Belladonna von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2001
unter dem Titel Blindsighted,
deutsche Ausgabe erstmals 2003
bei Wunderlich.
Folge 1 der Grant-County-Serie.
- London: Century, 2001 unter dem Titel Blindsighted. 320 Seiten.
- New York: William Morrow, 2001. 311 Seiten.
-
Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2003.
Übersetzt von Teja Schwaner.
ISBN:
3805207255. 411 Seiten. -
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2004.
Übersetzt von Teja Schwaner.
ISBN:
3-499-23230-8. 411 Seiten.
-
[Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2005.
Gesprochen von Iris Böhm.
ISBN:
3899032152. 5 CDs.
'Belladonna' ist erschienen als
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In Kürze:
Sara Linton, Kinderärztin im Krankenhaus des verschlafenen Heartsdale und bei Bedarf auch die Gerichtspathologin, findet Sybil Adams verblutend auf der Toilette eines Restaurants. Zwei tiefe Schnitte in ihrem Bauch bilden ein tödliches Kreuz. Alle Versuche, die beliebte College- Professorin zu retten, bleiben vergeblich. Bei der Autopsie muß Sara feststellen, dass Sybil auf grauenhafte Weise vergewaltigt wurde. Dass Sybil blind und damit so gut wie wehrlos war, macht den brutalen Mord noch entsetzlicher. Sara ist fassungslos …
Das meint Krimi-Couch.de: »Bis über die Ellenbogen in der Blutschüssel gerührt«
Krimi-Rezension von Susanne Hogl
Slaughter – zu deutsch: schlachten, Blutbad, Gemetzel …Aber auch Nachname von Karin, US-amerikanische Autorin. Titel ihres Debütromans: Belladonna (orig. Titel: Blindsighted). Ort der Ereignisse: Heartsdale, ein kleines Provinzstädtchen im Süden der USA.
Dort lebt und arbeitet Sara Linton. Sie ist Kinderärztin und wird bei Bedarf auch als Gerichtspathologin herangezogen. Sara ist geschieden, Ihr Ex-Mann Jeffrey Tolliver ist Chef der örtlichen Polizei.
Das erste Opfer auf der Restaurant-Toilette
Sara findet auf der Toilette eines Restaurants die sterbende Sybil Adams, Professorin am örtlichen College, allseits beliebt – und blind. Sybil wurde offensichtlich missbraucht und zusätzlich mit einer Stichwaffe sehr schwer verletzt; sie erliegt noch am Ort des Geschehens ihren furchtbaren Verletzungen. Sara muß die Autopsie vornehmen und Jeffrey die Ermittlungen nach dem Täter aufnehmen. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden – Liebesgerangel und Gefühlsquerelen inbegriffen.
Wenige Tage später nach dem Mord an Sybil wird erneut eine junge Frau aufs Brutalste misshandelt gefunden. Sara wird bei der Auswertung der Untersuchungsergebnisse der beiden Fälle immer klarer, dass zwischen den beiden Verbrechen eine Verbindung besteht. Für die Polizei, und damit hauptsächlich Jeffrey Tolliver, bedeutet dies, dass hier ein Serientäter am Werk ist. Doch wer ist dieser Mensch, der dazu in der Lage ist, so grausame Verbrechen zu begehen? Wird er sich ein weiteres Opfer suchen? Wenn ja, wieviel Zeit bleibt der Polizei ihn vorher zu stoppen? Wen hat er womöglich schon als nächstes Opfer im Visier?
Sara bekommt Hinweise, die sie dazu zwingen, sich erneut mit einem dunklen Punkt aus ihrer Vergangenheit zu beschäftigen. Selbst ihrem Ex-Mann hat sie nie etwas davon erzählt. Zu quälend war die Erinnerung daran. Doch die Anzeichen verdichten sich mehr und mehr, dass dieses Geheimnis etwas mit den aktuellen Gräultaten zu tun hat.
Das alles reicht bei Weitem nicht für einen guten Krimi
Nun, soweit zur Handlung. Und aus der Kurzbeschreibung möchte man entnehmen, dass es sich um ein äußerst spannendes und sehr gelungenes Buch handeln könnte. Ja, »möchte« und »könnte«. Das reicht eben bei Weitem nicht für einen wirklich guten Krimi.
Das Buch ist eine Mischung aus Südstaaten-Milieustudie, verzwickter Mördersuche mit oft nicht nachvollziehbarem psychologischem Tiefgang und teilweise abgekupfert wirkenden Autopsiesequenzen. Aber als hätte sich die Autorin für keines der drei an sich sehr interessanten und ausbaufähigen Themen entscheiden können, wirkt es, als hätte sie sich von allem das Krasseste herausgesucht und kräftig gemischt. Auf den möglichen Täter gibt es schon relativ früh im Buch einen kurzen kleinen Hinweis und dann wird er am Schluss in einem Showdown präsentiert. Die wirklichen Beweggründe für die Tat bleiben aber im Dunkeln.
Karin Slaughter – nomen est omen!
Was wirklich äußergewöhnlich an diesem Buch ist, sind die bluttriefenden Einzelheiten der Verbrechen. Hier gilt für Frau Slaughter: Nomen est omen! Karin Slaughter hat in ihrem Erstlingswerk bis über die Ellenbogen in der Blutschüssel gerührt und und tischt den Lesern wohl mehr Grausamkeiten auf, als viele von ihnen lesen möchten.
Mag sein, dass mich die dargestellten abartigen Vergewaltigungsszenen und Verbrechen, die Frauen in ihrem Intimsten verletzen und zerstören, besonders als Frau tief berühren, abstoßen und sogar anwidern. Aber noch mehr beschäftigt mich seit der Lektüre von Belladonna eine Frage: Ab welchem Alter darf man eigentlich so ein Buch lesen?
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| Merit Bruhn zu »Karin Slaughter: Belladonna« | 07.01.2010 |
|---|---|
| ka74 zu »Karin Slaughter: Belladonna« | 24.11.2009 |
| LiLa_V zu »Karin Slaughter: Belladonna« | 14.10.2009 |
| Gesine zu »Karin Slaughter: Belladonna« | 31.08.2009 |
| hasenfuss81 zu »Karin Slaughter: Belladonna« | 28.08.2009 |
| sapkowski zu »Karin Slaughter: Belladonna« | 22.08.2009 |
| Naela zu »Karin Slaughter: Belladonna« | 18.08.2009 |
| tedesca zu »Karin Slaughter: Belladonna« | 30.07.2009 |
| Melli zu »Karin Slaughter: Belladonna« | 28.07.2009 |
| ZartesSeelchen zu »Karin Slaughter: Belladonna« | 04.07.2009 |
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