Dreh dich nicht um von Karin Slaughter

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel A Faint Cold Fear, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Wunderlich.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Atlanta, 1990 - 2009.
Folge 3 der Grant-County-Serie.

  • New York: William Morrow, 2003 unter dem Titel A Faint Cold Fear. 346 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2005. Übersetzt von Sophie Zeitz. ISBN: 3805207727. 384 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2006. Übersetzt von Sophie Zeitz. ISBN: 978-3-499-23649-5. 461 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2007. Übersetzt von Sophie Zeitz. ISBN: 978-3-499-24692-0. 461 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2011. Übersetzt von Sophie Zeitz. ISBN: 978-3-499-25650-9. 461 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2007. Gesprochen von Iris Böhm. ISBN: 389903743X. 384 CDs.

'Dreh dich nicht um' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Als die Leiche des Studenten unter der Brücke gefunden wird, deutet alles auf einen Selbstmord hin. Für Sara Linton, Gerichtsmedizinerin des kleinen Städtchens, und ihren Ex-Mann Polizeichef Jeffrey Tolliver, traurige Routine. Deshalb denkt sich Sara nichts dabei, ihre hochschwangere Schwester Tessa im Wagen warten zu lassen, während sie den Fundort in Augenschein nimmt. Aber als Sara zum Auto zurückkehrt, ist Tessa verschwunden. Schließlich finden sie sie in einem Wäldchen. Blutüberströmt und ohne Bewusstsein. Jemand hat mehrfach mit einem Messer auf ihren Bauch eingestochen. Während im Krankenhaus der Kampf um Tessas Leben beginnt, stehen Sara und Jeffrey vor einem Rätsel: Haben sie es mit einem wahnsinnigen Rassisten zu tun?

Das meint Krimi-Couch.de: »Es wird mal wieder blutig« 70°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Karin Slaughter, der Name ist Programm. Es ist noch nicht mal viel passiert und ich muss mir schon die unappetitlichen Details eines Leichenfunds zu Gemüte führen, die sich gewaschen haben. Aber ich habe es mir ja so ausgesucht. Und ich mag eigentlich Gerichtsmediziner-Krimis, also rein damit.

Gerichts- und gleichzeitig Kinderärztin Sara Linton wird von ihrem Ex-Mann und gleichzeitig Polizeichef Jeffrey Tolliver zu einem Leichenfund gerufen und da sie gerade mit ihrer schwangeren Schwester Tessa unterwegs ist, nimmt sie diese mit. Ein junger Mann hat sich scheinbar das Leben genommen. Er ist von einer Brücke gesprungen und ist grausig zugerichtet. Entdeckt wurde der Tote von einer Studentin des Colleges, auf dessen Territorium sich das Ganze abspielte. Vor Ort sind neben der örtlichen Polizei auch der Chef der Campus-Polizei Chuck Gaines und seine Mitarbeiterin Lena Adams, die bis vor einiger Zeit noch Untergebene von Chief Tolliver war. Der junge Mann wird als Adam Rosen identifiziert, Sohn der College-Psychiaterin, bei der auch Lena schon in Behandlung war.

Selbstmord zum Zweiten?

Als Sara zu ihrem Wagen zurückkommt, ist Tessa nicht mehr da. Die verzweifelte Suche im Wald endet schnell, aber dramatisch. Tessa wurde niedergestochen und droht zu verbluten. Hat sie etwas gesehen, das zur Aufklärung beitragen könnte? Der Kampf um ihr Leben ist noch nicht zu Ende, da gibt es einen neuen Todesfall. Dieses Mal ist es Ellen Schaffer, die Studentin, welche die Leiche von Adam Rosen entdeckt hatte. Sie schoss sich anscheinend mit einem Gewehr in den Kopf. Doch Sara glaubt bei beiden nicht an die Selbstmordtheorie und sucht nach Beweisen, um diese zu widerlegen, die sie bei der jungen Frau auch recht bald findet. Besteht ein Zusammenhang zwischen den beiden Todesfällen?

Neben den Leichen – es bleibt nicht bei zweien – ist das zentrale Thema des Krimis die Misshandlung von Frauen. Lena Adams leidet immer noch an den Folgen einer Gefangennahme und mehrfacher Vergewaltigung (zu lesen in Belladonna). Ihre psychischen Probleme haben dazu geführt, dass sie nicht mehr im Polizeidienst steht und ihre Einsamkeit mit Alkohol zu bekämpfen versucht. Auch Sara Linton wurde in der Vergangenheit vergewaltigt und die College-Psychiaterin wird von ihrem Mann misshandelt.

