeder mit jedem unter der Decke und versucht den anderen auszubooten. Nur der arme Max schnallt wenig bis nichts.
Das da alle Protagonisten mehr oder weniger (eher mehr) durchgeknallt sind, tut der Story keinen Abbruch. Die Sprüche sind eher derb, manches reichlich sexistisch. Insgesamt sehr gut zu lesen und das ohne Spannung. Ja die sucht man vergebens. Was aber überhaupt keine große Rolle spielt, da die Story gut und kurzweilig geschrieben ist.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Le_Tartar zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop« 30.07.2008
"Flop" ist eine rabenschwarze Thrillerkomödie.
Beim Lesen dieses Buches mußte ich die ganze Zeit an die Filme der Coen Brüder denken: "Blood Simple" oder "Fargo".
Der Schreibstil ist ziehmlich "flapsig".
Die Ausdrucksweise der Autoren ist machohaft und frauenfeindlich.
Frauenfeindlich?
Hier möchte ich mal Angela zitieren, eine der Hauptpersonen dieser völlig durchgeknallten Story:
"Dame? Ich bin eine Irin, du Scheisshaus!"
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
sue82 zu »Ken Bruen & Jason Starr: Flop« 09.07.2008
Der Hauptprotagonist ist ein unsympathischer Kerl, der einen Psychopathen anheuert um seine Frau umzubringen. Dazu spielt noch seine Geliebte eine Rolle, die auch gleichzeitig die Freundin des Psychopathen ist und eine Rollstuhlfahrer der genauso abgedreht ist.

Leicht zu lesen, spannend und schwarzer Humor. Von mir gibt es dafür 85°.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 14.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Flop

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: