Miststück von Katy Munger

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Bad to the Bone, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Unionsverlag.
Folge 4 der Casey-Jones-Serie.

  • New York: Avon Books, 2000 unter dem Titel Bad to the Bone. 384 Seiten.
  • Zürich: Unionsverlag, 2004. Übersetzt von Tom Appleton. 384 Seiten.

'Miststück' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Das ist Casey Jones, der muskelbepackten revolverschnauzigen Privatdetektivin mit gefälschter Lizenz, noch nie passiert: Sie lässt sich von der unechten Blondine Tawny Bledsoe reinlegen, dann taucht auch noch Caseys nichtnutziger Ex-Mann auf und verbündet sich mit Tawney. Und die ist ein solches Miststück. Als Casey sich von dem Schock erholt hat, schlägt sie zurück, auch wenn´s wehtut.

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Herr Lazaro zu »Katy Munger: Miststück« 06.01.2007
"Mein Ex hatte in seinem ganzen Leben noch nie einen Funken Verstand besessen. Ausgenommen natürlich das eine Mal, als er mich heiratete."
So lautet der zweite Absatz des Buches und er genau dieser Absatz hielt mich davon ab, das Buch ein zweites mal zu lesen. Hätte er eine Fortsetzung gehabt wie etwa "...und ich hatte in meinem (Leben) mindestens einen Blackout, als ich den Kerl heiratete...", vielleicht hätte ich Frau Munger ja eine zweite Chance gegeben aber so ist dieser Absatz leider symptomatisch für den ganzen Roman: Mit Revolverschnautze walzt Casey bulldozergleich durch die Handlung, überzeugt von sich selbst und mit Meinungen über die anderen schnell bei der Hand ("...sie war entweder gut in Form oder im mittleren Stadium des Alkoholismus..." S.148) und bleibt dabei als Person für den Leser eigentümlich oberflächlich. Dass sie dabei nicht sonderlich sympathisch wirkt, scheint die Autorin, zumindest nach dem am Ende des Buches abgedruckten Interview zu urteilen, nicht zu bemerken. Für sie ist Casey offenbar wirklich so etwas wie ein Alter-Ego, in jeder Hinsicht mindest genau so gut wenn nicht besser als die Autorin K. Munger selbst.
Die Hamdlung? Ein wilder Mix aus Sex, Drogen, Mord, Entführung und Verfolgungsjagd, wobei in der zweiten Hälfte des Buches das Geschehen eskaliert, genau in dem Maße in dem die Persönlichkeit des "Miststücks" zusammenbricht. Und genau dieser Zusammenbruch erscheint unglaubwürdig, und damit die ganze Handlung des Romans: Warum Tawney, die laut Caseys Ermittlungen monate-, wenn nicht jahrelang Drogensüchtig und zu jeder Schandtat bereit und dies mit voller Kontrolle durchziehend, plötzlich innerhalb weniger Tage der Handlung komplett ausrastet, bleibt unklar und damit leider auch die ganze Story.
Dass die Protagonistin, wie vom Klappentext behauptet, muskelbepackt sei, dafür finden sich im Text keinerlei Hinweise. Die von Casey im Laufe der Handlung vorzugsweise verzehrten Bagles, Doghnuts, Muffins und Burgers legen eher den Verdacht nahe, dass Casey eine typisch übergewichtige weisse Amerikanerin ist, was im übrigen auch das Autorenfoto über selbige andeutet. Ein weiterer Aspekt des Alter-Ego?
Fazit: Mit Casey Jones hat die Autorin K. Munger eine Figur geschaffen, auf die die Welt gut hätte verzichten können.
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