(Fast) alles schon mal da gewesen

Da neben Sara Linton auch Lena Adams eine bedeutende Rolle in der Geschichte spielt, muss man sich über weite Teile mit ihren Problemen herumschlagen und auch zusehen, wie sie unter Tatverdacht gerät. Gerade die Tätersuche erscheint mir – anders als erwartet – unstrukturiert. Die Untersuchungen spielen dabei keine große Rolle und die Entlarvung ist mehr oder weniger vom Zufall geprägt. Der Großteil der Story ist leider wenig originell und irgendwie ist alles schon mal da gewesen, in anderer Mixtur natürlich. Mit dem zugegebenermaßen offenen Ende kann mich Karin Slaughter allerdings überraschen, leider erst auf der letzten Seite. Mit ein paar Fragezeichen auf der Stirn klappe ich das Buch zu und frage mich: »Und das war es nun?«

Mein Fazit: man kann es lesen, muss aber nicht. Eine überraschende Wendung am Ende ersetzt leider keinen gut strukturierten Plot. Wer es unbedingt blutig mag, der ist mit Val McDermids Jordan/Hill-Reihe besser bedient. Karin Slaughter profitierte meines Erachtens zu Beginn von der groß angelegten Werbung und ist inzwischen wohl ein Selbstläufer.

Vielleicht noch eine Anmerkung zur Serie an sich, bei der es hier um den dritten Band geht. Ich finde es etwas unglücklich, wenn das Opfer eines Vorgängerromans in einem späteren Roman eine Hauptrolle spielt (wie es auch bei Tess Gerritsen der Fall ist). Wenn man da nicht zu Beginn einsteigt, kann man sich die Lektüre des Vorgängers (hier des ersten Bandes) schon fast sparen.

Ihre Meinung zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

tassieteufel zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um« 20.02.2017
Auf dem Campusgelände des örtlichen Colleges wird die Leiche eines Studenten gefunden und Sara Linton, die Pathologin für den Distrikt Grant County wird an den Tatort gerufen. Alles deutet auf Selbstmord hin, daher denkt sich Sara auch nichts dabei, ihre hochschwangere Schwester Tessa im Auto warten zu lassen. Doch das erweist sich als fataler Fehler, denn geraume Zeit später wird Tessa niedergestochen und schwer verletzt in einem nahen Wäldchen gefunden. Während Tessa im Krankenhaus um ihr Leben kämpft, versuchen Sara und ihr Ex Mann Jeffrey Tolliver, der Polizeichef Licht ins Dunkel zu bringen, denn auch der vermeintliche Selbstmord entpuppt sich bald als Mord.

Wer schon andere Bücher der Autorin kennt, weiß was ihn erwartet, nämlich reichlich viele, blutige und brutale Details und das gleich auf den ersten Seiten.
Inhaltlich geht es dafür weniger strukturiert zu. Natürlich nimmt Sara Linton, ihre Familie, die Sorge um Tessa und die Beziehung zu Jeffrey viel Raum ein. Auch Lenas Entwicklung die man ja schon in den vorherigen Teilen teils recht verwundert mitverfolgt hat, geht hier weiter und gewährt recht tiefe Einblicke in deren Psyche, was zwar schon recht interessant ist, aber vom eigentlichen Krimifall ablenkt und diesen irgendwie an den Rand drängen.
Die Ermittlungen im Krimifall kommen dann hingegen auch kaum voran und basieren mehr auf Vermutungen und dem Gefühl, das etwas nicht stimmen könnte, als auf richtigen Beweisen und echte Ermittlungsarbeit ist in dieser Folge auch ziemlich dünn gesät. Es gibt weitere Todesfälle, die zunächst wie Selbstmorde erscheinen und auch hier stolpern Sara und Jeffrey eher unstrukturiert umher als souverän zu ermitteln. Es gibt Hinweise auf Rassismus und auch die Nazi Thematik wird mal wieder bemüht, allerdings hat das dann überhaupt nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun, so dass auch dieser Handlungsstrang eher vom Krimifall ablenkt als ihn weiter zu bringen und so wirkt das Ganze etwas zusammengewürfelt. Die endgültige Auflösung wirkt dann auch wie "aus dem Hut gezaubert" und wird zudem auch noch sehr abrupt abgehandelt.
Karin Slaughters Schreibstil ist leicht zu lesen und so kann man das Buch flott lesen trotz der inhaltlichen Defizite.

