Lasst Knochen sprechen von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2000
unter dem Titel Deadly Decisions,
deutsche Ausgabe erstmals 2001
bei Blessing.
Ort & Zeit der Handlung: Kanada / Montreal, 1990 - 2009.
Folge 3 der Temperance-Brennan-Serie.
- New York: Scribner, 2000 unter dem Titel Deadly Decisions. 333 Seiten.
-
München: Blessing, 2001.
Übersetzt von Klaus Berr.
ISBN:
389667157X. 345 Seiten. -
München: Goldmann, 2002.
Übersetzt von Klaus Berr.
ISBN:
3-442-35590-7. 345 Seiten. -
München: Goldmann, 2003.
Übersetzt von Klaus Berr.
ISBN:
3-442-35923-6. 345 Seiten. - Augsburg: Weltbild, 2003. Übersetzt von Klaus Berr. 345 Seiten.
-
München: Blanvalet, 2004.
Übersetzt von Klaus Berr.
ISBN:
3-442-36213-X. 345 Seiten. -
Berlin: Springer, 2011.
Übersetzt von Klaus Berr.
ISBN:
978-3942656085. 355 Seiten.
'Lasst Knochen sprechen' ist erschienen als
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In Kürze:
Ein ermordetes Mädchen, die Überreste zweier Motorradfahrer nach einem Bombenanschlag und der ausgegrabene Schädel einer jungen Frau – damit hat die forensische Anthropologin Tempe Brennan im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Doch als sie einen brisanten Zusammenhang zwischen den Toten und zwei verfeindeten Motorrad-Banden erahnt, gerät nicht nur Tempe in Lebensgefahr. Leider entwickelt auch ihr Neffe Kit verhängnisvolles Faible Motorräder …
Wieder einmal wird die gerichtsmedizinische Anthropologin Tempe Brennan im kanadischen Montreal eingesetzt, um die lokalen Polizeibehörden mit ihrem Spezialwissen zu unterstützen.
Auf dem Weg zum Ballettunterricht wurde die neunjährige Emily Anne Toussaint mitten auf der Straße von Kugeln getroffen. Ein weiteres unschuldiges Opfer im Bandenkrieg rivalisierender Motorradgangs der Großstadt, die sich um das Drogengeschäft streiten. So scheint es zumindest. Die erschütterte Brennan nimmt sich vor, die Mörder zu finden und dingfest zu machen.
Doch dann stößt sie auf dem Gelände eines Montrealer Bikerclubs auf die Leiche eines weiteren Mädchens: Sarah Osprey stammt aus Brennans Heimat South Carolina. Als sie dort mit einer Polizistin spricht, erhält sie Fotos aus der Mordzeit: Sie zeigen bekannte Montrealer Biker.
Merkwürdig ist jedoch dabei, dass der eine der Biker, Cherokee Desjardins, kürzlich bereits ermordet wurde, und der andere, Lyle Crease, ist ein stadtbekannter Fernsehreporter, der sich auffällig stark für Brennans Untersuchungsergebnisse interessiert.
Als Crease mal bei Brennan in ihrer Wohnung vorbeischaut, lernt er Kit kennen, der ebenfalls ein Faible für schwere Motorräder hat. Kit ist Brennans 19-jähriger Neffe aus Texas und auf der Durchreise, wie er behauptet. Und so ziehen Crease und Kit los, um sich die Bikerattraktionen von Montreal anzusehen. Denkt Brennan.
Wie sehr sie sich hat täuschen lassen, erweist sich schließlich am Tag des Begräbnisses eines Bandenmitglieds. In einer wilden Schießerei rechnen die zwei Banden der Heathens und der Vipers miteinander ab – und Crease, der frühere Biker, hat Kit als Geisel mitten zwischen den Fronten aufgestellt. Es geht um Leben und Tod ihres Neffen, wie Brennan – wieder einmal zu spät – erkennt.
Das Buch liest sich im Vergleich zum Bestseller »Knochenarbeit« zäh, unerfreulich und kompliziert. Zäh, weil sich die Ermittlungsarbeit fruchtlos hinzieht und durch personelle Querelen mit Brennans Kollegen verzögert wird. Unerfreulich, weil es keinerlei positive oder bestärkende Ereignisse in Brennans Lebens gibt: kein Lover weit und breit (der einzige, Ryan, arbeitet als verdeckter Ermittler), und nur ein Gernegroß-Neffe im Haus. Höchst frustrierend für den leser sind auch die zahlreichen Gelegenheiten, zu denen Brennan wichtige Hinweise übersieht oder -hört. Man sollte meinen, sie habe bei ihren kanadischen Ermittlungen mehr Misstrauen gelernt.
Und kompliziert, weil sich die Liste der Name von hier bis zum Mond erstreckt. Nicht nur muss man sich Brennans Kollegen merken, sondern auch etliche Namen von Bikerbanden und ihren Mitgliedern merken soll. Von Brennans familiären und freundschaftlichen Bindungen ganz abgesehen.
Ein Krimi also wie aus dem richtigen Leben gegriffen. Denkt man. Aber dann stellen sich merkwürdige Parallelen zu Reichs Roman »Knochenarbeit« ein: Die Verbindung zurück nach Carolina, der nahe Verwandte, der in tödliche Gefahr gerät – all das hatten wir doch schon. Gehen Reichs die Ideen aus, oder versucht sie ein Erfolgsrezept bis zum Gehtnichtmehr auszulutschen?
Ich benötigte mehrere Wochen, um das Buch zu lesen, und der einzige lohnende Teil darin ist der Showdown zwischen den Bikergangs – mitten auf dem Friedhof von Montreal ist das eine echte Schau. Ansonsten ist der Roman bis auf wenige Stellen kaum einmal spannend. Und wer sich ein paar frustrierte Tage ersparen möchte, sollte das Buch links liegen lassen.
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| kira rüther zu »Kathy Reichs: Lasst Knochen sprechen« | 23.07.2010 |
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| Mistie zu »Kathy Reichs: Lasst Knochen sprechen« | 09.01.2010 |
| Naela zu »Kathy Reichs: Lasst Knochen sprechen« | 10.08.2009 |
| Bianca zu »Kathy Reichs: Lasst Knochen sprechen« | 20.05.2009 |
| Rene S. zu »Kathy Reichs: Lasst Knochen sprechen« | 26.10.2008 |
| Swen Piper zu »Kathy Reichs: Lasst Knochen sprechen« | 15.10.2008 |
| Frank B. zu »Kathy Reichs: Lasst Knochen sprechen« | 15.03.2008 |
| Rolf.P zu »Kathy Reichs: Lasst Knochen sprechen« | 26.02.2008 |
| Alexandra zu »Kathy Reichs: Lasst Knochen sprechen« | 09.10.2007 |
| Chris. zu »Kathy Reichs: Lasst Knochen sprechen« | 29.09.2007 |
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