FaziT: wie erwartet ein anspruchsloser Thriller zum flott weglesen, leider ersetzten blutige Details keine spannend konstruierte Handlung und in diesem Teil gibt es wirklich nur wenig Ermittlungsarbeit. Die Autorin geht zwar stark auf ihre Hauptfiguren ein und gewährt teils tiefe Einblicke in deren Psyche, aber von einem Thriller erwarte ich eben auch einen spannenden Krimifall, der gut konstruiert ist.
TheUnToUcHaBlE♡ zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um« 02.07.2014
Um ehrlich zu sein, lese ich sehr selten Bücher.
Wenn jetzt jemand das mich kennt von mir hören würde, dass ich ein Buch lese, diese Person würde mich auslachen weil die sowas von mir einfach nicht kennen. Aber vor Langeweile bekam ich irgendwie Lust das Buch zu lesen, da ich nichts zu tun hatte. Je weiter ich las, desto gefesselter war ich. Die erzähl Perspektive von Karin Slaughter gab mir das Gefühl dabei zu sein. Und die Story? 1A!
Ich bin seit kurzem dran und fast am Ende. Ich lese zwischendurch nur damit ich das Buch nicht zu schnell zuende lese. Ich will dass das kein ende hat. In letzter Zeit suche ich nach einer Verfilmung von der Story aber null Resultat. Ich Feier dieses Buch! :)
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sylvia zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um« 13.10.2012
Grad eben bin ich mit dem Buch fertig geworden,mir gefällt es. Es läßt sich sehr gut durchlesen und es ist spannend. Allerdings sollte man sich an die Reihenfolge der Bücher halten.Blöderweise habe ich "durcheinander" gelesen.Es macht aber trotzdem Spaß diese Reihe um Sara Linton und Jeffrey Tolliver zulesen.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Toyota zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um« 20.11.2011
Warum fängt man am Anfang an gleich die Spannung so hochzuschrauben, wenn man dann den Rest des Buches fast vor Langeweile einschläft? Ich habe das Buch nach kurz der Hälfte lesen weggelegt, zumal es mich auch genervt hat, das immer ein Thema ganz besonders hervorgehoben wurde, was eigentlich so gar nichts mit den Ermittlungen oder dem Sachverhalt zu tun hatte. Gut fand ich, dass der rote Faden zum Vorgängerbuch aufrecht erhalten wurde, so das man dies nicht unbedingt gelesen haben muss.
Sabrina zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um« 07.10.2011
Ich finde es super, auch wie KS schreibt. Mich nervt es wirklcih an, das die Leute von unappetitlichen Leichengeschichten oder zu detalierten Toten schreiben. Darum kaufe ich mir doch so ein Buch. Tut mir leid, das jetzt zu sagen, aber manche Leute lesen die ganze Reihe finden aber dann Schattenblume super weils nicht gar so Blutrünstig war ?!??!?! Hallo???
Ich fand das Buch super, kann es jedem empfehlen dem solche Bücher gefallen. Die Storry selbst macht auch sehr viel Spaß. Man kann sich die Menschen vor dem blosen Auge vorstellen. Schön :-)
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Uwe zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um« 05.09.2011
Karin Slaughter beschreibt wieder mal gewohnt unappetitlich ihre Leichengeschichte. Der Story fehlt über lange Strecken die Gradlinigkeit. wie auch schon in anderen Romanen der Reihe springen die Handlungsstränge scheinbar ohne System hin und her. Sicherlich ein gutes Buch, aber mit zu vielen Gedanken und Handlungssprüngen.
Die Auflösung ist ehre schlicht und wenig einfallsreich. Erinnert mehr an einen schlechten Fersehkrimi, bei dem man dem vorher eingeschlafenen Zuschauer kurz die Handlung erklärt um dann einen Täter zu präsentieren.Grundsätzlich daumen hoch, jedoch das Ende hätte man einfasllsreicher gestalten können.
jadzia_dax zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um« 30.08.2011
Der dritte Teil der Serie - diesmal ist es die Schwester von Sarah Linton die Opfer eines brutalen Angriffs wird

auch Lena Adams geht es nach wie vor nicht gut und sie leidet immer noch unter den psychischen und physischen Nachwirkungen des brutalen Angriffs und Überfalls aus dem 1. Band - über weite Teile setzt man sich mit ihren Problemen auseinander

Alles in allem war das Buch wieder sehr gut geschrieben und auch leicht zu lesen und eine gelungene Fortsetzung der ersten beiden Bücher
Kai80 zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um« 08.02.2011
Der dritte teil der Grant- County- Reihe ich fand das Buch auch sehr spannend.

Ähnlich wie in den ersten beiden teilen versteht sie es die spannung hoch zu halten, allerdings finde ich auch das zum ende einige fragen offen bleiben eben was wird aus lena und was aus Tessa.

Vielleicht st das ja erst im nächsten Buch, also ich freue mich auf den vierten teil Schattenblume.

In Dreh dich nicht um habe ich richtig mitgefiebert, mittlerweile kennt man die figuren ja aus den ersten teilen und fühlt mit also viel spannung.
Lilli :P zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um« 16.01.2011
Das einzige was mich gestört hat, war der schluss. Was ist mit Tessa (und ihrem Mann?!), hat sich Lena erholt?
solche fragen müssten noch geklärt werden. Das Buch an sich war echt Toll.
Ich bin seit Belladonna ein echter karin slaughter Fan. Mir gefällt ihr Schreibstil. Wie sie alles detaliert beschreibt finde ich ebenfalls klasse.
Die ganze Buchreihe ist Empfehlenswert!
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Melanie zu »Karin Slaughter: Dreh dich nicht um« 07.09.2010
Auch dieses Buch ist wieder sehr spannend, auch wenn es langsam anfängt, etwas verworrener zu werden. Dennoch konnte ich das Buch nicht zur Seite legen. Man fragt sich zwischenzeitlich aber schon, wieviel Leid muss/kann eine Familie und auch ein Ort ertragen?!
Dennoch freue ich mich schon auf den nächsten Teil.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 107.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Dreh dich nicht um

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: